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Maschine zum Aufspritzen oder Auftragen von dichtenden Stoffen Die
Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Aufspritzen oder Auftragen von dichtenden
Stoffen, insbesondere für Flüssiggummierung der Falzränder von Büchsendeckeln oder
Deckelringen von Blechverpackungen, bei der auf einem um eine lotrechte Säule kontinuierlich
drehbaren Rotor Glieder zur Aufnahme der dem Spritz- oder Auftragvorgang zu unterwerfenden
Büchsendeckel od. dgl. drehbeweglich gelagert und Einrichtungen zum Zuführen des
aufzuspritzenden oder aufzutragenden Stoffes von einem mittig gelegenen Vorratsbehälter
aus derart angeordnet sind, daß die Büchsendeckel od. dgl. während einer Rotorumdrehung
mit dem dichtenden Stoff versehen werden.
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Mit den bekannten Auftragmaschinen dieser und ähnlicher Art können
zumeist nur kreisrunde Büchsendeckel bearbeitet werden. Bei einer weiterhin bekannten
derartigen Maschine, die zum Flüssiggummieren der Falzränder auch von nicht kreisrund
gestalteten Büchsendeckeln geeignet ist, wird die erforderliche Relativbewegung
zwischen Büchsendeckel und rotierendem Gestell dadurch erzielt, daß die von oben
mit Dichtungsmasse zu versehene Rinne am Rand des Büchsendeckels von unten her zwischen
Klemmrollen erfaßt und zwischen den angetriebenen Rollen hindurchgezogen wird. Diese
Arbeitsweise hat sich jedoch nicht durchsetzen können, da sie eine verhältnismäßig
hohe und durch rechtwinkliges Abkanten entstehende Rinne voraussetzt und trotzdem
störanfällig ist. Aus diesem Grunde ist man zur Abdichtung unrunder Büchsendeckel
bisher praktisch nur auf die sogenannte
Fadengummierung mit ihrem
gegenüber der Flüssiggummierung wesentlich höheren Verbrauch an Dichtmasse angewiesen
gewesen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe-zugrunde, eine Auftragmaschine der
eingangs genannten Art zu schaffen, mittels deren beliebig geformte Büchsendeckel
od. dgl., d. h. auch solche von nicht kreisrunder Gestalt und mit Rinnen von verhältnismäßig
geringer Höhe, einwandfrei flüssiggummiert werden können. Gemäß der Erfindung wird
diese Aufgabe in erster Linie dadurch gelöst, daß die lotrechte Säule mit mehreren
Kurvenscheiben versehen ist, von denen eine zur Steuerung einer intermittierenden
Drehbewegung der Aufnahmeglieder gegenüber dem Rotor dient, während zwei weitere
eine radiale und tangentiale Bewegung der vorzugsweise als Spritzdüsen ausgebildeten
Einrichtungen zum Zuführen des aufzuspritzenden oder aufzutragenden Stoffes steuern.
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In Weiterbildung der Erfindung ist jedes der als Teller ausgebildeten
Aufnahmeglieder mit einem Antriebsglied verbindbar, dessen Bewegung von der zuerst
genannten Kurvenscheibe aus steuerbar ist, und ist zwischen jedem Aufnahmeteller
und dem zugehörigen Antriebsglied eine Mitnahmeeinrichtung mit Übertragungs- und
Sperrgliedern derart eingeschaltet, daß jeder Aufnahmeteller während einer Rotorumdrehung
abwechselnd eine vorzugsweise gegenläufig zum Rotor erfolgende Drehbewegung auszuführen
vermag und gegenüber dem Rotor in Ruhe bleibt.
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In der Zeichnung sind die genannten und weitere vorteilhafte Merkmale
des Erfindungsgegenstandes an Hand eines Ausführungsbeispiels schematisch dargestellt,
und zwar zeigt Fig. i einen vertikalen Längsschnitt durch die Rotorachse der Einrichtung
nach Linie I-1 der Fig. 2, wobei der Übersichtlichkeit halber Einzelheiten fortgelassen
sind, Fig.2 einen entsprechenden Grundriß mit verschiedenen Stellungen des Büchsendeckels
während eines vollständigen Um- laüfs des Rotors unter Weglassung der für das Aufspritzen
der dichtenden Stoffe notwendigen Einrichtung, Fig. 3 einen teilweise vertikalen
Längsschnitt im vergrößerten Maßstab, Fig. 4 einen Schnitt nach Linie IV-IV der
Fig. 3 unter Weglassung von Einzelheiten, Fig. 5 einen Teilschnitt. nach Linie V-V
der Fig. 4, Fig.6. einen Teilschnitt nach Linie VI-VI der Fig. 5, Fig. 7. bis 18
eine Einzelheit in verschiedenen Stellungen im Grundriß.
