DE1551909A1 - Verfahren und Einrichtung zur gleichmaessigen Beschickung von Muehlen einer Kohlenstaubfeuerung - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur gleichmaessigen Beschickung von Muehlen einer KohlenstaubfeuerungInfo
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Description
527 Gummersbach 9.8.65
Pa 6518 •Li.VC. SteinmUller G.m.b.H. Rt/Bo
Patentanmeldung
"Verfahren und Einrichtung zur gleichmäßigen
Beschickung von Mühlen einer Kohlenstaubfeuerung".
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung
zur gleichmäßigen Beschickung der Mühlen einer Kohlenstaubfeuerung.
Die Rohkohle wird bei den seither üblichen Einrichtungen
den Mühlen im allgemeinen durch senkrechte oder annähernd senkrechte Rohrleitungen zugeleitet, die oben in einem
Trichter enden, in welchen die Kohle durch einen Bandfördere-r
abgeworfen wird. Der Bandförderer entnimmt dabei die
Kohle einem Kohlenbunker, der seinerseits entweder durch direkte Entleerung aus Waggons, durch Greifer oder durch
irgendwelche sonstigen Fördereinrichtungen gefüllt wird. Bei dieser Art der Beschickung ist es unvermeidlich, daß
die Rohkohlenzufuhr zur Mühle mengen- und heizwertmäßig
schwankt. Diese Schwankungen setzen sich bis in die Brenner fort und erzeugen im Feuerraum eine ungleichmäßige Verbrennung.
Nachteilig wirkt sich auch aus, wenn verschiede-9 0 9 8 31/0183
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ne Mühlen von verschiedenen Bunkern aus versorgt werden und das Rohkohlengeraisch Abweichungen in der Beschaffenheit
aufweist.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Möglichkeit zu schaffen, die eine gleichmäßige Beschickung der Mühlen einer Kohlenstaubfeuerung
sichert.
Nach der Erfindung wird jeder Mühle die Rohkohle durch ein eigenes Förderband zugeführt, dessen Beschickung
durch eine Bandwaage laufend gewogen und auf ein bestimmtes Pördergewicht eingeregelt wird, wobei die Abweichung
von einem vorgegebenen Sollwert als Impuls für die Regelung der Fördermenge benutzt wird. Durch diese Art
der Beschickung wird erreicht, daß rein gewichtsmäßig jede Mühle mit großer Genauigkeit die Menge an Rohkohle erhält,
die ihr zugedacht ist. Im allgemeinen wird man dabei allen Mühlen die gleiche Menge zuteilen. Es könnte natürlich auch
sein, daß die Mühlen geregelt unterschiedlich beschickt
werden.
Die Aufgabe an das Förderband, die dem von der Bandwaage kommenden Impuls entsprechend gesteuert werden muß, kann
auf verschiedene Weise erfolgen. Besonders bewährt hat sich die Zuteilung durch einen Trommelzuteiler, wobei die
zuzuteilende Menge sowohl durch Änderung der Schräglage des Trommelzuteilers als auch -was in den meisten Fällen
bequemer ist- durch Änderung der Drehzahl des Trommelzuteilers möglich ist. Es gehören somit zu jeder Mühle ein
Förderband, eine Bandwaage zur Kontrolle und Regelung der
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aufgegebenen Brennstoffmenge und ein Trommelzuteiler als Auf gärvorrichtung.
Um Unterschiede in der Zusammensetzung des Brennstoffgeraisches auszugleichen, ist es zweckmäßig, daß alle Trommelzuteiler von einem gemeinsamen Verteilbunker aus beschickt
werden. Das läßt sich umso leichter ermöglichen, als die Länge des Förderbandes auf die in der Zeiteinheit geförderte Menge und damit auf die Beschickung der MUhIe keinen
Einfluß hat. Man kann daher jede Mühle so aufstellen, wie
es für die Versorgung der zugehörigen Brenner am zweckmäßigsten ist und die verschiedene Entfernung von einem gemein»
samen Verteilbunker durch verschiedene Länge des Förderbandes auegleichen. Eine weitere Möglichkeit ist dadurch
gegeben, daß man die Förderstrecken zwischen Bunker und Trommeln verschieden lang ausführt. Auch hierdurch wird
an der Zuteilung nichts geändert, sofern man nur den Böschungswinkel am Eintritt in die Trommel bei allen
Trommeln gleich hält.
