DE1600523C3 - Gleitringdichtung mit einer dem Radial sich erstreckenden Dichtungsspalt zugeführten Sperrflüssigkeit - Google Patents

Gleitringdichtung mit einer dem Radial sich erstreckenden Dichtungsspalt zugeführten Sperrflüssigkeit

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DE1600523C3
DE1600523C3 DE1600523A DE1600523A DE1600523C3 DE 1600523 C3 DE1600523 C3 DE 1600523C3 DE 1600523 A DE1600523 A DE 1600523A DE 1600523 A DE1600523 A DE 1600523A DE 1600523 C3 DE1600523 C3 DE 1600523C3
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    • F16J15/3412—Sealings between relatively-moving surfaces with slip-ring pressed against a more or less radial face on one member and characterised by parts or details relating to lubrication, cooling or venting of the seal at least one ring having an uneven slipping surface with cavities
    • F16J15/342—Sealings between relatively-moving surfaces with slip-ring pressed against a more or less radial face on one member and characterised by parts or details relating to lubrication, cooling or venting of the seal at least one ring having an uneven slipping surface with cavities with means for feeding fluid directly to the face
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Description

3 4
es wird dies durch die automatisch sich einstellende rührungsdichtungen 42, 43, die von dem Gehäuse ge-
Drosselwirkung der Gleitringdichtung bewirkt. halten werden, an der radialen Oberfläche 28 des
In dem nun folgenden Beschreibungsteil soll die Gleitrings L an. Das Gehäuse 11 besitzt ferner eine
Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung im Oberfläche 41, die im Abstand zu der Fläche 28 und
einzelnen näher erläutert werden. In der Zeichnung 5 praktisch parallel zu dieser verläuft. Diese Oberflä-
ist chen 28 und 41 wirken mit einer Berührungsdichtung
F i g. 1 die Ansicht eines Teilschnitts durch eine 42 und 43 zusammen derart, daß eine Sperrflüssig-
erste Ausführungsform der Vorrichtung nach der Er- keitskammer 44 entsteht. Eine Einlaßöffnung 45
findung und steht ähnlich wie ein Auslaß 46 in Verbindung mit
F i g. 2 die Ansicht eines Schnitts durch eine prak- io der Kammer 44.
tisch ausgeführte Form einer bevorzugten Gleitring- Von der Oberfläche 41 aus ragen zwei Ringnuten
dichtung nach der Erfindung. 47 und 48 in das Gehäuse 11 hinein. Der Dichtungs-
Wie man aus F i g. 1 der Zeichnung ersieht, ist eine ring 42 liegt in der Nut 47, der Dichtungsring 43 in Welle 10 in einem Gehäuse 11 unter Einhaltung der Nut 48. Schraubenfedern 49 sind jeweils zwieines Zwischenraumes gelagert. Die Welle 10 weist 15 sehen dem Grund einer jeden Nut 47 und 48 einereinen verdickten Teil 13 auf, der eine zylindrische seits und dem Ring 42 andererseits angeordnet. Die Außenfläche und eine radiale Endfläche 15 hat. Schraubenfedern 49 drücken die Dichtungsringe 42 Letztere steht in einem bestimmten Abstand von der und 43 gegen die Fläche 28 des Gleitrings L.
ebenen Endfläche 16 an dem Gehäuse 11, so daß ein Bei dieser Ausführungsform ist es erforderlich, Raum gebildet wird, der mit dem Einlaß für die 20 daß der Gleitring L eine ganz bestimmte Stellung re-Sperrflüssigkeit kommuniziert. lativ zu der Welle 10 einnimmt. Deshalb sind Stifte
Das abzudichtende Fluid, welches normalerweise 50 vorgesehen, die in die Wellenverdickung 13 einge-
unter hohem Druck steht, erfüllt die in dieser Figur setzt sind und aus der Fläche 15 herausragen. Der
gestrichelt hervorgehobenen Räume. Flansch 25 des Gleitrings L weist eine Anzahl von
Um die Wellenverstärkung 13 herum ist ein be- 25 Ausnehmungen 51 auf, welche die Stifte 50 nur lok-
weglicher Gleitring mit L-förmigem Querschnitt ge- ker aufnehmen, um den Gleitring L zu der Welle 10
legt, der eine Bohrung zur Aufnahme der Wellenver- richtig einzustellen.
