DE1598382B - Dunnschichtchromatographieplatte - Google Patents
DunnschichtchromatographieplatteInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Dünnschichtchromatographieplatte,
die aus einem Träger und einem eine hydrophile Polyvinylverbindung als Bindemittel enthaltenden
Adsorbens besteht.
Die chromatographische Dünnschichtanalyse hat in der letzten Zeit eine weite Verbreitung gefunden. Infolge
ihrer leichten Durchführbarkeit und ihrer vielseitigen Anwendbarkeit besitzt sie als analytisches
Trennverfahren große Vorteile. Sie ist mit den verschiedensten Adsorbenzien durchführbar und erlaubt
gegebenenfalls durch Modifizierung der Adsorbenzien mit den verschiedensten Verbindungen, wie fluoreszierenden
Verbindungen oder Komplexbildnern, die Trennung der verschiedensten Gemische chemischer
Verbindungen.
Die bekannten Chromatographieplatten zur Durchführung der chromatographischen Dünnschichtanalyse
(DC-Platten) bestehen aus einer Glasplatte, auf die eine dünne Schicht aus einem Adsorbens aufgetragen
ist. Die Herstellung solcher Chromatographieplatten erfolgt durch einfache Beschichtung einer Glasplatte
mit einem geeigneten Adsorbens. Die Verwendung derartiger Trennmaterialien besitzt gewisse Nachteile.
Der Hauptnachteil besteht darin, daß die DC-Platte kurz vor ihrer Verwendung hergestellt werden muß,
d. h., daß der Benutzer sich seine DC-Platte vor der Verwendung durch Beschichtung einer Glasplatte mit
einem geeigneten Adsorbens und nachfolgender Trocknung selbst herstellen muß. Die fertigen DC-Platten
erfordern eine vorsichtige Handhabung, da das Adsorbens dazu neigt, als Pulver von der Glasplatte
abzufallen.
Aus E. Stahl, »Dünnschicht-Chromatographie«, Springer-Verlag, Berlin, Göttingen, Heidelberg, 1962,
war es bereits bekannt, Dünnschichtchromatographieplatten (DC-Platten) zu verwenden, die aus einer
Glasplatte und einem 2,5 % Polyvinylalkohol als Bindemittel enthaltenden Adsorbens bestehen. Darin
ist jedoch darauf hingewiesen (vgl. S. 390), daß bei einer höheren Konzentriation an freien OH-Gruppen
in dem Bindemittel der i?rWert der DC-Platte stark abnimmt. Außerdem wird danach die Adsorbensschicht
stets auf Glasplatten aufgetragen, da sich flexible Träger, beispielsweise Aluminiumfolien, nicht
bewährt haben (vgl. S. 4).
Die bisher bekannten DC-Platten haben den Nachteil, daß sie erst kurz vor ihrer Verwendung hergestellt
werden können, da die Adsorbensschicht leicht vom. Träger abfällt, die also wegen ihrer Instabilität vom
Verbraucher selbst hergestellt werden müssen. Dadurch ist es möglich, stets gleichbleibende, standardisierte
Versuchsbedingungen zu schaffen. Außerdem haben die bekannten.DC-Platten wegen des Glasträgers
ein hohes Gewicht, sind sperrig, zerbrechlich und daher nur sehr schwer zu transportieren, zumal die
Adsorbensschicht leicht abfällt.
Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, eine Platte für die chromatographische Dünnschichtanalyse
zu entwickeln, welche die Nachteile der bekannten DC-Platten nicht besitzt und insbesondere
den Vorteil hat, lange und ohne Schwierigkeiten aufbewahrt und transportiert werden zu können, ohne
daß die Adsorbensschicht sich vom Träger löst oder beschädigt werden kann. Insbesondere sollte eine
DC-Platte bereitgestellt werden, die von einem Hersteller in stets gleichbleibender Qualität hergestellt
und dem Verbraucher in die Hand gegeben werden kann. Es sollte eine DC-Platte geschaffen werden, die
sich so leicht handhaben läßt, wie ein Trennmaterial für die Papierchromatographie und doch die für die
Dünnschichtanalyse bekannte Trennqualität ermöglicht.
Der Erfindung lag die überraschende Erkenntnis zugrunde, daß die gestellte Aufgabe in einfacher
Weise dadurch gelöst werden kann, daß der Träger aus einem flexiblen Kunststoff besteht und daß der
Gehalt an Bindemittel 4,5 bis 65 Gewichtsprozent
ίο beträgt.
