DE164777C - - Google Patents

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DE164777C
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C02—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F5/00—Softening water; Preventing scale; Adding scale preventatives or scale removers to water, e.g. adding sequestering agents
    • C02F5/08—Treatment of water with complexing chemicals or other solubilising agents for softening, scale prevention or scale removal, e.g. adding sequestering agents

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Sludge (AREA)

Description

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fetfSEMJCHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, die Kesselsteinbildung bei stark salzhaltigem Speisewasser zu verhüten. Letzteres wird erhalten, indem dem Speisewasser, je nach dem Dampfdruck und der Dampftemperatur, die erzielt werden sollen, veränderliche Mengen von löslichen Salzen, wie Chlornatrium, Chlorcalcium usw., zugesetzt werden, oder es wird ein natürliches salzhaltiges Wasser, wie das Meerwasser, verwendet.
Diesem salzhaltigen Wasser wird eine nach den Betriebsbedingungen und den Eigenschaften des Wassers sich richtende Menge eines Produkts zugesetzt, das aus Bariumchlorid, Tannin und gallertartigen, organischen Substanzen besteht, wie solche sich als Abfälle der Gerberei ergeben, und dessen Zusammensetzung z. B. die folgende sein kann:
Bariumchlorid 160 Teile, Tannin, gereinigt, 40 Teile, gallertartige Substanzen 20 Teile.
Das neue Verfahren ergibt folgende Resultate.
Das Chlorbarium setzt sich mit den im Wasser in Lösung befindlichen Sulfaten zu fein verteiltem, unlöslichem und nicht an den Wänden haftendem Bariumsulfat um, das von den gelatinösen Substanzen leicht suspendiert erhalten wird:
X SOi + Ba Cl2 = Ba SOi + XCl2.
Die nach dieser Formel neu gebildeten, äußerst leicht löslichen Chloride sind an einer Zersetzung infolge von Erwärmung durch die Gegenwart zahlreicher Polychloride verhindert, die bekanntlich der Zersetzung unbeständiger Chloride entgegenwirken.
Das Tannin zersetzt die Karbonate und Bikarbonate und bildet mit ihren Basen unlösliche leichte Lacke, die den Kesselschlamm im Wasserumlauf suspendiert erhalten.
Die gallertartigen Körper bilden mit den verschiedenen gelösten Salzen komplexe Körper, die ihrerseits die durch die Verdampfung ausgeschiedenen festen Bestandteile einhüllen und sie suspendiert erhalten.
Das spezifische Gewicht des Wassers kann durch die genannten Zusätze auf 2° Be. und darüber erhöht werden, erhält dabei den Kesselschlamm entsprechend leichter suspendiert und ermöglicht durch die Erhöhung des Siedepunkts eine Erhöhung der Wassertemperatur über die dem Dampfdruck entsprechende Temperatur, wodurch wiederum die Beladung des Dampfs mit Flüssigkeit^- teilchen verringert und ein trocknerer Dampf erzielt wird.
Das einzelne Flüssigkeitsteilchen wird beim Aufsteigen zur Oberfläche und bei der Dampfbildung konzentriert, sein spezifisches Gewicht demnach erhöht, so daß es schneller wieder zur Heizfläche hinabsinkt und auf diese Weise den Wasserumlauf im Kessel verstärkt.
Diese sich aus dem neuen Verfahren ergebenden chemischen und physikalischen Wirkungen bedingen erhebliche technische und ökonomische Vorteile.
Einmal wird jede Ablagerung von an den Kesselwänden haftendem Material vermieden; der Schlamm bleibt in der Wasserströmung suspendiert und kann infolgedessen während des Betriebs abgezogen werden; der Wasserumlauf wird durch die Erhöhung des spezifischen Gewichts verstärkt und dadurch eine erheblich bessere Ausnützung der Heizoberfläche, eine kräftigere Verdampfung und infolge der Siedeverzögerung ein trocknerer Dampf erzielt. Man erhält dadurch wiederum eine bessere Ausnützung des Brennstoffs, kann das Schüren der Feuerung ohne Beeinträchtigung des Betriebsergebnisses wesentlich verstärken und auf diese Weise die Leistung des Kessels wesentlich erhöhen. .
Ferner verhindern die genannten Zusätze sowohl die Zersetzung der Chloride als auch die Kesselsteinbildung und sichern damit den
ao Kessel gegen jede Beschädigung der Bleche, gegen Korrosionen und Explosionen; infolgedessen wird nicht nur eine höhere Ausbeute, sondern auch eine stärkere Schonung des Kesselmaterials erzielt, die Betriebssicherheit wesentlich erhöht und gleichzeitig die Verwendung stark salzhaltiger Wässer, insbesondere des Meerwassers, ohne die Notwendigkeit einer chemischen Reinigung oder Destillation, ermöglicht.
Schließlich treten die gleichen Reaktionen wie zwischen den Kalksalzen und den nach dem neuen Verfahren verwendeten Zusätzen auch zwischen letzteren und altem, selbst schon sehr verhärtetem Kesselstein auf, so daß das neue Verfahren auch die Reinigung alter Kessel vom Kesselstein ermöglicht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: ·
    Verfahren zur Verhütung der Kesselsteinbildung, dadurch gekennzeichnet, daß dem zur Kesselspeisung dienenden, zwecks Erhöhung des Siedepunkts lösliche Salze (Chlornatrium, Chlorcalcium, Chlormagnesiu'm u. dgl.) enthaltenden Wasser (z. B. Meerwasser) ein Gemisch von Bariumchlorid, Tannin und gallertartigen Körpern in solcher Menge zugesetzt wird, daß dadurch das spezifische Gewicht des Wassers auf 2° Be. oder darüber erhöht wird, zum Zweck, das Absetzen der aus dem Wasser ausgeschiedenen festen Teilchen und einen Angriff der Kesselbleche durch die Zersetzungsprodukte der Salze zu vermeiden.
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