DE165806C - - Google Patents

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DE165806C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D1/00Evaporating

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bei Verdampfern bereits bekannt, die einem Abdampf- oder Destillierkessel entströmenden Dämpfe zur Beheizung eines benachbarten Abdampfgefäßes zu benutzen. Ferner sind auch mit einem Heizmantel ausgestattete Eindampfgefäße allgemein gebräuchlich.
Vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf eine Vorrichtung zum Eindampfen von
ίο Lösungen, die sich von den bekannten Eindampfgefäßen durch bessere Ausnutzung der Wärme und Dämpfe sowie der Raumfläche bei verhältnismäßig niedriger Höhe unterscheidet, und zwar infolge Durchführung des Leitungsrohres der Lösung durch ein ringförmiges Dampfrohr, das in die Mitte des gleichfalls ringförmigen Eindampfgefäßes verlegt ist, und den Dampf aus dem benachbarten, den inneren freien Raum des Eindampfgefäßes ausfüllenden Kessel erhält.
Die Vorrichtung ist auf beiliegender Zeichnung dargestellt, und zwar ist Fig. 1 ein senkrechter Schnitt durch die Vorrichtung nach der gebrochenen Linie A-B- C in Fig. 2, Fig. 2 eine Draufsicht der Vorrichtung mit teilweisem Schnitt.
Der über einem Feuer in gewöhnlicher Weise angeordnete Abdampfkessel α ist durch einen Deckel c verschlossen und in üblicher Weise mit einer senkrechten Rührwelle b versehen, die Rührarme c trägt, so daß die auf dem Boden des Kessels aus der Flüssigkeit sich ausscheidenden festen Bestandteile, z. B. Kochsalz, in den seitlichen Trog d gestrichen werden, woraus sie in beliebiger Weise entnommen werden können.
Um nun die bei diesem Verfahren aus dem 'Kessel abziehenden Dämpfe zugleich zum Eindampfen von anderen Lösungen benutzen zu können, ist gemäß vorliegender Erfindung der Kessel α auf dem größten Teil seines Umfanges von einem ringförmigen, zu seiner Ausdehnung verhältnismäßig niedrigen Gefäß/ umgeben, das das Eindampfgefäß für diese anderen Flüssigkeiten bildet. Der dieses Gefäß oben verschließende Blechdeckel g trägt mehrere Abzugsrohre h, die an passenden Stellen verteilt sind und den entwickelten Dampf entweichen lassen sollen, wobei ihr Durchgangsquerschnitt sich mit Hilfe von Drosselklappen regeln läßt.
In dem Gefäß/ ist ein Rohr i derart angeordnet, daß es gerade in der Mitte der im Gefäß/ enthaltenen Lösung liegt. Es durchläuft die ganze Länge des Gefäßes und tritt mit seinen beiden Enden aus dessen senkrechten Stirnwänden heraus. Dieses Rohr i steht mittels Knierohr k und Stutzen j mit dem Abdampfkessel a in offener Verbindung, so daß der in dem letzteren emporsteigende Dampf in das Rohr i übertritt. Auf dem anderen Ende des Rohres i ist ein Abzugsrohr Z angeordnet, durch das der während seines Weges durch die ganze Länge des Rohres i nicht niedergeschlagene Dampf entweichen kann, während das niedergeschlagene Wasser durch das ebenfalls am Rohrende angebrachte Rohr m abgelassen werden kann.
Ein Rohr η, das dem Gefäße/ die Lösung zuführen soll, ist ringsum in die Mitte des Rohres / verlegt, und zwar so, daß es erst in das Gefäß / mündet, nachdem es das
ganze Dampf rohr i durchlaufen hat, wobei der Teil von ihm, der, wie in Fig. 2 ersichtlich, außerhalb des Rohres i liegt, mit einer Wärmeschutzmasse umgeben sein kann.
Das in das Gefäß mündende Ende des Rohres η ist heberförmig gestaltet, damit die von ihm geführte Lösung von oben her in den unteren Teil des Gefäßes gelangt, um so eine Stauung der Flüssigkeit zu vermeiden und dadurch das Eindampfen der Lösung zu fördern.
Auf den Umfang des Gefäßes/ ist eine Anzahl von Stutzen 0 verteilt, die es ermöglichen, die konzentrierte Lösung an verschiedenen Stellen zu entnehmen oder sie in den Abdampfkessel α oder in andere Abdampfkessel überzuführen.
Das Eindampfgefäß f kann auch über einer in der Zeichnung nicht ersichtlichen Feuerung oder Kanal liegen, durch den die im Feuerherde unter dem Abdampfkessel α gebildeten Feuergase in den Schornstein abziehen.
Die aus dem heberförmigen Ende des Rohres η in das Gefäß f übertretende Lösung ist sehr heiß, da sie eben durch die Mitte des Dampfrohres i laufen mußte, und steigt wegen ihrer höheren Temperatur und folglich geringeren Dichtigkeit zum Spiegel der bereits im Gefäß befindlichen Lösung empor, wo sie Dampf abgibt und dadurch sich konzentriert. Aus diesem Grunde ist es zweckmäßig, den Stutzen 0 für die Entnahme der Lösung an dieser Stelle im oberen Teile des Gefäßes anzuordnen.
An den anderen Stellen des Gefäßes wird der Temperaturunterschied der unteren und oberen Schichten der Lösung verhältnismäßig geringer, je weiter man die Lösung bis zum anderen Ende des Gefäßes verfolgt, da der zur Erhitzung dienende Dampf selbst an Temperatur allmählich abnimmt. Da eine konzentrierte Lösung eine größere- Dichtigkeit hat als eine nicht oder wenig konzentrierte Lösung, so ist es zweckmäßig, am Ende des Gefäßes, wo das Dampf rohr i austritt, den Stutzen 0 für die Entnahme der konzentrierten Lösung ganz im unteren Teile des Gefäßes anzuordnen, dagegen die anderen Stutzen 0 in zwischenliegenden Höhen stufenweise im Verhältnis zu ihren Abständen von den beiden äußersten Stutzen 0 0 anzubringen.
Es sei noch bemerkt, daß, da der Abdampfkessel α und das Gefäß f voneinander unabhängig sind, ihre Lösungsspiegel nicht miteinander übereinzustimmen brauchen, und daß die Form des Abdampfkessels α keinen wesentlichen Einfluß auf die Einrichtung des Eindampfgefäßes hat.

Claims (1)

  1. Pate NT-A N SPRU c H:
    Eindampf-Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung dem Eindampfgefäß ff) durch ein in diesem angeordnetes Rohr (n) zugeführt wird, Avelches in die Mitte eines ringförmigen, von dem Abdampf des benachbarten Kessels (a) durchströmten und gleichfalls im Eindampfgefäße angeordneten Rohres (i) verlegt ist, so daß die Lösung in das Gefäß (f) erst eintritt, nachdem sie durch das Dampfrohr (i) auf eine höhere Temperatur gebracht worden ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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