Die Tatsache, daß die an sich bereits bekannten Adsorbenzien mit einem aus einem aus einer hydrophilen
Polyvinylverbindung bestehenden Bindemittel in einer derart großen Menge kombiniert werden können,
ohne daß die chromatographisch aktiven Adsorptionszentren des Adsorbens dadurch vergiftet
werden, war nicht vorauszusehen und muß als überraschend bezeichnet werden. Überraschenderweise
bilden die erfindungsgemäß verwendeten Mischungen aus Bindemittel und Adsorbens dünne Schichten, die
in hervorragender Weise chromatographisch aktiv sind und gleichzeitig fest auf dem Träger haften. Da
die aus dem hydrophilen Bindemittel und dem Adsorbens bestehenden Adsorbensschichten fest auf den
verschiedensten Trägern haften und abriebfest sind, ist es nicht mehr erforderlich, als Träger die sperrigen
und nicht immer leicht zu handhabenden Glasplatten zu verwenden. Erfindungsgemäß ist es vielmehr möglich,
als Träger flexible Kunststoffträger aus den verschiedensten Polymeren zu verwenden.
Es war insbesondere überraschend, daß trotz Zugabe solch großer Mengen an hydrophilem Bindemittel
zu dem Adsorbens dieses in Form dünner, fest haftender, hochaktiver Schichten auf flexible Kunststoff
träger, aufgetragen werden kann.
Mit Hilfe der Erfindung ist es erstmals möglich, vorgefertigte DC-Platten mit reproduzierbaren, standardisierten
Eigenschaften herzustellen, die leicht, lange haltbar und gut transportabel sind. Sie sind
außerdem biegsam, so daß sie auch in der sogenannten »Evaporographie« eingesetzt werden können, und
die Adsorbensschicht haftet fest an dem flexiblen Kunststoffträger.
Zur Herstellung der DC-Platten der Erfindung sind die verschiedensten aus hydrophilen Polymeren bestehenden
Bindemittel geeignet. Sie können unter Berücksichtigung der bei der Dünnschichtanalyse verwendeten
Eluierungslösungsmittel, in denen sie unlöslich sein sollen, ausgewählt werden. Je nach der
Art des verwendeten Eluierungsmittels, das aus den verschiedensten organischen Lösungsmitteln, jedoch
auch aus Wasser bestehen kann, können die verschiedensten, aus einem hydrophilen Polymeren bestehenden
Bindemittel verwendet werden.
Selbstverständlich soll auch der Träger gegenüber dem Eluierungsmittel inert sein und soll die chromatographische
Aktivität der Adsorbensschicht nicht beeinflussen.
Als Trägermaterialien kommen beispielsweise dimensionsstabile Polyester, wie beispielsweise PoIy-.
äthylenterephthalat, Vinylfolien, Polyolefinfolien, Cellulosefolien und Polyamidfolien in Frage.
Als Adsorbenzien können alle bekannten herkömmlichen Verbindungen verwendet werden, beispielsweise
Aluminiumoxyd, Silicagel, Kieselgur, Polyamidpulver und Cellulosepulver. Den Schichten können
auch die bei den herkömmlichen DC-Platten zugegebenen Additive, wie beispielsweise Phosphor oder
3 4
fluoreszierende Verbindungen oder komplexbildende Die Herstellung der DC-Platten der Erfindung kann
Verbindungen, zugesetzt werden. '■ in einfacher Weise durch Beschichtung eines flexiblen
So kann die Adsorbensschicht beispielsweise etwas KunststoSträgers nach üblichen Beschichtungsverfah-Silbernitrat
enthalten, welches mit olefinischen Grup- ren erfolgen. Die Adsorbens-Bindemittel-Mischung
pen schwache Komplexe bildet und durch Einverlei- 5 kann auf einen Träger beispielsweise mittels eines Beben
in die Adsorbensschicht die Trennung olefi- Schichtungsmessers, mittels eines Luftmessers, mit
nischer Gruppen erleichtert. Hilfe von Beschichtungswalzen oder mittels eines Be-
