DE1551906C3 - Beschickungsvorrichtung für Großfeuerungen, insbesondere Müllverbrennungsanlagen - Google Patents
Beschickungsvorrichtung für Großfeuerungen, insbesondere MüllverbrennungsanlagenInfo
- Publication number
- DE1551906C3 DE1551906C3 DE19661551906 DE1551906A DE1551906C3 DE 1551906 C3 DE1551906 C3 DE 1551906C3 DE 19661551906 DE19661551906 DE 19661551906 DE 1551906 A DE1551906 A DE 1551906A DE 1551906 C3 DE1551906 C3 DE 1551906C3
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- thrust
- piston
- fuel
- thrust piston
- stroke
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Beschickungsvorrichtung für Großfeuerungen, insbesondere Müllverbrennungsanlagen,
mit an der Mündung der Brennstoffzuführungsschurre übereinander und mit ihren Stirnflächen zueinander versetzt angeordneten sowie
relativ zueinander bewegbar angetriebenen Schubkolben.
Bei einer bekannten Beschickungsvorrichtung dieser Art (OE-PS 2 36 020) sind zwei relativ zueinander verschiebbare
Schubkolben vorgesehen. Der obere Schubkolben unterfängt den Schurreninhalt und fördert den
Brennstoff aus dem Böschungswinkel unterhalb der Mündung der Zuführungsschurre heraus, wogegen der
unter Schubkolben das Material weiterfördert. Da die beiden Schubkolben untereinander nicht völlig unabhängig
sind, sondern über Mitnehmer miteinander gekoppelt sind, kann wegen der heterogenen Zusammensetzung
des Mülls und insbesondere wegen der häufigen sperrigen Gegenstänge, die im Müll vorhanden
sind, die Zerteilfunktion des unteren Schubkolbens nicht mehr ausreichen, um die durch den oberen Schubkolben
vorgeschobenen Müllmassen so zu zerteilen, daß eine verhältnismäßig gleichmäßige Aufgabe des
Mülls in den Feuerraum erfolgt. Die Folge hiervon sind Schwankungen in der Dampfleistung der zugeordneten
Kesselanlage.
Aufgabe der Erfindung ist es, den von oben durch die Zuführungsschurre nachrutschenden Müll so zu zerteilen
und auseinanderzuziehen, daß eine gleichmäßige Beschickung der Feuerung trotz der heterogenen Zusammensetzung
des Mülls möglich ist.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung gelöst durch die Anordnung von mindestens drei übereinander unabhängig
voneinander verschiebbaren Schubkolben mit unterschiedlichen Hublängen, so daß außer der Sperr-
und Zuteilwirkung eine Zerreiß- und Zerteilwirkung auf den die Schubkolben belastenden Brennstoff ausgeübt
und eine mehrfach abgestufte, abnehmende Brennstoffhöhe vor der Überfallkante der Feuerung erzielt
wird. Durch die Verwendung von mindestens drei Schubkolben ist es möglich, den aus der Zuführungsschurre; nachrutschenden Brennstoff zumindest durch
einen Schubkolben zu unterfangen, d.h. an einem Weiterrutschen zu hindern, durch zumindest einen
Schubkolben nachzufordern und zumindest'durch den
untersten Schubkolben zu zerteilen und auseinanderzuziehen, wobei durch die unterschiedlichen Hublängen
dieses Auseinanderziehen des herabrutschenden Brennstoffes nicht auf die letzte Schubkolbenstufe beschränkt
ist, sondern bereits bei den vorhergehenden Stufen eintritt, so daß eine abgestufte Brennstoffhöhe
und damit ein kaskadenartiges Weiterbefördern des Brennstoffes erzielt wird. Mit abnehmender Brennstoffhöhe
verringert sich die Gefahr, daß sperrige Güter mehr Brennstoff mitreißen als durch den Schubkolben
gefördert werden soll. Durch dieses kaskadenförmige Auseinanderziehen des aus der Brennstoffschurre austretenden
Brennstoffes wird die Zuteilung des Brennstoffes vergleichmäßigt. Durch die voneinander unabhängige
Verschiebung der einzelnen Schubkolben ist auch deren unabhängige Regelung hinsichtlich der
Hublänge möglich, so daß die Zuteil- bzw. Nachförderwirkung gegenüber der Zerteilwirkung je nach eingestellter
Hublänge verstärkt oder vermindert werden kann, wodurch die Beschickungsvorrichtung den unterschiedlichen
Brennstoffzusammensetzungen angepaßt werden kann.
