DE940584C - Maschine zum Aufspritzen oder Auftragen von dichtenden Stoffen - Google Patents

Maschine zum Aufspritzen oder Auftragen von dichtenden Stoffen

Info

Publication number
DE940584C
DE940584C DEA15613A DEA0015613A DE940584C DE 940584 C DE940584 C DE 940584C DE A15613 A DEA15613 A DE A15613A DE A0015613 A DEA0015613 A DE A0015613A DE 940584 C DE940584 C DE 940584C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rotor
movement
cover
machine according
cam
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA15613A
Other languages
English (en)
Inventor
Georg Dipl-Ing Passarge
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Aktiengesellschaft fuer Unternehmungen der Eisen und Stahlindustrie
Original Assignee
Aktiengesellschaft fuer Unternehmungen der Eisen und Stahlindustrie
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Aktiengesellschaft fuer Unternehmungen der Eisen und Stahlindustrie filed Critical Aktiengesellschaft fuer Unternehmungen der Eisen und Stahlindustrie
Priority to DEA15613A priority Critical patent/DE940584C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE940584C publication Critical patent/DE940584C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D51/00Making hollow objects
    • B21D51/16Making hollow objects characterised by the use of the objects
    • B21D51/38Making inlet or outlet arrangements of cans, tins, baths, bottles, or other vessels; Making can ends; Making closures
    • B21D51/44Making closures, e.g. caps
    • B21D51/46Placing sealings or sealing material

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Coating Apparatus (AREA)

Description

  • Maschine zum Aufspritzen oder Auftragen von dichtenden Stoffen Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Aufspritzen oder Auftragen von dichtenden Stoffen, insbesondere für Flüssiggummierung der Falzränder von Büchsendeckeln oder Deckelringen von Blechverpackungen, bei der auf einem um eine lotrechte Säule kontinuierlich drehbaren Rotor Glieder zur Aufnahme der dem Spritz- oder Auftragvorgang zu unterwerfenden Büchsendeckel od. dgl. drehbeweglich gelagert und Einrichtungen zum Zuführen des aufzuspritzenden oder aufzutragenden Stoffes von einem mittig gelegenen Vorratsbehälter aus derart angeordnet sind, daß die Büchsendeckel od. dgl. während einer Rotorumdrehung mit dem dichtenden Stoff versehen werden.
  • Mit den bekannten Auftragmaschinen dieser und ähnlicher Art können zumeist nur kreisrunde Büchsendeckel bearbeitet werden. Bei einer weiterhin bekannten derartigen Maschine, die zum Flüssiggummieren der Falzränder auch von nicht kreisrund gestalteten Büchsendeckeln geeignet ist, wird die erforderliche Relativbewegung zwischen Büchsendeckel und rotierendem Gestell dadurch erzielt, daß die von oben mit Dichtungsmasse zu versehene Rinne am Rand des Büchsendeckels von unten her zwischen Klemmrollen erfaßt und zwischen den angetriebenen Rollen hindurchgezogen wird. Diese Arbeitsweise hat sich jedoch nicht durchsetzen können, da sie eine verhältnismäßig hohe und durch rechtwinkliges Abkanten entstehende Rinne voraussetzt und trotzdem störanfällig ist. Aus diesem Grunde ist man zur Abdichtung unrunder Büchsendeckel bisher praktisch nur auf die sogenannte Fadengummierung mit ihrem gegenüber der Flüssiggummierung wesentlich höheren Verbrauch an Dichtmasse angewiesen gewesen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe-zugrunde, eine Auftragmaschine der eingangs genannten Art zu schaffen, mittels deren beliebig geformte Büchsendeckel od. dgl., d. h. auch solche von nicht kreisrunder Gestalt und mit Rinnen von verhältnismäßig geringer Höhe, einwandfrei flüssiggummiert werden können. Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe in erster Linie dadurch gelöst, daß die lotrechte Säule mit mehreren Kurvenscheiben versehen ist, von denen eine zur Steuerung einer intermittierenden Drehbewegung der Aufnahmeglieder gegenüber dem Rotor dient, während zwei weitere eine radiale und tangentiale Bewegung der vorzugsweise als Spritzdüsen ausgebildeten Einrichtungen zum Zuführen des aufzuspritzenden oder aufzutragenden Stoffes steuern.