Bei Verwendung von Silbernitrat in der Adsorbens- Schichtungstrichters aufgetragen werden,
schicht ist man bisher so vorgegangen, daß das Silber- Die Vorzüge einer DC-Platte der Erfindung ergeben nitrat der Aufschlämmung des Adsorbens vor der Be- io sich beispielsweise aus den Ergebnissen eines Streichschichtung zugesetzt wurde. Diese Verfahrensweise tests mit einer Kamelhaarbürste. Dieser Test besteht besitzt den Nachteil, daß sich an ..den Händen des im einfachen Überbürsten einer DC-Platte mit einer Herstellers leicht metallisches Silber abscheidet und Kamelhaarbürste, und zwar mit 50 Strichen. Wird daß die normalerweise bereits leicht pulvrige Adsor- eine übliche Platte für die chromatographische Dünnbensschicht noch pulvriger wird und noch leichter 15 schichtanalyse, bestehend aus einer Glasplatte mit vom Träger abfällt als das kein Silbernitrat enthal- einer dünnen Adsorbensschicht,' 50mal mit einer Katende Adsorbenspulver. melhaarbürste überstrichen, so wird die Adsorbens-
schicht ist man bisher so vorgegangen, daß das Silber- Die Vorzüge einer DC-Platte der Erfindung ergeben nitrat der Aufschlämmung des Adsorbens vor der Be- io sich beispielsweise aus den Ergebnissen eines Streichschichtung zugesetzt wurde. Diese Verfahrensweise tests mit einer Kamelhaarbürste. Dieser Test besteht besitzt den Nachteil, daß sich an ..den Händen des im einfachen Überbürsten einer DC-Platte mit einer Herstellers leicht metallisches Silber abscheidet und Kamelhaarbürste, und zwar mit 50 Strichen. Wird daß die normalerweise bereits leicht pulvrige Adsor- eine übliche Platte für die chromatographische Dünnbensschicht noch pulvriger wird und noch leichter 15 schichtanalyse, bestehend aus einer Glasplatte mit vom Träger abfällt als das kein Silbernitrat enthal- einer dünnen Adsorbensschicht,' 50mal mit einer Katende Adsorbenspulver. melhaarbürste überstrichen, so wird die Adsorbens-
Bei der Herstellung einer solchen DC-Platte unter schicht vollständig entfernt. Gewöhnlich reichen
Verwendung einer erfindungsgemäßen DC-Platte 1 oder 2 Striche aus, um die Schicht zu entfernen,
kann man demgegenüber derart verfahren, daß man 20 Bei der DC-Platte der Erfindung läßt sich die Adsor-
die bereits an sich fertige DC-Platte, bestehend aus bensschicht durch 50 Striche nicht entfernen,
dem Träger und der bindemittelhaltigen Adsorbens- In Fig. 1 ist eine DC-Platte der Erfindung im
Schicht, einfach in eine alkoholische Silbernitratlösung Schnitt dargestellt. Sie besteht aus einer Adsorbens-
eintaucht und vor der Verwendung trocknet. Die schicht 1 und einem inerten Träger 2.
Einarbeitung des Silbernitrats auf diese Weise be- 25 Fig. 2 veranschaulicht die Geschwindigkeit der
einflußt die physikalische Struktur der Adsorbens- Lösungsmittelwandung im Falle von Methanol in cm
schicht in keiner Weise. pro Minute für sowohl eine bindemittelfreie Platte
Obgleich nicht notwendig, kann die DC-Platte der als auch für eine bindemittelenthaltende Platte gemäß
Erfindung vor ihrer Verwendung in bekannter Weise der Erfindung. Die gestrichelte Linie bezieht sich
durch Erhitzen aktiviert werden. Die DC-Platte der 30 dabei auf die bindemittelenthaltende DC-Platte der
Erfindung reagiert auf eine Erhitzung, beispielsweise Erfindung, während sich die ausgezogene Linie auf
1 Stunde lang auf 110° C, in der gleichen Weise, wie eine bindemittelfreie Platte bezieht,
eine bindemittelfreie Platte. Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher
Das zur Herstellung der Adsorbensschicht der veranschaulichen.
