DE1551961B1 - Vorrichtung zur Flammenueberwachung - Google Patents

Vorrichtung zur Flammenueberwachung

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DE1551961B1 DE19671551961 DE1551961A DE1551961B1 DE 1551961 B1 DE1551961 B1 DE 1551961B1 DE 19671551961 DE19671551961 DE 19671551961 DE 1551961 A DE1551961 A DE 1551961A DE 1551961 B1 DE1551961 B1 DE 1551961B1
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Description

  • Bei der Flammenüberwachung ist die sogenannte Eigensicherheit der Überwachungsvorrichtung von großer Bedeutung, d. h., ein Fehler in der überwachungsvorrichtung einer Brenneranlage darf nicht das ordnungsgemäße Vorhandensein einer Flamme vortäuschen können. Man hat auf verschiedene Weise versucht, diese Eigensicherheit zu gewährleisten. So sind Schaltungen bekannt, welche die Gleichrichterwirkung einesFlammenfühlers (USA.-Patent 2448 503) oder eines diesem unmittelbar zugeordneten Gleichrichters (deutsches Patent 1055 690) ausnutzen, so daß auch bei Kurzschlüssen in den Zuleitungen kein das Vorhandensein der Flamme vortäuschendes Signal abgegeben werden kann, weil die Gleichrichterwirkung fehlt. Zum anderen sind Schaltungen (deutsche Patente 1057 505, 1169 340, 1238 811) bekannt, welche in periodischen Abständen in den Überwachungskreis Kontrollsignale einspeisen und diese auswerten.
  • Weiterhin ist eine thermoelektrischeZündsicherungseinrichtung mit zwei einander entgegengeschalteten Thermoelementen bekannt (USA.-Patent 2 385 530), von denen das eine der Flamme unmittelbar ausgesetzt ist, während das andere hinter einer die Flamme fernhaltenden Stauscheibe angeordnet ist. Man erreicht hierdurch, daß beim Zünden der Flamme die volle Thermospannung des der Flamme unmittelbar ausgesetzten Thermoelements am Magneten der Zündsicherungseinrichtung liegt und diese zum Ansprechen bringt, während mit der allmählichen Erwärmung des anderen Thermoelements die von diesem gelieferte. Thermospannung der des ersten entgegenwirkt und diese auf den zum Halten des Magneten benötigten Wert reduziert. Die erstrebte Eigensicherheit, d. h. die Sicherheit gegen Fehler in der Überwachungsvorrichtung selbst, wird auch mit dieser Anordnung nicht erreicht, weil bei einem Kurzschluß eines der Thermoelemente die volle Thermospannung des anderen am Magneten der Zündsicherungseinrichtung steht und selbst dann noch erhalten bleibt, wenn die Flamme erloschen und das betreffende Thermoelement nur noch der Rückstrahlung der Kammerwände ausgesetzt ist.
  • Ferner ist eine überwachungseinrichtung für Ölbrenner bekannt (USA.-Patent 2 592 086), bei welcher zwei aus je einem Thermoelement bestehende Temperaturfühlerunmittelbargegeneinandergeschaltet sind und die beiden Verbindungsstellen auf unterschiedlichen Temperaturen gehalten werden, entweder dadurch, daß die thermische Ableitung der einen Verbindungsstelle größer gemacht wird als die der anderen, oder dadurch, daß man die räumliche Zuordnung der Verbindungsstellen in bezug auf die Flamme entsprechend wählt. Das Problem der Eigensicherheit wird jedoch durch diese Anordnung nicht gelöst. Ihr haften vielmehr dieselben Mängel an wie der zuvor erwähnten thermoelektrischen Zündsicherungseinrichtungen.
