DE1572811B2 - Anordnung zur temperaturstabilisierung in digitalen optischen ablenksystemen - Google Patents
Anordnung zur temperaturstabilisierung in digitalen optischen ablenksystemenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein digitales optisches Ablenksystem mit einer alternierenden Reihe
von doppelbrechenden Prismen und Polarisatoren.
Digitale Lichtstrahlablenker bestehen aus einer
alternierenden Reihe von doppelbrechenden Elementen, meist Prismen und Polarisationsschaltern. Bei
den Lichtstrahlvervielfachern, wie sie von W. J. Tata or im »Appl. Optics«, Nr. 6, 1967, auf S. 1275
»Multiple Imaging Device Using Wollaston Prismus« beschrieben worden sind, werden als äquivalente
doppelbrechende Elemente Λ/4-Plättchen zur Polarisation verwendet. Dabei bilden im allgemeinen die
, brechenden Winkel der Prismen, durch die ein einfallender Strahl in seiner Richtung etwas abgebogen
wird, eine geometrische Reihe mit dem Basisfaktor 2. Für den Aufbau eines eindimensionalen digitalen
Strahlablenkers, bei dem der Lichtstrahl.also in einer Ebene abgelenkt wird, ist es aus konstruktiven Gründen
wünschenswert, daß bei einem parallel zur Achse des Systems einfallenden Strahl die Symmetrieachse
der Gesamtheit aller möglichen Austrittsrichtungen mit der Systemachse übereinstimmt. Es ist weiterhin
wünschenswert, daß die Lage der Symemtrieachse in Bezug zur Systemachse unabhängig von der Systemtemperatur
ist.
Bisherige Lösungen zur Erfüllung dieser Forderungen verwenden Wollastonprismen oder ähnliche
Strukturen, die durch geeignete Zusammensetzung von mindestens zwei Prismen pro digitaler Elementstufe
erhalten werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei digitalen, optischen Ablenksystemen den Temperatureinfluß
in bezug auf die Symmetrieachse des optischen Systems möglichst zu beseitigen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der brechende Winkel des stärksten Prismas
in die entgegengesetzte Richtung weist wie der anderen Prismen.
Die vorliegende Erfindung vermindert den technischen Aufwand erheblich, indem pro Stufe nur
noch ein Prisma erforderlich ist. Erfindungsgemäß ist also die brechende Kante des stärksten Prismas parallel
zu denen der anderen Prismen derselben Ablenkkoordinate, der brechende Winkel jedoch im wesentlichen
entgegengesetzt orientiert.
Zur Erläuterung werden in der Zeichnung Ausführungsbeispiele nach der vorliegenden Erfindung
schematisch dargestellt.
Die Anordnung nach F i g. 1 zeichnet sich gegenüber der nach F i g. 2 durch eine kleinere Einfallswinkelaberration
aus. Die Polarisationsschalter 1, 1' 1" können z. B. Kerrzellen sein oder auch
/l/4-Plättchen. Im letzteren Fall wird eine entsprechende
Lichtstrahlaufspaltung erhalten, während bei Verwendung von Kerrzellen eine steuerbare Lichtstrahlablenkung
in an sich bekannter Weise möglich ist. Die doppelbrechenden Prismen 2, 2', 2" haben
einen sich jeweils verdoppelnden Brechungswinkel. Das Prisma 2, 2" liegt mit seinem Brechungswinkel
entgegengesetzt zu den vorangegangenen Prismen.
Die auf Grund der Anwendung des Erfindungsgedankens erzielte Temperaturstabilität bei den Anordnungen
wird an einem Zahlenbeispiel deutlich. Die maximale Abweichung der Symmetrieachse SYM
des Feldes aller möglichen Strahlrichtungen von der Systemachse SY ist durch den Winkel gegeben, den
die Systemachse SY mit der Winkelhalbierenden der beiden durch das schwächste Prisma definierten
Strahlrichtungen bildet. Das ist bei einem Kalkspat- * prisma von 4' Brechungswinkel,1 das von Nitrobenzol
umgeben ist, und das einen Lichtstrahl des He-Ne-Lasers ablenkt, ein Winkel von 3", der auf 3,7" anwächst,
wenn die Temperatur sich von 15° C auf 25° C erhöht. Die angegebenen Werte für die Winkelabweichungen
sind unabhängig von der Zahl der im . System befindlichen Anzahl von Prismen, von Fertigungstoleranzen
und Winkelaberrationen bei sehr
ίο großen brechenden Winkeln abgesehen (vgl. weiter
unten).
: Bei .bisherigen einfachen Prismensystemen wachsen
die Winkelabweichungen dagegen mit der Anzahl der Prismen an. Beispielsweise würden bei einem
zehnstufigen Lichtablenker die entsprechenden Werte der Winkelabweichungen um den Faktor 1023 größer
sein.
Legt man Wert darauf, daß bei Anordnungen der Fig. 1 und 2 die Logik der binären Ansteuersignale
dieselbe ist wie die der bekannten Anordnung, so ist auf eine entsprechende Orientierung der optischen
Achse des »auf den Kopf« gestellten Prismas in F i g. 1 und 2 zu achten. Haben z: B. die Prismen alle
dieselbe Orientierung der optischen Achse, so muß die optische Achse des »auf den Kopf stehenden«
Prismas in Fig. 1 und 2 um 90° gegenüber den optischen Achsen der übrigen Prismen gedreht sein.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in der F i g. 3
wiedergegeben. In diesem Falle befindet sich das stärkste Prisma 2' an vorletzter Stelle. Während hierbei
die Winkelkorrektur dieselbe wie in den Anordnungen der F i g. 1 und 2 ist, wird in der Anordnung
der F i g. 3 außerdem erreicht, daß die Strahlversetzung ein Minimum erreicht.
