DE1536645C2 - Kennzeichnu ngsreiter - Google Patents
Kennzeichnu ngsreiterInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Kennzeichnungsreiter zum Aufsetzen auf den Rand einer
Karteikarte, eines Schnellhefters od. dgl., bestehend aus zwei nur zwischen Reiterkopf und Reiterfuß miteinander
verbundenen Teilen, welche die im Reiterkopf nach außen gewölbte Vorder- bzw. die ebene Rückenplatte
bilden, die zwischen ihren oberen, den Reiterkopf bildenden Hälften einen Kennzeichnungsstreifen und
zwischen ihren unteren, den Reiterfuß bildenden Hälften eine Karteikarte bzw. einen Schnellhefter
od. dgl. aufnehmen können und von denen eines aus biegeelastischem Werkstoff besteht.
Bekannte Reiter dieser Art sind zum Teil so ausgebildet, daß sie sich mit ihren Schenkeln klemmend
gegen den Randstreifen beispielsweise einer Karteikarte anlegen, zum Teil auch so, daß am unteren Ende des
einen Schenkels ein Vorsprung zum Einrasten in eine Perforation der betreffenden Karteikarte od. dgl.
vorgesehen ist. Es ist bekannt, solche Kennzeichnungsreiter aus zwei Teilen zusammenzusetzen, welche
zwischen Reiterfuß und Reiterkopf formschlüssig oder starr miteinander verbunden sind und wobei wenigstens
eines der Teile aus biegeelastischem Material besteht. Damit wird erreicht, daß im Reiterkopf ein Beschriftungsplättchen
eingeklemmt und der Reiter am Reiterfuß auf eine Karteikarte od. dgl. aufgeklemmt
werden kann.
Der Nachteil der bekannten Kennzeichnungsreiter besteht darin, daß zum Zwecke des Aufsetzens eines
Reiters auf den Randstreifen einer Karteikarte die beiden Schenkel gespreizt werden müssen, was meist
nicht ohne Zuhilfenahme eines spitzen Gegenstandes möglich ist.
Es sind auch schon Kennzeichnungsreiter der vorgenannten Art bekannt, bei denen durch ein
Abbiegen der beiden oberen Hälften der beiden den Kennzeichnungsreiter bildenden Teile ein Aufspreizen
der Klemmschenkel erzielt wird. Hierbei läßt es sich jedoch in den meisten Fällen nicht vermeiden, daß der
den Kennzeichnungsreiter aufnehmende Randstreifen einer Karteikarte oder eines Aktendeckels abgebogen
bzw. geknickt wird, was sich ganz besonders ungünstig auswirkt, wenn der Randstreifen im Abstand der
Schenkellänge der Kennzeichnungsreiter eine Perforation aufweist.
Es ist schon vorgeschlagen worden, einen aus zwei Teilen bestehenden Kennzeichnungsreiter so auszubilden,
daß die beiden den Kennzeichnungsreiter bildenden Teile an ihren Oberkanten miteinander verbunden
bzw. ineinandergesteckt sind und in ihren Längsmittellinien nur lose gegeneinander anliegen, so daß durch
Druck auf die nach außen gewölbte obere Hälfte des einen Teils eine Spreizung der Schenkelenden bewirkt
wird. Die Herstellung dieses Reiters erfordert jedoch eine besondere Auswahl des zur Herstellung des
biegeelastischen Teiles verwendeten Kunststoffes.
Es ist auch schon ein Kartenreiter bekannt — DT-Gbm 16 08 066 —, bei dem in Abweichung von der
Konstruktion der im ersten Absatz der Beschreibung genannten Kennzeichnungsreiter der eine Tasche zur
Aufnahme eines Kennzeichnungsstreifens bildende Kopf des Reiters durch Falten des einen mit seiner
Verlängerung einen Schenkel des Reiterfußes bildenden Teiles des Reiters gebildet wird, während der andere
■ Schenkel des Reiterfußes durch eine Zunge gebildet wird, die durch einen Schlitz des die rückwärtige
Taschenwand bildenden Teilstückes dieses einen Reiterteils hindurchgesteckt wird und die Verlängerung einer
gegen die rückwärtige Taschenwand anliegenden gewölbten Klemmwange bildet, auf die zum Zweck des
Abspreizens der Zunge von einem Karteikartenrand bzw. dem anderen Schenkel des Reiterfußes ein Druck
ausgeübt wird. Die Herstellung dieses Reiters erfordert jedoch einen verhältnismäßig hohen Materialaufwand
und ein verhältnismäßig umständliches Fertigungsverfahren, da zuerst die beiden Reiterteile geformt werden
müssen, dann die elastische Klemmwange durch den Schlitz des die Tasche bildenden Reiterteils hindurchgesteckt
und dieses schließlich einem Schweißvorgang unterworfen werden muß.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Kennzeichnungsreiter der eingangs genannten
Art zu schaffen, der sich wesentlich billiger herstellen und auch wesentlicher einfacher als alle bekannten
Reiter auf eine Karteikarte aufsetzen und von dieser wieder abnehmen läßt, ohne daß hierbei die Gefahr
einer Beschädigung des Karteikartenrandes besteht.
55' Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß zur kippenden Verbindung des einen,
biegeelastisch ausgebildeten, die Rückenplatte des Reiters bildenden Teils mit dem anderen biegesteif
ausgebildeten, die Vorderplatte des Reiters bildenden Teil an der Vorderplatte im Bereich zwischen
Reiterkopf und Reiterfuß zwei L-förmige Ansätze zur Abstützung je einer waagerechten Kante der Rückenplatte
angeformt sind und daß zur Lagesicherung in Höhe dieser Ansätze eine Nase an der Vorderplatte
angeordnet ist, die in eine Aussparung der Rückenplatte eingreift.
Das Spreizen der den Reiterfuß bildenden Klemmschenkel erfolgt dadurch, daß die obere, dem Reiterkopf
zugehörige Hälfte des biegeelastischen Teils in die konkave Wölbung des anderen Teils eingedrückt wird,
so daß sich die untere, einen Klemmschenkel bildende Hälfte dieses biegeelastischen Teils von der unteren
Hälfte des biegesteifen Kunststoffteils abhebt.
Die gegen die Ansätze der Vorderplatte anliegenden waagerechten Kanten der Rückenplatte werden vorteilhafterweise
durch beiderseitiges Vorspringen des Reiterkopfes gegenüber dem Reiterfuß gebildet.
In an sich bekannter Weise können am unteren Rand des biegesteifen Vorderteils Vorsprünge vorgesehen
sein, die in entsprechende Aussparungen des Randstreifens der den Reiter tragenden Karteikarte und des
Rückenteiles eingreifen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung in schematischer Weise
dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine Ansicht des Kennzeichnungsreiters,
F i g. 2 einen senkrechten Schnitt nach der Schnittlinie 2-2der Fig. 1,
F i g. 3 einen senkrechten Schnitt nach der Schnittlinie 3-3der Fig. 1,
Fig.4 eine Stirnseitenansicht des Kennzeichnungsreiters im zusammengedrückten Zustand.
Der Kennzeichnungsreiter besteht aus dem biegesteifen, vorzugsweise aus durchsichtigem Kunststoff
geformten Vorderteil 1 und dem biegeelastischen Rückenteil 2. An dem in seiner oberen Hälfte nach
außen gewölbten Vorderteil 1 sind etwa in Höhe der Längsmittellinie zwei nach oben weisende L-förmige
Ansätze 11 und eine Nase 12 angeformt. Am unteren Rand dieses Teils sind weitere Vorsprünge 13
vorgesehen, die durch Aussparungen in dem Karteikartenrand hindurchgreifen und in entsprechende Aussparungen
21 des Rückenteiles 2 eingreifen. Die untere Hälfte des Rückenteiles 2 ist schmaler als die obere
Hälfte, so daß etwa in Höhe der Längsmittellinie seitliche Schultern 22 entstehen, die in die L-förmigen
Ansätze 11 eingreifen. Um die Lage des Rückenteiles 2
gegenüber dem Vorderteil 1 zu sichern, weist das Rückenteil 2 eine Aussparung 23 auf, in die die Nase 12
des Vorderteiles 1 einrastet. Wie F i g. 4 zeigt, kann durch einen beidseitigen Druck auf die obere Hälfte des
Kennzeichnungsreiters ein Abspreizen des unteren Ende des Rückenteiles 2 bewirkt werden, ohne daß der
betreffende Karteikartenrand auf Biegung beansprucht wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Kennzeichnungsreiter zum Aufsetzen auf den Rand einer Karteikarte, eines Schnellhefters od. dgl.,
bestehend aus zwei nur zwischen Reiterkopf und Reiterfuß miteinander verbundenen Teilen, welche
die im Reiterkopf nach außen gewölbte Vorderbzw, die ebene Rückenplatte bilden, die zwischen
ihren oberen, den Reiterkopf bildenden Hälften einen Kennzeichnungsstreifen und zwischen ihren
unteren, den Reiterfuß bildenden Hälften eine Karteikarte, einen Schnellhefter oder dergleichen
aufnehmen können, und von denen eines aus biegeelastischem Werkstoff besteht, dadurch
gekennzeichnet, daß zur kippenden Verbindung der biegeelastisch ausgebildeten Rückenplatte
(2) mit der biegesteif ausgebildeten Vorderplatte (1) an der Vorderplatte im Bereich zwischen Reiterkopf
und Reiterfuß zwei L-förmige Ansätze (11) zur Abstützung je einer waagerechten Kante der
Rückenplatte angeformt sind und daß zur Lagesicherung in Höhe dieser Ansätze eine Nase (12) an
der Vorderplatte angeordnet ist, die in eine Aussparung (23) der Rückenplatte eingreift.
2. Reiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gegen die Ansätze (11) der Vorderplatte
(1) anliegenden waagerechten Kanten der Rückenplatte (2) durch beiderseitiges Vorspringen des
Reiterkopfes gegenüber dem Reiterfuß gebildet sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL0054442 | 1966-09-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1536645C2 true DE1536645C2 (de) | 1976-12-23 |
Family
ID=
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