  • In Weiterbildung der Erfindung ist jedes der als Teller ausgebildeten Aufnahmeglieder mit einem Antriebsglied verbindbar, dessen Bewegung von der zuerst genannten Kurvenscheibe aus steuerbar ist, und ist zwischen jedem Aufnahmeteller und dem zugehörigen Antriebsglied eine Mitnahmeeinrichtung mit Übertragungs- und Sperrgliedern derart eingeschaltet, daß jeder Aufnahmeteller während einer Rotorumdrehung abwechselnd eine vorzugsweise gegenläufig zum Rotor erfolgende Drehbewegung auszuführen vermag und gegenüber dem Rotor in Ruhe bleibt.
  • In der Zeichnung sind die genannten und weitere vorteilhafte Merkmale des Erfindungsgegenstandes an Hand eines Ausführungsbeispiels schematisch dargestellt, und zwar zeigt Fig. i einen vertikalen Längsschnitt durch die Rotorachse der Einrichtung nach Linie I-1 der Fig. 2, wobei der Übersichtlichkeit halber Einzelheiten fortgelassen sind, Fig.2 einen entsprechenden Grundriß mit verschiedenen Stellungen des Büchsendeckels während eines vollständigen Um- laüfs des Rotors unter Weglassung der für das Aufspritzen der dichtenden Stoffe notwendigen Einrichtung, Fig. 3 einen teilweise vertikalen Längsschnitt im vergrößerten Maßstab, Fig. 4 einen Schnitt nach Linie IV-IV der Fig. 3 unter Weglassung von Einzelheiten, Fig. 5 einen Teilschnitt. nach Linie V-V der Fig. 4, Fig.6. einen Teilschnitt nach Linie VI-VI der Fig. 5, Fig. 7. bis 18 eine Einzelheit in verschiedenen Stellungen im Grundriß.
  • Der Rotor i ist mittels der Lagerungen- 46, die beispielsweise als Wälzlagerungen ausgebildet sein können, auf der feststehenden vertikalen Säule 2 drehbar gelagert. Er wird von einer Antriebsmaschine; beispielsweise einem Elektromotor 47, der im'Stator 48 gehalten- ist, mittels des Kegelradgetriebes 49, 5o und des Stirnradgetriebes 51, 52, dessen Stirnrad 52 mit dem Rotor T verbunden ist, angetrieben und läuft mit gleichförmiger Winkelgeschwindigkeit um die Säule 2 um. Der im Rotor i angeordnete, um eine senkrechte Achse 3 schwenkbare Greifer 4 erfaßt beim Durchlaufen unter dem ortsfesten Stapel 5 den in Bereitschaft liegenden Deckel und bringt ihn durch Führungsschienen 6 .in den im umlaufenden Rotor i gelagerten Aufnahmeteller 7. Der Stapel könnte aber auch entfallen, wenn der Deckel durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Zuführungseinrichtung in die Bereitschaftslage gebracht wird. Der Greifer 4, der sowohl beim Einbringen als auch .beim Ausbringen der Deckel beteiligt ist, wird durch den Hebel 8 mittels der Rolle 9 und der feststehenden Kurve io bewegt, wobei die Drehfeder ir die Kraftschlüssigkeit der Bewegung bewirkt. Der Deckelaufnahmeteller 7 ist mit dem Achsrohr iga (Fig. 3) fest verbunden, das durch die Bohrung 12 des Rotors i hindurchgeführt ist. Die Nabe des Aufnahmetellers 7 stützt sich gegen eine Anlage-. flache 53 des Rotors i. Auf dem Achsrohr 12, ist lose drehbar ein Zahnritzel 13 angeordnet, das in einen Zahnkranz 14 eingreift: Mittels einer zwischen das Zahnritzel 13 und den Aufnahmeteller 7 eingeschalteten Mitnahmeeinrichtung, deren Aufbau und Wirkung später erläutert werden; wird der Aufnahmeteller intermittierend angetrieben. Eine Spritzdüse 18 ist fest mit einem Düsenträger 23 verbunden. Der Düsenträger 23 ist um eine vertikale Achse i9 am schwingenden Ende des Schlepparmes 2o schwenkbar. Die Schwenkung des Düsenträgers 23 wird in der Weise herbeigeführt, daß der Schlepparrri 2o an einem Hohlzylinder 21 befestigt ist, der mittels einer Drehfeder 22 um seine Achse verschwenkt werden kann. Die innerhalb des Hohlzylinders 21 angeordnete Drehfeder 22 ist im Rotor i gelagert und so gespannt, daß sie die Rollen 24 und 25, die am ]Düsenträger 23 angebracht sind, an feststehende, mit der Säule2 verbundene Kurvenscheiben 26 und 27 anpreßt. Die Kurvenscheiben 26 und 27 sind so bemessen, daß während der Umlaufbewegung des Rotors i die Düse 18 die gewünschte, aus radialen und tangentialen Komponenten zusammengesetzte Bewegung ausführt, die für eine gleichförmige Auftragegeschwindigkeit bzw. gleichförmige Relativgeschwindigkeit zwischen Düse und Deckelrand bei unrunden Deckeln notwendig ist. Zu jedem Deckelmuster gehören jeweils zwei Kurven 26 und 27 zur Steuerung des Düsenträgers 23. Diese werden bei Umstellung auf ein anderes Deckelmuster gegen zwei entsprechende, zu diesem Deckelmuster passende Kurven ausgewechselt.
