DE1552896C3 - Biegemaschine für Rohre und andere Profile - Google Patents
Biegemaschine für Rohre und andere ProfileInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Biegemaschine für Rohre und andere Profile, mit einer drehbaren, mit Anlagerollen
versehenen Biegeschablone und einer um die Drehachse der Biegeschablone schwenkbaren Biegerolle,
durch welche das zu biegende Werkstück an der Biegeschablone anlegbar ist, wobei das eine Ende des zu biegenden
Werkstückes in einer Klemmeinrichtung gehalten ist.
Durch die GB-PS 6 04 723 ist eine derartige Biegemaschine zum Biegen von bis auf Rotglut erhitzten
Rohren bekannt, bei der das Werkstück mit einer auf einem schwenkbaren Arm angeordneten Biegerolle um
eine mit Anlagerollen versehene Biegeschablone gebogen wird, welche gegensinnig zur Schwenkbewegung
der Biegerolle rotiert und den beim Biegen anfallenden Zunder beseitigen soll. Das zu biegende Werkstück
wird hierbei an ständig wechselnden Stellen an der Innenseite des herzustellenden Bogens unterstützt, was
zwar bei heißgebogenen Rohren hingenommen werden kann, bei kaltgebogenen Rohren jedoch von Nachteil
ist, da hierbei im Rohr innere Spannungen auftreten können.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, derartige Spannungen im Werkstück zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird bei einer Biegemaschine der eingangs bezeichneten Gattung mit der Erfindung dadurch
gelöst, daß die Biegerolle an der Biegeschablone angeordnet ist und mit einer ihr radial zur Drehachse der
Biegeschablone gegenüberliegenden, weiteren Biegerolle das zu biegende Werkstück umgreift.
Diese Anordnung hat den Vorteil, daß der fortschreitende Biegevorgang sich am Werkstück an einer genau
definierten Stelle, nämlich an den Biegerollen, vollzieht, die Anlagerollen der Biegeschablone in Richtung des
ίο Biegevorganges den Biegerollen folgen und sich anschließend
an das gebogene Werkstück anlegen und dieses in stets gleichem Abstand von der Einleitungsstelle der Biegekraft abstützen.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Biegerollen radial zur Drehachse der Biegeschablone
verstellbar. Hierdurch ist es möglich, Werkstücke mit unterschiedlichem Profil und unterschiedlichem
Durchmesser mit der gleichen Maschine zu biegen und außerdem den Biegeradius zu verändern.
Die Biegerollen sind zweckmäßig in gabelförmigen Teilen gelagert, die mit Gewindespindeln in auf der
Biegeschablone befestigten, stufenweise verstellbaren Widerlagern stufenlos radial zur Drehachse der Biegeschablone
verstellbar sind. Eine solche Ausbildung erlaubt eine sehr genaue Anpassung an den jeweils gewünschten
Biegeradius.
Die Biegerollen können unter der Wirkung von Federn gegen das zu biegende Werkstück gepreßt sein.
: Eine solche Ausbildung ist dann vorteilhaft, wenn Werkstücke mit sich änderndem Durchmesser, beispielsweise
konische Rohre, gebogen werden sollen, deren Durchmesser zum vorderen Ende des Bogens hin
kleiner wird.
Zum Biegen von Rohren mit unterschiedlichem oder wechselndem Durchmesser können die Biegerollen und
die Anlagerollen auf ihrem Umfang eine V-förmige Rille tragen. In diesen Rillen werden alle Rohre exakt geführt,
da diese sich in diesen Rollen selbst zentrieren.
Die Biegeschablone kann von zwei parallel angeord-4o..neten Platten gebildet werden, zwischen denen die
Biegerollen und die Anlagerollen.angeordnet sind. Die Biegerollen haben dann in verschiedenen radialen Abständen
von der Drehachse der Biegeschablone eine sichere Lagerung auf ihrer Ober- und Unterseite.
Die Erfindung wird durch die Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Rohrbiegemaschine in perspektivischer Darstellung,
F i g. 2 die Biegewerkzeuge der in F i g. 1 dargestellten Maschine in einer Draufsicht in größerem Maßstab,
Fig.3 eine der Biege- oder Anlagerollen in einer
seitlichen Ansicht,
F i g. 4 den Gegenstand der F i g. 2 in einer Vorderansicht und
F i g. 5 Biegewerkzeuge zum Biegen eines konischen Rohres in einer Draufsicht.
Am vorderen Ende der in F i g. 1 dargestellten Biegemaschine 10 ist ein Biegetisch 11 drehbar gelagert,
der von einem nicht näher dargestellten Antrieb in Umdrehung versetzt werden kann und an dem eine
Biegeschablone 13 drehfest angeschlossen ist. Die Biegeschablone 13 besteht aus zwei im Abstand übereinander
angeordneten, zueinander parallelen Platten und 15, weiche die Form eines Kreissektors haben und
zwischen denen zwei Biegerollen 16 und 17 drehbar gelagert sind. Die Biegeschablone 13 trägt an ihrem
Umfang außerdem noch mehrere Anlagerollen 18, die ebenfalls zwischen den beiden Platten 14 und 15 dreh-
bar gelagert sind.
Am Rahmen der Biegemaschine 10 ist eine Klemmeinrichtung für das zu biegende Rohr 12 angeordnet,
die zwei Klemmbacken 19 und 20 aufweist, die von einem hydraulischen Zylinder 21 zusammengepreßt
werden. In dieser Klemmeinrichtung wird das zu biegende Rohr 12 mit seinem hinteren Ende so eingespannt,
daß der zu biegende Abschnitt des Rohres vor den Biegerollen 16 und 17 liegt.
