DE154268C - - Google Patents
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- DE154268C DE154268C DENDAT154268D DE154268DA DE154268C DE 154268 C DE154268 C DE 154268C DE NDAT154268 D DENDAT154268 D DE NDAT154268D DE 154268D A DE154268D A DE 154268DA DE 154268 C DE154268 C DE 154268C
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- G07—CHECKING-DEVICES
- G07F—COIN-FREED OR LIKE APPARATUS
- G07F11/00—Coin-freed apparatus for dispensing, or the like, discrete articles
- G07F11/68—Coin-freed apparatus for dispensing, or the like, discrete articles in which the articles are torn or severed from strips or sheets
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Description
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KAISERLICHES
PATENTAMT
Beim Vertrieb von Briefmarken, Billets usw. durch Selbstverkäufer ergibt sich eine Schwierigkeit
dadurch, daß es praktisch nicht möglich ist, die einzelnen Felder eines die Briefmarken
usw. enthaltenden, mit Querlochungen versehenen Streifens genau gleich lang zu erhalten. Die Felder eines solchen Papierstreifens
zeigen untereinander vielfach Verschiedenheiten in der Länge, die, wenn sie
ίο auch nur außerordentlich gering sind, doch
durch Summierung sehr ins Gewicht fallen, wenn hunderte solcher Felder zur Ausgabe gelangen. Einzelne Papiersorten
können auch durch Witterungseinflüsse ihre ursprüngliche Länge verändern. Ausgebefehler
treten außerdem auf infolge der praktischen Unmöglichkeit, die Vorschubvorrichtung
genau auszuführen bezw. in ein absolut gleiches Verhältnis zu dem Markenstreifen zu
bringen. Ferner kann noch der Zug an dem Papierstreifen zu Fehlern Anlaß geben, indem
das Papier gerückt und in der Vorschubvorrichtung zum Gleiten gebracht wird.
Alle diese Fehler will die vorliegende Erfindung unschädlich machen. Diese benutzt
im wesentlichen drei Arbeitsvorgänge, von denen zwei besonders wesentlich und neu sind,
während der dritte bekannt ist und in verschiedener beliebiger Weise erfolgen kann. Die
wesentlichen Vorgänge, die die Erfindung kennzeichnen, sind erstens die Förderung des
Markenstreifens um einen Betrag, der größer ist als die normale Länge des abzutrennenden
Feldes, und zweitens die nach vorgenommener Abtrennung des Feldes erfolgende Zurückführung
des Markenstreifens in die vorgeschriebene Anfangsstellung. Der dritte Vorgang erfolgt zwischen den beiden vorgenannten,
und bestellt in dem Abtrennen des letzten Feldes. Dieser Vorgang kann in beliebiger
Art erfolgen.
Mittels des neuen Systems können natürlich statt nur eines Feldes auch deren mehrere zur
Abtrennung und Ausgabe kommen. Es ist in dem Falle lediglich ein mehrfaches der einzelnen
Felder wie ein Einzelfeld zu behandeln, und es sind die Abmessungen der wirkenden
Teile des Selbstverkäufers dementsprechend zit wählen.
Um das Zuvielfördern und ebenso das Zuwenigfördern des Streifens, im ersten Falle
also die Ausgabe zu vieler Felder, im letzteren Falle das Versagen der Vorrichtung oder das
Zerreißen eines Feldes zu verhüten, ist es bei Anwendung des neuen Verfahrens nur erforderlich,
die Vorschubgröße der den Streifen bewegenden Maschinenteile so zu bemessen,
daß auch das größte, die normale Länge übersteigende Feld ganz gefördert wird. Es wird
praktisch niemals oder doch nur außerordent-Hch selten vorkommen, daß ein Feld diese bei
der Konstruktion der Ausgebevorrichtung als Maximum vorgesehene Länge erreicht. Jedenfalls
wird stets, wenn dieser Fall nicht eintritt, der zur Ausgabe bestimmte Streifenteil
zu weit gefördert werden und es muß dann nach erfolgtem Abtrennen des auszugebenden Teiles
der verbleibende Streifen zurückgefördert
werden, so daß die Vorrichtung „wieder an der
richtigen Stelle angreift und den Streifen wieder um das zutreffende Maß vorschiebt.