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Der Rotor i ist mittels der Lagerungen- 46, die beispielsweise als
Wälzlagerungen ausgebildet sein können, auf der feststehenden vertikalen Säule 2
drehbar gelagert. Er wird von einer Antriebsmaschine; beispielsweise einem Elektromotor
47, der im'Stator 48 gehalten- ist, mittels des Kegelradgetriebes 49, 5o und des
Stirnradgetriebes 51, 52, dessen Stirnrad 52 mit dem Rotor T verbunden ist, angetrieben
und läuft mit gleichförmiger Winkelgeschwindigkeit um die Säule 2 um. Der im Rotor
i angeordnete, um eine senkrechte Achse 3 schwenkbare Greifer 4 erfaßt beim Durchlaufen
unter dem ortsfesten Stapel 5 den in Bereitschaft liegenden Deckel und bringt ihn
durch Führungsschienen 6 .in den im umlaufenden Rotor i gelagerten Aufnahmeteller
7. Der Stapel könnte aber auch entfallen, wenn der Deckel durch eine in der Zeichnung
nicht dargestellte Zuführungseinrichtung in die Bereitschaftslage gebracht wird.
Der Greifer 4, der sowohl beim Einbringen als auch .beim Ausbringen der Deckel beteiligt
ist, wird durch den Hebel 8 mittels der Rolle 9 und der feststehenden Kurve io bewegt,
wobei die Drehfeder ir die Kraftschlüssigkeit der Bewegung bewirkt. Der Deckelaufnahmeteller
7 ist mit dem Achsrohr iga (Fig. 3) fest verbunden, das durch die Bohrung 12 des
Rotors i hindurchgeführt ist. Die Nabe des Aufnahmetellers 7 stützt sich gegen eine
Anlage-. flache 53 des Rotors i. Auf dem Achsrohr 12, ist lose drehbar ein Zahnritzel
13 angeordnet, das in einen Zahnkranz 14 eingreift: Mittels einer zwischen das Zahnritzel
13 und den Aufnahmeteller 7 eingeschalteten Mitnahmeeinrichtung, deren Aufbau und
Wirkung später erläutert werden; wird der Aufnahmeteller intermittierend angetrieben.
Eine Spritzdüse 18 ist fest mit einem Düsenträger 23 verbunden. Der Düsenträger
23 ist um eine vertikale Achse i9 am schwingenden Ende des Schlepparmes 2o schwenkbar.
Die Schwenkung des Düsenträgers 23 wird in der Weise herbeigeführt, daß der Schlepparrri
2o an einem Hohlzylinder 21 befestigt ist, der mittels einer Drehfeder 22 um seine
Achse verschwenkt werden kann. Die innerhalb des Hohlzylinders 21 angeordnete Drehfeder
22 ist im Rotor i gelagert und so gespannt, daß sie die Rollen 24 und 25, die am
]Düsenträger 23 angebracht sind, an feststehende, mit der Säule2 verbundene Kurvenscheiben
26 und 27 anpreßt. Die Kurvenscheiben 26 und 27 sind so bemessen, daß während der
Umlaufbewegung des Rotors i die Düse 18 die gewünschte, aus radialen und tangentialen
Komponenten zusammengesetzte Bewegung ausführt, die für eine gleichförmige Auftragegeschwindigkeit
bzw. gleichförmige Relativgeschwindigkeit zwischen Düse und Deckelrand bei unrunden
Deckeln notwendig ist. Zu jedem Deckelmuster gehören jeweils zwei Kurven 26 und
27 zur Steuerung des Düsenträgers 23. Diese werden bei Umstellung auf ein anderes
Deckelmuster gegen zwei entsprechende, zu diesem Deckelmuster passende Kurven ausgewechselt.