DC-Platte der Erfindung verwendete hydrophile 35 Ti " " 1 1
Bindemittel soll in dem Eluierungsmittel, das bei der "
chromatographischen Entwicklung verwendet wird, 160 g Silicagel, 245 ml Methylisobutylketon, 10 g
unlöslich sein. Vorzugsweise soll das Bindemittel die Polyvinylbutyral mit einem durchschnittlichen Mole-Adsorptionsoberfläche
nicht vollständig bedecken. Im kulargewicht von 50 000 mit 9 bis 13 % Polyvinylübrigen
soll das Bindemittel nach Möglichkeit gut am 40 alkohol und 3 ml einer Kunststoffmischung, enthal-Träger
haften, so daß eine feste Verbindung herbei- tend 43,8% Harnstoff, 41,2% Formaldehyd und 15%
geführt wird. Gegebenenfalls kann zwischen Träger Butylalkohol, wurden in einem Mischer gründlich
und Adsorbensschicht eine Zwischenschicht angeord- miteinander vermischt. Die erhaltene Dispersion
net sein, welche eine stärkere Bindung der Adsorbens- wurde dann in Form einer dünnen Schicht auf eine
schicht an den Träger begünstigt. 45 Polyäthylenterephthalatfolie aufgetragen und trock-
AIs Bindemittel für die Adsorbensschicht eignen nen gelassen. Die dabei erhaltene DC-Platte eignet
sich insbesondere hydrophile Polymere, wie beispiels- sich vorzüglich zur Trennung der Bestandteile einer
weise Polyvinylalkohol, Gelatine-Polyvinylalkohol- Testmischung, die aus einem roten, einem gelben und
Mischungen und Gelatinederivate, Cellulosederivate, einem blauen Farbstoff bestand. Verwendet wurde
wie etwa Caboxymethylhydroxylcellulose, wärmehärt- 50 eine Testmischung, die 0,01 Gewichtsprozent 4-Di-
bare Polymere, wie beispielsweise Melamin-Formal- methylaminoazobenzol, Indophenol und Sudanrot G
dehyd-Harze, Polyvinylformalharze, Polyvinyl- in einem benzolischen Lösungsmittel enthielt. Die
acetalharze, Polyvinylbutyralharze, Harnstoff-Formal- Trennung der Farbstoffe erfolgte mit Hilfe von ChIo-
dehydharze, Polyisocyanatharze, Polyhydroxyäther- roform als Entwicklerlösungsmittel. Die Entwicklung
harze, Epoxyharze und andere härtbare Harze und 55 war nach 4 Minuten beendet.
Mischungen hiervon, sowohl in Form von Emulsio- . .
nen wie auch in Form von Nichtemulsionen. Beispiel2
Ein besonders geeignetes Bindemittel, das sich ins- 130 g eines pulverförmigen Polyamids 260 ml Mebesondere
bei Verwendung organischer Eluierungs- thylisobutylketon, 13 g Polyvinylbutyral mit einem
mittel eignet, ist Polyvinylalkohol. Bei Verwendung 60 durchschnittlichen Molekulargewicht von 50 000 und
von Polyvinylalkohol werden besonders gute Ergeb- 9 bis 13 % Polyvinylalkohol sowie 7 ml einer Harznisse
dann erhalten, wenn der Polyvinylalkohol in mischung, bestehend aus 43,8% Harnstoff, 41,2%
einer Menge von etwa bis zu 16 Gewichtsprozent in Formaldehyd und 15% Butylalkohol, wurden gründder
Adsorbensschicht, vorzugsweise mit Silicagel als lieh miteinander vermischt und auf eine Polyäthylen-Adsorbens,
vorliegt. Jedoch auch mit größeren Poly- 65 terephthalatfolie aufgetragen. Die Beschichtung haftet
vinylalkoholmengen lassen sich ausgezeichnete Er- fest auf dem Träger und war ausgezeichnet abriebfest,
gebnisse erhalten. Lediglich die Entwicklungsgeschwin- Nach Festwerden der Schicht ließ sich mit der dabei
digkeit wird dann etwas geringer. erhaltenen DC-Platte die im Beispiel 1 beschriebene
Testmischung in ausgezeichneter Weise trennen. Als Entwickler wurde Methanol verwendet. Die Entwicklungszeit
betrug etwa 10 Minuten.
B eispiel 3
50 g eines normalen, unsubstituierten Celluloseadsorbens,
10 g Polyvinylalkohol und 300 ml Wasser wurden gründlich miteinander vermischt und auf eine
Polyäthylenterephthalatfolie aufgetragen. Die Beschichtung wurde auftrocknen gelassen, worauf eine
Mischung aus zwei Farbstoffen, einem roten und einem blauen Lebensmittelfarbstoff, mittels Methanol
als Eluierungsmittel innerhalb von 4 Minuten getrennt werden konnte.
90 g Silicagel, 5 g Polyvinylalkohol und 235 ml Wasser wurden gründlich miteinander vermischt und
auf eine Polyäthylenterephthalatfolie aufgetragen. Die Mischung wurde auftrocknen gelassen, worauf die im
Beispiel 1 beschriebene Testmischung mit der dabei erhaltenen DC-Platte unter Verwendung von Chloroform
als Entwicklungslösungsmittel innerhalb von 4 Minuten getrennt wurde.
