DE154064C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
- C21D9/00—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
- C21D9/0006—Details, accessories not peculiar to any of the following furnaces
- C21D9/0018—Details, accessories not peculiar to any of the following furnaces for charging, discharging or manipulation of charge
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Organic Chemistry (AREA)
- Carriers, Traveling Bodies, And Overhead Traveling Cranes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
J\ß 154064 KLASSE 49/.
AKTIEN-GESELLSCHAFT LAUCH HAMMER in LAUCHHAMMER, Prov. Sachsen.
Einsetzmaschine für Wärmeöfen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. August 1902 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine vor Wärmeöfen auf Hüttcnsohlc sich bewegende,
sowohl für Längsfahrt als auch für Kreisbewegung eingerichtete Einsetzmaschine.
Die Erfindung bezweckt, die Bauart und Wirkungsweise solcher auf Hüttensohle laufenden
Maschinen derart zu vereinfachen, daß die Betriebssicherheit und Leistungsfähigkeit
bezw. die Manövrierfähigkeit derselben erheblich erhöht wird, und sie bezweckt
außerdem, die Raumbeanspruchung solcher Maschinen derart herabzumindern, daß auch
■ bei Raunibeschränkung in dem Hüttenwerk die Anlage einer solchen neuartigen Einsetzmaschine
einer laufkranförmigen Anordnung gegenüber einen ganz erheblichen technischen Erfolg erzielt. Denn wenn auch die bislang
bekannten Ausführungsformen laufkranförmiger Einsetzmaschinen vor den öfen einen
so i um die Vorschublänge des Wagens geringeren ; Raum einnehmen als die untenlaufenden Maschinen, so ist andererseits ihre Gesamteinrichtung
doch wieder ganz bedeutend kostspieliger.
Die neue Einsetzmaschine ist dadurch ge-1
kennzeichnet, daß über den vorderen Enden
des Vorschubwagens auf feststehenden Säulen ein Doppelbalancier angeordnet ist, daß der
freie Raum auf den hinteren Enden dieses Doppelbalanciers im wesentlichen zur Unter-"
i bringung von Arbeitsteilen des Vorschub- ; wagens, äußerstenfalls auch zur Unterbringung
von Alisgleichgewichten ausgenutzt wird, daß an die vorderen Enden desselben
Doppelbalanciers ein Blockergreifungsmechanismus gelenkig aufgehängt und mit den
feststehenden Säulen durch eine Gegcnlenkeranordnung verbunden ist, so daß, abgesehen
von der Ersparnis an höheren Kosten, welche die laufkranähnlichen Einsetzmaschinen erfordern,
als höhere technische Erfolge erzielt werden: 1. Nahezu Gleichgewicht zwischen
den am vorderen und hinteren Balancierende wirkenden Massen bei unbelastetem Greifmechanismus
unter Mitwirkung von nur geringer Gegengewichtsmasse auf dem hinteren
Balancierende während der pendelnden Bewegung des Doppelbalanciers, 2.. ein zur
Blockunterlage stets nur paralleles Heben und Senken des eingespannten Blockes für
jede beliebige Balancierstellung, 3. Verminderund der Totlast beim Heben und Senken
der Nutzlast auf ein Minimum, 4. kürzeste Vorschubwagenlänge und hieraus sich ergebender
kleinster Drehscheibendurchmesser für das Fahrgestell, 5. Ausführbarkeit einer vollen Kreisbewegung mit Block und Zange
vor oder zwischen Wärmeofen bei beschränktem Hüttenraum, 6. Erzielung höchster Manövrierfähigkeit.
Auf der Zeichnung veranschaulicht die Fig. ι einen Querschnitt nach Linie y-y in ν
Fig. 2. Die Fig. 2 zeigt eine Ansicht von oben auf Fig. 1, und die Fig. 3 veranschaulicht einen Querschnitt nach Linie \-\ in
Fig. 2. Die Fig. 4 stellt eine Draufsicht auf den hinteren Teil des Vorschubwagens, bei
weggenommer Balancieranordnung, dar.
60
Über den vorderen Enden der zwei kurzen parallelen Träger α α, 'weiche zusammen mit
der Balancieranordnung und dem Greifmecha-
• nismus den »Vorschubwagen« bilden, sind die
Säulen b b angeordnet, deren obere Enden c c zwei doppelarmigen Balanciers d d als Lager
dienen.
Über den hinteren Enden e e des Zangenoder Greif erträgers y sind ebenfalls Säulen g g
ίο angeordnet, an deren oberen Enden h h die
vorderen Enden des doppelarmigen Balanciers angreifen. An beide Säulen b g ist jederseits
ein- Gegenlenker i zapfenartig angeschlossen.
