DE1619210C - - Google Patents

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DE1619210C
DE1619210C DE19661619210 DE1619210A DE1619210C DE 1619210 C DE1619210 C DE 1619210C DE 19661619210 DE19661619210 DE 19661619210 DE 1619210 A DE1619210 A DE 1619210A DE 1619210 C DE1619210 C DE 1619210C
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3 4 ■ .
Polyvinylchlorid-Schaumkunstleders durch Aufbrin- Geeignete Treibmittel, welche eine Zersetzungsgen zweier unterschiedlicher Schichten aus Polyvinyl- temperatur unter 150° C besitzen, sind organische choridpaste ohne Zwischenerwärmen auf eine poly- Azo-, Hydrazo-, Nitroso-und Azid-Verbindungen, bei-, vinychloridabweisende Trägerunterlage, Auflegen spielsweise N,N'-Dinitroso-N,N'-dimethylterephthaleiiier Textilauflage, anschließendes Erwärmen und 5 amid, Benzol-l,3-disulfohydrazid und insbesondere Ausgelieren der Paste und schließlich Abziehen des" Diphenylsulfon-3,3'-disulfohydrazid. abgekühlten Kunstleders von der Trägerunterlage. Die verwendeten Treibmittel sollen sich demnach
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß man bei unterhalb der Geliertemperatur der Polyvinylchlorideinem solchen Verfahren als die auf die polyvinyl-' paste zersetzen. . -.· «■-,.-
chloridabweisende Trägerunterlage aufzubringenden 10 Ungeeignet sind demnach organische Treibmittel zwei unterschiedlichen Schichten aus Polyvinyl- mit einer Zersetzungstemperatur über 150° C, beichloridpaste zunächst eine Polyvinylchloridpaste auf- spielsweise Azodicarbonamid, die bekanntlich zu trägt mit einem Weichmachergehalt von 30 bis 45 Ge- geschlossenporigen Polyvinylchlorid-Schaumstoffen wichtsprozent und einem Treibmittelgehalt von 0,2 führen.
bis 2,0 Gewichtsprozent eines sich unter 150° C zer- 15 Das Verfahren wird in folgender Weise durchgesetzenden Treibmittels und anschließend auf diese 'führt: Auf eine polyvinylchloridabweisende Trägerflüssige Pastenschicht eine weitere Schicht einer Poly- unterlage, beispielsweise ein Trägerpapier oder Trävinylchloridpaste aufbringt mit einem Weichmacher- gergewebe oder auch gegebenenfalls eine entspregehalt von 40 bis 50 Gewichtsprozent -und einem chend vorbehandelte Metallunterlage, wird die Deck-Treibmittelgehalt von 1,0 bis 5,0 Gewichtsprozent des 20 Strichpaste mit Hilfe einer Rakel oder mit Hilfe eines sich unter 1500C zersetzenden Treibmittels, wobei Reverse-Roll-Coater aufgetragen. Unmittelbar andie Gewichtsprozent jeweils auf die Summe von Poly- schließend wird auf diese noch flüssige Polyvinylvinylchlorid und Weichmacher bezogen sind, die zu- chloridpaste mit Hilfe einer Rakel die zweite Schicht, nächst aufgetragene Paste eine höhere Viskosität be- bestehend aus der Schaumlagepaste, aufgestrichen, sitzt als die dann anschließend aufgetragene Paste 35 Auf diese beiden flüssigen Pastenschichten wird ab- und die als zweite Lage aufgetragene Paste stärker schließend ein Gewebe, Gewirke oder Vlies aufgelegt, schäumend ist als die zunächst aufgetragene Paste. Der so vorbehandelte Schichtstoff wird kontinuier-
Trotzder Offenporigkeit des. erhaltenen Schaum- lieh einem Heißluftkanal zugeführt, in dem die Gekunstleders ist dieses wasserdicht und atmungsaktiv. lierung und Expandierung der Pasten zu offenporigen Es war nicht zu erwarten, daß man bei Anwenden der 30 Schaumstoffen erfolgt.
Naß-in-Naß-Methode ein wasserdichtes und atmungs? . Der Heißluftkanal besitzt im allgemeinen eine aktives Kunstleder erhalten würde, vielmehr war zu Temperatur von 150 bis 200° C, insbesondere von erwarten, daß wegen der offenporigen Deckschicht 170 bis 1800C, und kann durch Warmluft beheizt diese nicht wasserdicht wäre. werden.