Es ist zwar eine Beschickungsvorrichtung mit mehreren Schubkolben bekannt (DT-PS 3 34 873), jedoch
gleiten diese Schubkolben nicht gegeneinander, sondern sind durch jeweils feststehende Platten voneinander
getrennt. Weiterhin können diese bekannten Schubkolben auf Grund ihres zwangsweise synchronen
Antriebs keine Zerreiß- oder Zerteilfunktion ausüben, sondern sind nur als Förderkolben in einem verhältnismäßig
flach geneigten Teil der Zuführungsschurre anzusehen. An der Ausmündung der Zuführungsschurre
ist bei der bekannten Beschickungsvorrichtung nur eine als Stößel wirkende Platte vorgesehen, die mit dem
letzten Schubkolben gelenkig verbunden ist. Die Schubkolben befinden sich somit nicht an der Mündung
der Zuführungsschurre, sondern dienen der Beförderung des Brennstoffes innerhalb der Schurre an einer
verhältnismäßig schwach geneigten Stelle.
Der angestrebten kaskadenförmigen Weiterbeförderung des Brennstoffes mit abnehmender Brennstoffhöhe
ist es förderlich, wenn gemäß einer Weiterbildung der Erfindung der Antrieb der Schubkolben in der Weise
vorgesehen ist, daß jeweils der Rückhub schneller ausgeführt wird als der Vorwärts-(Förder-)hub.
Um dem erhöhten Verschleiß, der sich durch die gegenseitige Verschiebung der Schubkolben ergibt, Rechnung
zu tragen, ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung zwischen der Oberfläche des oberen
Schubkolbens und dem unteren Ende der Zuführungsschurre eine in einem ortsfesten Gelenk verschwenkbar
gelagerte, sich bei Abnützung selbst einstellende, an sich bekannte Kratzleiste vorgesehen.
Die Anwendung einer Kratzleiste ist aus der US-PS 19 41 197 bekannt, doch ist dort die Kratzleiste starr
am unteren Ende der Zuführungsschurre angeordnet, so daß keine Nachstellmöglichkeit besteht.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt, deren Figur einen Schnitt durch eine Beschickungsvorrichtung
zeigt.
Die Beschickungsvorrichtung besteht aus drei unmittelbar übereinander verschiebbar angeordneten und relativbeweglich
angetriebenen Schubkolben 1, 2 und 3. Der Antrieb der drei Schubkolben kann in bezug auf
Hublänge und Geschwindigkeit jeweils unabhängig vom darunter oder darüber liegenden Schubkolben erfolgen
oder die Hublänge eines mitzunehmenden Schubkolbens kann von einem in der Hub-Längsrichtung
verstellbaren Anschlag abhängig sein.
Der obere Schubkolben 1 arbeitet als Sperr- und Räumkolben. Der volle Hub dieses Schubkolbens ist
mit ta bezeichnet. Sein Antrieb ist so vorgesehen, daß er auch stehenbleiben kann. Der mittlere Schubkolben
2 dient insbesondere zum Zuteilen des Mülls in dosierten Mengen. Die maximale Zuteilung wird bei Ausführung
eines vollen Hubes 2a erzielt. Die Bewegung des mittleren Schubkolbens 2 wird so gesteuert, daß seine
Kolben-Stirnfläche sich in jeder Kolbenlage innerhalb oder außerhalb des Randbereiches des Beschickgut-Böschungswinkels
oc befindet, wogegen der untere Schubkolben 3, welcher als Zerreiß- oder Zerteilkolben dient,
außerhalb des Böschungswinkels α verschiebbar ist.
Die Schubkolben können mechanisch oder hydraulisch angetrieben sein, gegebenenfalls mit Anwendung
einer bekannten Fernsteuerung. Die Schubkolben 1,2,3
werden getrennt durch Arbeits-Zylinder angetrieben. Der Durchmesser der Kolbenstange der Arbeits-Zylinder
kann so gewählt sein, daß sich die mit Drucköl beaufschlagten Flächen vor und hinter dem Kolben des
Arbeits-Zylinders etwa wie 1 :2 verhalten. Hierdurch
ergibt sich die Möglichkeit, den Vorwärtshub der Schubkolben langsam und den Rückholhub schnell
durchzuführen. :
Der von den Schubkolben 1, 2 und 3 aus der Zuführungsschurre 4 entnommene, dosierte und zerrissene
bzw. zerteilte Müll fällt über eine Überfallkante 5 in einen Feuerraum 6 ab.