Wenn der Drehtisch 11 von seinem Antrieb im Uhr- ίο
zeigersinne gedreht wird, wird die Biegeschablone 13 mitgenommen, wobei die Biegerollen 16 und 17 an dem
Rohr 12 entlanggleiten und dieses im Uhrzeigersinne nach einem Kreisbogen biegen. Das gebogene Rohr 12'
legt sich hierbei gegen die nacheinander mit ihm in Berührung kommenden Anlagerollen 18.
An Stelle der Biegerollen 16 und 17 können auch Gleitbacken vorgesehen sein. Ebenso können auch die
Anlagerollen 18 durch Gleitbacken ersetzt werden. Die Reibung ist dann jedoch größer, so daß eine größere
Antriebskraft aufgebracht werden muß.
Die Biegerollen 16 und 17 und die Anlagerollen 18 sind, wie in F i g. 3 dargestellt, mit einer etwa halbkreisförmigen
Umfangsrille versehen. Sie können jedoch auch eine V-förmige Umfangsrille tragen, wie dies in
F i g. 4 dargestellt ist.
Wie aus F i g. 4 hervorgeht, sind die Biegerollen 16 und 17 radial zur Drehachse der Biegeschablone verstellbar.
Zu diesem Zwecke ist jede Biegerolle 16 und 17 in einem gabelförmigen ,Teil 24 gelagert, das mit
einer Gewindespindel 23 in je einem Widerlager 22 verstellbar ist. Zu beiden Seiten des Widerlagers 22 ist
je eine Mutter 25 und 26 aufgeschraubt, mit denen die Teile 24 und damit auch die Biegerollen 16 und 17 verstellt
und an dem Widerlager 22 arretiert werden können.
Die Widerlager 22 selbst sind zwischen den Platten 14 und 15 der Biegeschablone 13 fest eingespannt und
stufenweise verstellbar.
In gleicher Weise wie die innere Biegerolle 16 sind auch die Anlagerollen 18 gelagert und in radialer Richtung
stufenlos verstellbar. Zu diesem Zwecke sind in den Platten 14 und 15 der Biegeschablone 13 mehrere
Bohrungen 27 vorgesehen, mit denen die Anlagerollen 18 und die Biegerollen 16 und 17 auf einen größeren
oder kleineren Biegeradius eingestellt werden können. An Stelle der Spindelverstellung ist auch eine andere
Verstellart möglich. Beispielsweise könnten die Rollen auch auf hydraulischem Wege radial verstellt werden!
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Anlagerollen 18 auf einem Kreisbogen mit gleichem
Radius bezüglich der Achse der Biegeschablone angeordnet. Soll der zu erzeugende Bogen nicht genau
kreisförmig sein, können die Anlagerollen 18 auch nach einer anderen Kurve auf der Biegeschablone eingestellt
werden.
Bei dem in F i g. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das zu biegende Werkstück ein konisches Rohr 28,
das mit seinem dickeren Ende zwischen den Klemmbacken 19 und 20 der Klemmeinrichtung fest eingespannt
ist. Die Biegerollen 16 und 17 und die Anlagerollen 18 sind, wie in F i g. 4 gezeigt, mit einer V-förmigen
Umfangsrille versehen. Wenigstens die innere Biegerolle 16 steht unter der Wirkung einer Feder, die
bestrebt ist, die Biegerolle ständig beim Biegen gegen das Werkstück 27 zu drücken, damit beide Rollen 16
und 17 ständig an dem zu biegenden Rohr anliegen.
Mit Hilfe der beschriebenen Maschinen können wahlweise Rechts- und Linksbiegungen durchgeführt
werden. Hierbei ist es möglich, nicht nur in einer horizontalen Ebene, sondern auch in jeder anderen Ebene
zu biegen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Biegemaschine für Rohre und andere Profile, mit einer drehbaren, mit Anlagerollen versehenen
Biegeschablone und einer um die Drehachse der Biegeschablone schwenkbaren Biegerolle, durch
welche das zu biegende Werkstück an der Biegeschablone anlegbar ist, wobei das eine Ende des zu
biegenden Werkstückes in einer Klemmeinrichtung gehalten ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Biegerolle (17) an der Biegeschablone (13) angeordnet ist und mit einer ihr radial zur Drehachse
der Biegeschablone (13) gegenüberliegenden, weiteren Biegerolle (16) das zu biegende Werkstück
(12 bzw. 28) umgreift.
2. Biegemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegerollen (16, 17) radial zur
Drehachse der Biegeschablone (13) verstellbar sind.
3. Biegemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegerollen (16, 17) in gabelförmigen
Teilen (24) gelagert sind, die mit Gewindespindeln (23) in auf der Biegeschablone (13) befestigten,
stufenweise verstellbaren Widerlagern (22) stufenlos radial zur Drehachse der Biegeschablone
(13) verstellbar sind.
4. Biegemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis '3, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegerollen (16,
17) unter der Wirkung von Federn gegen das zu biegende Werkstück (12) gepreßt sind.
5. Biegemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegerollen (16, 17) und die Anlagerollen (18) auf ihrem Umfang
eine V-förmige Rille tragen. -■·■■·■■·
6. Biegemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegeschablone (13) von zwei parallel angeordneten Platten (14, 15)
gebildet wird, zwischen denen die Biegerollen (16, 17) und die Anlagerollen (18) angeordnet sind.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH0061442 | 1966-12-30 | ||
| DEH0061442 | 1966-12-30 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1552896A1 DE1552896A1 (de) | 1969-09-11 |
| DE1552896B2 DE1552896B2 (de) | 1975-10-09 |
| DE1552896C3 true DE1552896C3 (de) | 1976-08-12 |
Family
ID=
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