Die als Deckstrichpaste verwendete Polyvinyl- 35 Nach Abkühlung des entstandenen Schaumkunstchloridpaste besitzt im allgemeinen folgende Zusam- leders wird dieses von der Trägerunterlage abgezogen, mensetzung: Die Trägerunterlage kann gegebenenfalls mit einer-
55 bis 70 ' Gewichtsteile Polyvinylchloridpulver, färbung versehen sein, so daß ein nachträglicher
45 bis 30 Gewichtsteile Weichmacher, PrageprozeßentfhUt. ...... . . -
0,2 bis 2,0 Gewichtsteile unter 150° C sich *» Dlf, nach der ernndungsgemaßen Arbeitsweise herzersetzende Treibmittel · gestellten atmenden Polyvmylchlond-Kunstleder wi-
0,1 bis 10 Gewichtsteile Füllstoffe', Farbstoffe deistehen einem Wasserdruck von 150 bis 250 mm
und Stabilisatoren. S^16, *?V^T, Luftdurchlassigkeit \on ^a
7000 l/Min./m2 bei 0,1 atü bzw. einer Luftdurchlas-
Der Anteil des Treibmittels in der Deckstrichpaste 45 sigkeit von etwa 14000 bis 20000 l/Min./m2 bei beträgt demnach von 0,2 bis 2,0 Gewichtsprozent, 0,5 atü, gemessen in Anlehnung an DIN 53 868. bezogen auf die Summe aus Polyvinylchlorid und _, . . .
Weichmacher. - Beispiel
Die als zweite Lage verwendete sogenannte Schaum- Auf ein genarbtes, polyvinylabweisendes Trägerlagepaste hat im allgemeinen folgende Zusammen- 50 papier wird mit Hilfe einer Walzenrakel eine PoIysetzung: - vinylchloridpaste folgender Zusammensetzung auf-
50 bis 60 Gewichtsteile Polyvinylchloridpulver, getragen:
50 bis 40 Gewichtsteile Weichmacher, 59,8 Gewichtsteile pulverförmiges Polyvinylchlorid,
1 bis 5 Gewichtsteile eines Treibmittels mit 31,6 Gewichtsteile Weichmachergemisch,
einer Zersetzungstemperatur unter 55 1,0 Gewichtsteil Stabilisator, '
15O0C, 811 Gewichtsteile Füll- und Farbstoffe,
0,5 bis 5,0 Gewichtsteile Stabilisatoren, Füllstoffe 0,5 Gewichtsteile Treibmittel.
und/oder Farbstoffe. Die Schichtstärke beträgt 0,15 mm. Anschließend Der Anteil des Treibmittels in der Schaumlage- 60 ™rd mit Hilfe einer nachgeschalteten Walzenrakel paste beträgt demnach 1 bis 5 Gewichtsprozent, be- eme Polyvinylchlordpaste der folgenden Zusammenzogen auf die Summe aus Polyvinylchlorid und Setzung ·,..·,„, · ,■ Ui -j Weichmacher. 57,0 Gewichtstelle Polyvinylchlorid,
Die erste sogenannte Deckstrichpaste wird im all- 49$ Gewichtstelle Weichmacher,
gemeinen in einer Dicke von 0,05 bis 0,2 mm, ins- 65 M Gewichtsteie Füllstoff,
besondere von 0,1 bis 0,2 mm, aufgetragen; die zweite J£ Gewich s ei e Stabilisator,
Schaumlagepaste in einer Dicke von ofl bis 0,5 mm, 2>° Gewichtsteile Treibmittel
insbesondere von 0,1 bis 0,3 mm. auf die zuerst aufgebrachte, noch flüssige Paste der-
art aufgetragen, daß sich die beiden Pasten nicht miteinander vermischen.
Die Schichtstärke beträgt etwa 0,25 mm.
Auf.die zuletzt aufgebrachte Pastenschicht (Schaumlage) wird kontinuierlich mit Hilfe eines Breithalters und ohne Dnickanwendung ein 150 g/m2 schweres Trikotgewebe aufgelegt. Das Trägerpapier mit den beiden Pastenschichten und dem Trikotgewebe wird mit einer Geschwindigkeit von 5 m/Min, durch einen 15 m langen, in drei Zonen eingeteilten Gelierkanal
ίο
mit horizontaler Heißluftführung (Heißlufttemperatur 175 bis 18O0C) geführt, wobei die Pastenschichten gelieren und expandieren und mit dem Trikotgewebe haftfest verbunden werden. Nach Abkühlung wird das Trägerpapier von dem genarbten Kunstleder abgetrennt.
