DE155106C - - Google Patents
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- DE155106C DE155106C DENDAT155106D DE155106DA DE155106C DE 155106 C DE155106 C DE 155106C DE NDAT155106 D DENDAT155106 D DE NDAT155106D DE 155106D A DE155106D A DE 155106DA DE 155106 C DE155106 C DE 155106C
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09C—TREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
- C09C1/00—Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
- C09C1/14—Compounds of lead
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von basischem Bleisulfat aus
Bleisulfiderzen.
Nach bekannten Verfahren (vergl. die amerikanischen Patentschriften 429522 und
429523) wird Luft von unten durch eine Säule von glühendem Koks gedrückt, wobei Kohlenoxydgas entsteht und der Bleiglanz,
der in den Ofen eingeführt worden ist, in dieser Kohlenoxydatmosphäre verdampft wird..
Das verflüchtigte Bleisulfid, das mit dem . heißen Kohlenoxyd gemischt ist, wird alsdann
nach einer besonderen Kammer abgeführt oder einem getrennten Teile desselben Ofens zugeleitet, wo durch Zutritt von Luft
das Kohlenoxydgas zu Kohlensäure verbrennt und das Bleisulfid zu Bleisulfat oxydiert wird.
Letzteres ist weiß oder nahezu weiß und wird nach dem Abkühlen in Filtersäcken oder anderen
Vorrichtungen gesammelt.
Bei diesem Verfahren ist die Verflüchtigung und die darauf in der besonderen
Kammer stattfindende Oxydation der Sulfiddämpfe allein abhängig von der Verbrennung
des Koks bezw. des Kohlenoxydgases und ist deshalb ein großer Aufwand an. Brennstoff
erforderlich.
Weiterhin ist das nach diesem Verfahren erzeugte Bleisulfat unter gewissen Bedingungen
der Schwärzung durch Berührung des gebildeten Sulfats mit Kohlenoxyd bei einer Temperatur ausgesetzt, die so niedrig
ist, daß, wenn einmal eine teilweise Reduktion stattgefunden hat, die Oxydation nicht wieder
eintritt. Diese Bedingungen können aber nur durch eine so große Sorgfalt bei der Herstellung
vermieden werden, daß eine erfolgreiche wirtschaftliche Durchführung des Verfahrens
nicht möglich ist.
Vorliegende Erfindung vermeidet nun diese Übelstände und Schwierigkeiten; sie besteht
darin, daß die in der glühenden Koksschicht verflüchtigten Bleisulfiddämpfe im Ofenraum
selbst unmittelbar über der Koksschicht oxydiert werden, indem unmittelbar über dieser
Schicht Luft eingeführt' wird, welche eine sehr intensive Verbrennung der Bleisulfiddämpfe
oberhalb der Koksschicht verursacht. Die auftretende Flamme besitzt ein äußerst hohes Ausstrahlungsvermögen und bringt die
darunter befindliche Koksfläche, über welche der Bleiglanz ausgebreitet ist, auf einen sehr
hohen Hitzegrad, wodurch eine schnelle Verflüchtigung gesichert wird. . Die Verbrennung
des Bleiglanzdampfes liefert somit die meiste Hitze zur Aufrechterhaltung des Prozesses
bezw. zur Verflüchtigung der Sulfiderze. Etwas Koks wird verbrannt, aber nur in sehr
kleinen Mengen. Der Hauptunterschied und Vorteil dieses Verfahrens ist in der vollkommeneren
Verflüchtigung des Bleisulfids und der darauf stattfindenden vollkommenen
Oxydation der Bleisulfiddämpfe, sowie der besseren Wärmeausnutzung zu suchen.
In der Praxis wird zweckmäßig eine größere Menge von Bleiglanz zugesetzt, als die ein-
tretende Luft verflüchtigt, wobei der Überschuß
schmilzt und den Koks überzieht, so daß derselbe vollständig gegen Oxydation geschützt
wird und gleichzeitig alle möglicherweise im Erz enthaltenen Beimengungen von Silber und anderen fremden Metallen niederführt;
schließlich sammelt sich etwas geschmolzener Bleiglanz mit dem Silber oder
anderen Metallen am Boden des Ofens und
ίο wird mit der Schlacke von Zeit zu Zeit abgestochen.
In den beiliegenden Zeichnungen ist Fig. ι ein Schnitt durch einen Ofen zur Ausführung
des Verfahrens nach der Erfindung und Fig. 2 eine Oberansicht des Ofens.
Der schachtartige Ofen α ist mit einem basischen Futter b, vorzugsweise gewöhnliche
Magnesia und Kalk, versehen. Der Ofen hat eine eiserne Bodenplatte c, welche mit
einer Schicht von Koksklein d bedeckt wird. Diese Schicht Koksklein verhindert, daß der
Überschuß von Bleiglanz und Schlacke an der Ofensohle anhaftet, und erleichtert die
Entfernung dieser Stoffe beim Reinigen des Ofens. In kurzer Entfernung von der Sohle
sind drei Düsen f angeordnet, durch welche Luft für die Verflüchtigung des Bleiglanzes
zugeführt wird. Auf der Bodenschicht d wird der großstückige Koks e bis zu einer
Höhe von etwa 50 cm über der Formenebene so aufgeschichtet, daß die Gebläseluft reichlich
hindurchstreichen kann.
Unmittelbar über der Koksoberfläche ist eine Lufteinlaßöffnung g angeordnet, durch
welche Luft zu den Sulfiddämpfen strömt und dieselben oxydiert. Weiter oben sind
noch andere Luftzutrittsöffnungen h angeordnet, durch welche zu einem weiter unten
angegebenen Zwecke weitere Verbrennungsluft eingelassen wird.
