DE1577896C - Zentnfugalverteiler - Google Patents
ZentnfugalverteilerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Zentrifugal verteiler zum Aufbringen einer zähflüssigen Dichtungsmasse
auf die Innenwand von Verschlußkappen, mit zwei um eine gemeinsame Achse drehbaren Tellern, die
einen durch axiales Verstellen des einen Tellers schließbaren Ringspalt bilden, durch den die axial
eingeleitete, zu verteilende Dichtungsmasse austritt.
Bei einem bekannten Zentrifugalverteiler dieser Gattung (USA.-Patentschrift 2 759 763), der auch
mit elektrostatischer Aufladung arbeitet, ist der eine drehbare Teller am Ende einer Hohlwelle befestigt,
durch die der zu verteilende Stoff zugeführt wird, und in der eine den inneren Teller tragende Stange
axial verschiebbar angeordnet ist. Die Stange weist Flügel auf, die in Nuten der Hohlwelle derart eingreifen,
daß nur eine axiale Relativbewegung, aber keine drehende Relativbewegung zwischen Hohlwelle
und Stange möglich ist. An der Hohlwelle ist ein Ritzel befestigt, das von einer Schnecke antreibbar
ist; an der Drehbewegung des an der Hohlwelle befestigten Tellers nimmt der zweite Teller mit gleicher
Drehgeschwindigkeit teil.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gleichmäßige Verteilung der zähflüssigen Dichtungsmasse
zu gewährleisten.
Diese Aufgabe ist bei einem Zentrifugalverteiler der eingangs beschriebenen Gattung erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß der eine Teller angetrieben, der andere Teller aber frei drehbar ist.
Bei geöffnetem Ringspalt wird der nicht angetriebene Teller nur durch die innere Reibung der zu verteilenden
Dichtungsmasse mitgenommen; er dreht sich deshalb langsamer als der angetriebene Teller.
Infolgedessen ist die zu verteilende Masse zwischen den beiden Tellern ständig einer Scherbeanspruchung
ausgesetzt, wodurch der Stoff homogenisiert und die Gleichförmigkeit der Verteilung verbessert wird.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand einer schematischen Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert.
Die Zeichnung zeigt einen Zentrifugalverteiler mit senkrechter Achse 1 und eine Verschlußkappe 2, jeweils
halbseitig im axialen Schnitt und im übrigen in Seitenansicht. Der Zentrifugalverteiler ist links der
Achse 1 in Ruhestellung und rechts der Achse beim Aufbringen einer zähflüssigen Dichtungsmasse auf
die Innenwand der Verschlußkappe 2 dargestellt.
Hauptbestandteil des Zentrifugalverteilers ist ein Verteilerkopf 3 mit einem ortsfesten Teil 31, einem
um die Achse 1 frei drehbaren Teil 32 sowie einem angetriebenen, ebenfalls um die Achse 1 drehbaren
Teil 33.
Der ortsfeste Teil 31 umfaßt ein oberes Gehäuse 310 mit einem Rohrstutzen 312 zum Einleiten der zu
verteilenden Dichtungsmassse sowie eine Buchse 313.
Der frei drehbare Teil 32 umfaßt ein unteres Gehäuse 311, das an seiner Unterseite durch einen oberen
Teller 320 abgeschlossen und mit Kugellagern 321 um die Achse 1 frei drehbar gelagert ist. Der
obere Teller 320 weist an seiner Unterseite eine bearbeitete radiale Ringfläche 322 auf.
Der angetriebene Teil 33 umfaßt eine Welle 330, die mit einem nicht dargestellten Motor verbunden
ist. Auf der Welle 330 ist mit einer Schraube 331 ein unterer Teller 332 befestigt, der an seiner Oberseite
eine der radialen Ringfläche 322 axial gegenüberstehende
radiale Ringfläche 333 aufweist.
Zwischen der Welle 330, die im oberen Gehäuse 310 in einer Lagerbuchse 314 gelagert ist, und der
Buchse 313 ist ein im Querschnitt ringförmiger Kanal 342 für die durch den Rohrstutzen 312 eintretende
zu verteilende Dichtungsmasse 341 gebildet. Kunststoff dichtungen 350 und 351 gewährleisten die Dichtheit
des von der Dichtungsmasse ausgefüllten Kanals.
Die Welle 330 ist aus ihrer in der linken Hälfte der
Zeichnung abgebildeten Stellung um eine geringe Strecke in Richtung der Achse 1 nach unten verstellbar.
Zum Verstellen der Welle 330 dient eine an der Welle verstellbar·befestigte Druckscheibe 334, auf die
ein Hebel 335 einwirkt. Der Hebel 335 ist um eine Achse 336 schwenkbar und weist an seinem mit der
Druckscheibe 334 zusammenwirkenden freien Ende eine Kugel 337 auf. Zwischen der Druckscheibe 334
und der Hülse 314 ist eine Feder 338 angeordnet, die sich einer Abwärtsbewegung der Welle 330 widersetzt.