  • Aufgabe der Erfindung ist es demnach, eine möglichst einfach aufgebaute Vorrichtung zur Flammenüberwachung mit größtmöglicher Eigensicherheit zu schaffen. Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung der Flammenüberwachung mit zwei in Zonen unterschiedlicher Temperatur der Flamme oder Brennkammer eintauchenden, gegeneinandergeschalteten Temperaturfühlern, deren Ausgangsgrößen einer auf Abweichungen der Differenz der Ausgangsgrößen vom Sollwert ansprechenden Überwachungsvorrichtung zugeführt werden, und besteht darin, daß die Temperaturfühler etwa gleiche thermische Ansprechempfindlichkeit aufweisen und die Überwachungsvorrichtung sowohl beim Unterschreiten als auch beim überschreiten des Sollwertbereiches anspricht.
  • Nimmt man an, daß die beiden Temperaturfühler, beispielsweise zwei Thermoelemente in zwei unterschiedliche Temperaturzonen einer Flamme eintauchen, so wird sich am Ausgang diese Überwachungsschaltung ein Signal einstellen, welches der Temperaturdifferenz proportional ist. Die angeschlossene Überwachungsvorrichtung wird auf den Sollwert dieser Temperaturdifferenz, also auf eine bestimmte Ausgangsspannung der Fühlerschaltung eingestellt. Erlischt die Flamme, so nehmen beide Thermoelemente dieselbe Temperatur, nämlich die der Brennkammer, an, so daß die Spannungsdifferenz verschwindet. Auch beim Bruch eines Thermoelementes wird die Ausgangsspannung der Fühlerschaltung zu Null. Das gleiche gilt für den Fall des Kurzschlusses beider Thermoelemente. Tritt in nur einem der Thermoelemente ein Kurzschluß auf, so entspricht die Ausgangsspannung der Fühleranordnung nunmehr der Thermospannung des einen Thermoelements und nicht mehr der Differenz der beiden Thermospannungen. Auch hier ergibt sich also eine Abweichung vom Sollwertbereich, welche angezeigt oder zur Auslösung von Alarm oder Sicherheitsvorrichtungen verwendet werden kann.
  • Ähnlich liegen die Verhältnisse, wenn man den einen Temperaturfühler in die Flamme eintaucht und den anderen die Brennkammertemperatur und damit die Rückstrahlung der Kammerwände messen läßt. Ein Mangel bekannter Flammenüberwachungsvorrichtungen mit Temperaturfühler liegt ja bekanntlich darin, daß der Temperaturfühler nicht zu unterscheiden vermag, ob die ihm zugeführte Wärmeenergie von einer Flamme oder durch die Rückstrahlung erhitzter Kammerwände herrührt. Es ist aber zu spät, wenn, das Erlöschen einer Flamme erst gemeldet wird, wenn sich die Brennkammer abkühlt. Dieser Nachteil hat der Anwendung von Thermoelementen zur Überwachung von Brennern bisher Grenzen gesetzt und vielfach den Einsatz komplizierter, auf dem Ionisationsprinzip beruhender oder mit optischen Mitteln arbeitender überwachungsvorrichtungen erforderlich gemacht. Gerade die optischen Überwachungseinrichtungen bedürfen besonderer Schaltungen zur Selbstüberwachung. Außerdem führt das meistens unvermeidliche Absetzen von Verbrennungsrückständen auf der Optik solcher Flammenfühler zu Fehlmessungen und -anzeigen. Dem lonisationsprinzip haftet der Nachteil an, daß wegen der geringen zur Verfügung stehenden Spannungen an die Isolation der Leitungen sehr hohe Anforderungen gestellt werden und demzufolge Kriechströme und Induktionsspannungen das Meßergebnis leicht verfälschen können.
  • Alle diese Nachteile werden durch die Erfindung mit denkbar einfachen Mitteln vermieden. Die Verwendung von Thermoelementen zur Flammenüberwachung ist zwar bekannt. Doch haftet den bisherigen Methoden der Nachteil an, daß zur Erzielung reproduzierbarer Ergebnisse eine gute Umgebungstemperaturkompensation und die Verwendung von Ausgleichsleitungen unumgänglich waren. Bei Anwendung der durch die Erfindung vorgeschlagenen Differenzmethode werden diese Kompensationsmaßnahmen überflüssig. Die Thermoelemente können über normale Kupferleitungen an die überwachungsvorrichtung angeschlossen werden.
