DE166733C - - Google Patents

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DE166733C
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Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21K—MAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
    • B21K7/00—Making railway appurtenances; Making vehicle parts
    • B21K7/12—Making railway appurtenances; Making vehicle parts parts for locomotives or vehicles, e.g. frames, underframes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Heat Treatment Of Articles (AREA)

Description

KAISERLICHES /k
PATENTAMT.
KLASSE 49 g. f
Die Erfindung bezieht sich atif eine Maschine zur Herstellung von Blattfedern, Tragfedern, Wagenfedern, Waggonfedern und dergl., bei welcher die Federn zwisehen entsprechend gestalteten Preßbacken mittels eines Druckkolbens oder dergl. geformt und unmittelbar nach der Formung zwecks Härtens zwischen den Preßbacken in ein Härtebad getaucht werden.
ίο Bei bekannten derartigen Einrichtungen erfolgt das Einbringen des Werkstückes mit den Preßbacken zusammen in die Härteflüssigkeit durch den Arbeiter von Hand. Bei anderen Vorrichtungen muß nach dem Formgeben die Vorrichtung selbst mit dem Werkstück zusammen von einem Arbeiter zu dem abseits liegenden Härtebehälter gefahren und dort das Eintauchen durch Umkippen der Vorrichtung bewirkt werden.
Bei all diesen Einrichtungen macht sich der Übelstand eines bedeutenden Zeitverlustes geltend. Außerdem tritt hier noch der weitere Nachteil auf, daß leicht eine die geeignete Härtung ausschließende Abkühlung der Federn eintritt, bevor diese in das Härtebad eingebracht werden.
Auch sind bereits Maschinen bekannt geworden, bei denen die Formgebung und Härtung durch die Maschine selbst erfolgt.
Bei diesen Einrichtungen ruht während der Formgebung der Unterbacken auf einer festen Unterlage auf, während der Oberbacken mit der Kolbenstange eines Druckzylinders verbunden ist. Nach erfolgter Formgebung muß hier der überbacken durch Keile fest mit dem Unterbacken verbunden und gleichzeitig von der Kolbenstange getrennt werden. Hernach muß das Werkstück samt den Preßbacken durch ein Handrad seitwärts auf einen bewegbaren Tisch gebracht und dann dieser Tisch mit Hilfe von besonderen Druckzylindern in das Härtebad bewegt werden.
Dieser Arbeitsvorgang erfordert notwendigerweise sehr komplizierte Einrichtungen und weist überdies noch den Nachteil -45 einer sehr umständlichen Bedienung' sowie einer allzu raschen Abkühlung des Werkstückes vor der zu erfolgenden Härtung auf.
Alle diese Nachteile werden bei der vorliegenden Erfindung dadurch vermieden, daß die Formgebung und unmittelbar hierauf die Härtung der Federn während der Arbeitsbewegung des Druckkolbens, und zwar durch diesen selbst erfolgt.
Zu diesem Zwecke ist der untere Preßbacken durch den Preßkolben beweglich und steht unter dem Einfluß einer Kraft, welche größer ist, als der zur Formgebung nötige Druck, und diesem entgegenwirkt, so daß der untere Preßbacken während der Formgebung ein Widerlager bildet.
Nach der Formung der Federn nimmt der Oberbacken unter Überwindung der Gegenkraft die Unterbacken und damit das zwischen den Preßbacken befindliche Werkstück mit und bewirkt dadurch dessen Eintauchen in die Härteflüssigkeit. Die Rückbewegung des Unterbackens mit den gehärteten Federn in die Ruhelage vollzieht sich selbsttätig nach erfolgter Umstellung des Steuerungshahnes.
Der Erfindungsgegenstand ist in beiliegender Zeichnung in einer beispielsweisen Aus-