  • Die flüssige Dichtungsmasse befindet sich in einem Vorratsbehälter 28, der durch einen Deckel 29 druckdicht verschlossen ist. Der Behälter 28 ist auf der feststehenden Säule 2 drehbar; vorzugsweise in Kugellagern 54 gelagert. Ein am Behälter 28. angebrachter Anschlag 30 wird von einem Mitnehmer 31 des Rotors i mitgenommen, so daß der Behälter 28 an der Drehbewegung des Rotors i teilnimmt. Die aufzuspritzende Masse gelangt durch ein gesteuertes Ventil 32 und einen biegsamen Schlauch 33 in die Spritzdüse 18. Im Vorrats- Behälter herrscht Überdruck. Zur Erzeugung dieses überdruckes ist ein Luftverdichter 34 am Behälter 28 angeordnet. Der Luftverdichter ist als ein Kolbenverdichter ausgebildet. Der Verdichterkolben 37 wird mittels der Kolbenstange 38. und mittels eines verstellbaren, am Vorratsbehälter 28 schwenkbar gelagerten Winkelhebels 39, der an einer feststehenden, an der Säule 2 angeordneten Kurve 4o entlang gleitet, angetrieben. Vom Verdichterraum 35 wird die Druckluft über eine Leitung 36 dem Vorratsbehälter 28 zugeführt.
  • Zum Entfernen des mit Dichtmasse versehenen Deckels sind auf dem Rotor i Fangschienen 41 vorgesehen, zwischen denen der Deckel vom Greifer 4 bewegt wird. Die Fangschienen bringen den fertigen Deckel in den Arbeitsbereich eines um eine Achse 43 schwenkbaren Auswerfers 42, dessen Greifer 44 den fertigen Deckel umfaßt und mittels Führungsschienen 45 aus der Einrichtung abführt.
  • In Fig. 2 sind die verschiedenen Stellungen des Aufnahmetellers 7 während einer Umdrehung des Rotors i dargestellt. In der Stellung A des Rotors entnimmt der Greifer 4 den untersten Deckel des Stapels 5. Mittels der Führungsschiene 6 wird dieser Deckel dem Aufnahmeteller 7 zugeführt. Dieser Vorgang des Einbringens vollzieht sich zwischen den Lagen 7A und 7B des Aufnahmetellers 7. Kurz bevor die Stellung B erreicht ist, wird der Aufnahmeteller 7 mittels der Mitnahmeeinrichtung mit dem Zahnritzel 13 in Antriebsverbindung gebracht. Damit beginnt die Bewegungsphase des Aufnahmetellers, die von der Stellung B des Rotors bis zur Stellung D andauert. Sobald der Aufnalhmeteller 7 mit dem Ritzel 13 in Antriebsverbindung steht, beginnt der Aufnahmeteller sich entgegen dem Drehsinn des Rotors i gleichförmig zu drehen, wobei er während einer halben Umdrehung des Rotors i sich um 36o'°' relativ zum Rotor bewegt. -Während dieser Bewegung um 36o° relativ zum Rotor erfolgt das Auftragen der Dichtmasse. In der Deckelstellung 7B wird durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Betätigungseinrichtung, die etwa derart ausgebildet sein kann, daß ein am Rotor i befestigter Nocken von einem festen -Anschlag bewegt wird, der seinerseits das Ventil 32 für die Dichtmasse öffnet, der Ausfluß der Dichtmasse aus dem Vorratsbehälter 28 freigegeben. Unter Einwirkung des Überdruckes im Vorratsbehälter fließt die aufzutragende Masse durch das Ventil 32 und den Schlauch. 