DE1551268C - Verbund-Kraftwerk aus einem fossil beheizten Kraftwerk für die Spitzenlast und einem Kernkraftwerk für die Grundlast - Google Patents
Verbund-Kraftwerk aus einem fossil beheizten Kraftwerk für die Spitzenlast und einem Kernkraftwerk für die GrundlastInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verbund- Erosion der Laufschaufeln kommt, ohne daß die Lei-Kraftwerk
aus einem fossil beheizten Kraftwerk für stung des Kernkraftwerks bei Betrieb des Verbunddie
Spitzenlast und einem Kernkraftwerk für die Kraftwerks zwischen der maximalen Leistung des
Grundlast, mit einem Kernreaktor und einem primär- Kernkraftwerks, die gleich der Grundlage des Verseitig
an den Reaktorkreislauf angeschlossenen War- 5 bund-Kraftwerks ist, und der Vollast des Verbundmetauscher
mit sekundärseitiger Dampferzeugung so- Kraftwerks verändert werden muß.
wie dem Wärmetauscher sekundärseitig nachgeschal- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
wie dem Wärmetauscher sekundärseitig nachgeschal- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
teter Dampfturbine mit Hoch-, Mittel- und Nieder- Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher
druckstufe, wobei als Kraftwerk für die Spitzenlast erläutert. Es zeigt die Figur in schematischer Darsekundärseitig
zwischen dem Wärmetauscher und der io stellung den Aufbau eines erfindungsgemäßen VerDampfturbine
ein fossil beheizter Überhitzer eilige- bund-Kraftwerks. '■ \>
schaltet ist. Ein derartiges Verbund-Kraftwerk ist ' Ein Teil des im Kernreaktor 1 erwärmten Reakaus
der schweizerischen Patentschrift 286 627 be- torkühlmittels erzeugt in dem Wärmetauscher 2 sekannt.
- kundärseitig nichtaktiven Dampf, fließt dann weiter
Das bekannte Verbund-Kraftwerk ist bezüglich der 15 in den Wärmetauscher 3 und gibt dort seine restliche
erforderlichen Regeleinrichtungen jedoch aufwendig. Wärme an das dem Wärmetauscher 3 sekundärseitig
Außerdem ist der Wert der erreichbaren Endfeuch- zugeführte Speisewasser ab, das ebenfalls verdampft,
tigkeit des Dampfes vor der Endstufe der Dampf- Das abgekühlte Reaktorkühlmittel wird durch die
turbine so hoch, daß es zur Beschädigung der Lauf- Pumpe4 wieder in den Kernreaktor! zurückgeförschaufeln
durch Erosion kommen kann. ao dert. Der Wärmetauscher 2 ist ein Umlaufverdamp-
Es ist auch · bekannt, bei Dampfturbinen mit' fer, der Sattdampf erzeugt. Bei geringer Dampfent-Hoch-,
Mittel- und Niederdruckstufe zwischen der nähme steigt der Sekundärdampfdruck bis maximal
Mittel- und Niederdruckstufe einen Zwischenüber- zu dem zur Reaktorkühlmitteltemperatur gehörenden
hitzer anzuordnen, der auf verschiedene Weise be- Sattdampfdruck an. Dieser Sattdampf ist in erster
heizt werden kann. Dabei ist es auch bekannt (vgl. 35 Linie zur Beheizung des Zwischenüberhitzers 6 vordie
deutsche Auslegeschrift 1 134 391), den Zwi- gesehen, wenn mit abgesenkter Frischdampftempeschenüberhitzer
mit dem primärseitig im Reaktor- ratur gefahren wird, also bei Teillast. Bei Vollast
kreislauf geführten Reaktorkühlmittel, parallel zu dem gibt der Wärmetauscher 2 seinen Sattdampf über das
Wärmetauscher für die Dampferzeugung, zu beheizen. geöffnete Ventil 13 zusammen mit dem im Wärme-Diese
Art der Beheizung ist insofern nachteilig, weil 30 tauscher 3 erzeugten Dampf in den fossil beheizten
das radioaktive Reaktorkühlmittel in dem Zwischen- Überhitzer 5, von wo der überhitzte Dampf in die
überhitzer eine besondere Abschirmung des Zwi- Dampfturbine 7 gelangt. Der Wärmetauscher 2 entschenüberriitzers
erfordert. Auch ist es bekannt (vgl. lastet also bei Vollast den Wärmetauscher 3, der sodie
deutsche Patentschrift 952 446), zwischen der mit kleiner ausgelegt werden kann. Der Wärme-Mittel-
und der Niederdruckstufe einer Dampftur- 35 tauscher 3 ist sekundärseitig als Zwangsdurchlaufbine
einen durch ein Bypass-Ventil überbrückbaren Dampferzeuger ausgebildet; das durch die Speise-Zwischenüberhitzer
einzuschalten. pumpe 12 zugeführte Speisewasser wird also in einem
Es liegt die Aufgabe vor, ein Verbund-Kraftwerk einzigen Durchlauf vollständig verdampft. Der
so auszugestalten, daß das Kernkraftwerk im wesent- Wärmetauscher 3 wird so ausgelegt, daß er bei.VoIllichen
immer mit seiner maximalen Leistung (gleich 40 last und Nenndruck dem Sekundärsystem gerade die
der Grundlast des Verbund-Kraftwerkes) fahren erforderliche Dampfmenge in Form von trocken gekann,
während die Spitzenlast von dem fossil be- sättigtem Dampf liefert.