Eine Vorrichtung zur Ausführung der Erfindung ist auf der Zeichnung beispielsweise
dargestellt. Zur Ansicht gebracht sind nur die Teile eines Selbstverkäufers, welche
zur Ausführung der vorliegenden Erfindung erforderlich sind und welche das Verständnis
ίο ermöglichen. Die verschiedenen Figuren zeigen die einzelnen Stellungen der Teile.
Die Figuren zeigen zwei Walzenpaare a a1
und b b1, zwischen welchen der Streifen, von dem drei Felder ^1 s* s3 gezeigt sind, hindurchzugleiten
hat. Das obere Walzen- oder Rollenpaar dient zum Vorschieben des Streifens, das untere Rollenpaar dagegen zum Abtrennen.
Zu dem Zweck können die unteren Rollen z. B. sich schneller drehen als die oberen, so daß
der Streifen bezw. das erste Feld, sobald es zwischen die unteren Walzen gelangt, dort
schneller gefördert wird, wodurch die betreffende Querlochung abreißt, da der hintere
Teil des Streifens (hier das Feld i2) von den oberen Rollen, die sich langsamer drehen, festgehalten
wird.
Um nun mittels der oberen Rollen immer bestimmte Längen des Markeustreifens zu
fördern, ist die Rolle a1 mit zwei Aussparungen c versehen. Die verbleibenden vollen
Mantelteile sind in der Abwicklung so lang, daß sie dem Streifen eine Bewegung um die normale
Feldlänge zuzüglich des größten in Betracht zu ziehenden Fehlers erteilen. Zwischen
den Walzenpaaren liegt eine Zunge oder ein Arm d. Dieser ist bei d1 beweglich an einem
Arm e befestigt und dieser ruht ebenfalls beweglich um e1 am Gestell des Selbstverkäufers.
Zwei Kurvenscheiben / und g werden durch das Triebwerk in Drehung versetzt, und es
wirken diese beiden Scheiben nun sowohl auf den Arm e wie auch auf den Arm d ein. Der
Arm e liegt mit einem Stift c1 an der Scheibe g
an. Der Arm d kann sich hingegen auf die Scheibe / auflegen.
Es ergibt sich nun folgender, aus den verschiedenen Figuren zu verfolgender Arbeitsvorgang
:
In der Stellung· nach Fig. ί ist der Streifen frei, und es ruht das Ende auf dem Arm d
auf, welcher von seiner Daumenscheibe f hochgehalten wird.
In Fig. 2 sind die Rollen a a1 so weit gedreht,
daß das letzte Feld s1 gerade erfaßt wird, um nach unten gezogen zu werden. Die
Scheibe g ist im Begriff, den Arm d unter dem Streifen fortzuziehen, so daß dieser ungehindert
herunter und zwischen die Walzen gelangen kann.
Fig'. 3 zeigt eine Zwischenstellung, in welcher das Feld s1 die Unterwalzen beinahe erreicht
hat. Der Ann e ist ganz nach links hin bewegt, während die Daumenscheibe / den
Arm d freigegeben hat, so daß dieser sich in der Tiefstellung befindet.
In Fig. 4 ist das Feld ^1 soeben von den
sich schneller drehenden Walzen b b1 erfaßt worden, so daß im nächsten Augenblick das
Feld abgetrennt werden wird.
Fig. 5 zeigt das abgetrennte Feld. Während die oberen Walzen α ο1 das nunmehr letzte
Feld s2 weiter fördern, wird das abgetrennte Feld s1 von den unteren Walzen ausgeworfen.