Durch diese Ungebundenheit in Bezug auf die Anordnung der Mühlen ergibt sich der weitere Vorteil, daß der Verteilbunker zylinderförmig ausgebildet und mit ein'ein Rührwerk
versehen werden kann. Durch dieses Rührwerk wird der in dem Bunker befindliche Brennstoff ständig gemischt, so
daß eine gewisse Gleichförmigkeit der Mischung des Brennstoffes bei allen Mühlen gewährleistet ist. Die Vergleichmäßigung des Heizwertes bei einer Mischung mit Messung
ι dieses mittleren Heizwertes kann zu einer Automatik der
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Bei Druckfeuerungen herrscht innerhalb des Fördersystems
ein geringer Überdruck. Der Brennstoff muß in diesen Fällen an einer Stelle so in das Fördersystem hineingebracht
werden, daß diese Stelle auch während des Einbringens nach außen luftdicht abgeschlossen bleibt. Dafür gibt es
verschiedene Möglichkeiten. Man kann beispielsweise das ganze Fördersystem einkapseln und die Kohle durch den
Bunkerauslauf in das Fördersystem eintreten lassen. Die Abdichtung wird in diesem Fall durch die über dem Auslauf
liegende Kohlensäule bewirkt. Die Kohle kann aber auch durch das Förderband in einen geschlossenen Raum hineingefördert werden, der nach außen hin luftdicht abgeschlossen
ist. Da die Auflagerung des Fördergutes auf dem Förderband über die Breite ungleichmäßig ist, sind hierbei die üblichen Abdichtungen nicht verwendbar. Es wird vorgeschlagen,
über den abzudichtenden Durchtrittsquerschnitt eine größere Anzahl von frei hängenden, an unteren Ende beschwerten,
nachgiebigen Bändern anzubringen, die in mehreren Reihen hintereinander angeordnet sind, so daß eine Reihe jeweils
den oberhalb des Fördergutes frei bleibenden Eintrittsquerechnitt abdeckt. Gegebenenfalls kann man die Abdichtung auch verdoppeln und zwischen den beiden Teilabdichtungen Luft oder Gas mit den gewünschten Überdruck zuführen.
In den Abbildungen ist eine zur Durchführung des erfindungsgeaäßen Verfahrene geeignete Einrichtung schematisch dargestellt, und zwar zeigen
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Fig, 1 einen Schnitt durch einen mittleren Förderstrang bei vollkommen abgekapseltem Fördersystem,
11 2 eine Draufsicht mit vier Fördersträngen>
" 3 einen Längsschnitt durch die Aufgabestelle, " k einen Querschnitt durch einen Förderstrang
mit Abdichtung.
Die Anlage besteht aus einem Bunker 1, vier Austragvorrichtungen 2, 1.2, 22, 32, vier Trommelzuteilern 3, 13, 23,
33, vier Förderbändern k, Ik1 2k, Jk und vier Mühlen 5, 15,
25, 35. In die Förderbänder sind Bandwaagen 6, 16, 26, eingebaut. Der Bunker hat an seinem unteren Ende vier Auslauföffnungen
7, 17, 27, 37, aus denen der Brennstoff den Austragvorrichtungen 2, 12, 22, 32 zufällt. Jede Austragvorrichtung
läuft aus in eine Rutsche 18 (Fig. l), über die die Kohle dem Trommelzuteiler zugeleitet wird. Im
Trommelzuteiler 13 wird der durch die Austragvorrichtung bewirkte ungleichmäßige Zufluß in einen aus dem Rohr austretenden
gleichmäßigen Strom verwandelt und gelangt in dieser Form auf das Förderband Ik. Dort wird durch die
Bandwaage 16 die Fördermenge kontrolliert und bei Abweichungen der Fördermenge von einem eingestellten Sollwert
werden entsprechende Regelimpulse auf den Antriebsmotor
des Trommelzuteilers 13 gegeben. Das Förderband Ik wirft
am Ende in einem gleichmäßigen Strahl die vorgeschriebene Menge pro Zeiteinheit in die MUhIe 15 ab.
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Für die Wirkung der Einrichtung ist es nicht erforderlich, daß die Förderbänder 4, 14, 24, 34, wie in Fig. 2 dargestellt,
gleich lang sind. An der Zuteilmenge und der Gleichmäßigkeit der Zuteilung würde sich nichts ändern, wenn die
Mühlen weiter auseinandergezogen und durch verschieden lange Förderbänder mit den TrommelZuteilern verbunden wären. Um
zu erreichen, daß das Fördergut aus dem Bunker in möglichst gleichmäßiger Zusammensetzung durch die vier Austrittsöffnungen 7, 17. 27, 37 austritt, kann es zweckmäßig sein,
ein Rührwerk im Bunker anzuordnen.
