DE167202C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61D—BODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
- B61D41/00—Indicators for reserved seats; Warning or like signs; Devices or arrangements in connection with tickets, e.g. ticket holders; Holders for cargo tickets or the like
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Current-Collector Devices For Electrically Propelled Vehicles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung" ist ein selbsttätiger elektrischer Straßen- oder
Stationsanzeiger für Straßen- oder andere Eisenbahnen, dessen Aufgabe es ist, die verschiedenen
Straßenkreuzungen oder Haltestellen längs der Bahnlinie anzugeben.
Auf den Zeichnungen ist
Fig. ι eine Vorderansicht des das endlose Anzeigeband umschließenden Gehäuses, woraus
ίο auch die innere Einrichtung zum Teil sichtbar ist,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Gehäuses, den Antriebselektromagneten und die Stromverbindungen
auf der Außenseite des Kastens, sowie das Anzeigeband und seine Leitrollen in gestrichelten Linien darstellend,
Fig. 3 eine schematische Darstellung der Stromverbindungen für einen Oberleitungswagen,
Fig. 4 eine schaubildliche Darstellung des Trolleys und der Kraftleitung;
Fig· S eine schaubildliche Darstellung einer Feder und Klinke, die in Verbindung mit
einem Sperrade zum Betriebe des endlosen Anzeigebandes dienen,
Fig. 6' eine Darstellung eines Stückes des
Anzeigebandes, insbesondere die der Befestigung der auswechselbaren Namenkarten.
Das das Anzeigeband umschließende Gehäuse ι ist rechteckig und mit einer Tür 2
versehen, die an ihm angelenkt und mittels eines Vorlegeschlosses 3, Schließbandes 4 und
einer Krampe 5 versichert ist. Innerhalb des Gehäuses ist auf geeigneten Walzen oder
Rollen ein endloses Band 6 gelagert, das vor einer Schauöffnung in der Kastenwand vorübergeführt
werden kann. Dieses endlose Band 6 ist auf der Außenfläche neben jedem Rande mit einer Reihe Taschen zur Aufnahme
der abnehmbaren Namenkarten 9 ausgestattet, welch letztere die Namen der verschiedenen
Straßen oder Stationen tragen und so angeordnet sind, daß sie nacheinander an der
Schauöffnung 7 vorüberkommen, während der Wagen die Bahnlinie entlangfährt. Die Taschen 8 sind in der Weise hergestellt,
daß auf den Streifen 6 Stoffstreifen 10 aufgenäht sind (Fig. 6). In der Regel sind vier
Leitrollen 11 angeordnet, je eine in jeder Ecke des Kastens, und in der Mitte noch
zwei Zwischenrollen 12 und 13, von denen die letztere einstellbar ist, um das Anzeigeband
6 mehr oder weniger spannen zu können. Zu diesem Zweck sind ihre Drehzapfen 14 in
senkrechten Schlitzen 15 gelagert, und ihre Bewegung wird durch einen Lagerblock 16
begrenzt, der einen senkrechten Schlitz 17 besitzt, durch den eine Schraube 18 tritt, so
daß, wenn die letztere angezogen wird, der Lagerblock festgelegt wird und den Drehzapfen
14 trägt.
Das endlose Band 6 ist zunächst über die vier Walzen II geführt, dann nach oben über
die Walze 13' und seitlich über die Walze 12 (Fig. 2). Die Hauptaufgabe der Walzen 12
und 13 besteht darin, einen Träger für eine größere Bandlänge zu schaffen, als von den
vier Walzen 11 getragen werden könnte.
Wenn man eines so langen Bandes nicht bedarf, können die Walzen 12 und 13 in Fortfall
kommen.
Der Drehzapfen 19 einer der unteren Walzen 11 ragt durch die Kastenwand nach
außen und trägt ein Sperrstiftrad 20, das auf seiner Außenfläche eine Reihe von Stiften 21
trägt. Diese Stifte werden durch eine hin- und hergehende Klinke 22 erfaßt, wodurch
das Rad absatzweise gedreht wird. Die Klinke 22 ist am unteren Ende mit einem gebogenen Arm 23 versehen, der durch eine
flache Feder 24 erfaßt und dadurch mit einem oder mehreren der Stifte 21 in Berührung
gehalten wird. Das eine Ende der Feder 24 ist an einem Klötzchen 25 oder an einem
anderen Teile des Kastens 1 befestigt; ihr anderes Ende läuft in einen Finger 26 aus,
der dazu dient, den Arm 23 der Klinke 22 in der richtigen Stellung zu halten. Eine
Rückwärtsdrehung des Sperrades wird durch eine Federklinke 27 verhütet, die an einem
Ende mit einem seitlichen Knaggen 28, welcher die Stifte 21 erfaßt, ausgestattet ist
und deren anderes Ende mittels einer Schraube oder eines Stiftes 29 an dem Klötzchen 25
' befestigt ist.
Die Bewegung der Klinke 22 wird durch Vermittlung eines Elektromagneten 30 und
der in folgendem zu beschreibenden Stromleitung bewirkt.
Der Anker 31 des Magneten ist bei 32 drehbar gelagert. Ein bei 34 unterstützter
Hebel 33 ist mit seinem einen Ende an dem äußeren Arm des Ankers 31 vermittels einer
Schiene 35 drehbar angebracht. Das freie Ende des Hebels 33 ist mit dem oberen Ende
einer senkrechten Schubstange 36 durch einen Stift 37 verbunden, der sich in einem in dem
Hebel 33 vorgesehenen Schlitz führt. Die Schubstange 36 ruht in Lagern, die durch an
der Grundplatte 40 angebrachte Augen 39 gebildet werden. Sie besitzt einen Bund oder
Halsring 42 nahe dem oberen Auge 39 und ist von einer zwischen den Bund 42 und das
untere Auge 39 eingesetzten Schraubenfeder 43 umgeben. An dem Kasten 1 ist mittels
Schrauben 45 ein Führungsarm 44 befestigt, der mit einem seitlichen Lappen 46 versehen
ist und dazu dient, die Klinke 22 zu führen und stets in geeigneter Stellung zu den Sperrstiften
21 des Rades 20 zu ' halten. Das untere Ende der Stange 36 ist mit dem oberen
Ende der Klinke 22 gelenkig verbunden.