  • Bei Meßvorrichtungen mit einem der zu messenden Temperatur ausgesetzten Thermoelement ist es zwar bekannt, am Ende der Ausgleichsleitungen diesem Thermoelement ein zweites Thermoelement entgegenzuschalten und mittels eines Thermostaten auf konstanter Temperatur zu halten und somit Temperaturschwankungen der Vergleichsstelle zu kompensieren. Die Erfindung unterscheidet sich hiervon dadurch, daß beide Thermoelemente den zu überwachenden Temperaturen ausgesetzt sind und damit zugleich eine Selbstüberwachung gegen Thermoelementenbruch oder Kurzschluß erreicht wird. Eine Vergleichsstellenkompensation wird nicht benötigt.
  • Die Erfindung soll im folgenden an Hand einiger Ausführungsbeispiele veranschaulicht werden: F i g. 1 zeigt die Überwachung einer Flamme FL mit Hilfe zweier in unterschiedliche Temperaturzonen Z 1 und Z 2 der Flamme eintauchender Thermoelemente TE 1 und TE 2. Wie durch die unterschiedliche Strichstärke der Thermoelementenschenkel angedeutet ist, sind die beiden Thermoelemente gegeneinander geschaltet, so daß an den Ausgangsklemmen K 1 und K2 die Differenz d U = U 1- U 2 der Thermospannungen U1 und U2 erscheint.
  • In F i g. 2 ist die Abhängigkeit der Ausgangsspannungen von der Temperatur aufgetragen. Im ersten Quadranten des Koordinatensystems erscheint die Ausgangsspannung U1 des Thermoelements TE1 in Abhängigkeit von der Temperatur T1 in der Flammenzone Z1. Im dritten Quadranten ist die Ausgangsspannung U2 des Thermoelements TE2 in Abhängigkeit von der Temperatur T2 in der FlammenzoneZ2 aufgetragen. Außerdem gibt die durchgehende, im vorliegenden Fall unter 45° gegenüber dem Achsenkreuz geneigte Kennlinie die Abhängigkeit der Differenzspannung d U = U 1- U 2 von der Temperaturdifferenz,1 T = T 1- T2 wieder. Solange die Differenzspannung unabhängig vom Absolutwert der Temperaturen im Sollwertbereich SB der überwachungsvorrichtung liegt, meldet diese das ordnungsgemäße Brennen der Flamme. Wird beispielsweise angenommen, daß zwischen den beiden Flammenzonen Z1 und Z2 bei ordnungsgemäß brennender Flamme ein Temperaturunterschied d T = T 1- T2 von 400° C besteht, so erhält man an den Ausgangsklemmen ein Signal d U', welches entsprechend der Eigenschaft der verwendeten Thermoelemente diesem Temperaturunterschied d T' von 400° C proportional ist.
  • Erlischt die Flamme, so nehmen beide Thermoelemente TE1 und TE2 je nach Art des Brenners bzw. des Ofens entweder die Brennkammertemperatur, die Umgebungstemperatur oder die Temperatur des ausströmenden Brennstoff-Luft-Gemisches an. Das Ausgangssignal d U wird also gleich Null und meldet auf diese Weise das Erlöschen der Flamme. Auch bei Unterbrechung einer der Thermoelementenleitungen bzw. der Thermoelemente selbst oder beim gleichzeitigen Kurzschluß beider Thermoelemente wird das Ausgangssignal d U zu Null und damit ein Alarm ausgelöst.