An das vordere Ende des Greiferträgers f schließt der eigentliche Greifer k an, an welchem
ein Greif klotz / sich vor- und zurückbewegt, sobald der unter dem Greiferträger
liegenden Spindel in eine den Gleitklotz vorschiebende bezw. zurückziehende — später
noch näher erklärte — Längsbewegung erteilt wird. Hierdurch wird der mit Körnerspitze 11 versehene Gleitklotz I der feststehenden
Körnerspitze η des Greifers k genähert oder von derselben entfernt, bezw. ein Block
zwischen diesen Körnerspitzen η η festge-
. spannt, oder von ihnen freigegeben. Über den hinteren Enden des Greiferträgers ist ein
elektrischer Motor 0 gelagert, welcher das Schneckenrad q antreibt. Dieses durch ein
umschließendes Gehäuse ρ an jeder seitlichen
Bewegung gehinderte Schneckenrad q bildet hierbei zugleich die Mutter, welche die mit
Gewinde versehene Spindel m zu der für das Einspannen bezw. für das Freigeben des
Blockes erforderlichen Längsbewegung zwingt. Einzig und allein der Greifmechanismus
und die Vorrichtung zur Bewegung desselben hängen mittels der Säulen g g an den vorderen
Enden des doppelarmigen Balanciers, und sobald diesen Enden eine auf- und niedergehende Bewegung erteilt wird, wird der gesamte
Greifmechanismus von den Gegenlenkern i i zu einer der Blockunterlage stets
parallelen Bewegung gezwungen. Das Ge-
wicht des Greifmechanismus und das Gewicht der Vorrichtung zu seiner Bewegung wird.
durch die im wesentlichen mit Arbeitsteilen des Vorschubwagens, gegebenenfalls mit geringer
Gegengewichtsmasse belasteten hinteren Enden des doppelarmigen Balanciers nahezu
ausgeglichen, mithin ist beim Heben und Senken des Blockes (Nutzlast) nur eine auf
ein Minimum verringerte Totlast mit zu bewegen. Es wird also wesentlich an Kraft
gespart, die Manövrierfähigkeit auf das zulässige Maximum bei vollkommenster Betriebssicherheit gebracht- und der Block nicht
mit seiner hinteren Schmalkante' zuerst aufgesetzt, sondern mit seiner vollen Fläche
stets nur parallel zur Unterlage niedergelegt oder aufgehoben.
Quer über den hinteren Enden des doppelarmigen Balanciers ist eine an ihren Enden
mit Kurbeln r versehene Achse gelagert, welcher von dem elektrischen Motor s mit
Hilfe eines Schneckenrad- und Stirnrädergetriebes eine in beliebigem Sinne ausführbare
drehende Bewegung erteilt werden kann. Zwischen den Zapfen der Kurbeln r und den
senkrecht unter diesen liegenden, an den kurzen Trägern α festsitzenden Zapfen t sind
Flügelstangen u eingeschaltet. Die Umdrehungen der Kurbeln r zwingen mithin die
doppelarmigen Balanciers d d zu einer schwingenden Bewegung, und diese bewirkt das vorher
beschriebene, zur Blockunterlage parallele Heben und Senken des gesamten Greifmechanismus.
Ein elektrischer Motor ν ruht auf Querträgern,
welche die kurzen Träger α α überbrücken, und treibt mit Schneckengetriebe eine
Schneckenradachse an, auf deren Enden keine Reibungsrollen, sondern kleine Treibräder w yv
festsitzen, die ihrerseits in Zahnstangen K K eingreifen, welche auf den oberen Gurtungen
der langen Lauf träger A A ruhen, wodurch bei der mit Rücksicht auf Raummangel im
Hüttenwerk zielbewußt kurz zusammengedrängten neuartigen Anordnung des Vorschubwagens der verhältnismäßig lange Vor-
schub des letzteren nicht durch die unsichere Wirkungsweise von Reibungsrollen, sondern
durch die Anordnung zwangläufig wirkenden Zahnstangenbetriebes erzielt wird. Die kurzen
Träger α α tragen an ihren Außenseiten Laufrollen xx, welche sich zwischen einer an
den Innenseiten der langen Laufträger A A angeordneten Schienenbahn B B bewegen.
Eine in beliebigem Sinne ausgeführte Drehung des elektrischen Motors ν bewirkt mithin den ioo
horizontalen Vorschub bezw. Rückzug des gesamten Greifmechanismus, der Balancieranordnung,
der kurzen Träger; und der Motor ν seinerseits nimmt selbst an dieser Bewegung
teil. Der gesamte Vorschubwagen fährt also keine schiefe Ebene hinauf, sondern
fährt absolut horizontal der Ofenöffnuhg entgegen und kehrt horizontal von derselben
zurück, wobei aus der eigenartigen Anordnung der Arbeits- und Bewegungsteile zueinander
eine so zweckmäßige Verteilung des zugleich ganz erheblich reduzierten Eigengewichtes
des Vorschubwagens au$ die Laufrollen χ χ bezw. auf die Schienenbahn B B
resultiert, daß hierdurch und im Verein mit der nur geringe Betriebskraft erfordernden
Wirkungsweise der Laufrollen dem Vorschubwagen bei geringstem Kraftbedarf die
größte Manövriergeschwindigkeit mit vollkommenster Betriebssicherheit erteilt werden
kann!
