DE165997C - - Google Patents

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DE165997C
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gutta
percha
balata
leaves
alkalis
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D23/00Producing tubular articles
    • B29D23/24Endless tubes, e.g. inner tubes for pneumatic tyres

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
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Die Gewinnung der besten Guttapercha und Balata wird noch immer in der Weise betrieben, daß man nach Fällung des Baumes der Rinde den Saft entzieht. Dies ist ein Verfahren; welches mit Recht Befürchtungen nahe legt, daß das wertvolle Material bald mehr und mehr dem Handel entzogen werde. Seit etwa io Jahren hat man daher Versuche gemacht, die Guttapercha statt nur aus
dem Stamm auch aus den Zweigen Ästen und Blättern des Baumes zu gewinnen.
Man benutzt für diesen Zweck Extraktionsverfahren , bei welchen die verschiedenen Lösungsmittel für Gutta zur Anwendung kommen. Es sind dies Schwefelkohlenstoff, Toluol, Harzöl, Petroläther u. dgl.
Die Schwierigkeit des Arbeitens in den tropischen Gegenden mit derartig niedrigsiedenden Flüssigkeiten und die hohen Transportkosten machen das Isolieren der Gutta usw. am Gewinnungsorte nicht lohnend. Die Transportkosten der Äste und Blätter nach unseren Gegenden zum Zweck der Verarbeitung verteuern das Material ebenfalls.
Weit störender noch ist es, daß die angewendeten Extraktionsmittel aus dem Rohmaterial die löslichen harzigen Stoffe mit herauslösen; diese beeinträchtigen bekanntlich die wichtigste Eigenschaft der Guttapercha, die Isolierfähigkeit, in hohem Maße. Aus diesem Grunde findet die auf solche Weise gewonnene Guttapercha keinen Einang in die Industrie.
Man war daher gezwungen, die Guttaj perchalösungen oder die Trockenrückstände derselben durch Ausfällen bezw. nochmaliges Ausziehen mit Harzlösungsmitteln zu reinigen. Nach dem Verfahren der brit, Patentschrift j 19728 vom Jahre 1897 werden die Pfianzenteile vor der Extraktion mit Toluol mit Alkalien behandelt, wodurch die Extraktion erleichtert und die Harze im Rückstand bleiben sollen. In diesem Falle wurde aber nicht erkannt, daß die Isolierung schon durch die alleinige Behandlung mit Alkalien gelingt.
Nach dem Verfahren der Patentschrift 109802 werden die verholzten Teile der Blätter und Zweige der Guttabäume usw. durch allerlei Mittel aufgelockert, um sie später durch Einwirkung von Mikroorganismen gänzlich zu zerstören. Bei diesem Verfahren gibt es auch eine Zwischenstufe, bei weicher die Blätter usw. mit ganz dünner Natriumbikarbonatlösung unter Druck erhitzt werden, um Unreinigkeiten zu beseitigen.
Es wurde nun im Gegensatz zu all diesem Bekannten gefunden, daß es gelingt, die Guttapercha und Balata aus den Pflanzenteilen in höchster Ausbeute und guter Reinheit zu gewinnen, wenn man diese ausschließlich mit verdünnten Lösungen von Ätzalkalien oder normalen kohlensauren Alkalien behandelt. Man verfährt dabei beispielsweise so, daß man die grob zerkleinerten, zerstampften oder auch gepulverten Blätter

Claims (1)

  1. mit der dreifachen Gewichtsmenge einer im-
    « gefahr vierprozentigen Natronlauge in einem Kessel bis zu einem Druck von etwa 5 Atm. erhitzt. Beim öffnen des Kessels schwimmt die Guttapercha als ein fester, durch andere Beimischungen nur wenig verunreinigter Kuchen an der Oberfläche des Gefäßes. Die Guttapercha wird dann abgeschöpft und zur Entfernung der anhaftenden Lauge mit Wasser ausgekocht oder auf den bekannten Waschwalzen ausgewaschen. Die Pflanzenreste befinden sich am Boden des Gefäßes.
    Auf diese Weise können aus 100 kg Blättern je nach der Qualität derselben bis zu 12 kg einer harzarmen Guttapercha" gewonnen werden. Diese Ausbeute entspricht den bekannten Angaben. So beziffert Obach in dem Werke »Die Guttapercha« S. 53 den Gehalt an Guttapercha in den Pflanzenteilen
    ao auf c) bis 10 Prozent.
    997 Das vorliegende Verfahren hat also vor allen bisher bekannten den Vorzug der Einfachheit der Apparatur und der Billigkeit.
    Ρλ τ ε ν τ - A ν s γ· κ υ c η :
    Verfahren zur Gewinnung der Guttapercha und Balata aus Blättern und Holzteilen der diese Stoffe liefernden Bäume und Sträucher, dadurch gekennzeichnet, daß diese mit dünnen Lösungen von Ätz- 3c alkalien oder normalen kohlensauren Alkalien unter mäßigem Druck so lange erhitzt werden, bis die geschmolzene Guttapercha bezw. Balata aus den Holzteilen ausgetreten ist und sich infolge ihres ge- 3: ringen spezifischen Gewichts an der Oberfläche der angewendeten Lauge gesammelt hat, so daß eine Behandlung mit irgendwelchen Lösemitteln für Guttapercha oder Balata entbehrlich gemacht wird. 4t
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