Am unteren Ende der Zuführungsschurre 4 ist eine Kratzleiste 7 an einem an der Zuführungsschurre 4 angeordneten Gelenk 8 schwenkbar gelagert, die sich mit
zunehmender Abnützung der Schubkolben absenkt und somit den Spalt zwischen dem obersten Schubkolben
und der Zuführungsschurre abdichtet. Gleichzeitig wirkt diese Kratzleiste 7 als Abstreifer für den oberen
Schubkolben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Beschickungsvorrichtung für Großfeuerungen, insbesondere Müllverbrennungsanlagen, mit an der
Mündung der Brennstoffzuführungsschurre übereinander und mit ihren Stirnflächen zueinander versetzt
angeordneten sowie relativ zueinander bewegbar angetriebenen Schubkolben, gekennzeichnet durch die Anordnung von mindestens
drei übereinander unabhängig voneinander verschiebbaren Schubkolben (1, 2, 3) mit unterschiedlichen
Hublängen, so daß außer der Sperr- und Zuteilwirkung eine Zerreiß- und Zerteilwirkung
auf den die Schubkolben belastenden Brennstoff ausgeübt und eine mehrfach abgestufte, abnehmende
Brennstoffhöhe vor der Überfallkante der Feuerung erzielt wird.
2. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Schubkolben
(1, 2, 3) in der Weise vorgesehen ist, daß jeweils der Rückholhub schneller ausgeführt wird
als der Vorwärts-(Förder-)hub.
3. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der
Oberfläche des oberen Schubkolbens (1) und dem unteren Ende der Zuführungsschurre (4) eine in
einem ortsfesten Gelenk (8) verschwenkbar gelagerte, sich bei Abnützung selbst einstellende, an sich
bekannte Kratzleiste (7) vorgesehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM0068563 | 1966-03-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1551906C3 true DE1551906C3 (de) | 1976-12-23 |
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69217506T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zum zuführen von stückigem material zu einem behälter unter druck | |
| DE3786930T2 (de) | Zufuhranordnung für pastenbildende vorrichtung. | |
| EP1656520B1 (de) | Schmierger t und ein solches aufweisende abschmiereinrichtun g | |
| DE2039725B2 (de) | Vorrichtung zur Herstellung von Gießformen | |
| DE1551906C3 (de) | Beschickungsvorrichtung für Großfeuerungen, insbesondere Müllverbrennungsanlagen | |
| DE1551906B2 (de) | Beschickungsvorrichtung fuer grossfeuerungen, insbesondere muellverbrennungsanlagen | |
| DE3302289A1 (de) | Anlage aus strebausbaugestellen | |
| DE1483957C3 (de) | Rückeinrichtung für einen Strebförderer oder eine Führungsschiene mit daran geführter Gewinnungsmaschine | |
| DE3100093C2 (de) | ||
| DE3015582C2 (de) | ||
| DE1608492B1 (de) | Steuereinrichtung fuer einen Strebwanderausbau | |
| DE1634405C3 (de) | Hydraulische Rammvorrichtung für Pfähle | |
| DE2101170A1 (de) | Beschickungsvorrichtung fur Mull veraschungsanlagen | |
| DE3019374C2 (de) | ||
| DE2435625C3 (de) | Rohrleitungssystem zur pneumatischen Förderung von Schutt- oder Mahlgut | |
| DE3341783A1 (de) | Zufuehrungspumpe | |
| DE1979038U (de) | Uebergabevorrichtung in zigaretten-verpackungsmaschinen. | |
| DE3247621A1 (de) | Vorrichtung zum portionieren von teig fuer broetchen oder kleinbrote | |
| AT383472B (de) | Vorrichtung zum gleichmaessigen portionieren von teig | |
| DE3910914C2 (de) | ||
| DE1533730A1 (de) | Hydraulischer Grubenausbau | |
| DE1817436C3 (de) | Am unteren Ende einer Beschickungsschurre für Großfeuerungen angeordnete Brennstoff-Beschickungsvorrichtung | |
| DE1962535A1 (de) | Hubbalkenfoerderer bei dem zur Erzielung einer Speicher- oder Entspeicherwirkung der Hubbalkenrost und der Tragbalkenrost relativ zueinander neigbar sind | |
| DE2101171C3 (de) | Beschickungsvorrichtung für Müllveraschungsanlagen mit Drehofenfeuerung | |
| DE13401C (de) | Anordnung von Vertheilungsplatinen und von vier- oder mehrfachem Fadenwechsel am Wirkstuhle |