Das Polyvinylchlorid-Schaumkunstleder hat eine Luftdurchlässigkeit von -etwa 20100 l/Min./m2 bei 0,5 atü und. eine Wasserdichtigkeit von 120 bis 185 mm WS. ' : '

Claims (1)

1 2
da zwischen Deck- und Zwischenlage keine oder nur Patentanspruch: wenig korrespondierende offene Zellen vorhanden
sind.
' Verfahren zur Herstellung eines wasserdichten, Bei einem weiteren bekannten Verfahren werden in
·' atmungsaktiven Polyvinylchlorid-Schaumkunst- 5 einer Strerchanlage mit zwei hintereinandergeschalteleders durch Aufbringen zweier unterschiedlicher ten Rakeln nach dem vorstehend geschilderten Um-Schichten aus Polyvinylchloridpaste ohne Zwi- kehrverfahren zwei Polyvinylchloridpasten naß in naß schenerwärmen auf eine polyvinychloridabwei- übereinandergeschichtet. Die nach diesem Verfahren sende Trägerunterlage, Auflegen einer Textilauf- ·" gebildeten Kunstleder .enthalten jedoch mir eine lage, anschließendes Erwärmen und Ausgelieren io Schicht aus einer treibmittelhaltigen Paste. Sie sind der Paste und schließlich Abziehen des abgekühl- daher auch nicht ausreichend atmungsaktiv (Melliand ten Kunstleders 'von-' der .Trägerunterlage, da-. Textilberichte[1963], S. 393 und 394).
durch gekennzeichnet, daß man als die -Esist auch bekannt, poröse,flexible, mit Kunststoff auf die Polyvinylchlorid abweisende Trägerunter- beschichtete Flächengebilde in der Weise herzustellageaufzubringenden zwei unterschiedlichen 15 len, daß den Beschichtungsmassen wasser-, säure-Schichten aus PVG-Paste zunächst eine Poly- oder alkalilösliche Füllstoffe zugesetzt werden, die vinylchloridpaste aufträgt mit einem Weich- nach dem erfolgten Auftrag und Filmbildung der Bemachergehalt von 30 bis 45 Gewichtsprozent und Schichtungsmasse durch eine Nachbehandlung mit einem Treibmittelgehalt von 0,2 bis 2,0 Gewichts- Wasser, verdünnten Alkalien bzw. Säuren wieder herprozent eines sich - unter. 150° C zersetzenden ao ausgelöst und ausgewaschen werden. Die Porosität Treibmittels und anschließend auf diese flüssige und Gasdurchlässigkeit der aufgetragenen Schicht Pastenschicht" eine weitere Schicht einer Poly- sind von der Menge, Art, Form und Größe der lösvinylchloridpaste aufbringt mit einem Weich- liehen Füllstoffe und von der Schichtstärke des Aufmachergehalt von 40 bis 50 Gewichtsprozent und träges abhängig. Derart hergestellte Beschichtungen einem Treibmittelgehalt von 1,0 bis 5,0 Gewichts- 25 haben unter anderem den Nachteil, daß mit zuneh-. prozent des sich unter 1500C zersetzenden Treib- mender Porosität und Gasdurchlässigkeit auch die . mittels, wobei die Gewichtsprozent jeweils auf die Wasserdurchlässigkeit ansteigt, was für viele Anwen-Summe von Polyvinylchlorid und Weichmacher dungszwecke, beispielsweise für Regenbekleidung, bezogen sind, die zunächst aufgetragene Paste Schuhoberstoffe usw., unerwünscht ist.
eine höhere Viskosität besitzt als die dann an- 30 Ferner sind Verfahren zur Herstellung von luftschließend aufgetragene Paste und die als zweite und wasserdampfdurchlässigen, flexiblen Flächen-Lage aufgetragene Paste stärker schäumend ist als gebilden bekannt, bei welchen die Trägermaterialien die zunächst aufgetragene Paste. wie Gewebe, Gewirke, Papiere, Vliese usw. mit einer
. . .· . ' wäßrigen Polyvinylchloriddispersion beschichtet wer-
. 35 den, die neben Weichmachern, Stabilisatoren, Füll-
stoffen, Pigmenten auch ein nicht verpastbares Polyvinylchlorid, beispielsweise hergestellt nach nach dem Suspensions-Polymerisations-Verfahren, in einer Korn-
Zur Herstellung von Polyvinylchlorid-Schaum- größe von 0,05 bis 0,35 mm enthalten (deutsche Auskunstledern sind verschiedene Verfahren bekannt. 40 legeschrift 1045 359).