  • Tritt nur in einem der Thermoelemente ein Kurzschluß auf, so nimmt die Ausgangsspannung an den Klemmen K1 und K2 den Wert der Thermospannung an dem unbeschädigten Thermoelement an, welcher größer ist als die Differenz der beiden Thermospannungen. Auch diese Art der Abweichung vom Sollwert wird angezeigt oder zur Auslösung eines Alarms oder irgendwelcher Sicherheitsmaßnahmen ausgenutzt. Wird beispielsweise das Thermoelement T2 kurzgeschlossen, so ist seine Ausgangsspannung U2 gleich Null, und die Spannungsdifferenz d U entspricht der Ausgangsspannung U1' des Thermoelements TE1. Dieser Spannungswert liegt außerhalb des Sollwertbereiches, so daß die überwachungsvorrichtung einen Fehler anzeigt. Wird umgekehrt das Thermoelement TE1 kurzgeschlossen, so entspricht die Spannungsdifferenz d U der negativen Ausgangsspannung U2' des Thermoelements TE 2, welche ebenfalls außerhalb des Sollwertbereiches liegt. Diese Gegenüberstellung zeigt ferner, daß die Überwachungsvorrichtung nur auf Spannungen einer bestimmten Polarität anzusprechen braucht. Die Wahl der Grenzwerte A und B des Sollwertbereiches hängt davon ab, wie stark sich die Temperaturen der beiden Thermoelemente bei ordnungsgemäßem Betrieb voneinander unterscheiden und welche Abweichungen vom Normal- oder Sollwert im Hinblick auf Schwankungen der Flammenintensität und -lage zugelassen werden, ohne daß ein Alarm ausgelöst werden soll.
  • F i g. 3 zeigt die Überwachung eines in einer Brennkammer K angeordneten Brenners BR mittels zweier Thermoelemente TE11 und TE12. An den Ausgangsklemmen K11 und K12 erhält man eine Spannung, welche der Differenz zwischen der vom Thermoelement TE11 gemessenen Flammentemperatur und der vom Thermoelement T12 gemessenen Brennkammertemperatur entspricht. Erlischt der Brenner BR, so nehmen beide Elemente die Brennkammertemperatur an, und an den Ausgangsklemmen erscheint das Signal Null. Für den Fall des Thermoelementenbruches oder eines Kurzschlusses gilt das Obengesagte.
  • Wie man sieht, wird beim Erlöschen der Flamme das Ausgangssignal zu Null. Geringfügige Änderungen der am Ausgang der Klemmen K1 und K2 stehenden Differenzspannung brauchen also die überwachungsschaltung noch nicht zum Ansprechen zu bringen. Erst wenn sich dieser Spannungswert dem Wert Null nähert oder im Falle des einseitigen Thermoelementenkurzschlusses den Sollwert beträchtlich überschreitet, spricht die Überwachungsschaltung an. Hierdurch werden Fehlalarme infolge flackernder Flammen vermieden. Selbstverständlich kann durch eine geeignete Bemessung der Ansprechzeitkonstanten der Überwachungsschaltung solchen Fehlalärmen ebenfalls entgegengetreten werden.
  • An Stelle von Thermoelementen können auch andere in verschiedene Temperaturzonen der Flamme bzw. der Brennkammer eintauchbare Temperaturfühler, beispielsweise von Schutzrohren umgebene temperaturabhängige Widerstände oder mit einem Ausdehnungsmedium gefüllte Fühler, verwendet werden.
  • In F i g. 4 ist eine Flammenüberwachungsvorrichtung gemäß der Erfindung mit zwei Kapillarrohr-Temperaturfühlern TF1 und TF2 dargestellt, welche in unterschiedliche Temperaturzonen Z1 und Z2 der Flamme FL eintauchen: Der Fühler TF1 ist an eine Bourdon-FederBF1 angeschlossen, welche die temperaturabhängigen Druckänderungen im Kapillarrohrsystem in eine Kraft umsetzt, welche über eine FederF1 auf den linken Hebelarm eines Waagebalkens WB übertragen wird. Dementsprechend wirkt der Temperaturfühler TF2 über eine weitere Bourdon-Feder BF2 und eine Feder F2 auf den rechten Hebelarm des Waagebalkens WB. Selbstverständlich können an Stelle der Bourdon-Federn auch andere Übertragungsglieder eingesetzt werden. Am Waagebalken WB ist ein Schleifer SL befestigt, welcher über zwei voneinander getrennte Kontaktbahnen KB l und KB 2 verschiebbar ist und diese in einem bestimmten Winkelbereich des Waagebalkens miteinander verbindet. Die beiden Kontaktbahnen KB l und KB 2 bilden zusammen mit dem Schleifer SL einen im Überwachungsstromkreis zwischen den beiden Klemmen K21 und K22 liegenden Schalter.
