DE167033C - - Google Patents

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DE167033C
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C21—METALLURGY OF IRON
    • C21B—MANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B5/00—Making pig-iron in the blast furnace
    • C21B5/02—Making special pig-iron, e.g. by applying additives, e.g. oxides of other metals
    • C21B5/023—Injection of the additives into the melting part

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
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  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bereits bekannt, Erdalkalikarbidbildungsgemische (Oxyde und andere schlackenbildende Stoffe vermischt mit Kohlenstoff) mit dem Gebläsewind in den Hochofen einzubringen; allerdings nur zu dem Zweck, den Gang des Ofens gleichmäßiger zu gestalten, ohne daß hierbei beabsichtigt wäre, einen Teil des Stickstoffs der Gebläseluft chemisch zu binden und nutzbar zu machen. Es ist
ίο ferner bekannt, die mit dem Winde einzuführenden Stoffe vorzuwärmen; es geschieht dies zu dem Zweck, eine Abkühlung der Ofenzone, in welche diese Stoffe eingeführt werden sollen, durch die Expansion der flüchtigen Bestandteile zu verhüten.
Die vorliegende Erfindung soll nun nicht nur den Gang des Hochofens gleichmäßiger gestalten, sondern soll auch vor allen Dingen den Hochofen in erhöhtem Maße nutzbar machen zur Gewinnung von Cyan- und Ammoniakverbindungen, wie sie bisher auch schon aus Hochofengasen gewonnen wurden. Es geschieht dies dadurch, daß gepulvertes Erdalkalikarbid in den Hochofen eingebracht
as wird, und zwar zweckmäßig an einer Stelle, an welcher die Innentemperatur des Hochofens etwa 800 bis iooo0 C. beträgt.
Die Verwendung des fertiggebildeten Karbides an Stelle von Karbidbildungsgemischen hat folgende Vorteile:
ι. Zur Bildung der Karbide, z. B. aus Oxyden und Kohlenstoff, wird eine erhebliche Wärmemenge verbraucht; bei größeren Mengen ist deshalb eine starke Abkühlung vor den Düsen zu befürchten.
2. Die Bewegung des Gasstromes im Hochofen ist so rasch, daß das Karbidbildungsgemisch zum größten Teil in solche Ofenzonen entführt wird, deren Temperatur zur Karbidbildung nicht mehr ausreicht.
3. Bei Benutzung fertigen Karbides wird bei der Azotierung Wärme frei; es kann also unter Umständen der Kokssatz etwas vermindert oder aber — wie bereits bekannt — zur Kühlung Wasserdampf in den oberen Teil des Ofens geblasen werden, wobei gleichzeitig das entstandene Cyan bezw. Cyanamid in Ammoniak übergeführt wird, soweit es nicht durch sekundäre Reaktionen zersetzt wurde.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Erhöhung der Ausbeute an Cyan- oder Ammoniakverbindungen bei dem Hochofenbetrieb, dadurch gekennzeichnet, daß dem Ofen Erdalkalikarbid zugeführt wird, und zwar in der Zone, in welcher die Innentemperatur des Ofens etwa 800 bis 10000 C. beträgt.
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