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Die flüssige Dichtungsmasse befindet sich in einem Vorratsbehälter
28, der durch einen Deckel 29 druckdicht verschlossen ist. Der Behälter 28 ist auf
der feststehenden Säule 2 drehbar; vorzugsweise in Kugellagern 54 gelagert. Ein
am Behälter 28. angebrachter Anschlag 30 wird von einem Mitnehmer 31 des Rotors
i mitgenommen, so daß der Behälter 28 an der Drehbewegung des Rotors i teilnimmt.
Die aufzuspritzende Masse gelangt durch ein gesteuertes Ventil 32 und einen biegsamen
Schlauch 33 in die Spritzdüse 18. Im Vorrats-
Behälter herrscht
Überdruck. Zur Erzeugung dieses überdruckes ist ein Luftverdichter 34 am Behälter
28 angeordnet. Der Luftverdichter ist als ein Kolbenverdichter ausgebildet. Der
Verdichterkolben 37 wird mittels der Kolbenstange 38. und mittels eines verstellbaren,
am Vorratsbehälter 28 schwenkbar gelagerten Winkelhebels 39, der an einer feststehenden,
an der Säule 2 angeordneten Kurve 4o entlang gleitet, angetrieben. Vom Verdichterraum
35 wird die Druckluft über eine Leitung 36 dem Vorratsbehälter 28 zugeführt.
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Zum Entfernen des mit Dichtmasse versehenen Deckels sind auf dem Rotor
i Fangschienen 41 vorgesehen, zwischen denen der Deckel vom Greifer 4 bewegt wird.
Die Fangschienen bringen den fertigen Deckel in den Arbeitsbereich eines um eine
Achse 43 schwenkbaren Auswerfers 42, dessen Greifer 44 den fertigen Deckel umfaßt
und mittels Führungsschienen 45 aus der Einrichtung abführt.
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In Fig. 2 sind die verschiedenen Stellungen des Aufnahmetellers 7
während einer Umdrehung des Rotors i dargestellt. In der Stellung A des Rotors entnimmt
der Greifer 4 den untersten Deckel des Stapels 5. Mittels der Führungsschiene 6
wird dieser Deckel dem Aufnahmeteller 7 zugeführt. Dieser Vorgang des Einbringens
vollzieht sich zwischen den Lagen 7A und 7B des Aufnahmetellers 7. Kurz bevor die
Stellung B erreicht ist, wird der Aufnahmeteller 7 mittels der Mitnahmeeinrichtung
mit dem Zahnritzel 13 in Antriebsverbindung gebracht. Damit beginnt die Bewegungsphase
des Aufnahmetellers, die von der Stellung B des Rotors bis zur Stellung D andauert.
Sobald der Aufnalhmeteller 7 mit dem Ritzel 13 in Antriebsverbindung steht, beginnt
der Aufnahmeteller sich entgegen dem Drehsinn des Rotors i gleichförmig zu drehen,
wobei er während einer halben Umdrehung des Rotors i sich um 36o'°' relativ zum
Rotor bewegt. -Während dieser Bewegung um 36o° relativ zum Rotor erfolgt das Auftragen
der Dichtmasse. In der Deckelstellung 7B wird durch eine in der Zeichnung nicht
dargestellte Betätigungseinrichtung, die etwa derart ausgebildet sein kann, daß
ein am Rotor i befestigter Nocken von einem festen -Anschlag bewegt wird, der seinerseits
das Ventil 32 für die Dichtmasse öffnet, der Ausfluß der Dichtmasse aus dem Vorratsbehälter
28 freigegeben. Unter Einwirkung des Überdruckes im Vorratsbehälter fließt die aufzutragende
Masse durch das Ventil 32 und den Schlauch. 33 in die Düse 18 und aus dieser auf
den Deckel. Während der gleichförmigen Bewegung des Aufnahmetellers 7 bewegt sich
der Deckel aus der Stellung 7B in die Stellung 7D. Hierbei beschreibt die Düse 18
eine Folgebewegung derart, daß eine gleichmäßige Relativbewegung zwischen dem Deckelrand
und der Düse zustande kommt, so daß die Dichtmasse gleichmäßig auf den Deckelrand
aufgetragen wird. Diese Folgebewegung wird durch das Zusammenarbeiten der Rollen
24 und 25 des Düsenträgers 23 mit den entsprechend gestalteten feststehenden Kurvenscheiben
26 und 27 hervorgerufen. Die Stellung C zeigt den Rotor in einer Zwischenstellung
während des Auftragens der Dichtmasse. In der Stellung -D ist das Auftragen der
Dichtmasse beendet. Mittels einer Betätigungseinrichtung, die in gleicher Weise
ausgebildet sein kann wie die für das Öffnen des Ventils 32, wird das Ventil 32
wieder geschlossen. Während der Bewegung des Rotors von D nach E bleibt der Aufnahmeteller
7 gegenüber dem Rotor i in Ruhe, so daß der Auswerfer 42 den fertig gummierten Deckel
umfassen und ihn, zwischen den Schienen 45 geführt, aus der Einrichtung entfernen
kann. Die Phase, während deren der Rotor i sich von -D nach E bewegt und der Aufnahmeteller-gegenüber
dem Rotor in Ruhe bleibt, ist die Ruhephase.