33 in die Düse 18 und aus dieser auf den Deckel. Während der gleichförmigen Bewegung des Aufnahmetellers 7 bewegt sich der Deckel aus der Stellung 7B in die Stellung 7D. Hierbei beschreibt die Düse 18 eine Folgebewegung derart, daß eine gleichmäßige Relativbewegung zwischen dem Deckelrand und der Düse zustande kommt, so daß die Dichtmasse gleichmäßig auf den Deckelrand aufgetragen wird. Diese Folgebewegung wird durch das Zusammenarbeiten der Rollen 24 und 25 des Düsenträgers 23 mit den entsprechend gestalteten feststehenden Kurvenscheiben 26 und 27 hervorgerufen. Die Stellung C zeigt den Rotor in einer Zwischenstellung während des Auftragens der Dichtmasse. In der Stellung -D ist das Auftragen der Dichtmasse beendet. Mittels einer Betätigungseinrichtung, die in gleicher Weise ausgebildet sein kann wie die für das Öffnen des Ventils 32, wird das Ventil 32 wieder geschlossen. Während der Bewegung des Rotors von D nach E bleibt der Aufnahmeteller 7 gegenüber dem Rotor i in Ruhe, so daß der Auswerfer 42 den fertig gummierten Deckel umfassen und ihn, zwischen den Schienen 45 geführt, aus der Einrichtung entfernen kann. Die Phase, während deren der Rotor i sich von -D nach E bewegt und der Aufnahmeteller-gegenüber dem Rotor in Ruhe bleibt, ist die Ruhephase.
  • Die Mitnahmeeinrichtung, die zwischen dem Zahnritzel 13 und dem Aufnahmeteller 7 eingeschaltet ist, ist in folgender Weise aufgebaut (Fig. 3) : Auf dem Achsrohr 12" des Aufnahmetellers 7 ist lose drehbar das Querhaupt 55 angebracht. Das Ritzel 13 ist mit dem Querhaupt 55 fest verbunden, das sich auf einen Bund I2b des Achsrohres 12a nach unten abstützt und somit vom Achsrohr 12a getragen ist. Das Ritzel 13 wird durch den Zahnradsektor 14 bewegt, der um die Achse des Achsrohres 16, drehbar ist.
  • Am Körper des Zahnradsektors 14 ist eine lose auf ihrer Achse sitzende Rolle 16 angeordnet, deren Achse 16b fest mit dem Zahnradsektor verbunden ist (Fig. 3). Die Rolle 16 wird mittels der im Achsrohr 16, angeordneten Drehfeder 16, an die Kurvenscheibe 17 gedrückt. Die Kurvenscheibe 17 ist fest mit dem Stator 48 verbunden, so daß beim Umlauf des Rotors i die Rolle 16 auf der Kurvenscheibe 17 abrollt und dem Zahnradsektor 14 eine hin und her gehende Schwenkbewegung erteilt.
  • Infolge des Übersetzungsverhältnisses zwischen Zahnradsektor 14 und Ritzel 13 wird die Schwenkbewegung des Zahnradsektors 14 vervielfacht, so daß das Ritzel 13 und damit das Querhaupt 55 eine oder mehrere Umdrehungen nach jeder Seite ausführen kann, wobei symmetrische oder auch asymmetrische Bewegungsverhältnisse durch Wahl. der Kurvenscheibe 17 nach Wunsch festgelegt werden können.
  • Das Querhaupt 5'5 trägt einen Steuerfinger 56, der drehbar um die Achse 57 gelagert ist und dessen Drehbeweglichkeit erlaubt, eine obere Endlage X und eine untere Endlage Y einzunehmen.
  • Die einerseits am Punkt 58 des Steuerfingers 56 und andererseits am Gegenlagerpunkt 59 des Querhauptes 55 eingehängte Zugfeder 6ö sticht den Steuerfinger 56 ständig in eine dieser Endlagen X oder Y zu ziehen.