führungsform veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. ι eine Vorderansicht und Fig. 2 eine Seitenansicht der Arbeitsmaschine. Die vertikal angeordnete Maschine besitzt im oberen Teil einen Dampfzylinder a, in dem sich ein Kolben mit Kolbenstange b auf- und niederbewegt. Die Kolbenstange b ist mittels eines Zapfens c mit einem Gleitschuh d verbunden, der in einer prismatischen Führung des Maschinengestelles e gleitet. In der Führung bewegt sich noch ein zweiter Gleitschuh f, dessen Höchstlage durch zwei seitliche Anschläge g begrenzt wird. In dieser Stellung wird der Gleitschuh f, beispielsweise mittels zweier Seile h, die über Rollen i geführt sind, und eines entsprechenden Gegengewichtes k gehalten. Das Gegengewicht ist am Rücken des Gestelles e in Führungen beweglich angeordnet.
Der Gleitschuh / kann auch durch geeignete andere Mittel, Federkraft, hydraulischen Kolben oder dergl., hochgehalten werden.
An den Dampf zylinder α schließt sich eine Stopfbüchse I, m an, welche an dem Maschinengestelle e sitzt und von dem entsprechenden Teil des Maschinengestelles auf drei Seiten umgeben ist. Die vordere Seite des Gestelles ist offen, um zur Stopfbüchse gelangen zu können. ;
Der untere Teil des Maschinengestelles befindet sich mit seiner Grundplatte η in einem mit Wasser gefüllten Behälter. Der Wasserspiegel reicht bis fast an die Anschläge g heran. Jeder der beiden Gleitschuhe d und f besitzt schwalbenschwanzförmige Ausfräsungen o, die zur Aufnahme von Preßbacken p, q verschiedener Gestaltung dienen. Auf diese Weise können durch Auswechseln und Neueinsetzen entsprechender Preßbacken die verschiedensten Federformen erzeugt werden.
Die Arbeitsweise der Maschine ist folgende: Die auf das richtige Maß zugeschnittenen Stahlfederblätter werden in rot- bis weißwarmem Zustande auf das untere Formstück q des Gleitschuhes / aufgebracht. Hierauf wird der obere Gleitschuh d mit der Preßbacke p durch eine geeignete Steuervorrichtung, beispeilsweiseDreiweghahn, unter entsprechendem Druck des Dampfes auf den Kolben nach abwärts bewegt und dadurch die Formgebung der Blattfeder bewirkt. Alsdann werden durch weiteres Dampfzuströmen auf die Oberseite des Kolbens unter Überwindung des Widerstandes, den Gegengewicht und Reibung hervorrufen, die beiden Preßbacken mit der Blattfeder gemeinschaftlich durch weiteres Abwärtsbewegen in das Wasser eingetaucht, und dadurch das Härten der Blattfeder durch Abkühlen der Preßbacken bewirkt. Hierauf wird durch entsprechendes Umsteuern der Oberdampf abgestellt und Frischdampf unter den Kolben eingelassen. Dadurch wird der obere Gleitschuh wieder gehoben und der untere kehrt infolge der Wirkung des Gegengewichtes in seine Ruhelage zurück. Es stellt sich hiermit Formbewegung und Härtung als ein Arbeitsvorgang dar.
Die vorstehend beschriebene Arbeitsmaschine gestattet vermittels ihrer Gleitschuhe und Preßbacken nicht nur die entsprechende Formgebuiig und Härtung einer einzelnen Blattfeder, sondern es kann mit ihr auch ein ganzes Federpaket, bestehend aus mehreren übereinander liegenden einzelnen Blattfedern, durch einen einzigen Druck in die gewünschte Form gebracht und gleichzeitig gehärtet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Eine Maschine zurHerstellung von Blattfedern, Tragfedern, Wagenfedern, Waggonfedern u. dgl., bei welcher die Federn zwischen entsprechend gestalteten Preßbacken mittels eines Druckkolbens o. dgl. geformt und unmittelbar nach dem Formen zwischen dem Preßbacken in ein Härtebad getaucht werden, dadurch gekennzeichnet, daß ein unterer Preßbacken (q) unter dem Einflüsse von Gegengewichten (k) steht, während ein oberer Preßbacken (p) durch einen Preßkolben beweglich ist, so daß das zwischen die Backen gebrachte Werkstück dauernd unter dem Einflüsse einer Kraft steht, welche größer ist als der zur Formgebung des Werkstückes notwendige Druck, und so, in den Preßbacken eingespannt, durch den abwärts gehenden Preßkolben in das darunter angeordnete Härtebad eingetaucht wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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