heizten Kraftwerk übernommen wird, wobei bei ge- Bei Teillast wird zuerst die Leistung des Über-
ringem Aufwand an Regeleinrichtungen die End- hitzers 5 verringert. Dabei bleibt das nicht dargefeuchtigkeit
des Dampfes vor der Endstufe der 45 stellte Turbinenregelventil unverändert. Die Speise-Dampfturbine
nicht zu groß sein soll, wassermenge wird durch die Speisepumpe 12 oder
Diese Aufgabe wird bei Verbund-Kraftwerken der ein entsprechendes Regelorgan konstant gehalten,
eingangs angegebenen Art erfindungsgemäß dadurch Daher muß wegen des konstanten Eintrittvolumens
gelöst, daß in an sich bekannter Weise zwischen der des Dampfes in die Dampfturbine 7 der Druck
Mittel- und Niederdruckstufe der Dampfturbine ein 50 zwangläufig im Sekundärkreis sinken. Dadurch wird
durch ein Bypass-Ventil überbrückbarer Zwischen- das Temperaturgefälle zwischen der konstant geblieüberhitzer
eingeschaltet ist und daß der von einem benen Reaktorkühlmitteltemperatur und dem verzweiten
Wärmetauscher, der primärseitig an den ■ dampfenden Speisewasser größer, so daß der Ver-Reaktorkreislauf
.angeschlossen ist, erzeugte Satt- dampfungsvorgang im Wärmetauschers mit'einer
dampf bei Teillast dem Zwischenüberhitzer und bei 55 kleineren Austaüschfläche durchgeführt werden
Vollast über ein Ventil zusammen mit dem in dem könnte. Da diese aber fest eingebaut und unveränderersten
Wärmetauscher erzeugten Dämpf über den lieh ist, wird die überschüssige Austauschfläche jetzt
Überhitzer der Dampfturbine zugeführt wird. Eine als nachgeschaltete Überhitzerheizfläche wirken, so
weitere bevorzugte Ausführungsform der erfindungs- daß bei Teillast leicht überhitzter Dampf aus dem
gemäßen Ausbildung ist, daß unabhängig von Vollast 60 Wärmetauscher 3 austritt. Die Überhitzungstempera-
oder Teillast der Durchsatz des Speisewassers durch tür wird je nach Leistung zwischen der zum Ausden
ersten Wärmetauscher konstant gehalten wird. legungsdruck gehörenden Sattdampftemperatur (ge-
Der hierdurch erzielte technische Fortschritt be- ringe Leistungsabsenkung des Überhitzers) . und
steht darin, daß bei dem erfindungsgemäßen Ver- maximal etwas unter der Reaktorkühlmitteltemperäbund-Kraftwerk,
ohne daß es aufwendiger Regelein- 65 tür (starke Leistungsabsenkung) liegen. Die im Wärrichtungen
bedarf, stets sichergestellt ist, daß die er- metauscher 3 erzielte Überhitzung braucht der Überreichte
Endfeüchtigkeit des Dampfes vor der End- hitzer 5 jetzt nicht mehr aufzubringen, wodurch der
stufe der Dampfturbine so gering ist, daß es zu keiner Verbrauch an fossilem Brennstoff weiter gesenkt wird.
Damit durch die Temperatursenkung des Frischdampfes die Endfeuchtigkeit in der Endstufe der
Dampfturbine nicht zu groß wird, ist eine Zwischenüberhitzung zwischen der Mittel- und der Niederdruckstufe
vorgesehen. Der Zwischenüberhitzer 6 wird durch Sattdampf aus dem Wärmetauscher 2 beheizt".