25 Beispiel 5
57 g Silicagel, 11,4 g Polyvinylalkohol, 2,5 ml n-Butanol und 165 g destilliertes Wasser wurden
gründlich miteinander vermischt und auf eine Polyäthylenterephthalatfolie aufgetragen. Nach dem Auftrocknen
wurde die dabei erhaltene DC-Platte zur Trennung der im Beispiel 1 beschriebenen Farbstoffmischung
verwendet. Die Mischung wurde mit Hilfe von Chloroform als Entwicklungslösungsmittel innerhalb
von 4 Minuten getrennt.
57 g Silicagel, 19 g Polyvinylalkohol, 2,5 ml n-Butanol
und 165 g Wasser wurden gründlich miteinander vermischt und auf eine Polyäthylenterephthalatfolie
aufgetragen. Nach dem Auftrocknen der Beschichtungsmischung wurde die dabei erhaltene DC-Platte
zur Trennung der im Beispiel 1 beschriebenen Farbstoffmischung verwendet. Als Eluierungsmittel
wurde Chloroform verwendet. Die Mischung wurde innerhalb von 4 Minuten getrennt. Die Trennung war
nicht ganz so scharf wie die gemäß Beispielen 4 und 5, jedoch noch ausgezeichnet.
100 g Aluminiumoxyd, 5 g Polyvinylalkohol und 110 g Wasser wurden gründlich miteinander vermischt
und auf eine Polyäthylenterephthalatfolie in der im Beispiel 4 beschriebenen Weise aufgetragen. Die dabei
erhaltene DC-Platte wurde zur Trennung der im Beispiel 1 beschriebenen Farbstoffmischung verwendet.
Unter Verwendung von Toluol als Entwicklungslösungsmittel wurde eine ausgezeichnete Trennung
der Farbstoffe innerhalb von 4 Minuten erzielt.
Beispiel 8 (Vergleichsbeispiel)
23 g Silicagel, 0,75 g Polyvinylalkohol und 29 g Wasser wurden gründlich miteinander vermischt und
in der im Beispiel 4 beschriebenen Weise auf eine Polyäthylenterephthalatfolie aufgetragen. Die dabei
erhaltene DC-Platte besaß in etwa die gleiche chromatographische Aktivität wie die im Beispiel 4 beschriebene
DC-Platte, jedoch war die Adsorbensschicht pulvrig und blieb auf dem Träger nicht haften.
Die in den Beispielen 1 bis 8 beschriebenen chromatographischen DC-Platten wurden 50mal mit einer
Kamelhaarbürste überstrichen. Die DC-Platten der Beispiele 1 bis 7 blieben dabei unverändert, d. h., die
Adsorbensschicht blieb auf dem Träger haften. Die Adsorbensschicht der im Beispiel 8 beschriebenen
DC-Platte wurde demgegenüber vollständig vom Träger abgestrichen.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht die Herstellung einer chromatographischen Platte für die Dünnschichtanalyse
in reproduzierbarer Form. Des weiteren ermöglicht die Erfindung die Herstellung einer
Platte für die chromatographische Dünnschichtanalyse, die leicht gehandhabt, aufbewahrt und transportiert
werden kann. Die erfindungsgemäße DC-Platte behält dabei alle die bekannten Vorteile der bisher
üblichen, Glasplatten als Träger enthaltenden, bindemittelfreien DC-Platten bei. Die DC-Platte der Erfindung
besitzt des weiteren eine ebenso gute chromatographische Aktivität wie die bekannten bindemittelfreien
DC-Platten, ohne daß die Adsorbensschicht leicht von der Trägeroberfläche abgewischt werden
kann.
Claims (4)
1. Dünnschichtchromatographieplatte, bestehend aus einem Träger und einem eine hydrophile
Polyvinylverbindung als Bindemittel enthaltenden Adsorbens, dadurch gekennzeichnet,
daß der Träger aus einem flexiblen Kunststoff besteht und daß der Gehalt an Bindemittel
4,5 bis 65 Gewichtsprozent beträgt.
2. Dünnschichtchromatographieplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel
aus Polyvinylalkohol besteht.
3. Dünnschichtchromatographieplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel
aus Polyvinylbutyral besteht.
4. Dünnschichtchromatographieplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel
aus mit einem Harnstoff-Formaldehydharz modifiziertem Polyvinylbutyral besteht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1517929B1 (de) * | 1966-01-20 | 1971-11-18 | Merck Patent Gmbh | Sorptionsmittel fuer die Chromatographie und Verfahren zu ihrer Herstellung |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1517929B1 (de) * | 1966-01-20 | 1971-11-18 | Merck Patent Gmbh | Sorptionsmittel fuer die Chromatographie und Verfahren zu ihrer Herstellung |
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