DE166041C - - Google Patents

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DE166041C
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Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41J—TYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J1/00—Typewriters or selective printing mechanisms characterised by the mounting, arrangement or disposition of the types or dies
    • B41J1/02—Typewriters or selective printing mechanisms characterised by the mounting, arrangement or disposition of the types or dies with separate or detached types or dies

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  • Common Mechanisms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bekanntlich werden die Typenträger bei Schreibmaschinen zwecks Erzielung ,eines kräftigen Anschlages durch das Anschlagwerk nicht zwangläufig bis an die Schreibstelle herangeführt, vielmehr im letzten Teile ihres Hubes der ihnen erteilten Schwungkraft überlassen. Um hierbei die Anschlagstärke beliebig einstellen zu können, ist es bekannt, den freien Weg des Typenträgers durch irgendwelche Vorrichtungen entsprechend zu verkürzen oder zu verlängern. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Änderung der Anschlagwirkung bei Schreibmaschinen mit mehrgruppigen, durch ein ausschwingendes Gelenkviereck getragenen Typenträgern.
Es kommt darauf an, daß die das Ausschwingen der Gelenkvierecke vermittelnden, zur Erzielung des freien Ausschwingens von dem in Bewegung gesetzten Anschlagwerk mittels Schlitzführungen oder dergl. sich ablösenden Übertragungsgestänge in ihrer Länge verstellbar sind. Hierdurch wird für die hier in Betracht kommende Gattung von Schreibmaschinen eine neue Doppelwirkung erzielt. Einerseits wird das Montieren und die Einstellung aller Gelenkvierecke in der richtigen Nebeneinanderlage erleichtert, indem alle Gestängeteile nicht mehr so genau und regelmäßig" abgepaßt zu sein brauchen wie vorher, vielmehr leicht bei der Montage in die richtige, Lage gebracht werden können, andererseits ergibt sich nach der Montage die Möglichkeit, den Weg des freien Ausschwingens des Gelenkviereckssamt Gestänge · verändern und damit die Anschlagwirkung der ganzen Maschine durch übereinstimmende Verstellung aller Zuggestänge beliebig einstellen zu können. Außerdem wird erreicht, daß jederzeit bei Zapfenabnutzung oder dergl. jedes Gelenkviereck besonders beliebig nach- und eingestellt werden kann. Ein besonderer baulicher Vorteil ergibt sich aus der leichten Zugänglichkeit der verstellbaren Zuggestänge, die ohne weiteres von der Unterseite der Maschine her erreichbar sind.
Die Einstellung der wirksamen Länge jeder Gelenkviereckzugstange erfolgt entweder durch mehr oder weniger tiefes Einschrauben des einen Endes der Zugstange in einen bewegliehen Zapfen eines zweiarmigen Gelenkstabes oder durch ein auf der Stange angeordnetes Spannschloß, während das freie Weiterschwingen der Zugstange und des mit ihr verbundenen Gelenkvierecks durch einen Schlitz 111 dem den Tastenhebel tragenden Hebelgestänge ermöglicht wird.
In der Zeichnung ist die Erfindung an einer Tastenschreibmaschine mit mehrgruppigen, durch je ein schwingbares Gelenkviereck getragenen Typenträgern in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι die Gesamtanordnung der einzelnen Teile während der Ruhelage der Bewegungsvorrichtung der Typenträger im Aufriß,
Fig. 2 die Lage der Teile in der Anschlagstellung ; .
Fig. 3 zeigt in vergrößertem Maßstabe die zur Verstellung des Ausschlagwinkels des die eine Seite eines Gelenkvierecks bildenden
Schlaghebels dienende Vorrichtung in zwei Ausführungsbeispielen.
Bei der dargestellten Ausführung sind mehrere, z. B. acht Typen auf einem Typenträger 16 vereinigt, der an dem Parallelogramm von Gelenkstäben 15, 14,17 befestigt ist. Dementsprechend sind vier Anschlagtasten 6,23, 7, 39 vorgesehen, welche auf das Anschlagwerk derart einwirken, daß beim Anschlagen einer Taste und bei dem Schwingen des Typenträgers 16 dieser in üblicher Weise gehoben oder gesenkt wird, so daß immer der richtige Buchstabe zum Anschlag kommt. Beim Niederdrücken einer Taste dreht der Tastenhebel 1 mittels des Zwischenstückes 40 den doppelarmigen Hebel 170,41 um seinen Drehzapfen 171, wodurch auf die Stange 42 ein Zug in der Richtung des Pfeiles χ gemäß Fig. 1 ausgeübt wird. Die Zugstange 42 greift an den kürzeren Arm 172 des doppelarmigen, als Schlaghebel dienenden Gelenkstabes 17, 172 an, so daß dieser um seinen Drehzapfen 43 schwingt und mittels der Gelenkstäbe 14, 15 den Typenträger 16 zum Anschlag an die Papierwalze 33 bringt.