Die bei den vorstehend beschriebenen Anordnungen verbleibende sehr kleine Winkelabweichung läßt
sich noch weitgehend reduzieren, indem man entsprechend der Fig. 4 ein isotropes, z. B. einfach
brechendes Prisma 3 in den Strahlengang bringt. Dabei muß zur Erreichung einer optimalen Reduzierung
der Winkelabweichung und der Temperaturabhängigkeit dieser Winkelabweichung der brechende Winkel
γ des isotropen Prismas 3 gleich dem des schwächsten doppelbrechenden Prismas 4 sein. Der Brechungsindex
H1 des isotropen Prismas 3 ist dann durch die
Gleichung
wobei
n0 = Brechungsindex des doppelbrechenden Prismas
4 für den ordentlichen Strahl,
ne = Brechungsindex des doppelbrechenden Prismas 4 für den außerordentlichen Strahl.
•55 "■ ■·'■■
ne = Brechungsindex des doppelbrechenden Prismas 4 für den außerordentlichen Strahl.
•55 "■ ■·'■■
Die Temperaturkoeffizienten der Brechungsindizes dieser beiden Prismen sollen möglichst gleich sein.
Die Anordnung der Prismen 5 und 6 entspricht der bereits beschriebenen.
Die vorstehenden Betrachtungen gelten nur, solange sich bei Berechnung der brechenden Winkel im
Rahmen der gewünschten Genauigkeit im Brechungsgesetz die trigonometrischen Funktionen durch die
Winkel selber ersetzen lassen. Diese Voraussetzung kann im allgemeinen gemacht werden. Da nämlich
anderenfalls Einfallswinkelaberrationen auftreten, wird man normalerweise zu deren Korrektur technisch
aufwendigere Kombinationen von Einfach-
prismen benutzen, bei denen die eingangs genannten beiden Probleme automatisch gelöst werden. In solchen
Fällen wird man also zweckmäßigerweise nur die ersten Stufen des Ablenksystems aus einfachen
Prismen aufbauen. Fig. 5 zeigt schematisch ein Beispiel, bei dem an letzter Stelle ein Doppelprisma
7, 8 vorgesehen ist.
Die im vorstehenden angegebenen Ausführungsbeispiele beziehen sich auf eindimensionale digitale
optische Systeme, lassen sich jedoch in ganz analoger Weise auf zwei Dimensionen ausdehnen.
Claims (6)
1. Digitales optisches Ablenksystem mit einer alternierenden Reihe von doppelbrechenden
Prismen und Polarisatoren, dadurch gekennzeichnet, daß der brechende Winkel
des stärksten Prismas in die entgegengesetzte Richtung weist wie die der anderen Prismen.
2. Optisches System nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß alle Prismen die gleiche Orientierung der optischen Achse aufweisen.
3. Optisches System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das stärkste Prisma eine
gegenüber den anderen Prismen um 90° gedrehte Richtung der optischen Achse aufweist.
4. Optisches System nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das stärkste Prisma
in der letzten (ein Einfachprisma enthaltenden) Ablenkstufe angeordnet ist.
5. Optisches System nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das stärkste Prisma
in der vorletzten (ein Einfachprisma enthaltenden) Ablenkstufe angeordnet ist.
6. Optisches System nach Anspruch 1, 2, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich
ein einfaches isotropes Prisma enthält, dessen brechender Winkel gleich dem des schwächsten
(Einfach-)Prismas ist und dessen Brechungsindex so bemessen ist, daß die Systemachse mit
der Symmetrieachse des Strahlrichtungsfeldes übereinstimmt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB5627868A GB1245824A (en) | 1967-11-30 | 1968-11-27 | Improvements in or relating to optical deflection systems |
| FR1596704D FR1596704A (de) | 1967-11-30 | 1968-11-28 | |
| JP8728668A JPS5147048B1 (de) | 1967-11-30 | 1968-11-29 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP0043507 | 1967-11-30 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1572811A1 DE1572811A1 (de) | 1970-03-26 |
| DE1572811B2 true DE1572811B2 (de) | 1971-04-15 |
Family
ID=7379540
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19671572811 Withdrawn DE1572811B2 (de) | 1967-11-30 | 1967-11-30 | Anordnung zur temperaturstabilisierung in digitalen optischen ablenksystemen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1572811B2 (de) |
| NL (1) | NL6816922A (de) |
| SE (1) | SE342329B (de) |
-
1967
- 1967-11-30 DE DE19671572811 patent/DE1572811B2/de not_active Withdrawn
-
1968
- 1968-11-27 NL NL6816922A patent/NL6816922A/xx unknown
- 1968-11-28 SE SE1626668A patent/SE342329B/xx unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1572811A1 (de) | 1970-03-26 |
| SE342329B (de) | 1972-01-31 |
| NL6816922A (de) | 1969-06-03 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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