Stärkung hat. Mit 25 ist ein Endflansch bezeichnet. Bei der Ausführungsform der Gleitringdichtung
Die Hülse 24 weist eine innenliegende zylindrische nach der Erfindung, die in F i g. 2 der Zeichnung
Fläche 26 auf, an der die eine Berührungsdichtung 3° dargestellt ist, weist die Fläche 28 des Gleitrings eine
20 anliegt. Der Flansch 25 hat eine Oberfläche 27, Ringnut 52 auf, die zur Aufnahme eines Ringes 53
an welcher die Berührungsdichtung 23 anliegt. Der dient, der eine sich nach innen öffnende konische
bewegliche Ring mit L-förmigem Querschnitt ist ei- Fläche 54 aufweist und als Umlenkkragen wirkt. Der
nerseits längs der Oberfläche 21 des Gehäuses 11 Ring 53 ragt in die Kammer 54 hinein, so daß die
und andererseits längs der Oberfläche 14 der Wellen- 35 konische Fläche 54 als Sperr organ wirkt, um die
verstärkung 13 in axialer Richtung bewegbar an- Auftreffkraft des Sperrflüssigkeitsstromes zu verrin-
geordnet. gern, bevor der Strom mit dem Dichtungsring 42
Der Flansch 25 des Rings L weist eine radiale zum Zusammenwirken kommt. Bei dieser Ausfüh-Fläche 28 auf und entgegengesetzt zu letzterem hat rungsfom weist das Gehäuse 11 ein Abschlußgedas Gehäuse 11 eine Fläche 29, die zu der Fläche 28 40 häuse 55 auf, welches über den Gleitring L hinausgeneigt ist und mit dieser zusammen eine Kammer 30 greift, während von letzterem ein Haltering 56 getramit konischer Form bildet, wobei ein breiterer Ein- gen wird. Die Endfläche 57 des Gleitrings L, die von laß 31 und ein engerer Auslaß 32 geschaffen ist. der Fläche 28 abgewendet ist, weist eine zylindrisch
Mit 33 ist ein Kanal in dem Gehäuse 11 für die versenkte Bohrung 58 auf.
Zuleitung der Sperrflüssigkeit bezeichnet; er steht 45 In dieser Bohrung ist eine Schraubenfeder 59 un-
mit dem breiteren Ende 31 der Kammer 30 in Ver- tergebracht, die gegen den Boden der Bohrung und
bindung. In dem Gehäuse ist außerdem ein Raum 34 gegen den Haltering 56 drückt. Die Feder 59 sucht
vorhanden, der um die Wellenverstärkung oder Ver- den Gleitring L nach rechts zu drücken und auf diese
dickung 13 und den Gleitring L herumgreift. Die Weise den Raum 17 zu vergrößern, der das Fluid 18 Kammer 30 kommuniziert mit dem Raum 34 durch 50 aufnehmen soll. Dadurch wird verhindert, das ein zu
den engeren Auslaß 32. großer Differentialdruck zwschen Sperrflüssigkeit ei-
Der Druck des Fluids 18 ist bestrebt, den L-förmi- nerseits und abzudichtendem Fluid andererseits auf-
gen Ring nach rechts zu verschieben, d.h. in Rieh- gebaut wird.
tung von der Wellenverstärkung 13 weg. Gleichzeitig Die zylindrische Oberfläche 26 der Hülse 24, wird die Sperrflüssigkeit bei konstanter Strömungs- 55 welche die äußere Wandung des Raumes 17 darstellt, menge durch den Kanal 33 in die Kammer 30 gelei- hat einen Radius a, der etwas größer ist als der Ratet. Sie drückt gegen die Fläche 28 des Rings, so daß dius der Wellenverdickung 13. Die Kammer 44 (s. dieser nach links verschoben wird und einen Gegen- F i g. 1 und 2) weist eine innere zylindrische Oberdruck gegenüber der Sperrflüssigkeit 18 entstehen fläche auf, die begrenzt ist durch den Radius b, der läßt. Der L-förmige Ring wird also durch die Auswir- 60 merklich kleiner ist als der Radius a, während eine kung des Differentialdrucks bewegt, der sich zwi- äußere zylindrische Wandung durch den Radius c sehen zwei Drücken einstellt, so lange, bis der Ring festgelegt ist, der seinerseits größer als der Radius a sich in einer Gleichgewichtslage befindet. Jede Ände- ist.