Die Zugstange 42 ist mit dem Hebelarm 41 nicht fest verbunden, der letztere besitzt vielmehr einen Schlitz 173, in den die Zugstange 42 mittels des Bolzens 174 eingehängt ist. Die Spannfeder 175 hält die Stange 42 ständig nach der einen Richtung, in welcher der Typenträger 16 von der Papierwalze 33 abgehoben ist.
Bei der Ruhelage und während des Beginns des Anschlagens nimmt das Gelenkviereck 14, 15, 16, 17 die in Fig. 1 voll und in Fig. 2 punktiert dargestellte Stellung ein. Hat der Tastenhebel 1 etwa durch einen Anschlag gegen das Gestell der Schreibmaschine das Ende eines Abwärtsganges erreicht, so bleibt auch der doppelarmige Hebel 170, 41 in der in Fig. 2 gezeichneten Stellung. Die Zugstange 42 aber und das an sie sich anschließende Gelenkviereck können infolge der ihnen erteilten lebendigen Kraft ihren Weg fortsetzen, indem der Bolzen 174 in dem Schlitz 173 zurückgleitet, bis der Typenträger 16 gegen die Papierwalze 33 trifft, worauf sofort die Zugfeder 175 das Gelenkviereck 14, 15, 16, 17 und die Zugstange 4.2 in die Stellung der Fig. 1 zurückzieht.
Die Verstellung der Anschlagwirkung geschieht bei der dargestellten Ausführung dadurch, daß die Länge der Zugstange 42 bezw. der Abstand des Bolzens 174 von dem Gelenkzapfen 176 verändert werden kann. Die hieraus sich ergebende Wirkung ist in Fig. 2 angedeutet. Dort ist, wie vorher ausgeführt wurde, das Anschlagwerk in der unteren Stellung gezeichnet. Der Typenträger und die mit ihm verbundenen Gestänge befinden sich in der Lage, bei welcher das freie Ausschlagen des Typenträgers beginnt. Wird die. wirksame Länge der Zugstange 42 z. B. verlängert, etwa dadurch, daß das Ende 177 der Zugstange 42 mehr oder weniger tief aus dem beweglichen Zapfen 176 des zweiarmigen Gelenkstabes 17, 172 herausgeschraubt wird, so befindet sich der Typenträger bei der Stellung Fig. 2 nicht mehr in dem Abstande α von der Papierwalze 33, sondern in dem Abstande b. Infolgedessen kann der freie Ausschlag des Typenträgers und der mit ihm verbundenen Gestänge auf einem größeren Wege wirken, so daß sich ein entsprechend verstärkter Anschlag ergibt. Umgekehrt wird natürlich durch Verkürzung der Zugstange 42 eine Verminderung der Anschlagstärke erzielt.
Wie aus Fig. 3 erkennbar ist, kann die Einrichtung zur Verlängerung und Verkürzung der Zugstange auch in einem Spannschlosse 178 bestehen. Durch Vor- oder Rückwärtsschrauben dieses Spannschlosses 178 werden die beiden Stangenteile 42 einander genähert oder voneinander entfernt, wodurch die Verkürzung oder Verlängerung der Stange 42 bewirkt wird. Es können auch beide Arten der Stellvorrichtungen (Verschraubungen 176, 177 und Spannschloß 178) gemeinsam angeordnet sein. Der gleiche Zweck kann auch erreicht werden, wenn der Drehzapfen 171 verstellbar angeordnet ist. Ferner könnte der Hebel 41 mit einer Stellvorrichtung versehen sein, durch die die Lage des Führungsschlitzes 173 oder der Einhängestelle des Zapfens 174 verändert wird. Die Verstellung der Anschlagwirkung kann auch durch Verlegung des Drehzapfens 43 bewirkt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Vorrichtung zur Änderung der Typenanschlagwirkung an Schreibmaschinen mit mehrgruppigen, durch je ein schwingbares Gelenkviereck getragenen Typenträgern, dadurch gekennzeichnet, daß die das Ausschwingen der Gelenkvierecke vermittelnden, zum Zwecke der Erzielung des freien Ausschwingens in bekannter Weise mittels Schlitzführungen (173) oder dergl. von dem in Bewegung gesetzten Tastenanschlagwerk sich ablösenden Übertragungsgestänge (42) in ihrer Länge verstellbar sind, um einerseits die richtige Nebeneinanderlage aller Gelenkvierecke einstellen, andererseits den Weg des freien Ausschwingens der Gelenkvierecke samt Ge- "5 stange verändern zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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