DE1543473B1 - Zearalanonhydroxylamin und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents

Zearalanonhydroxylamin und Verfahren zu dessen Herstellung

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DE1543473B1
DE1543473B1 DE19661543473 DE1543473A DE1543473B1 DE 1543473 B1 DE1543473 B1 DE 1543473B1 DE 19661543473 DE19661543473 DE 19661543473 DE 1543473 A DE1543473 A DE 1543473A DE 1543473 B1 DE1543473 B1 DE 1543473B1
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DE
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zearalanone
hydroxylamine
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zearalenone
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DE19661543473
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Hodge Edward B
Hidy Phil H
Wehrmeister Herbert L
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Commercial Solvents Corp
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D313/00Heterocyclic compounds containing rings of more than six members having one oxygen atom as the only ring hetero atom
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K20/00Accessory food factors for animal feeding-stuffs
    • A23K20/10Organic substances
    • A23K20/116Heterocyclic compounds
    • A23K20/121Heterocyclic compounds containing oxygen or sulfur as hetero atom
    • A23K20/126Lactones

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Description

CH2- CH2 -(CH2J3-
C-NHOH
2. Verfahren zur Herstellung von Zearalanonhydroxylamin der. Formel
HO
CH,
C-O-CH-(CH2J3x |
CH2- CH2-(CH2J3
C-NHOH
dadurch gekennzeichnet, daß man Zearalenon der Formel
O CH3
Il I
C-O-CH-(CH2J3x
HO-L /LcH = CH-(CH2)/
in an sich bekannter Weise mit Hydroxylammoniumchlorid oximiert und das erhaltene Oxim in Gegenwart eines Platin- oder Palladiumkatalysators bei einer Temperatur von 15 bis 5O0C und bei einem Druck von etwa 34 bis 68 atü hydriert.
Die Erfindung betrifft Zearalanonhydroxylamin der Formel
HO
CH,
-C—O —CH-(CH2)3\|
C-NHOH CH2—CH2-(CH2)/
und ein Verfahren zu dessen Herstellung.
Es ist bekannt, fleischerzeugenden Tieren zu deren Wachstumssteigerung östrogene, wie Diäthylstilböstrol, zu verabreichen. Bei einer solchen Verwendung von Verbindungen mit hoher östrogener Aktivität ergaben sich jedoch Schwierigkeiten bei der Tieraufzucht infolge der Erscheinungen künstlicher Brunsterzeugung, und in manchen Fällen traten beim Menschen nach Genuß des Fleisches solchermaßen behandelter Tiere Hormonstörungen auf. '
Es wurde nun gefunden, daß das Zearalanonhydroxylamin bei fleischerzeugenden Tieren eine gute Wachstumssteigerung bewirkt, die größenordnungsmäßig derjenigen von Diäthylstilböstrol entspricht, jedoch im Gegensatz zu den bekannten östrogenen eine wesentlich verminderte östrogene Aktivität aufweist. So beträgt seine östrogene Aktivität weniger als 1% derjenigen von Diäthylstilböstrol, wie durch den Mäusegebärmuttertest gemäß »Endocrinology«, Bd. 49, S. 429 bis 439 (1951), ermittelt wurde. Dies stellt einen großen Vorteil; dar, da bei fleischerzeugenden Tieren eine merkliche Brunst, die z. B. mit Diäthylstilböstrol hervorgerufen wird, mit Zearalanonhydroxylamin vermieden wird und Hormonstörungen bei Menschen, die durch den Genuß des Fleisches von mit Diäthylstilböstrol behandelten Tieren auftreten können, nicht zu befürchten sind.
Bei einem weiteren Vergleichsversuch wurden Gruppen von je 27 Lämmern verwendet, wobei eine Gruppe als Kontrollgruppe diente, während einer Gruppe 12 mg Diäthylstilböstrol und einer weiteren Gruppe 12 mg des Zearalanonhydroxylamins in Form von Kügelchen subkutan in einem Ohr eingepflanzt wurden. Die Lämmer wurden vor der subkutanen Verabreichung gewogen, und jede Lämmergruppe wurde mit dem gleichen pelletisierten Futter aus 64 Gewichtsteilen gemahlenen Maiskolben, 60 Gewichtsteilen gemahlenen Maiskörnern, 31 Gewichtsteilen entwässertem Alfalfamehl, 12 Gewichtsteilen getrockneter Melasse, 30 Gewichtsteilen Sojabohnenmehl, 1,4 Gewichtsteilen Dicalciumphosphat, 2Gewiehtsteilen Spurenmineralien und 1,9 Gewichtsteilen eines Vitamingemisches während einer Zeit von 42 Tagen .ernährt. Danach wurde die Gewichtszunahme aller Tiere bestimmt. Bei der Kontrollgruppe lag die durchschnittliche Tageszunahme bei 0,50 Pfund und die Futterumwandlung bei 774 kg/100 kg Gewichtszunahme. Bei Verwendung der Testsubstanzen lag in beiden Fällen die durchschnittliche Tageszunahme in der Größenordnung von 0,60 Pfund und die Fütter-Umwandlung in der Größenordnung von 600 kg/ 100 kg Gewichtszunahme. Das Zearalanonhydroxylamin besitzt somit eine dem Diäthylstilböstrol gleichwertige Wachstumsförderung, jedoch eine wesentlich geringere ös.trogene Aktivität. ;
Das Zearalanonhydroxylamin der oben angegebe-' nen Formel wird erfindungsgemäß dadurch hergestellt, daß man Zearalenon der Formel
HO
HO
CH,
O —CH-(CH2J3x