  • Um die gleiche Achse 57 ist der Mitnehmer 61 schwenkbar gelagert, dessen Anschlagflächen 62 und 63 so angeordnet sind, daß der Stift 56Q des Steuerfingers 56 sich erst an diese Anschlagflächen. anlegt, nachdem der Steuerfinger über die labile Mittellage Z in die Lage Y1 bzw. X1 gelangt ist. Durch die Anlage des Stiftes 56" an der Anschlagfläche 62 bzw. 63 wird der Mitnehmer 61 mittels der Zugfeder 6o vorgespannt. Der Steuerfinger 56 gleitet in einer schraubenförmigen Nut 64 des fest mit dem Rotor i verbundenen Mitnehmergehäuses 65. Die Anordnung und Form der Nut 64 ist so gewählt, daß z. B. beim Hingang (Rechtslauf) der Steuerfinger 56 von Y nach Y1, beim Rückgang (Linkslauf) von X nach X1 geführt wird. Dabei ist die Breite der -Nut 64 so bemessen und das Gehäuse 65 derart mit einer Aussparung 65" versehen, daB, im Zusammenwirken mit der Drehbewegung des Querhauptes 55, während der Umschaltphasen des im folgenden näher beschriebenen Mitnahmevorganges eine Freibeweglichkeit des Steuerfingers 56 während bestimmter Bewegungsphasen möglich und eine Behinderung des Mitnehmers 61 ausgeschlossen ist.
  • Der Deckelaufnahmeteller 7 soll während eines Umlaufes des Rotors i abwechselnd die Bewegungsphase durchlaufen.
  • Das Achsrohr 12" des Deckelaufnahmetellers 7 ist an seinem unteren Ende fest mit einer- Sperrscheibe 66 verbunden. Mit der im Achsrohr 12, befindlichen Drehfeder 67 ist ein Sperrhebel 68 verbunden, der gegenüber der Sperrscheibe 66 federnd und gleichachsig drehbar gelagert 'ist. Die Drehfeder 67 steht unter Vorspannung, so daß sie stets bestrebt ist, die Nase 69 (Fig. 1,5) des Sperrhebels 68 gegen die Anschlagfläche 7o der Sperrscheibe 66 zu bewegen. Die Kraftwirkung zwischen Sperrscheibe 66 und Sperrhebel 68 wird einerseits in der Bewegungsphase (Fig.7 bis i i) dazu benützt, dem Aufnahmeteller 7 die gewünschte Zwangsbewegung des 'Querhauptes 55 durch Zwischenschalten des Mitnehmers 61 mitzuteilen (Fig. 3, 4, 15), andererseits in der Ruhephase (Fig. ii bis 18) mittels der am Rotor r angebrachten Sperrklinken 71 und 72, deren Bedeutung und Wirkung noch erläutert wird, kraftschlüssig die gewünschte Raststellung zu sichern.
  • Nach Fig.3, 5, 6 und 7 befindet sich der Mitnehmer 61 in »eingerückter« Lage, wobei die zur Weiterleitung seiner Bewegung vorgesehenen Flanken 73 und 74 einerseits an der Anschlagfläche 70 der Sperrscheibe 66 (Fig. 15) und andererseits an der Nase 69 des Sperrhebels. 68 anliegen; der Mitnehmer 61 wird also durch die im Achsrohr 12a des Aufnahmetellers 7 befindliche Drehfeder 67 kraftschlüssig zwischen Sperrscheibe 66 und Sperrhebel b8 eingespannt (Fig. 7). Daher folgt der Aufnahmeteller 7 der Bewegung des Mitnehmers 61 und damit des Querhauptes 55, die je nach Auslegung des Zahnrad-Schwenkarm-Kurventriebes dengewünschten Verlauf nimmt.
  • Während des Rechtslaufes (Fig.7 bis 9) des Querhauptes 55 wandert der Steuerfinger 56 von der unteren Lage y über die labile Lage Z in die obere Lage y1 (Fig. 3), und die Zugfeder 6o zieht, sobald die labile Mittellage Z überschritten wurde, den Stift 56, des Steuerfingers 56 gegen die Anschlagfläche 63 des Mitnehmers 61.
  • Der Mitnehmer 61 steht also unter Federspannung mit der Tendenz, in die »ausgerückte« Lage M (Fig. 3 und 5) zu springen, sobald dies möglich ist. Zunächst wird dies durch die Nase 75 (Fig. 6) des Mitnehmers 61 verhindert, die sich hinter die Kante 76 der Sperrscheibe 66 legt (Fig. 5 und 15). Beim Beginn der Bewegungsphase liegt der Sperrhebel 68 unter der Kraftwirkung der Drehfeder 67 am Rücken des Mitnehmers 61 an (Fig. 7). Während des Umlaufes. wird jedoch mittels des Steuergegmentes 77 (Fig. 3 und 8), das am Querhaupt 55 fest angebracht ist, mittels eines Nockens 78 und einer Feder 79 eine Sperrklinke 71 in die Bahn des Sperrhebels 68 bewegt und der Sperrhebel 68 am Weiterlauf verhindert (Fig.9).
