DE16492C - Neuerungen an Luftballons - Google Patents

Neuerungen an Luftballons

Info

Publication number
DE16492C
DE16492C DENDAT16492D DE16492DA DE16492C DE 16492 C DE16492 C DE 16492C DE NDAT16492 D DENDAT16492 D DE NDAT16492D DE 16492D A DE16492D A DE 16492DA DE 16492 C DE16492 C DE 16492C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
balloon
gondola
combination
arrangement
balloons
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT16492D
Other languages
English (en)
Original Assignee
Graf A. APRAXINE in St. Petersburg
Publication of DE16492C publication Critical patent/DE16492C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64BLIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
    • B64B1/00Lighter-than-air aircraft

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 77: Sport.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. April 1881 ab.
Meine Verbesserungen bezwecken die Ausdehnung des Systems, welches sich nach dem Patent No. 6372 auf Ballons captifs bezog, auf freie Ballons, bei welchen das Auswerfen des Ballastes oder das Ablassen des Gases behufs Controlirens der Verticalbewegung durch mechanische Arbeit des Luftschiffers ersetzt wird. Die Dimensionen des Apparates werden im Verhältnifs zur Arbeitskraft angeordnet.
Fig. ι ist die Ansicht einer Form meines verbesserten Luftschiffes. α ist der Hauptballon mit Gondel b. Der Ballon α ist an der breitesten Stelle von einem Holzrahmen b1, welcher mit zwei Oesen ee versehen ist, umgeben.
d d1 sind zwei Söije, welche frei durch diese Oesen e e laufen und an den oberen Enden mit den Hülfsballons ί c1,' 'welche mit umgekehrten Fallschirmen ff1 versehen, verbunden sind.
Die entgegengesetzten Enden der Seile d dl werden in der Gondel b aufgewickelt, wo der Luftschiffer sie jederzeit erreichen und an einem beliebigen Punkt ihrer Länge anhalten kann.
Beim Aufsteigen des Luftschiffes befinden Sich die Hülfsballons c i1 in ungefähr gleicher Höhe mit dem Hauptballon α, mit welchem sie verbunden sind.
Ist die gewünschte Höhe erreicht und soll mit der steigenden Bewegung aufgehört werden, so giebt der Luftschiffer das Seil d frei und der Ballon c fängt an, sich zu heben.. Die anderen beiden Ballons werden hierdurch veranlafst, sich an dem Seil d zu senken.
Nachdem die Ballons α und cx eine Entfernung gleich der Hälfte der Länge des Taues d gesunken und der Ballon c eine entsprechende Entfernung höher gestiegen ist, zieht der Luftschiffer das Seil oder Tau d ein und den Ballon c nach dem Hauptballon a zurück. Zu gleicher Zeit giebt er das Tau d1 und mit diesem den zweiten Hülfsballon c1 frei.
Beim Senken schliefst sich der Schirm/, wie bei f1 dargestellt ist. Trotz des Luftdruckes auf diesen Schirm wirkt derselbe nicht hindernd auf das Sinken des Hauptballons a.
Durch das abwechselnde In- oder Aufserthätigkeitsetzen der Hülf ballons cc1 ist der Luftschiffer im Stande, die Verticalbewegung zu controliren, d. h. er kann nach Belieben steigen oder fallen oder sich in beliebiger Höhe mehr oder weniger lange halten.
"■ Es ist ersichtlich, dafs es vortheilhaft ist, den horizontalen Durchmesser ' der Ballons soviel als möglich zu verringern, d. h. statt die Ballons sphärisch herzustellen, denselben eine möglichst verlängerte Form zu geben und den Durchmesser des Fallschirmes zu erhöhen. Der Fallschirm wird so leicht als möglich hergestellt.
Fig. 2 zeigt eine Modification der Erfindung in Verbindung mit Schirmen//1, welche unterhalb des Hauptballons α von einer an der Gondel b befestigten Querstange b1 herabhängen. Die Querstange b1 ist mit zwei Rollen ee versehen, über welche die Seile dd1 laufen. Bei dieser Anordnung, wie auch bei der in Fig. 1 gezeigten, wird die Kraft des Luftschiffers nur beim Niedersteigen angewendet, weil der Apparat leichter ist als die Luft.
Fig. 3 zeigt eine zweite Modification, nach welcher die beiden nach unten hängenden Fallschirme ff1 mit Gewichten χ χ versehen
sind. Bei dieser Anordnung wird die Kraft des Luftschiffers beim Steigen beansprucht, weil der ganze Apparat schwerer als die Luft ist.
Fig. 4 zeigt eine dritte Modification, bestehend, wie bei Fig. i, aus einem Hauptballon α und zwei Hülfsballons cc1, welche oberhalb zweier Fallschirme ff1 angebracht sind.
Diese Vorrichtung wirkt wie die in der Fig. ι gezeigte Anordnung mit der Ausnahme, dafs der Apparat in diesem Fall schwerer als die Luft ist und das Steigen - desselben durch die Kraft des Luftschiffers bestimmt wird.
Fig. 5 zeigt in Seitenansicht und Fig. 6 im Grundrifs eine Anordnung, bei welcher der Apparat schwerer ist als die Luft.
α ist der Hauptballon, b ist die mit zwei beweglichen Stangen b2 <52 versehene. Gondel. Die beweglichen Stangen b1 P bewegen sich um eine Horizontalaxe (P und sind mit Rahmen /2 aus leichtem Holz versehen. Die Rahmen /2 sind mit Klappen g g versehen, welche sich von oben nach unten öffnen.
Die Stangen b2 #2 werden mittelst Arme ii und Kurbeln k k in Bewegung gesetzt. Die Kurbeln sind auf der Horizontalwelle I so aufgekeilt, dafs die Stangen entgegengesetzt wirken, indem nämlich, wenn das Ende der einen Stange sich mit seinem Rahmen senkt, sich das Ende derselben Seite der anderen Stange hebt.
Die Welle / wird durch den Luftschiffer mittelst der Kurbel m in Drehung versetzt. Senken sich die Rahmen /''/2, so werden die Klappen g g durch den Luftdruck geschlossen.
Fig. 7 ist eine Ansicht und Fig. 8 ein Grundrifs einer weiteren Modification meiner Erfindung.
α ist der Hauptballon; die Gondel ist mit zwei parallelen Stangen c% cz versehen, welche zum Halten zweier Schraubenräder/3/3 dienen. Diese Schraubenräder /3/3 sind auf die Verticalwellen g2g2 gekeilt, welch letztere mit Riem- oder Schnurscheiben A2 /?2 versehen sind.
Durch die Schnur ohne Ende P P, welche um die Scheiben P k2 läuft, werden die Schraubenräder gedreht, indem der Luftschiffer die Scheibe k2 mittelst der Kurbel/2 in Drehung versetzt.
Jedes Schraubenrad ragt in der Horizontalebene hervor, und zwar gleich der Hälfte des horizontalen Durchschnitts des Ballons in seinem breitesten Theil.
Diese beiden letzten Anordnungen können auch bei Apparaten angewendet werden, welche leichter als die Luft sind, und zwar hat man nur bei dem in den Fig. 5 und 6 gezeigten System die Klappen so anzubringen, dafs sie sich nach oben anstatt nach unten öffnen, während es bei dem letzten System nur nöthig ist, die Richtung der Schraubenlinien umzukehren.

