DE163640C - - Google Patents
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- DE163640C DE163640C DENDAT163640D DE163640DA DE163640C DE 163640 C DE163640 C DE 163640C DE NDAT163640 D DENDAT163640 D DE NDAT163640D DE 163640D A DE163640D A DE 163640DA DE 163640 C DE163640 C DE 163640C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L1/00—Devices along the route controlled by interaction with the vehicle or train
- B61L1/02—Electric devices associated with track, e.g. rail contacts
- B61L1/04—Electric devices associated with track, e.g. rail contacts mechanically actuated by a part of the vehicle
- B61L1/045—Electric devices associated with track, e.g. rail contacts mechanically actuated by a part of the vehicle actuated by fluid-pressure
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)
Description
tiW- ^M
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft einen an den Eisenbahngleisen anzubringenden Stromschließer,
bei dem durch ein darüber fahrendes Eisenbahnfahrzeug Quecksilber in einen besonderen
Behälter gedruckt und von hier aus weiter fließend zur Herstellung von Kontakten verwendet
wird. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß der Kontakt durch den Strahl ■ des zurückfließenden Quecksilbers bewirkt
ίο wird, und zwar derart, daß nicht ein einziger
Stromschluß entsteht, sondern eine ganze Reihe aufeinander folgender Stromstöße.
Erreicht wird dies dadurch, daß der den Kontakt mit dem Quecksilberstrahl bewirkende
Metallkörper an derjenigen Stelle angeordnet ist, wo sich der ausfließende Quecksilberstrahl
in Tropfen auflöst.
In beiliegender Zeichnung sind verschiedene Ausführungsformen eines derartigen Strom-
ao Schließers dargestellt.
Fig. ι zeigt einen Radtaster, bei dem das Kontaktgefäß beim Befahren durch Vermittlung
einer Druckschiene in eine veränderte^ Lage gebracht wird.
Das Gefäß enthält zwei Kammern, die durch einen Kanal miteinander in Verbindung
stehen. Die beiden Kammern sind so angeordnet, daß abwechselnd jede derselben eine
höhere oder niedere Lage gegenüber der anderen einnimmt, je nachdem die Druckschiene
befahren oder frei ist. Das in dem Gefäß enthaltene Quecksilber strömt dann durch den Verbindungskanal abwechselnd in
der einen oder der anderen Richtung, wobei die Kontaktschraube der oberen Kammer in
das Quecksilber eintaucht, während die der unteren Kammer sich an der Stelle befindet,
wo der ausfließende Quecksilberstrahl sich in Tropfen auflöst. Ein von einer Schraube zur
anderen fließender elektrischer Strom wird also beim jedesmaligen Loslösen eines Quecksilbertropfens
unterbrochen.
Bei "dem in Fig; 2 dargestellten Schienendurchbiegungskontakt
sammelt sich das durch Druck auf die Membrane 4 im Steigrohr 5 in die Höhe getriebene Quecksilber in dem
Kelch 6 und findet von dort aus Abfluß durch das Rohr 8 aus isolierendem Material
am Kontaktstift 2 vorbei in den Sammelbehälter 7. Der Kontaktstift befindet sich
auch hier an der Stelle, wo sich der Quecksilberstrahl in einzelne Tropfen auflöst. Ein
elektrischer Strom von einer Leitung 10 über den Kontaktstift 2 durch den Quecksilberstrahl
zum Körper des Kontaktes wird also jedesmal in dem Augenblick unterbrochen, wo sich ein Tropfen von dem geschlossenen
Quecksilberstrahl loslöst.
In den Fig. 3 und 4 ist ein Schienendurchbiegungskontakt dargestellt, bei dem noch eine
besondere Vorrichtung angebracht ist, welche die Tropfenbildung unabhängig von der Ausflußgeschwindigkeit
des Quecksilbers und örtlich genau festlegt. Außerdem bewirkt sie eine Vergrößerung sowohl der Masse eines
jeden Tropfens als auch des stromfreien Zeitraumes zwischen je zwei Tropfen.
Diese Tropfenbildungseinrichtung besteht aus einem seitlich an dem Kelch angebrachten
zylindrischen Gefäß 1 aus isolierendem Material,
dessen Boden in eine weite Ausströmungsröhre mit eingesetztem Kontaktkörper 2 ausläuft.
