DE155453C - - Google Patents

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DE155453C
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poles
drainage
pressure
electrodes
frames
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D61/00Processes of separation using semi-permeable membranes, e.g. dialysis, osmosis or ultrafiltration; Apparatus, accessories or auxiliary operations specially adapted therefor
    • B01D61/42Electrodialysis; Electro-osmosis ; Electro-ultrafiltration; Membrane capacitive deionization
    • B01D61/56Electro-osmotic dewatering

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Urology & Nephrology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Separation Using Semi-Permeable Membranes (AREA)

Description

ISERLICHES
PATENTAMT.
- M 155453 KLASSE 10 c.
Bei der elektroosmotischen Entwässerung von Torf (vergl. die Patentschrift 124509) hat sich gezeigt, daß am negativen Pol eine. Wasserschicht sich bildet. Die Wasserschicht wird durch die Kohäsion an dem in der Regel aus einem Drahtnetz bestehenden Pol festgehalten und verlangsamt die weitere Entwässerung des Torfkuchens durch den elektrischen Strom. Wie schon in der vorgenannten Patentschrift erwähnt ist, kann man neben der Osmose auch eine sich steigernde Belastung anwenden. Dieser Druck erweist sich bereits als günstig für die Beseitigung der Wasserschicht. Nun ist die weitere Beobachtung gemacht worden, daß der Prozeß sich noch günstiger gestaltet, wenn man einen zeitweise wirkenden Druck in der Weise ausübt, daß in der Zeit zwischen den einzelnen Pressungen eine Belastung der zu osmosierenden Masse möglichst vermieden wird. Bei Anwendung eines solchen zeitweiligen Druckes vollzieht sich die Entwässerung gegenüber einem stetig sich steigernden Drucke in einer etwa um 10 Prozent kürzeren Zeit.
Man kann zweckmäßig zur Herbeiführung eines solchen zeitweilig wirkenden Druckes eine Spindelpresse verwenden, welche in senkrechter oder wagerechter Lage angeordnet sein kann, und bei welcher durch die Umdrehung der Spindel in Zwischenräumen • eine Annäherung des positiven Pols an den negativen Pol, zwischen welchen die zu osmosierende Torfmasse eingelagert ist, herbeigeführt wird. Bei jeder Annäherung der beiden Pole wird die gebildete Wasserschicht zum größten Teile entfernt, bei Stillstand der beiden Pole ist dann eine weitere Druckwirkung kaum mehr vorhanden.
Zur Ausführung des beschriebenen Verfahrens kann folgende in den Zeichnungen dargestellte Vorrichtung verwendet werden, welche aus in Doppelreihen angeordneten Einzelvorrichtungen besteht.
Fig. I zeigt zwei Einzelvorrichtungen a im Längsschnitt.
Fig. 2 zeigt in der Mitte den Grundriß derselben im Mittelschnitt, während zu beiden Seiten der obere Antrieb der Vorrichtungen a skizziert ist.
Fig. 3 gibt einen Querschnitt durch eine Vorrichtung a.
Die oben offenen Entwässerungsrahmen b bestehen aus isolierendem Material und haben als Boden Messinggaze, unter welche zwecks größerer Widerstandsfähigkeit gelochtes Blech geschraubt ist.
Die beiden oberen Entwässerungsrahmen b einer jeden Einzelvorrichtung α liegen auf Wellblechen c, welche auf den am Gestell befestigten Ε-Trägern ruhen, während die beiden unteren Entwässerungsrahmen b auf Wellblechen d liegen, die durch E-Trägerverbindung auf den unteren Muttern e der
Spindel f lagern. Die Wellbleche bilden die Stromzuführung zu den negativen Polen, den Böden der Entwässerungsrahmen.
Über den oberen zwei Entwässerungsrahmen b hängen die Pole g an den Muttern h mittels E-Trägerverbindung und isolierenden Widerlagern, während die unteren zwei Pole i mit gleicher Verbindung am Gestell der Vorrichtung befestigt sind. Diese Pole sind mit
ίο der positiven Leitung verbunden.
Um den Entwässerungsvorgang einzuleiten, dreht man die Spindel f, welche für die Muttern h und e Gewinde mit verschiedener Gangrichtung haben, in entsprechendem Sinne, wodurch die Muttern e mit den Wellblechen d die Rahmen b nach oben gegen die festliegenden Pole i drücken, während die Muttern h die Pole g nach unten gegen die auf den festliegenden Wellblechen c lagernden1 Rahmen drücken. Der Druck bezw. das Drehen der Spindeln f geschieht mittels Räderübertragung von der Welle k, welche durch Klinkvorrichtung / von der Kurbel der Haupttransmission m absatzweise angetrieben wird.
Ist die Omosierung beendigt, so wird die Klinkvorrichtung / ausgeschaltet und zugleich der von der Schnellauf enden Haupttransmission η abgeleitete Riemenantrieb 0 eingerückt, welcher die Welle k rückwärts dreht und die Vorrichtung in die durch Fig. 1 dargestellte Anfangsstellung bringt.
Bei einer liegenden Anordnung gestaltet sich die Vorrichtung' folgendermaßen:
Sie besteht aus Elementen von je zwei Rahmen, welche zwischen sich einen gemeinsamen feststehenden Pol haben. An diesem sind Messinggaze und Wellblech beiderseits befestigt, während die Rahmen ganz ohne Böden sind. Der feststehende Pol ist mit der negativen Leitung verbunden und dient zugleich als Wasserabfluß. Die positiven Pole sind kolbenartig ausgebildet und drücken die Masse beiderseitig absatzweise mittels Spindeln, die in der gleichen Weise wie bei dem stehenden Apparat angetrieben sind, gegen den negativen Pol. Durch eine besondere Vorrichtung werden die Rahmen beim Füllen und während der Entwässerung fest gegen den negativen Pol gepreßt.
Zum Entleeren der Rahmen schiebt man dieselben über die positiven Pole hinweg. Bei dem nun erfolgenden Zurückziehen der positiven Pole fallen die entwässerten Kuchen herab.
Zum frischen Füllen werden die Rahmen wieder gegen den negativen Pol gepreßt; durch verschließbare Öffnungen, über welchen sich Fülltrichter befinden, werden die Rahmen gefüllt; die Öffnungen werden verschlossen und die Osmose beginnt unter beiderseitigem zeitweise wirkendem Druck der positiven Pole.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Entwässerung von Torf durch gleichzeitige Anwendung von Elektroosmose und Druck, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck zeitweise ausgeübt wird.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bei welcher der zu entwässernde Torf sich in zAvischen den Elektroden gelagerten Kästen befindet, und bei welchem die Elektroden sämtlicher in der Vorrichtung vereinigter Kästen zusammen einander genähert bezw. voneinander entfernt werden können, dadurch gekennzeichnet, daß die Annäherung der Elektroden beim Fortgang der Entwässerung mittels Schraubenspindeln bewerkstelligt wird, die durch eine Klinkvorrichtung absatzweise angetrieben werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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