Der Bleiglanz wird in trockenem, körnigem Zustande, wie er von der Grube kommt, in
einen Trichter q gefüllt und durch eine Förderschnecke m o. dgl. ununterbrochen in geregelter
Menge dem Ofen zugeführt, und zwar wird der Bleiglanz durch die Schnecke nach einem senkrechten Kanal k gefördert
und fällt aus diesem auf eine Prallplatte η, durch deren Neigung und Wölbung eine
gleichmäßige Verteilung des Bleiglanzes im Ofen herbeigeführt wird.
An dem oberen Teil des Ofens ist seitlich ein durch einen Schieber w absperrbarer Abzug
i für das verflüchtigte Bleisulfat und die anderen Dämpfe und außerdem an der Ofengicht
ein Schornstein 0 angeordnet, welcher durch einen Schieber ρ abschließbar ist. Die
bei regelrechtem Verlauf des Verfahrens in dem Ofen erzeugten Dämpfe entweichen in
eine Staubkammer /, von wo sie zu Kühl- und Sammelvorrichtungen durch einen Auslaß
r gelangen. Aller Flugstaub setzt sich an dem Boden der Kammer I ab, von wo er
durch eine Tür t entfernt werden kann. Die Staubkammer ist mit einem Ventil u versehen,
durch das der Auslaß r geschlossen und die Dämpfe zu einem Nebenauslaß ν abgelenkt
werden können, im Falle, daß irgend eine zufällige Störung des Verfahrens das Bleisulfat
unter den gewünschten Grad der Weiße fallen läßt.
Der Verlauf des Verfahrens gestaltet sich folgendermaßen:
Zum Anlassen wird der Ofen mit großen Stücken von Koks bis zu der Höhe der
Formen gefüllt. Das Feuer wird alsdann angemacht. Der Abzugskanal i nach der
Niederschlagskammer wird abgesperrt, und die Verbrennungsgase ziehen alsdann durch
den Schornstein 0 ab. Wenn der Ofen ausreichend heiß ist, wird der Schieber ρ des
Schornsteins geschlossen und der Auslaß i nach der Niederschlagkammer geöffnet. Der
Bleiglanz wird nun eingeführt, und zwar, wie beschrieben, in kleinen Mengen. Er fällt
auf die Prallplatte η, prallt von dieser auf den Koks und tropft, wenn er geschmolzen
ist, von Koksstück zu Koksstück. Der Wind, welcher durch die Düsen/ eintritt, streicht
durch die Koksschicht, die indessen durch das geschmolzene Sulfid reichlich geschützt
ist. Das herabtropfende Sulfid wird dabei in bekannter Weise verflüchtigt.
Die .Oxydierung der aufsteigenden Bleisulfiddämpfe wird darauf nach der Erfindung
unmittelbar über der Köksschicht vorgenommen, indem hier durch die Öffnung g
Luft in reichlicher Menge zuströmt und dadurch eine intensive Verbrennung der Sulfiddämpfe
zu Bleisulfat bewirkt. Die bei dieser Verbrennung auftretende Flamme bringt die darunter befindliche Koksschicht auf eine sehr
hohe Temperatur und verursacht dadurch wieder eine schnelle Verflüchtigung des Bleiglanzes.
Bei dem vorliegenden Verfahren werden nach den gemachten Feststellungen infolge des intensiven Verbrennungsprozesses
unmittelbar über der Koksschicht nur etwa 28 Gewichtsteile Koks auf je 100 Gewichtsteile behandelten Sulfids verbrannt. Bei
älteren Verfahren war, wenn die Bleisulfiddämpfe nicht unmittelbar über der Koksschicht,
sondern in einer getrennten Kammer der Oxydation unterworfen werden, etwa sechsmal so viel Koks erforderlich.
Die Lufteinlässe h weiter oben bewirken mit Sicherheit, daß ein Überschuß von Sauerstoff
nach Bildung des Sulfats schließlich alles Kohlenoxydgas verbrennt und die Verbrennung
aller verbrennbaren Stoffe vervollständigt, so daß die Gase, welche aus dem Ofen nach der
Staubkammer abziehen, in. der Tat nur oxy-
dierte Stoffe mit einem Überschuß an Sauerstoff enthalten. In dieser Weise wird die
Oxydierung des Sulfids zu basischem Bleisulfat innerhalb des Ofens durch Zuführung
eines Überschusses von Sauerstoff in solcher Menge, daß jede reduzierende Wirkung in
den Kanälen oder Kühlern verhütet wird, mit Sicherheit vollendet. Es ist wesentlich, daß
keine reduzierenden Gase den Ofen unverbrannt verlassen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zur Herstellung von reinem, weißem, basischem Bleisulfat aus Bleisulfiderzen, dadurch gekennzeichnet, daß die in bekannter Weise in einer glühenden Koksschicht verflüchtigten Bleisulfiddämpfe im Ofenraum selbst, direkt über dieser Koksschicht, zu basischem Bleisulfat oxydiert werden. .Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE155106C true DE155106C (de) |
Family
ID=421596
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT155106D Active DE155106C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE155106C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5090140A (en) * | 1989-08-28 | 1992-02-25 | Wolverine World Wide, Inc. | Footwear with integrated counterpocket shoe horn |
-
0
- DE DENDAT155106D patent/DE155106C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5090140A (en) * | 1989-08-28 | 1992-02-25 | Wolverine World Wide, Inc. | Footwear with integrated counterpocket shoe horn |
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