  • Bei der Weiterbewegung des Mitnehmers 61 wird die Drehfeder 67 weiter verwunden, so daß die kraftschlüssige Anlage des Mitnehmers 61 an der Sperrscheibe 66 erhalten bleibt (Fig.9).
  • Die Drehbewegung des Querhauptes 55 wird durch Gestaltung der Kurvenscheibe 17 so festgelegt, daß bei der Weiterdrehung der Sperrscheibe 66 durch den Mitnehmer 61 (Fig. io) dieser die Sperrscheibe 66 über eine Rücklaufsperrklinke 72, die von einer Feder 8o unterstützt wird, hinausbewegt und bei dem dann sogleich einsetzendenLinkslauf des Mitnehmers 61 dieser die Sperrscheibe 66 an der Rücklaufsperrklinke 72 zurückläßt' (Fig. i i) .
  • Wie weiter oben gezeigt wurde, steht während des letzten Teiles dieser. Vorgänge der Mitnehmer 61 unter Federspannung mit der Tendenz, in die ausgerückte Lage M zu springen. Sowie die Sperrscheibe 66 an der Rücklaufsperrklinke 72 zurückbleibt, kommt die Nase 75 des Mitnehmers 61 von der Sperrscheibe 66 frei (Fig. i i und 12)., und der Mitnehmer springt in die ausgerückte Lage M, "indem der Anschlagstift 56" mittels der Anschlagfläche 63 des Mitnehmers 61 den Mitnehmer in die ausgerückte Lage M zieht und somit der Steuerfinger 56 die obere Lage x erreicht (Fig. 3).
  • Die Bewegungsphase ist damit beendet, und es beginnt die Ruhephase.
  • Mit dem Ende der Bewegungsphase ist der Deckelaufnahmeteller 7 mit dem Rotor i verblockt und bereit, einen neuen Deckel wieder aufzunehmen, nachdem der soeben gespritzte Dosendeckel ausgeworfen worden ist.
  • Das Querhaupt 55 ist jetzt im Linkslauf (Fig. ii bis 16). Der Mitriehmer 61 ist, nachdem er die Stelle F (Fig. 12) passiert hat, in der ausgerückten Lage (Fig. r i bis 13). Der Steuerfinger 56 wandert mit zunehmendem Linkslauf aus der oberen Lage x - zwangläufig durch die Nut 64 im Gehäuse 65 geführt - über die labile Mittellage Z hinweg und setzt dann, analog dem Schaltvorgang der Bewegungsphase, den Mitnehmer 61 unter Federspannung mit der Tendenz, aus der ausgerückten Lage M in die eingerückte Lage N zu springen.
  • Sobald der Mitnehmer 61 beim Linkslauf durch die Zugfeder 6o aus der ausgerückten Lage M geholt wird, legt er sich mit der Innenfläche 81 (Fig. 6) an eine konische Fläche 82 (Fig. 3)-- der Sperrscheibe 66 und gleitet auf ihr weiter (Fig.14), bis er in die Aussparung G der Sperrscheibe 66 gelangt und in die eingerückte Lage N einspringt (Fig. 14 und 15). Inzwischen hat das Steuersegment 77 des Querhauptes 55 mittels des Nockens 78 und der Feder 79 die Sperrklinke 71 unter die Kraftwirkung der Feder 79 gesetzt (Fig. 3, 14 und 15), so daß die Sperrklinke 71 nach auswärts in die Freigabestellung zu kommen sucht, sobald dies mechanisch möglich ist.
  • Das Ausklinken des Sperrhebels 68 erfolgt erst, nachdem der Mitnehmer 61 auf seinem Linkslauf die Nase 69 des Sperrhebels 68 erreicht hat und diesen aus der kraftschlüssigen Verspannung gegenüber dem Gehäuse 65 durch ein entsprechendes Weiterdrehen befreit (Fig. 16).