An Stelle der Feder 338 könnte auch ein Gaspolster vorgesehen sein.
Die Verschlußkappe 2 ist mit ihrer Innenseite dem Verteilerkopf 3 zugewandt und derart auf einer
Unterlage 360 befestigt, daß ihre Symmetrieachse mit der Achse 1 des Zentrifugalverteilers zusammenfällt.
Wenn die Verschlußkappe 2 aus magnetischem Werkstoff besteht, kann sie durch einen Magneten an die
Unterlage 360 festgehalten sein; im dargestellten Beispiel ist indessen vorgesehen, daß die Verschlußkappe
durch einen Unterdruck, der in einer Öffnung 361 der Unterlage wirkt, festgehalten, wird.
Der beschriebene Zentrifugalverteiler arbeitet folgendermaßen: Der Rohrstutzen 312 wird an einen
nicht dargestellten Behälter angeschlossen, der die unter einem leichten Druck stehende Dichtungsmasse
341 enthält; daraufhin wird der Hebel 335 nach unten geschwenkt, so daß er die Druckscheibe 334 und mit
ihr die Welle 330 und den unteren Teller 332 gegen den Widerstand der Feder 338 nach unten drückt.
Infolgedessen entsteht zwischen den radialen Ringflächen 322 und 333 der Teller 320 und 332 ein
Ringspalt, durch den zunächst die bisher im Ringkanal 342 enthaltene Luft entweichen kann, so daß
sich der Ringkanal mit der Dichtungsmasse 341 füllt.
Sobald die Dichtungsmasse zwischen den radialen Ringflächen 322 und 333 der Teller erscheint, wird
der Hebel 335 in seine Ausgangsstellung zurückgeschwenkt, so daß die Welle 330 unter dem Druck der
Feder 338 in ihre Ausgangsstellung zurückkehrt und
die radialen Ringflächen 322 und 333 sich wieder abdichtend aneinanderlegen. Der Zentrifugalverteiler ist
nun betriebsbereit.
Nun wird die Welle 330 und mit ihr der untere Teller 332 in Umdrehung versetzt; der obere Teller
320 wird infolge der vom Druck der Feder 338 erzeugten
reibschlüssigen Verbindung mit dem unteren Teller mitgenommen. Durch axiales Verstellen des
Zentrifugalverteilers oder der Unterlage 360 werden die radialen Ringflächen 322 und 333 auf den Bereich
der Innenwand der Verschlußkappe ausgerichtet, der mit der Dichtungsmasse 341 beschichtet werden soll;
diese Stellung ist im rechten Teil der Zeichnung abgebildet. Sodann wird durch eine erneute Schwenkung
des Hebels 335 der untere Teller 332 wieder gegenüber dem oberen Teller 320 abgesenkt, so daß die
radialen Ringflächen 322 und 333 den gewünschten Abstand voneinander erhalten.
Infolge der Fliehkraft wird die Dichtungsmasse auf die Innenwand der Verschlußkappe2 gespritzt; der.
Druck, mit dem die Dichtungsmasse in den Rohr-
stutzen 312 eingeleitet wird, hat nur die Aufgabe, den Ringkanal 342 ständig gefüllt zu halten, beeinflußt
aber die Menge der durch den Ringspalt zwischen den radialen Ringflächen 322 und 333 austretenden Dichtungsmasse
nicht merklich. Die Menge der auf jede Verschlußkappe 2 aufgespritzten Dichtungsmasse
hängt bei gegebener Viskosität der Dichtungsmasse und gegebener Öffnungszeit des Ringspaltes allein von
der Drehgeschwindigkeit der Welle 330 und der Größe ihres Abwärtshubes, also von der Breite des
Ringspaltes ab.
Sobald sich der Ringspalt zwischen den radialen Ringflächen 322 und 333 geöffnet hat, wird der obere
Teller 320 nicht mehr vom unteren Teller 332 mitgenommen; er dreht sich daher zunächst nur infolge
seiner Massenträgheit weiter und verliert allmählich an Drehgeschwindigkeit. Die Viskosität der Dichtungsmasse
verhindert, daß der obere Teller 320 völlig zum Stillstand kommt, doch bleibt ein Drehgeschwindigkeitsunterschied
erhalten. Die Relativdrehung zwischen den beiden Tellern bewirkt, daß die Dichtungsmasse gestreckt und besonders gleichmäßig
verteilt wird. Als Dichtungsmasse wird für Verschlußkappen aus Aluminium zum Verschließen
von Flaschen vorzugsweise Crepe-Kautschuk in alkalischer Lösung verwendet.
Claims (1)
- Patentanspruch:Zentrifugalverteiler zum Aufbringen einer zähflüssigen Dichtungsmasse auf die Innenwand von Verschlußkappen, mit zwei um eine gemeinsame Achse drehbaren Tellern, die einen durch axiales Verstellen des einen Tellers schließbaren Ringspalt bilden, durch den die axial eingeleitete, zu verteilende Dichtungsmasse austritt, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Teller(332) angetrieben, der andere Teller (320) aber frei drehbar ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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