  • Das System ist so abgeglichen, daß ohne Flamme gleiche Kräfte auf die beiden Waagebalkenenden einwirken und der Waagebalken die in F i g. 4 dargestellte Lage einnimmt, der Schleifer SL also nur auf der linken Kontaktbahn KB 1 aufliegt. Brennt die Flamme FL, so ist der Temperaturfühler TF1 einer höheren Temperatur ausgesetzt als der Temperaturfühler TF2, wodurch der Waagebalken im Uhrzeigersinn um einen bestimmten Betrag geschwenkt wird, bis sich das Gleichgewicht der Kräfte einstellt. Dies hat zur Folge, daß der Schleifer SL die beiden Kontaktbahnen KB 1 und KB 2 überbrückt. Der Stromkreis zwischen den Klemmen K21 und K22 ist geschlossen, wodurch das ordnungsgemäße Brennen der Flamme angezeigt wird. Ist eines der beiden Fühlersysteme undicht oder tritt in den übertragungsmitteln. BF 1, F 1 bzw. BF 2, F 2 ein Bruch auf, so verschwindet die Gegenkraft für den Waagebalken, und dieser wird in der einen oder der anderen Richtung weiter ausgelenkt als normalerweise. Die überbrückung der beiden Kontaktbahnen kommt deshalb nicht zustande oder wird unterbrochen, so daß der Überwachungsstromkreis nicht mehr geschlossen ist. Selbstverständlich läßt sich im Rahmen der Erfindung eine Vielzahl anderer zum Kraft- oder Wegvergleich dienender Anordnungen in Verbindung mit Kapillarrohr- oder ähnlichen Temperaturfühlern einsetzen.
  • F i g. S zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Flammenüberwachungsvorrichtungmit zwei temperaturabhängigen Widerständen TW 1 und TW2, welche in eine die Überwachungsvorrichtung steuernde Brückenschaltung eingeschaltet sind. Die beiden temperaturabhängigen Widerstände TW I und T W 2 bilden zusammen mit zwei Festwiderständen W 1 und W 2 eine Brückenschaltung, in deren Diagonale die Parallelschaltung zweier Relais R 2 und R 3 eingeschaltet ist, während zwischen dem einen Eckpunkt E 1 und der einen Speisespannungsklemme SKI ein weiteres Relais R 1 liegt. Der andere Eckpunkt E2 ist an die andere Stromversorgungsklemme SK2 angeschlossen. Den beiden Klemmen SKI und SK2 wird eine Betriebsgleichspannung für die Brükkenschaltung zugeführt. Die beiden temperaturabhängigen Widerstände TW 1 und TW 2 tauchen wiederum in unterschiedliche Temperaturzonen einer Flamme ein, und zwar derart, daß im Normalbetrieb der Widerstandswert des Fühlers TW1 kleiner ist als der des Fühlers TW z. Bei vorschriftsmäßig brennender Flamme fließt also ein Brückenstrom vom Diagonalpunkt D 1 zum Punkt D 2 und bringt das Relais R 2 zum Ansprechen. Durch Ausbildung dieses Relais als polarisiertes Relais oder durch Reihenschaltung mit einem Gleichrichter ist dafür gesorgt, daß es nur anspricht, wenn der Brückenstrom in der vorgeschriebenen Richtung vom Diagonalpunkt D 1 zum anderen Diagonalpunkt D 2 fließt. Ist keine Speisespannung vorhanden oder der Brenner abgeschaltet, so fließt kein Brückenstrom, und der Arbeitskontakt r2 des Relais R 2 bleibt offen. Die Klemmen K 31 und K32 sind wiederum an die Überwachungsschaltung angeschlossen. Nur wenn die Flamme ordnungsgemäß brennt, sind alle Kontakte r1 bis r3 geschlossen. Andernfalls ist der Stromkreis zwischen den beiden Klemmen K 31 und K 32 durch wenigstens einen dieser Kontakte unterbrochen.
