DE16607C - Neuerungen an der unter P. R. Nr. 9227 patentirten Einrichtung von Windladen für Orgeln, Harmoniums, Orchestrions und Drehorgeln - Google Patents

Neuerungen an der unter P. R. Nr. 9227 patentirten Einrichtung von Windladen für Orgeln, Harmoniums, Orchestrions und Drehorgeln

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DE16607C
DE16607C DENDAT16607D DE16607DA DE16607C DE 16607 C DE16607 C DE 16607C DE NDAT16607 D DENDAT16607 D DE NDAT16607D DE 16607D A DE16607D A DE 16607DA DE 16607 C DE16607 C DE 16607C
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Germany
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organs
orchestrions
harmoniums
innovations
barrel
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Application number
DENDAT16607D
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English (en)
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C. FRANZ, Organist an der Hof- und Domkirche in Berlin NW., Universitätsstr. 2
Publication of DE16607C publication Critical patent/DE16607C/de
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10BORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
    • G10B3/00Details or accessories
    • G10B3/04Reservoirs

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Bl: Musikalische Instrumente.
CARL FRANZ in BERLIN.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. April 1881 ab.
Fig. ι und 2 zeigen die Lade im Längenschnitt, Fig. 3 und 4 im Querschnitt.
α ist der Umbau der Lade;
b sind Spunde, welche durch Schrauben an dem Umbau α α befestigt sind und gestatten, die Lade von unten zu öffnen;
c sind die Pfeifenstöcke;
d sind die Ventile, welche die Eigenthümlichkeit haben, dafs dieselben concav ausgehöhlt sind, wie in Fig. 3 bei d1 zu sehen ist, aus diesem Grunde beim Schliefsen nur mit ihrem Rande aufliegen und deshalb sehr wenig adhäriren, wodurch die Spielart der Orgel eine leichte wird;
e sind Bohrlöcher, welche von den Ventilen im Ruhezustand verschlossen werden und auf welchen die Pfeifen stehen;
/ sind die Stecher, welche in einem Kugelgelenk g beweglich an den Hebeln h befestigt sind. Auf gleiche Weise wie die Stecher sind auch die Ventile d durch ein Kugelgelenk an den Hebeln h befestigt, wie aus Fig. 3 bei g1 zu ersehen ist;
i sind die Registerleisten, welche durch die Abstractenfortsetzungen k vermittelst der Leitdrähte / mit Oesen, welch letztere die Angriffstifte m umfassen, horizontal hin- und herbewegt werden können;
η sind Tragleisten, an welchen die Registerleisten i aufgehängt sind. Die Registerleisten i gleiten auf den Tragstiften 0 und sind mit Löchern versehen, durch welche die Stecher/ hindurchgehen, so dafs diese durch Anziehen oder Zurückstofsen der Abstractenenden k in der Richtung der Registerleiste i seitlich bewegt werden können;
p sind runde glatte Kolben, welche an den unteren Enden der Stecher f befestigt sind;
r sind lange Wippen, welche glatte aufgeleimte Schrägungen s tragen. Diese Wippen haben seitliche Arme t, welche sich in den Zapfen u drehen. Im Ruhezustand liegen die Wippen r vermöge ihrer eigenen Schwere auf den gepolsterten Ruheleisten z». Durch die Stofsdrähte w, welche an ihrem oberen Ende die Stofsklötzchen χ tragen, können die Wippen r gehoben werden. Durch die Anschlagleisten y, welche an den Stellen, wo die Wippen r anschlagen, ebenfalls Polsterung haben, wird der Hub der Wippen r begrenzt.
Die Wirkungsweise der Gesammtanordnung ist folgende: Die Abstractenfortsetzungen k sind durch mechanische Glieder mit den Registerzügen verbunden, und zwar derart, dafs im Ruhezustand die Leitdrähte / aus der Lade herausgezogen erscheinen, wie in Fig. 1 gezeigt ist. Die Stofsdrähte w sind durch mechanische Glieder mit den Tasten der Klaviatur verbunden, und zwar derart, dafs im Ruhezustand sich die Stofsklötze χ in der tiefsten Lage befinden, wie in Fig. 1 bei A dargestellt ist. Bei nicht gezogenen Registern stehen die Kolben/ seitwärts von den Wippen r, wie in Fig. 1 zu ersehen ist, und die Wippen r befinden sich bei nicht angeschlagenen Tasten in der tiefsten Stellung auf den gepolsterten Ruheleisten υ aufliegend.
Angenommen, in der Lade befinde sich comprimirter Orgelwind. Wird eine Taste angeschlagen, so hebt sich die mit ihr in Verbindung stehende Wippe r, kann aber nicht auf die Kolben/ wirken, wenn noch kein Register .gezogen ist, weil die Kolben p dann seitwärts von den Schrägungen s der Wippe r stehen (s. Fig. ι bei B). Ist aber ein oder sind mehrere Register angezogen und wird dann eine Taste angeschlagen, so werden die über der betreffenden Wippe r stehenden Kolben p durch den Aufgang der Wippe r gehoben und wirken auf die zweiarmigen Hebel h; die Ventile d werden durch diese von den Bohrlöchern e abgezogen und der comprimirte Wind strömt in die entsprechenden Pfeifen, wie in Fig. 2 bei C und in Fig. 4 zu ersehen ist. Ist der Vorgang insofern umgekehrt, als zuerst die Taste angeschlagen und dann erst ein Register gezogen wird, so ist der erzielte Effect doch der gleiche, weil beim Anziehen des Registers der betreffende Kolben p an der glatten Schrägung s auf die gehobene Wippe r hinaufgleitet. · ' ■

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Die Anwendung concav ausgehöhlter Ventile bei Orgelwindladen.
  2. 2. Die Befestigung solcher Ventile, sowie die Befestigung von Stechern an Hebelenden vermittelst . Kugelgelenke bei Orgelwindladen.
  3. 3. Die Anwendung von horizontal beweglichen Registerleisten, welche vertical herabhängende Stecher durch ihre Bewegung in eine schräghängende Lage bringen.
  4. 4. Die Verwendung von als einarmige Hebel construirten Wippen, auf welche glatte Schrägungen zum Zweck des Hinaufgleitens von gerundeten Kolben angebracht sind.
  5. 5. Die Gesammtconstruction des Mechanismus der Orgelwindlade.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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