Der Kelch steht mit diesem Tropfengefäß durch einen engen Kanal 3 in Verbindung,
der im Kontaktgefäß 1 in tangentialer Richtung zum Zylindermantel mündet.
Der Vorgang bei der Kontaktgabe ist folgender: Das durch Druck auf die Membrane 4
über das Steigrohr 5 in den Kelch 6 getretene Quecksilber füllt letzteren bis zum oberen
Rande an und beginnt sogleich durch den Kanal 3 in das Tropfgefäß 1 zu fließen. Das
hier eingetretene Quecksilber fließt nun nicht sofort durch die untere Öffnung ab, sondern
läuft infolge der ihm mitgeteilten tangentialen Geschwindigkeit am äußeren Rande des
trichterförmigen Bodens im Kreise herum. Durch den stetigen Zufluß bildet sich ein geschlossener,
allmählich anwachsender umlaufender Ring, der einerseits durch die Fliehkraft in senkrechter Richtung auseinandergetrieben,
andererseits aber durch die mit der Quecksilbermenge , wachsende , Querschnittsbelastung sowohl, wie durch Geschwindigkeits-
verlust der Quecksilberteilchen infolge Reibung unter sich und an der Gefäßwandung
mehr und mehr zusammengedrückt wird. Der Ring nimmt infolgedessen einen immer kleiner
werdenden inneren Durchmesser an.
Der zuletzt innerhalb der Quecksilbermasse sich bildende enge Luftkanal schließt sich
dann plötzlich an seiner tiefsten Stelle, und infolge der großen Kohäsion des Qecksilbers
pflanzt sich dieser Zusammenschluß augenblicklich bis zur Oberfläche fort.
Der mittlere, über der Ausströmungsöffnung schwebende Kern des jetzt gebildeten vollen
Drehkörpers hat, weil die Wirkung der Fliehkraft in diesem Teil jetzt fast vollständig
.40 verschwindet, keinen Halt mehr und fließt, durch sein Gewicht getrieben, durch die Ausströmungsröhre
in den Sammelbehälter 7 ab. Während dieses Ausströmens ist eine leitende Verbindung von dem Kontaktkörper 2, über
die Quecksilbermasse im Tropfgefäß ι, durch Kanal 3 zum metallischen Kelch 6 und damit
zum Körper des Schienenkontaktes hergestellt.
Ist ein gewisser Teil des Quecksilbers ausgeströmt, so wird schließlich die Fliehkraft
der noch zurückgebliebenen Quecksilberteilchen größer als die Kohäsion mit den abfließenden,
wodurch ein Abreißen veranlaßt und die leitende Verbindung des Kontaktstiftes mit
dem Kelch wieder unterbrochen wird.
Dieser soeben beschriebene Vorgang wiederholt sich in schneller Folge solange, als Quecksilber
aus dem Kelch in das Tropfgefäß überfließt.
Aus dem Sammelbehälter 7 fließt das Quecksilber durch den Rücklaufkanal 9 unter die
Membrane des ' Schienendurchbiegungskontaktes zurück.
Claims (2)
1. Streckenstromschließer, bei welchem ein Gefäß durch einen den Stromschließer
befahrenden Zug mit Quecksilber gefüllt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Pol der Stromquelle in dem aus
diesem Gefäß ausfließenden Quecksilberstrahl an derjenigen Stelle eingeführt ist,
wo dieser Strahl sich in Tropfen auflöst, während der andere Pol mit dem Quecksilber
in dem Gefäß in bleibender elekfrischer Verbindung steht, zu dem Zwecke,
bei jedesmaligem Befahren des Streckenstromschließers eine Folge von Stromschlüssen
und Stromunterbrechungen zu erzielen. -
2. Eine Ausführungsform des Streckenstromschließers nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß durch eine trichter-' förmige Vorrichtung der Quecksilberstrahl
geführt wird, daß ein Wirbel entsteht, in dessen Mitte die Tropfenbildung langsamer
und regelmäßiger stattfindet als im freien Strahl.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE163640C true DE163640C (de) |
Family
ID=429303
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT163640D Active DE163640C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE163640C (de) |
-
0
- DE DENDAT163640D patent/DE163640C/de active Active
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