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Die Mitnahmeeinrichtung, die zwischen dem Zahnritzel 13 und
dem Aufnahmeteller 7 eingeschaltet ist, ist in folgender Weise aufgebaut (Fig. 3)
: Auf dem Achsrohr 12" des Aufnahmetellers 7 ist lose drehbar das Querhaupt 55 angebracht.
Das Ritzel 13 ist mit dem Querhaupt 55 fest verbunden, das sich auf einen Bund I2b
des Achsrohres 12a nach unten abstützt und somit vom Achsrohr 12a getragen ist.
Das Ritzel 13 wird durch den Zahnradsektor 14 bewegt, der um die Achse des Achsrohres
16, drehbar ist.
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Am Körper des Zahnradsektors 14 ist eine lose auf ihrer Achse sitzende
Rolle 16 angeordnet, deren Achse 16b fest mit dem Zahnradsektor verbunden ist (Fig.
3). Die Rolle 16 wird mittels der im Achsrohr 16, angeordneten Drehfeder 16, an
die Kurvenscheibe 17 gedrückt. Die Kurvenscheibe 17 ist fest mit dem Stator
48 verbunden, so daß beim Umlauf des Rotors i die Rolle 16 auf der Kurvenscheibe
17 abrollt und dem Zahnradsektor 14 eine hin und her gehende Schwenkbewegung
erteilt.
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Infolge des Übersetzungsverhältnisses zwischen Zahnradsektor 14 und
Ritzel 13 wird die Schwenkbewegung des Zahnradsektors 14 vervielfacht, so daß das
Ritzel 13 und damit das Querhaupt 55 eine oder mehrere Umdrehungen nach jeder Seite
ausführen kann, wobei symmetrische oder auch asymmetrische Bewegungsverhältnisse
durch Wahl. der Kurvenscheibe 17 nach Wunsch festgelegt werden können.
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Das Querhaupt 5'5 trägt einen Steuerfinger 56, der drehbar um die
Achse 57 gelagert ist und dessen Drehbeweglichkeit erlaubt, eine obere Endlage
X und eine untere Endlage Y einzunehmen.
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Die einerseits am Punkt 58 des Steuerfingers 56 und andererseits am
Gegenlagerpunkt 59 des Querhauptes 55 eingehängte Zugfeder 6ö sticht den Steuerfinger
56 ständig in eine dieser Endlagen X oder Y zu ziehen.
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Um die gleiche Achse 57 ist der Mitnehmer 61 schwenkbar gelagert,
dessen Anschlagflächen 62 und 63 so angeordnet sind, daß der Stift 56Q des Steuerfingers
56 sich erst an diese Anschlagflächen. anlegt, nachdem der Steuerfinger über die
labile Mittellage Z in die Lage Y1 bzw. X1 gelangt ist. Durch die Anlage des Stiftes
56" an der Anschlagfläche 62 bzw. 63 wird der Mitnehmer 61 mittels der Zugfeder
6o vorgespannt.
Der Steuerfinger 56 gleitet in einer schraubenförmigen
Nut 64 des fest mit dem Rotor i verbundenen Mitnehmergehäuses 65. Die Anordnung
und Form der Nut 64 ist so gewählt, daß z. B. beim Hingang (Rechtslauf) der Steuerfinger
56 von Y nach Y1, beim Rückgang (Linkslauf) von X nach X1 geführt wird. Dabei ist
die Breite der -Nut 64 so bemessen und das Gehäuse 65 derart mit einer Aussparung
65" versehen, daB, im Zusammenwirken mit der Drehbewegung des Querhauptes 55, während
der Umschaltphasen des im folgenden näher beschriebenen Mitnahmevorganges eine Freibeweglichkeit
des Steuerfingers 56 während bestimmter Bewegungsphasen möglich und eine Behinderung
des Mitnehmers 61 ausgeschlossen ist.