CH = CH- (CH2J3
C=O
i» an sich bekannter Weise mit Hydroxylammoniumchlorid oximiert und das erhaltene Oxim in Gegenwart eines Platin- oder Palladiumkatalysators bei einer Temperatur von 15 bis 50° C und bei einem Druck von etwa 34 bis 68 atü hydriert.
Die Oximierungdes Zearalenons kann mit einer wäßrigen Lösung von Hydroxylammoniumchlorid, die mit Äthanol verdünnt wurde, erfolgen. Das Zearalenon wird dann zu dieser Lösung zugegeben und das Gänze unter Rückfluß auf einem Wasserbad bei 70 bis 75° C 1 bis 3 Stunden erhitzt. Bei der anschließenden katalytischen Hydrierung wird gleichzeitig die Oximgruppe und die olefinische Doppelbindung hydriert. Als Katalysator kann Platin oder Palladium auf einem üblichen Katalysatorträger, wie Holzkohle, verwendet werden. Der Katalysator enthält etwa 0,01 bis etwa 10% des katalytischen Metalls. Im allgemei-
• nen wird der Katalysator in einer Menge von etwa
0,02 bis 2 g, vorzugsweise in einer Menge von etwa 0,1 bis 0,5 g, je Gramm des Zearalenons eingesetzt. Die Hydrierung kann in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels, wie einem Alkohol, besonders in 2-Propanol, Äthanol oder Methanol, oder einer Säure, wie Essigsäure, durchgeführt werden.
Das als Ausgangsmaterial zu verwendende Zearalenon gewinnt man aus Kulturen von Gibberella zeae (Cordon) NRRL-2830.
Das erfindungsgemäß hergestellte Zearalanonhydroxylamin kann den Tieren auch oral oder parenteral verabreicht werden. Für die orale Verabreichung wird die Verbindung zweckmäßig dem Futter zugemischt und für die parenterale Verabreichung beispielsweise in Erdnußöl suspendiert.
Beispiel
Zu 30 ml einer Lösung, die durch Auflösen von 0,7 g Hydroxylammoniumchlorid in 10 ml Wasser, Zugabe von 0,5 g Triäthanolamin und Verdünnung auf 100 ml mittels Äthanol zubereitet worden war, wurden 53 mg Zearalenon zugegeben, und das Ganze wurde 3 Stunden unter Rückfluß auf einem Wasserbad auf 70 bis 75° C erhitzt. Durch Verdünnung dieses Gemisches mit Wasser wurden zwei Kristallisationen erhalten, eine erste von 12,9 mg mit einem Schmelzpunkt von 200 bis 202° C und eine zweite von 19,9 mg mit einem Schmelzpunkt von 201 bis 2030C. Beide Kristallisate wurden vereinigt und aus einem Gemisch von 10 ml Äthanol und 20 ml Wasser umkristallisiert. Man erhielt 23 mg Zearalenonoxim vom F. 202,5 bis 205,50C. Die weitere Umkristallisation aus einem Gemisch von 20 ml Äthanol und 25 ml Wasser ergab das Zearalenonoxim vom F. 210 bis 211° C.
Eine Lösung von 2,0 g dieses Zearalenonoxims in 150 ml Methanol wurde unter einem Wasserstoffdruck von 51 atü in Gegenwart von 0,3 g Palladiumoxid-Katalysator auf einem Kohleträger bei Raumtemperatur 3 Stunden katalytisch hydriert. Das Reaktionsgemisch wurde dann filtriert, der Filterkuchen mit 50 ml Methanol gewaschen und die vereinigten Filtrate zur Trockne eingedampft. Das Infrarotspektrum des erhaltenen Zearalanonhydroxylamins (Ausbeute 1,8 g) zeigte, daß die für die Ketogruppe des Zearalenons charakteristische starke Bande bei 1-705Cm"1 verschwunden war. Das Infrarotspektrum der Verbindung besaß folgende Banden, wobei (s) eine sehwache Bande, (m) eine mittelstarke Bande und (st) eine starke Bande bedeutet: 3260 (m), 2890 (m), 1640 (st), 1615 (st), 1590 (st), 1460 (m), 1435, (m), 1400 (s), 1380 (m), 1350 (m), 1310 (st), 1260 (st), 1195 (st), 1165 (st), 1140 (m), 1115 (s), 1100 (m), 1070 (s), 1015 (m), 970 (m), BWI)T 850 (m), 810 (s), 785 (s), 755 (sj, 735 (s), 1

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Zearalanonhydroxylamin der Formel
HO
HO
CH,
C-O-CH-(CH2)3\|
DE19661543473 1965-02-15 1966-02-01 Zearalanonhydroxylamin und Verfahren zu dessen Herstellung Withdrawn DE1543473B1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

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US432813A US3239343A (en) 1965-02-15 1965-02-15 Estrogenic compounds and animal growth promoters

Publications (1)

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DE1543473B1 true DE1543473B1 (de) 1972-05-31

Family

ID=23717688

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19661543473 Withdrawn DE1543473B1 (de) 1965-02-15 1966-02-01 Zearalanonhydroxylamin und Verfahren zu dessen Herstellung

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US (1) US3239343A (de)
BE (1) BE675976A (de)
DE (1) DE1543473B1 (de)
FR (1) FR1500786A (de)
GB (1) GB1107739A (de)
IL (1) IL25092A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB783611A (en) * 1954-06-30 1957-09-25 Ici Ltd Gibberellic acid and derivatives thereof

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

Also Published As

Publication number Publication date
FR1500786A (fr) 1967-11-10
IL25092A (en) 1969-09-25
US3239343A (en) 1966-03-08
BE675976A (de) 1966-06-16
GB1107739A (en) 1968-03-27

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