  • Tritt im temperaturabhängigen Widerstand TW1 ein Kurzschluß auf, so fließt ein erhöhter Brückenstrom zwischen den Punkten D 1 und D 2, welcher das Relais R2 zum Ansprechen bringt. Dieses öffnet mit seinem Kontakt r3 den Überwachungsstromkreis zwischen den Klemmen K31 und K32. Tritt im Brückenzweig des temperaturabhängigen Widerstandes TW 1 eine Unterbrechung auf, so kann kein Brückenstrom in der vorgeschriebenen Richtung vom Diagonalpunkt D 1 zum Diagonalpunkt D 2 fließen, so daß das Relais R 2 abfällt bzw. nicht ansprechen kann und demzufolge mit seinem Arbeitskontakt r 2 den Überwachungsstromkreis unterbricht. Wird der andere temperaturabhängige Widerstand TW 2 kurzgeschlossen, so fließt der Brückenstrom ebenfalls in der falschen Richtung, so daß der Kontakt r2 offenbleibt. Im Falle einer Unterbrechung im Brückenzweig des temperaturabhängigen Widerstandes TW2 fließt wiederum ein gegenüber dem Normalwert erhöhter Brückenstrom, welcher das Relais R 3 zum Ansprechen bringt.
  • Sollten zufällig beide temperaturabhängige Widerstände TW 1 und TW 2 kurzgeschlossen werden, so fließt ein erhöhter Strom im Versorgungsstromkreis für die Brücke und läßt das Relais R 1 ansprechen, welches mit seinem Ruhekontakt r1 den überwachungsstromkreis unterbricht. Tritt in beiden temperaturempfindlichen Widerständen TW 1 und TW2 gleichzeitig eine Unterbrechung auf, so kann kein Brückenstrom fließen und das Relais R 2 nicht ansprechen. Die Anordnung ist also kurzschluß- und unterbrechungssicher.
  • An Stelle zweier Relais R 2 und R 3 kann auch ein Zweistufenrelais eingesetzt werden, welches beim Erreichen des Brückenstrom-Sollwertes seinen Arbeitskontakt r 2 schließt und beim Überschreiten eines oberen Grenzwertes des Brückenstromes den Ruhekontakt r3 öffnet. Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß die dargestellte Schaltung mit mehreren Relais durch entsprechende elektronische Schaltungen, beispielsweise mit Hilfe logischer Schaltelemente, ersetzt und gegebenenfalls vereinfacht werden kann.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zur Flammenüberwachung mit zwei in Zonen unterschiedlicher Temperatur der Flamme oder Brennkammer eintauchenden gegeneinandergeschalteten Temperaturfühlern, deren Ausgangsgrößen einer auf Abweichungen der Differenz der Ausgangsgrößen vom Sollwert ansprechenden Überwachungsvorrichtung zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperaturfühler etwa gleiche thermische Ansprechempfindlichkeit aufweisen und die überwachungsvorrichtung sowohl beim Unterschreiten als auch beim überschreiten des Sollwertbereiches anspricht.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Temperaturfühler zwei Thermoelemente dienen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Temperaturfühler zwei mit einer Ausdehnungsflüssigkeit gefüllte Kapillarrohrfühler dienen, welche gcmeinsam auf eine Kontaktvorrichtung der Überwachungsvorrichtung einwirken.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Temperaturfühler zwei temperaturabhängige Widerstände dienen, welche in eine die Überwachungsvorrichtung steuernde Brückenschaltung eingeschaltet sind.
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