So kann man im Direktbestrich auf einen Textil- . Menge -und Körnung des zugesetzten Polyvinyträger eine treibmittelhaltige -Polyvinylchloridpaste chloridpulvers bestimmen die Porosität der Beschichaufbringen, welche anschließend geliert und expan- ■ tung. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß die diert wird, worauf man nach dem Abkühlen eine Filmbildung der Beschichtungsmasse in zwei Arbeitsweitere Schicht aus einer treibmittelhaltigen Paste 45 gangen erfolgen muß, wobei in der ersten Stufe bei aufbringt, welche in gleicher Weise geliert und etwa 90 bis 120° C das Dispersionswasser verdunstet expandiert wird. und in der zweiten Stufe die Gelierung des Polyvinyl-
Derartige Kunstleder sind nicht atmungsaktiv, d.h. · Chlorids bei 150 bis 180° C vorgenommen wird,
nicht luft- und wasserdampfdurchlässig, obwohl beide Ein weiterer Nachteil der nach diesem Verfahren
Schichten offenporig sind, da die- Poren der Unter- 50 hergestellten atmenden Kunstleder ist die geringe schicht nicht mit denen der Oberschicht korrespon-' Wasserdichtigkeit, verursacht durch die relativ grobdieren und beide Schaumlagen mit einer dünnen, ge- porige Struktur der Beschichtung.-Schon unter einem ,schlossenen Gelierhaut überzogen sind. Überdruck von 80 bis 100 mm WS (in Anlehdung an
Es ist auch bekannt, im sogenannten Umkehrver- DIN 53 868) perlt das Wasser durch die Beschichfahren, auch CC-Verfahren genannt, Polyvinychlorid- 55 tung durch, während die Luftdurchlässigkeit nur Schaumkunstleder herzustellen, wobei auf einen poly- 1800 l/Min./m2 bei 0,5 atü beträgt,
vinylchloridabweisenden Träger, z. B. Papier, eine Nach den Verfahren des Standes der Technik er-
treibmittelhaltige Polyvinylchlorid-Deckstrichpaste in hält man also keine ausreichend atmungsaktiven einer Stärke von etwa 100 bis 200 g/m2 aufgestrichen, Kunstleder mit Polyvinylchloridbeschichtungen. Bei anschließend vorgeliert und in einem weiteren Ar- 60 den sogenannten CC-Verfahren liegen zwischen den beitsgang die treibmittelhaltige Paste für die Mittel- beiden offenporigen Schichten keine oder nur wenig lage aufgestrichen und hierauf die Textilauflage, bei- korrespondierende offene Zellen vor. Bei dem bespielsweise ein Trikotgewebe, aufgebracht wird. Nach kannten Naß-in-Naß-Verfahren wird ebenfalls keine der Gelierung, Expandierung und Abkühlung wird ausreichende Atmungsaktivität erreicht, da nur eine das Kunstleder von dem Träger abgehoben (deutsche 65 Schaumschicht vorliegt, welche von einer treibmittel-Auslegeschrift 1063112). Trotzdem beide Schaum- freien Schicht bedeckt ist.
lagen (Deck- und Zwischenlage) offenporig sind, ist Aufgabe der Erfindung ist ein Verfahren zur Her-
das erhaltene Schaumkunstleder nicht atmungsaktiv, stellung eines atmungsaktiven und wasserdichten
DE19661619210 1966-07-26 1966-07-26 Verfahren zur Herstellung von praktisch wasserdichtem,atmungsaktivem Polyvinylchlorid-Schaum-Kunstleder Granted DE1619210A1 (de)

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DEC0039715 1966-07-26

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DE19530088A1 (de) * 1995-08-16 1997-02-20 Abb Patent Gmbh Wandisolierung für Fahrzeuge

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DE2359170A1 (de) * 1973-11-28 1975-06-05 Monforts Fa A Verfahren zum herstellen eines endlosen mitlaeufers
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