  • Die Drehbewegung des Querhauptes 55 kehrt jetzt um und geht infolge- der Auslegung der Kurvenscheibe 17 in Rechtslauf über (Fig. 16 und 17), wobei das Steuersegment 77 dafür sorgt, daß die Sperrklinke 71 so lange in Freigabestellung bleibt, bis der Sperrhebel freigekommen ist. Der Mitnehmer 61, kraftschlüssig mit dem ihm folgenden Sperrhebel 68 verbunden, erreicht die Anschlagfläche 7o der Sperrscheibe 66 (Fig.17).
  • Sowie der Mitnehmer 61 die Sperrscheibe 66 im Rechtslauf wieder mitnimmt, ist die Ruhephase beendet, und die Bewegungsphase schließt ohne weiteres an, d. h. das Arbeitsspiel beginnt von neuem (Fig. 18).

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Maschine zum Aufspritzen oder Auftragen von dichtenden Stoffen, insbesondere für Flüssiggummierung der Falzränder von Büchsendeckeln oder Deckelringen von Blechverpakkungen, bei der auf einem um eine lotrechte Säule kontinuierlich drehbaren Rotor Glieder zur Aufnahme der dem Spritz- oder Auftragvorgang zu unterwerfenden Büchsendeckel od. dgl. drehbeweglich gelagert und Einrichtungen zum Zuführen des aufzuspritzenden oder aufzutragenden Stoffes von einem mittig: gelegenen Vorratsbehälter aus derart angeordnet sind, daß die Büchsendeckel od. dgl. während einer Rotorumdrehung mit dem dichtenden Stoff versehen werden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung einer gleichmäßigen Verteilung des dichtenden Stoffes auch auf nicht kreisrunden Büchsendeckeln od. dgl. die lotrechte Säule (2) mit mehreren Kurvenscheiben versehen ist, von denen eine (17) zur Steuerung einer intermittierenden Drehbewegung der Aufnahmeglieder (7) gegenüber dem Rotor (1) dient, während zwei weitere (26, 27) eine radiale und tangentiale Bewegung der vorzugsweise als Spritzdüsen (18) ausgebildeten Einrichtungen zum Zuführen des aufzuspritzenden oder aufzutragenden Stoffes steuern.
  2. 2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der als Teller (7) ausgebildeten Aufnahmeglieder mit einem Antriebsglied (14) verbindbar ist, dessen Bewegung von der Kurvenscheibe (17) aus steuerbar ist, und d.aß zwischen den Elementen (7 und 14) eine Übertragungsglieder (61, 66, 68) und Sperrglieder (71, 72) enthaltende Mitnahmeeinrichtung eingeschaltet ist, mittels deren der Aufnahmeteller (7) mit dem Antriebsglied (14) derart verbindbar ist, daß er während einer Rotorumdrehung abwechselnd eine vorzugsweise gegenläufig zum Rotor (i) erfolgende Drehbewegung auszuführen vermag und gegenüber dem Rotor in Ruhe bleibt.
  3. 3. Maschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Spritzdüse (18) in einem Düsenträger (23) angeordnet ist, mit dem auf der lotrechten Säule (2) drehbar, vorzugsweise durch den Rotor (i) mitnehmhar gelagerten Vorratsbehälter (28) in nachgiebiger Leitungsverbindung steht und an einem Schlepparm (2o) schwenkbar gelagert ist, der seinerseits im Rotor um eine lotrechte Achse schwenkbar angeordnet ist.
  4. 4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Düsenträger (23) mit zwei Rollen. versehen ist, di^ an den feststehenden Kurvenscheiben (26, 27) abrollbar sind.
  5. 5. Maschine nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch Ausbildung der Kurvenscheiben (26, 27) derart, daß die Spritzdüsen (18) in bezug auf den jeweils zugehörigen dem Spritzvorgang unterworfenen Büchsendeckel od. dgl. in gleichen Zeiten gleiche Wege zurücklegen.
  6. 6. Maschine nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an der lotrechten Säule (2) eine weitere Kurvenscheibe -(iö) zur Steuerung der Bewegung von Greifern (4) vorgesehen ist, die im Rotor (i) schwenkbar gelagert sind und die dem Spritzvorgang zu unterwerfenden Büchsendeckel od. dgl. einem Stapel (5) oder einer Zuführeinrichtung entnehmen.