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Der Deckelaufnahmeteller 7 soll während eines Umlaufes des Rotors
i abwechselnd die Bewegungsphase durchlaufen.
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Das Achsrohr 12" des Deckelaufnahmetellers 7 ist an seinem unteren
Ende fest mit einer- Sperrscheibe 66 verbunden. Mit der im Achsrohr 12, befindlichen
Drehfeder 67 ist ein Sperrhebel 68 verbunden, der gegenüber der Sperrscheibe 66
federnd und gleichachsig drehbar gelagert 'ist. Die Drehfeder 67 steht unter Vorspannung,
so daß sie stets bestrebt ist, die Nase 69 (Fig. 1,5) des Sperrhebels 68 gegen die
Anschlagfläche 7o der Sperrscheibe 66 zu bewegen. Die Kraftwirkung zwischen Sperrscheibe
66 und Sperrhebel 68 wird einerseits in der Bewegungsphase (Fig.7 bis i i) dazu
benützt, dem Aufnahmeteller 7 die gewünschte Zwangsbewegung des 'Querhauptes 55
durch Zwischenschalten des Mitnehmers 61 mitzuteilen (Fig. 3, 4, 15), andererseits
in der Ruhephase (Fig. ii bis 18) mittels der am Rotor r angebrachten Sperrklinken
71 und 72, deren Bedeutung und Wirkung noch erläutert wird, kraftschlüssig die gewünschte
Raststellung zu sichern.
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Nach Fig.3, 5, 6 und 7 befindet sich der Mitnehmer 61 in »eingerückter«
Lage, wobei die zur Weiterleitung seiner Bewegung vorgesehenen Flanken 73 und 74
einerseits an der Anschlagfläche 70 der Sperrscheibe 66 (Fig. 15) und andererseits
an der Nase 69 des Sperrhebels. 68 anliegen; der Mitnehmer 61 wird also durch die
im Achsrohr 12a des Aufnahmetellers 7 befindliche Drehfeder 67 kraftschlüssig zwischen
Sperrscheibe 66 und Sperrhebel b8 eingespannt (Fig. 7). Daher folgt der Aufnahmeteller
7 der Bewegung des Mitnehmers 61 und damit des Querhauptes 55, die je nach Auslegung
des Zahnrad-Schwenkarm-Kurventriebes dengewünschten Verlauf nimmt.
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Während des Rechtslaufes (Fig.7 bis 9) des Querhauptes 55 wandert
der Steuerfinger 56 von der unteren Lage y über die labile Lage Z in die obere Lage
y1 (Fig. 3), und die Zugfeder 6o zieht, sobald die labile Mittellage Z überschritten
wurde, den Stift 56, des Steuerfingers 56 gegen die Anschlagfläche 63 des
Mitnehmers 61.
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Der Mitnehmer 61 steht also unter Federspannung mit der Tendenz, in
die »ausgerückte« Lage M (Fig. 3 und 5) zu springen, sobald dies möglich ist. Zunächst
wird dies durch die Nase 75 (Fig. 6) des Mitnehmers 61 verhindert, die sich hinter
die Kante 76 der Sperrscheibe 66 legt (Fig. 5 und 15). Beim Beginn der Bewegungsphase
liegt der Sperrhebel 68 unter der Kraftwirkung der Drehfeder 67 am Rücken des Mitnehmers
61 an (Fig. 7). Während des Umlaufes. wird jedoch mittels des Steuergegmentes 77
(Fig. 3 und 8), das am Querhaupt 55 fest angebracht ist, mittels eines Nockens 78
und einer Feder 79 eine Sperrklinke 71 in die Bahn des Sperrhebels 68 bewegt und
der Sperrhebel 68 am Weiterlauf verhindert (Fig.9).
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Bei der Weiterbewegung des Mitnehmers 61 wird die Drehfeder 67 weiter
verwunden, so daß die kraftschlüssige Anlage des Mitnehmers 61 an der Sperrscheibe
66 erhalten bleibt (Fig.9).