rung des Druckes der Sperrflüssigkeit äußert sich in Die Sperrflüssigkeit ist vorzugsweise gekühlt und einer Verschiebung des Rings L. 65 wirkt auch als Kühlmittel für jede der beiden Berüh-
Bei der Ausführungsform nach F i g. 1 liegen Be- rungsdichtungen 23 oder 43.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

1 2 hende Fluid von der Sperrflüssigkeit trennende Dich-Patentansprüche: tung angeordnet ist. Die Erfindung geht von Gleitringdichtungen aus,
1. Gleitringdichtung mit einer dem radial sich wie sie beispielsweise bezüglich einer zusätzlichen erstreckenden Dichtungsspalt zugeführten Sperr- 5 Abdichtung zwischen der Sperrflüssigkeit und dem flüssigkeit, bei welcher der axial verschiebbare Niederdruckteil aus der französischen Patentschrift Gleitring drehgesichert und axial verschiebbar 371 481 (s. insbesondere Fig. 1) und bezüglich der gegenüber einem der sich relativ zueinander dre- Anordnung einer Dichtung zwischen der Sperrflüshenden Maschinenteile abgedichtet angeordnet ist sigkeit und dem Hochdruckraum aus der österreichi- und eine vom Druck des abzudichtenden Fluids io sehen Patentschrift 231 771 bekanntgeworden ist.
im Sinne des Anpressens seiner Gleitflächenseite Bei diesen bekannten Gleitringdichtungen liegen
auf die am anderen Maschinenteil angebrachte die speziellen Dichtungen zwischen der Sperrflüssig-
Gegengleitfläche zu beaufschlagende Rückseiten- keit und dem Hochdruck- bzw. Niederdruckraum
fläche aufweist, und bei der zwischen dem Gleit- axial am hinteren Ende der den Gleitring tragenden
ring und dem einen ihm zugeordneten Maschi- 15 Hülse.
nenteil eine Sekundärdichtung im Bereich zwi- Der Nachteil dieser bekannten Gleitringdichtungen sehen dem abzudichtenden Fluid und dem besteht darin, daß ihre Baulänge zwangläufig sehr Niederdruckraum vorgesehen ist, wobei durch die groß ist und eine gute Kühlung praktisch nicht zu erBemessung der in axialer Richtung druckbeauf- reichen ist.
schlagten Flächen eine selbsttätige Regulierung 20 Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für
des Sperrflüssigkeitsdrucks durch Veränderung eine Gleitringdichtung der eingangs geschilderten Art
der Spaltweite eintritt und zwischen dem Gleit- einerseits eine besonders kurze Baulänge zu erzielen,
ring und dem sich gegen ihn relativ drehenden andererseits eine besonders gute Kühlung der zusätz-
Maschinenteil eine das unter höherem Druck ste- liehen, die Sperrflüssigkeit gegenüber dem Nieder-
hende Fluid von der Sperrflüssigkeit trennende 25 druckraum bzw. dem Hochdruckraum absperrenden
Dichtung angeordnet ist, dadurch gekenn- Dichtungen herbeizuführen.