  7. 7. Maschine nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der lotrechten Säule (2) eine weitere Kurvenscheibe (4o) vorgesehen ist, die zur Steuerung und zum Antrieb der Kolbenbewegung eines am Vorratsbehälter (28) angeordneten LuftverdiLhters (34) dient. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 2.65 162, 516:264; französische Patentschrift Nr. 365 o43.
DEA15613A 1952-04-26 1952-04-26 Maschine zum Aufspritzen oder Auftragen von dichtenden Stoffen Expired DE940584C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA15613A DE940584C (de) 1952-04-26 1952-04-26 Maschine zum Aufspritzen oder Auftragen von dichtenden Stoffen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA15613A DE940584C (de) 1952-04-26 1952-04-26 Maschine zum Aufspritzen oder Auftragen von dichtenden Stoffen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE940584C true DE940584C (de) 1956-03-22

Family

ID=6923465

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA15613A Expired DE940584C (de) 1952-04-26 1952-04-26 Maschine zum Aufspritzen oder Auftragen von dichtenden Stoffen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE940584C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1117009B (de) * 1956-04-27 1961-11-09 Grace W R & Co Vorrichtung zum Auftragen von Dichtungsmasse in Kreisform
DE1208663B (de) * 1956-04-27 1966-01-05 Grace W R & Co Spritzeinrichtung zum Auftragen von Dichtungsmasse in Kreisform

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE265162C (de) *
FR365043A (fr) * 1906-04-09 1906-09-01 Julius Brenzinger Machine pour déposer un enduit imperméable sur les couvercles de boites métalliques, etc.
DE516264C (de) * 1927-06-16 1931-01-27 Seattle Astoria Iron Works Maschine zum Aufbringen von Dichtungsmaterial auf Buechsendeckel

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE265162C (de) *
FR365043A (fr) * 1906-04-09 1906-09-01 Julius Brenzinger Machine pour déposer un enduit imperméable sur les couvercles de boites métalliques, etc.
DE516264C (de) * 1927-06-16 1931-01-27 Seattle Astoria Iron Works Maschine zum Aufbringen von Dichtungsmaterial auf Buechsendeckel

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1117009B (de) * 1956-04-27 1961-11-09 Grace W R & Co Vorrichtung zum Auftragen von Dichtungsmasse in Kreisform
DE1208663B (de) * 1956-04-27 1966-01-05 Grace W R & Co Spritzeinrichtung zum Auftragen von Dichtungsmasse in Kreisform

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0096832B1 (de) Queranleimwerk für sehr schnell laufende Bahnen
DE1936906B2 (de) Vorrichtung zum Reinigen der Räder von Fahrzeugen
WO2017133840A1 (de) Applikator zur applikation eines auftragsmaterials
DE2623818A1 (de) Drehteller fuer eine etikettiermaschine
DE2451767C3 (de) Rundspritzgerät
DE1561279B2 (de) Typenzylinder
DE2443003C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines aus thermoplastischem oder thermohärtendem Kunststoff bestehenden Belags auf der inneren Oberfläche eines Hohlkörpers, sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
EP0799787B1 (de) Aufspulmaschine
EP0879646B1 (de) Vorrichtung zum Auftragen eines fliessfähigen Mediums auf eine Fläche entlang einer gekrümmten Auftragkurve
DEA0015613MA (de)
DE673050C (de) Etikettiermaschine mit einer zum Ausrichten von Hebelverschlussflaschen o. dgl. dienenden Vorrichtung
CH681955A5 (de)
DE2515917A1 (de) Etikett-abnahmevorrichtung
DE4134947C2 (de)
DE3822077C2 (de) Vorrichtung und ihre Verwendung zum Auftragen eines zähflüssigen Klebers auf ausgedehnte Flächen
DE2752709A1 (de) Farbbeschichtungsmaschine
DE3543234C2 (de)
DE2523520A1 (de) Kontinuierlich arbeitende versiegelungsmaschine fuer rundfoermige schachteln
DE1962934A1 (de) Maschine zur Herstellung von Musterfahnen
DE1169837B (de) Entnahme- und Beleimvorrichtung
DE3334856A1 (de) Antrieb fuer ein heizwerkzeug einer packmaschine
DE531884C (de) Buegelmaschine
DE515162C (de) Vorrichtung zum Auftragen von Farbstoff- und Lackloesungen auf doppelseitig beschichtete Kinofilme
DE2755862A1 (de) Gummierautomat
DE1195225B (de) Etikettiermaschine