Bei der Förderung in einen unter geringem Unterdruck stehenden Raum muß die Abdichtung sich selbsttätig dem wechselnden
Querschnitt des auf dem Förderband lagernden Fördergutes anpassen. Diese Anpassung wird in einfacher Weise dadurch
erreicht, daß über den Förderbändern 4, 14, 24, 34 vor und hinter der Aufgabestelle Streifen aus nachgiebigem
Stoff 9, 19 bzw. 29, 39 aufgehängt werden, die an ihren unteren Enden durch Gewichte beschwert sind. Diese Streifen
legen sich mit ihren beschwerten Enden auf das Förderband bzw. auf das Fördergut auf und ergeben, insbesondere wenn
sie in mehreren Reihen hintereinander angeordnet sind, eine einfache, aber ausreichende Abdichtung. Die Bänder selbst
werden an der Aufgabestelle seitlich in Rillen 28, 38 geführt,
so daß die ganze Aufgabestelle gegenüber dem abgekapselten Teil des Fördersystems luftdicht abgeschlossen
ist. Man kann auch mehrere Bänder-Reihen mit Abstand hintereinander schalten und in die zwischen den Abdichtungen liegende
Räume Luft unter einem Druck einleiten, der um ein weniges über dem im Innern des Fördersystems, herrschenden
Druck liegt. 909831/0183
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Claims (1)
- . Ib 5 ι aus*- 7 - 9.8.65Pa 6518 Rt/BoPatentansprüche 'J Verfahr·» zur gleichmäßigen Beschickung der Mühleneiner Kohlenstaubfeuerung, dadurch gekennzeichnet, daßt ■ -"."■■jeder Mühle die Rohkohle durch ein eigenes Förderband zugeführt wird/ dessen Beschickung durch eine Bandwaage laufend gewogen und auf ein bestimmtes Fördergewicht elnge- ! regelt wird« wobei die Abweichung von einem vorgegebenenSollwert als Impuls benutzt wird. =2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Förderband die Rohkohle durch einen Trommelzuteiler I' - ■ jzugeteilt wird, wobei die zugeteilte Menge durch die Band- !waage gesteuert wird.; 3.) Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekenn- \zeichnet, daß die Regelung der vom Trommelzuteiler an das jFörderband abgegebenen Fördermlttelmenge durch Ändern der .I Schräglage des Trcame!zuteilers erfolgt.%.) Verfahren nach den Ansprüchen 1 und"2s dadurch gekennzeichnet, daß dl« Drehzahl des Trommelzuteilers von der Bandwaage gesteuert wird.5«) Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß alle Trommelzuteiler von einem gemeinsamen Verteilbunker aus beschickt werden.6.) Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeich-909831/0183 ./.net, daß jeder Mühle (5, 15,. 25, 35) ein Förderband (4, 14, 24, 34) zugeordnet ist, mit einer Bandwaage (6, 16, 26, 36), die die Beschickung des Förderbandes laufend wiegt, sowie einer Regelvorrichtung, die mit einer Aufgabevorrichtung für das Band gekoppelt ist und ihren Impuls aus der Abweichung des Meßergebnisses der Bandwaage von einem vorgegebenen Sollwert erhält.7.) Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Förderband (4, 14, 24, 34) ein Trommelziiteiler (3, 13, 23, 33) als Aufgabevorrichtung zugeordnet ist.Θ.) Einrichtung nach den Ansprüchen 6 und 7, mit gemeinsamem Verteilbunker (l) für mehrere Trommelzuteiler, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteilbunker zylinderförmig ausgebildet und mit einem Rührwerk versehen ist.9.) Einrichtung nach den Ansprüchen 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamteinrichtung, bestehend z.B. aus Austragvorrichtung (12), Trommelzuteiler (13), Förderband (14) und Einlauf zur Mühle (15) luftdicht gekapselt ist, wobei der Bunkerinhalt den Abschluß des eingeschlossenen Raumes nach außen bildet.10.) Einrichtung nach den Ansprüchen 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderband (14) in einen geschlossenen Raum hineingeführt ist, der nach außen hin luftdicht abgeschlossen ist.11.) Einrichtung zum Abdichten des Förderraumes, gekennzeichnet durch eine größere Anzahl von frei hängenden, am unteren Ende beschwerten, nachgiebigen Bändern (9, 19, 29, 39), die in mehreren Reihen hintereinander angeordnet909831/0183 r ·/.BAD ORIGINALsind, so daß eine Reihe jeweils den oberhalb des Fördergutes frei bleibenden Eintrittsquerschnitt abdeckt.12.) Einrichtung nach den Ansprüchen 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem das Fürderband (14) umgebenden mit dem Mühleneinlauf (20) luftdicht verbundenen, unter leichtem Überdruck stehenden Gehäuse (21) an der Aufgabestelle für das Förderband (14) unterhalb des Auslaufendes des Trommelzuteilers (13) ein Raum ausgespart ist, der mit der Außenluft in Verbindung steht und vor und hinter der Aufgabestelle gegen das Förderband durch am Ende mit Gewichten beschwerten Streifen aus nachgiebigem Stoff (9, bzw. 29, 39) gegen die Seitenwände durch das Förderband umgreifende Fiihrungsrillen (28, 38) abgedichtet ist.909831/0183
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