zeichnet, daß die Dichtung (43) zwischen Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gedem abzudichtenden Fluid (18) und der Sperr- löst, daß die Dichtung zwischen dem abzudichtenden flüssigkeit bzw. die Dichtung (42) zwischen der Fluid und der Sperrflüssigkeit bzw. die Dichtung zwi-Sperrflüssigkeit und dem Niederdruckraum als 30 sehen der Sperrflüssigkeit und dem Niederdruckraum axial anstellbare Gleitringdichtung ausgebildet als axial anstellbare Gleitrichtung ausgebildet ist, deist, deren gleitende Stirnfläche an der Stirnseite ren gleitende Stirnfläche an der Stirnseite des die (28) des die Spaltweitenänderung für die Sperr- Spaltweitenänderung für die Sperrflüssigkeit bewirflüssigkeit bewirkenden Gleitrings (L) dichtend kenden Gleitrings dichtend anliegt,
anliegt. . 35 Vorzugsweise wird bei Anordnung der Gleitring-
2. Gleitringdichtung nach Anspruch 1, dadurch dichtung zwischen Sperrflüssigkeit und Niederdruckgekennzeichnet, daß bei Anordnung der Gleit- raum hinter dem veränderlichen Spalt im Bereich der ringdichtung (42) zwischen Sperrflüssigkeit und Ausflußöffnung für die Sperrflüssigkeit ein vom Niederdruckraum hinter dem veränderlichen Gleitring vorstehender Umlenkkragen für die Sperr-Spalt im Bereich der Ausflußöffnung (46) für die 40 flüssigkeit vorgesehen.
Sperrflüssigkeit ein vom Gleitring (L) vorstehen- Der besondere Vorteil der Gleitringdichtung nach
der Umlenkkragen (S3, 54) für die Sperrflüssig- der Erfindung besteht darin, daß jeweils jede Dichkeit vorgesehen ist. tung und auch die vom Gleitring gebildete Drossel
strecke in einer radialen Ebene liegen, wodurch eine 45 besonders kurze Baulänge erzielt wird. Außerdem
wird unter Berücksichtigung der Tatsache, daß die
zusätzlichen, den Austritt der Sperrflüssigkeit verhindernden Dichtungen als Berührungsdichtungen aus-
Die Erfindung betrifft eine Gleitringdichtung mit gebildet sind, eine gute Kühlung dieser zusätzlichen einer dem radial sich erstreckenden Dichtungsspalt 50 Dichtungen erreicht, weil sie unmittelbar neben der zugeführten Sperrflüssigkeit, bei welcher der axial Zu- bzw. Abflußöffnung für die als Kühlmittel wirverschiebbare Gleitring drehgesichert und axial ver- kende Sperrflüssigkeit liegen. Dabei ist noch zu beschiebbar gegenüber einem der sich relativ zueinan- achten, daß durch diese Anordnung eine besondere der drehenden Maschinenteile abgedichtet angeord- Dichtheit gegenüber der ausschließlichen Verwennet ist und eine vom Druck des abzudichtenden 55 dung von Drosselstrecken erreicht wird.
Fluids im Sinne des Anpressens seiner Gleitflächen- Der erzielte technische Fortschritt ist darin zu se-
seite auf die am anderen Maschinenteil angebrachte hen, daß eine hohe Lebensdauer bei besseren Dich-Gegengleitfläche zu beaufschlagende Rückseiten- tungseigenschaften als bei den bisherigen Dichtungen fläche aufweist, und bei der zwischen dem Gleitring gewährleistet ist. Durch die bisher nicht bekannte und dem einen ihm zugeordneten Maschinenteil eine 60 Anordnung sowohl einer den Austritt der Sperrflüs-Sekundärdichtung im Bereich zwischen dem abzu- sigkeit zum Hochdruckraum als auch einer den Ausdichtenden Fluid und dem Niederdruckraum vorge- tritt der Sperrflüssigkeit zum Niederdruckraum absehen ist, wobei durch die Bemessung der in axialer grenzenden Berührungsdichtung wird der Austritt Richtung druckbeaufschlagten Flächen eine selbsttä- des Speirmediums sowohl zu der einen als auch der tige Regulierung des Sperrflüssigkeitsdrucks durch 65 anderen Seite wirksam verhindert. Dabei ist im übri-Veränderung der Spaltweite eintritt und zwischen gen gewährleistet, daß die als Berührungsdichtungen dem Gleitring und dem sich gegen ihn relativ drehen- ausgebildeten zusätzlichen Dichtungen keinen weden Maschinenteil eine das unter höherem Druck ste- sentlichen Druckdifferenzen ausgesetzt sein können;
DE1600523A 1967-06-03 1967-06-03 Gleitringdichtung mit einer dem Radial sich erstreckenden Dichtungsspalt zugeführten Sperrflüssigkeit Expired DE1600523C3 (de)

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