Der Stift c" des Armes c ist inzwischen von der Daumenscheibe g freigegeben worden, so9
daß der Arm c mit dem Arm d unter dem Ein-,
fluß einer Feder oder dergl. sich nach rechts bewegt, so daß das Ende von d in den Streifenweg
kommt und, wie die Figur zeigt, das Feld ^1 am oberen Ende etwas nach rechts
biegt.
Bei der Weiterdrehung der Teile wird das Feld s2 noch weiter abwärts gefördert und
dann von der Aussparung c der Walzen α1 freigegeben (siehe Fig. 6). Inzwischen ist
der Daumen der Scheibe / unter den Arm d gelangt, wodurch dieser angehoben wird, so
daß der Markenstreifen, wie Fig. 1 ersichtlich macht, in die vorgeschriebene Anfangsstellung
wieder zurückgelangt, in welcher der Streifen dann, wie Fig. 2 zeigt,.von neuem erfaßt wird.
Auf die konstruktive Ausbildung der für das Verfahren benutzten Vorrichtung kommt
es naturgemäß nicht an, die einzelnen Teile können vielmehr in mannigfacher Weise ausgeführt
werden. So ist es unerheblich, welcher Art die Aussparungen an den Bewegungswalzen sind und wieviel solcher Aussparungen
vorhanden sind. Es könnten auch die Walzen ganz fortfallen und an deren Stelle Greifer
treten, die den Streifen vorschieben. Diese Greifer könnten dann beispielsweise nach genügendem
Vorschub des Streifens durch ein besonderes Mittel auseinandergedrückt werden, welch letzteres jedoch auch bei den Walzen
Anwendung finden kann, in welchem Falle Aussparungen ganz fortfallen würden. Auch
die erläuterte Vorrichtung zum Zurückführen des Streifens in die Anfangslage kann in
anderer als der dargestellten Art ausgeführt sein. Insbesondere können, wie schon eingangs
hervorgehoben, die Mechanismen, die das auszugebende Feld abtrennen, in ganz beliebiger
Weise ausgeführt werden. So kann man auch die Zurückstellvorrichtung de selbst
zum Abtrennen des Streifens benutzen. Fördert z. B. das untere Walzenpaar den Streifen
nicht schneller wie das obere Walzenpaar, so würde das Abtrennen des Streifens doch dadurch
(in an sich bekannter Weise) erfolgen können, daß der Arm d mit seiner Kante sich
gegen den zwischen den beiden Walzenpaaren
Claims (3)
- gespannten Streifen bewegt und dadurch die Querlochung zerstört.Ρλτεν τ-An Sprüche:i. Selbstverkäufer für Briefmarken und andere zu einem Streifen vereinigte Papierfelder, die von einer Vorschubvorrichtung mechanisch in die Abtrennstellung gefördert werden, dadurch gekennzeichnet, daß das abzutrennende Feld um einen die normale Feldlänge übersteigenden Betrag durch Rollen, Greifer oder dergl. gefördert wird, wobei nach dem Abtrennen des letzten Feldes der Markenstreifen durch eine Schiebervorrichtung· oder dergl. in die für den Beginn der Vorschub- bezw. Abreißbewegung geeignete Stellung zurückgebracht wird.
- 2. Selbstverkäufer nach Anspruch i, ao dadurch gekennzeichnet, daß in einem Rollen- oder Greiferpaare (a a1) der Papierstreifen (s) um ein die normale Feldlänge übersteigendes Stück vorbewegt und der Streifen dann nach dem Abtrennen 25" des auszuwerfenden Feldes freigegeben wird, worauf ein Hebelarm (d1) den Streifen wieder in die Anfangslage zurückbewegt.
- 3. Selbstverkäufer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der den Streifen in die Anfangsstellung zurückführende Hebelarm (d) zugleich zum Abtrennen des letzten Feldes (s1) dient.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.Berlin, gedruckt in Der reiGhsdruckerei.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE154268C true DE154268C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT154268D Active DE154268C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE154268C (de) |
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