Hierfür wird bei der entsprechenden Teillast das Ventil 13 geschlpssen, so daß der aus dem Wärmetauscher
2 kommende Sattdampf nur in den Zwischenüberhitzer 6 strömen kann. Ebenfalls wird das den
Zwischenüberhitzer 6 sekundärseitig überbrückende Bypass-Ventil 14 zwischen der Mittel- und Niederdruckstufe
der Dampfturbine 7 geschlossen, so daß der in der Mitteldruckstufe entspannte und angekühlte
Dampf durch den Zwischenüberhitzer 6 gehen muß, wo er maximal bis auf eine etwas unterhalb
der Sattdampftemperatur des Wärmetauschers 2 liegende Temperatur aufgewärmt wird. Das Bypass-Ventil
14 dient dazu, den Zwischenüberhitzer 6 bei Vollast abzuschalten, um den Druckverlust zu verringern.
Eine Temperaturregelung ist für den Zwischenüberhitzer 6 nicht erforderlich, weil sich die
Temperatur auf Grund der Heizfläche und des Temperaturgefälles zwischen dem Sattdampf aus dem
Wärmetauscher 2 und dem Dampf aus der Mitteldruckstufe
der Dampfturbine 7 von selbst einstellt. Die Zwischenüberhitzung tritt somit ohne wesentliche
Betätigung irgendwelcher Regelorgane selbsttätig in Funktion. Die Austauschflächen der Wärmetauscher
2, 3 und des Zwischenüberhitzers 6 sowie die Wahl des Drucks für die Zwischenüberhitzung müssen
so gewählt werden, daß bei völlig abgeschaltetem Überhitzer 5 die zulässige Endfeuchte in keiner
Dampfturbinenstufe überschritten wird, damit eine normale konventionelle Dampfturbine 7 zur Anwendung
kommen kann.
Da der Druck im Sekundärkreis bei Teillast absinkt, ist der Druckverlust des Überhitzers 5 bei Teillast
für den Gesamtwirkungsgrad unbeachtlich. Deshalb kann die volle Dampfmenge aus dem Wärmetauscher
3 durch den Überhitzer 5 geleitet werden. Dadurch sind keine komplizierten Umschaltungen für
den Überhitzer 5 bei geringen Teillasten erforderlich, da die Rohre des Überhitzers immer mit der vollen
Dampfmenge beaufschlagt werden. Auch nach dem völligen Abschalten des Überhitzers 5 strömt die ge-S
samte Frischdampfmenge aus dem Wärmetauscher 3 durch den Überhitzer 5. Aus diesem Grund kann die
Restwärme der Ausmauerung des Überhitzers noch nutzbar gemacht werden. Das gleiche gilt für das
Anfahren, so daß die An- und Abfahrverluste geringer sind als bei konventionellen Verbund-Kraftwerken.
Claims (2)
1. Verbund-Kraftwerk aus einem fossil beheizlj
ten Kraftwerk für die Spitzenlast und einem Kernkraftwerk für die Grundlast, mit einem Kernreaktor
und einem primärseitig an den Reaktorkreislauf angeschlossenen Wärmetauscher mit
sekundärseitiger Dampferzeugung sowie dem
so Wärmetauscher sekundärseitig nachgeschalteter Dampfturbine mit Hoch-, Mittel- und Niederdruckstufe,
wobei als Kraftwerk für die Spitzenlast sekundärseitig zwischen dem Wärmetauscher
und der Dampfturbine ein fossil beheizter Über-
a5 hitzer eingeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß in an sich bekannter Weise zwischen der Mittel- und der Niederdruckstufe der
Dampfturbine (7) ein 'durch ein Bypass-Ventil (14) überbrückbarer Zwischenüberhitzer (6) ein-
geschaltet ist und daß der von einem zweiten Wärmetauscher (2), der primärseitig an den Reaktorkreislauf
angeschlossen ist, erzeugte Sattdampf bei Teillast dem Zwischenüberhitzer (6)
und bei Vollast über ein Ventil (13) zusammen mit dem in dem ersten Wärmetauscher (3) erzeugten
Dampf über den Überhitzer (5) der Dampfturbine (7) zugeführt wird.
2. Verbund-Kraftwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unabhängig von VoII-last
oder Teillast der Durchsatz des Speisewassers durch den ersten Wärmetauscher (3) konstant gehalten
wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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