Ausnahmslos alle Bewegungen des Vor-
Claims (3)
- schubwagens für das Heben, Senken, Einfahren und Ausfahren sind vollkommen unabhängig von den Drehbewegungen der Drehscheibenbühne C Und ebenso unabhängig von den Längsbewegungen des Gesamtapparates, welche demselben von dem an der Drehscheibenbühne C in der Längsrichtung des Gleises angeordneten vorderen und hinteren Vorbau D D aus erteilt werden. Die neuartige Anordnung des Vorschubwagens erzielt aber weiterhin den wesentlichen Erfolg, daß der Drehscheibenbühne C ein für derartige Einrichtungen denkbar kleinster Durchmesser gegeben werden kann, so daß nun-X5 mehr trotz der Vorbaue D D mit Block und Zange eine volle Kreisbewegung zwischen den öfen ausgeführt werden kann.Ohne weiteres ersichtlich ist aus Fig. 2 der Antrieb für die Längsfahrten vor- und rückwärts von den beiden Vorbauen D D aus, zu welchen Zwecken die Motoren E E angeordnet sind. Der Antrieb der Drehbewegung für die Drehscheibenbühne C erfolgt von dem Motor F aus in der Art, daß ineinen auf dal Untergestell angeschraubten Zahnkranz G der Trieb H eines mit der Drehscheibenbühne C fest verbundenen Schneckengetriebes J eingreift.Ρλτε ν τ-Ansprüche:i. Eine auf der Hüttensohle vor oder zwischen den Wärmeöfen laufende, auf einem für Langsfahrt und füf Drehscheibenbewegung eingerichteten Wagengestell ruhende Einsetzmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Vorschubwagen eine diesen letzteren und einen Greifmechanismus verbindende Balancier- und Gegenlenkeranordnung derart angebracht ist, daß dieselbe befähigt wird, vermittels ihres frei zwischen den Trägern (a a) des Vorschubwagens schwebenden Greiferträgers (f) und Greifers (Ic) einen.' Block nahezu ohne jede Totlast parallel zur Blockunterlage (Blockwagen, Rollgang, Ofensohle) zu heben und zu senken, ' und wobei Vorschubwagen samt Balancieranordnung und Greifmechanismus in : allen ihren Bewegungen vollständig unabhängig von den im beliebigen Sinne ausgeführten Bewegungen des Wagengestelles und dessen Drehbühne arbeiten.
- 2. Eine Ausführungsform der Einsetzmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Vorschubwagen (aabb) und Greifmechanismus (kfe m g) besondere, durch die über beiden ange-• ordneten Balanciere (d d i i) verbundene Maschinenteile bilden, und bei welcher ein Teil der Vorschub wagenteile auf den freien Enden des Doppelbalanciers (d d) gelagert ist, zum Zwecke, Vorschubwagenträger (aa) von kürzester Länge und somit eine Fahrgestellbühne (C) von kleinstem Durchmesser zu erzielen.
- 3. Eine Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über den einander zugewendeten Enden der mit Laufrollen (x x) bezw. m it Greif er (k) versehenen Träger (af) Säulen (b g) angeordnet sind, deren obere Enden (ch) einem doppelarmigen Balancier (d d) als Dreh- bezw. Angriffslager dienen und eine von den Vorschubwagenteilen (s r und 11 t) ausgehende schwingende Bewegung des Balanciers (d d) vermittels Gegenlenker (i i) für den Greifmechanismus (kfe m g) in eine zu dessen Unterlage stets nur parallele und im wesentlichen nur durch Vorschubwagenteile ausbalancierte Bewegung verwandelt wird, während gleichzeitig ein Motor (v) die Drehung von Treibrädern (w n>) in den auf Laufträgern (A A) des Fahrgestelles ruhenden Zahnstangen (KK) bewirkt, wodurch der Vorschubwagen gezwungen wird, sich mit seinen Laufrollen (x x) in der Schienenbahn (B H) des Fahrgestelles zwangläuiig horizontal vor- und rückwärts zu bewegen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.Berlin. ctDuuCKT in der
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT21169D AT21169B (de) | 1902-08-02 | 1904-03-19 | Einsetzmaschine für Wärmöfen. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE154064C true DE154064C (de) |
Family
ID=420639
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1902154064D Expired - Lifetime DE154064C (de) | 1902-08-02 | 1902-08-02 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE154064C (de) |
-
1902
- 1902-08-02 DE DE1902154064D patent/DE154064C/de not_active Expired - Lifetime
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