Claims (1)

  1. Patent-AnSprüche:
    Die Combination zweier Hülfsballons
    zweier Schirme mit einem Luftballon.
    Die Combination zweier Schirme und einer Verbindungsstange mit der Gondel eines Luftballons, Fig. 3.
    Die Anordnung zweier Schirme ff1 und zweier Gewichte χ χ in Combination mit dem Hauptballon a, Fig. 3.
    Die Anordnung des Hauptballons a, der Taue d d1, des Rahmens b1 und der Oesen e e in Combination- mit der Gondel b, den Schirmen ff1 und den beiden Hülfsballons cc1, Fig. 4.
    Die Combination der Kurbel m, der Gondel b, der Axen d2 und der Kurbelarme k mit der Welle /, dem Ballon α und der Gondel b.
    Die Anordnung der Welle / und der Kurbel m in Combination mit denRahmen/2, Klappen^·, der Gondel b und dem Hauptballon a.
    Die Anordnung der festen Stangen c3 cs zum Halten der Schraubenräder /3/3 iri Verbindung mit den Verticalwellen g^g2.
    Die Combination der Kurbel /, Schneckenräder/3, Verticalwellen g1 und,der Gondel b mit der Scheibe P. und dem endlosen Seil oder der Schnur P eines Luftballons.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT16492D Neuerungen an Luftballons Active DE16492C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE16492C true DE16492C (de)

Family

ID=293481

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT16492D Active DE16492C (de) Neuerungen an Luftballons

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE16492C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE16492C (de) Neuerungen an Luftballons
DE592653C (de) Einrichtung fuer Koerperuebung und Volksbelustigung
DE282079C (de)
DE412391C (de) Volksbelustigungsvorrichtung zum Auf- und Abwaertsbefoerdern von Personen
DE73587C (de) Beweglich zwischen dem Ballon und der Gondel angebrachtes Schirmsegel für Luftschiffe
DE80151C (de)
DE216614C (de)
DE156091C (de)
DE20811C (de) Luftschiff mit Lenkvorrichtung
DE30179C (de) Apparat zur Rettung aus Feuersgefahr
DE263670C (de)
DE171555C (de)
DE32648C (de) Neuerung an Luftballons
DE38582C (de) Selbsttätiger Ventilationsapparat
DE69848C (de) Drachen - Fesselballon
DE48213C (de) Ringelspiel mit Schraubenbewegung der Fahrzeuge
DE306460C (de)
AT79785B (de) Flugmaschine mit übereinanderliegenden, entgegengeFlugmaschine mit übereinanderliegenden, entgegengesetzt sich drehenden Hubschrauben. setzt sich drehenden Hubschrauben.
DE132019C (de)
DE459456C (de) In die Hoehe zu werfende Koerper
DE174837C (de)
DE7885C (de) Apparat zum Heben von Wasser durch komprimirte Luft
DE75498C (de) Vorrichtung zum Erleichtern des Justirens von Schiffskompassen
DE208829C (de)
AT7127B (de) Aufzug für Gaslasternen.