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Die Drehbewegung des Querhauptes 55 wird durch Gestaltung der Kurvenscheibe
17 so festgelegt, daß bei der Weiterdrehung der Sperrscheibe 66 durch den Mitnehmer
61 (Fig. io) dieser die Sperrscheibe 66 über eine Rücklaufsperrklinke 72, die von
einer Feder 8o unterstützt wird, hinausbewegt und bei dem dann sogleich einsetzendenLinkslauf
des Mitnehmers 61 dieser die Sperrscheibe 66 an der Rücklaufsperrklinke 72 zurückläßt'
(Fig. i i) .
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Wie weiter oben gezeigt wurde, steht während des letzten Teiles dieser.
Vorgänge der Mitnehmer 61 unter Federspannung mit der Tendenz, in die ausgerückte
Lage M zu springen. Sowie die Sperrscheibe 66 an der Rücklaufsperrklinke 72 zurückbleibt,
kommt die Nase 75 des Mitnehmers 61 von der Sperrscheibe 66 frei (Fig. i i und 12).,
und der Mitnehmer springt in die ausgerückte Lage M, "indem der Anschlagstift 56"
mittels der Anschlagfläche 63 des Mitnehmers 61 den Mitnehmer in die ausgerückte
Lage M zieht und somit der Steuerfinger 56 die obere Lage x erreicht (Fig. 3).
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Die Bewegungsphase ist damit beendet, und es beginnt die Ruhephase.
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Mit dem Ende der Bewegungsphase ist der Deckelaufnahmeteller 7 mit
dem Rotor i verblockt und bereit, einen neuen Deckel wieder aufzunehmen, nachdem
der soeben gespritzte Dosendeckel ausgeworfen worden ist.
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Das Querhaupt 55 ist jetzt im Linkslauf (Fig. ii bis 16). Der Mitriehmer
61 ist, nachdem er die Stelle F (Fig. 12) passiert hat, in der ausgerückten Lage
(Fig. r i bis 13). Der Steuerfinger 56 wandert mit zunehmendem Linkslauf aus der
oberen Lage x - zwangläufig durch die Nut 64 im Gehäuse 65 geführt - über die labile
Mittellage Z hinweg und setzt dann, analog dem Schaltvorgang der Bewegungsphase,
den Mitnehmer 61 unter Federspannung mit der Tendenz, aus der ausgerückten Lage
M in die eingerückte Lage N zu springen.
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Sobald der Mitnehmer 61 beim Linkslauf durch die Zugfeder 6o aus der
ausgerückten Lage M geholt wird, legt er sich mit der Innenfläche 81 (Fig. 6) an
eine konische Fläche 82 (Fig. 3)-- der Sperrscheibe 66 und gleitet auf ihr
weiter (Fig.14), bis er in die Aussparung G der Sperrscheibe 66 gelangt und in die
eingerückte Lage N einspringt (Fig. 14 und 15). Inzwischen hat das Steuersegment
77
des Querhauptes 55 mittels des Nockens 78 und der Feder 79 die Sperrklinke 71 unter
die Kraftwirkung der Feder 79 gesetzt (Fig. 3, 14 und 15), so daß die Sperrklinke
71 nach auswärts in die Freigabestellung zu kommen sucht, sobald dies mechanisch
möglich ist.
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Das Ausklinken des Sperrhebels 68 erfolgt erst, nachdem der Mitnehmer
61 auf seinem Linkslauf die Nase 69 des Sperrhebels 68 erreicht hat und diesen aus
der kraftschlüssigen Verspannung gegenüber dem Gehäuse 65 durch ein entsprechendes
Weiterdrehen befreit (Fig. 16).
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Die Drehbewegung des Querhauptes 55 kehrt jetzt um und geht infolge-
der Auslegung der Kurvenscheibe 17 in Rechtslauf über (Fig. 16 und 17), wobei das
Steuersegment 77 dafür sorgt, daß die Sperrklinke 71 so lange in Freigabestellung
bleibt, bis der Sperrhebel freigekommen ist. Der Mitnehmer 61, kraftschlüssig mit
dem ihm folgenden Sperrhebel 68 verbunden, erreicht die Anschlagfläche 7o der Sperrscheibe
66 (Fig.17).
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Sowie der Mitnehmer 61 die Sperrscheibe 66 im Rechtslauf wieder mitnimmt,
ist die Ruhephase beendet, und die Bewegungsphase schließt ohne weiteres an, d.
h. das Arbeitsspiel beginnt von neuem (Fig. 18).