Der Strom wird dem Magneten 30 durch einen Draht 47 zugeführt, welcher durch die
Decke des Kastens 1 tritt und mit einem gewöhnlichen Drehschalter 48, sowie einer
Widerstandsspule 49 in Verbindung steht.
Zweck der Widerstandsspule ist, die Spannung des Stromes zu mindern und sie dem Widerstände
des Magneten anzupassen. Von dem Magneten geht der Draht 47 nach abwärts durch den Boden des Kastens und wird in
bekannter Weise, am besten durch die Wagenräder, mit der Erde in Verbindung gebracht.
Der Draht 47 erhält den Strom von der üblichen Oberleitung 50, indem der Strom
von der letzteren zu einem Zweiweg-Kontaktstück 51, das am Spanndrahti 52 aufgehängt
und mit der Oberleitung 50 durch einen kurzen Leiter 53 verbunden ist, übertritt. Der Isolator
zur Aufhängung und. zur Isolierung der Leitung 50 vom Spanndraht 52 ist mit 54 bezeichnet.
Der Spanndraht muß natürlich an seinen Enden mit den üblichen, in der Zeichnung nicht dargestellten Isolatoren versehen
sein. Die Kontaktrolle 55 ist in der üblichen Weise mit dem Wagen 56 verbunden. An
ihrem Arm ist nahe dessen oberem Ende ein belasteter Kontakthebel 57 drehbar gelagert,
der durch ein an seinem unteren Ende angebrachtes Gewicht 58 in der Regel in senkrechter
Stellung erhalten wird. Er wird von einem Tragarm 59 gehalten und muß natür-Hch
von dem Trolley isoliert sein. Das obere Ende des Leitungsdrahtes 47 ist mit diesem
Tragarm 59 verbunden und dadurch an den belasteten Kontakthebel 57 angeschlossen. Ein
Stromschlußstück 51 muß gerade vor jeder Straßenkreuzung oder Station längs der Bahnlinie
angeordnet sein, derart, daß der Straßenoder Stationsanzeiger schon vor der Ankunft
des Wagens an der betreffenden Straßenkreuzung oder Station eingestellt wird.
Der belastete Kontakthebel 57 kann in beiden Richtungen ausweichen, so daß er mit
dem Stromschlußstück 51 in Berührung kommen und ausschwingen kann, ohne Rücksicht
darauf, ob der Wagen vorwärts oder rückwärts geht.
Die Wirkungsweise ist die folgende:
Beim Vorüberfahren des den Trolley 55 tragenden Wagens stellt der belastete Kontakthebel
57 mit dem Kontaktstück 51 Stromschluß her, worauf Strom von der Oberleitung 50
durch den kurzen Leiter 53 zu dem Kontaktstück 51, von dort durch den belasteten
Hebel 57 zu seinem Tragarm 59, zu dem Draht 47, dem Schalter 48, der Widerstandsspule
49, dem Magneten 30 und von diesem endlich zur Erde fließt. Dieser Strom veranlaßt
sofort das Anziehen des Ankers 31 und das Niederdrücken der Klinke 22, die
alsdann das Sperrad 20 um einen Schritt fortschaltet; das gegen eine Rückwärtsdrehung·
durch die Federklinke 27 gesichert wird und dessen Bewegung den Vorschub des endlosen
Bandes 6 um ein solches Stück zur Folge hat, daß ein Straßen- oder Stationsname durch
die Schauöffnung 7 sichtbar wird. Sobald sich der Wagen einer anderen Station nähert,
wiederholt sich der eben beschriebene Vorgang. Wird der Wagen umgesteuert, so
tritt dieselbe Wirkung ein, ganz gleichgültig, in welcher Richtung der Wagen fährt. Sobald
der Kontakthebel 57 von dem Stromschlußstück 51 abgleitet, wird der Stromkreis
für den Magneten 30 unterbrochen und dessen Anker freigegeben, worauf die Feder 43 die
Arbeitsteile in ihre Anfangsstellung zurückführt, d.h. in die in Fig. 2 angegebene Lage.
Eine aus Klinke und Zahnrad bestehende Sperrung kann zwischen dem Schaltrade 20 und seinem Drehzapfen vorgesehen sein, wodurch
dieses Rad gezwungen wird, sich nur in einer Richtung auf dem Zapfen zu bewegen,
doch ist diese Sperrung nicht unbedingt erforderlich und bleibt besser außer Gebrauch, während das Rad starr auf seinem
Zapfen befestigt wird.
Die Erfindung gewährleistet gegenüber den bekannten Schaltungen den Vorzug geringerer
Empfindlichkeit gegen die Stöße des Wagens und daher sichereren Anzeige der Einzelstationen.
Dieser \^orzug ist eine Folge des Umstandes, daß durch Einschaltung des
Hebels 33 zwischen dem Magnetanker 31 und der Solenoidklinke 22 der kurze Weg: des
Ankers in einen großen Weg der Schaltklinke umgesetzt wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Straßen- oder Stationsanzeiger für Straßenbahnen und dergl., bei welchem die Fortschaltung des Anzeigebandes vermittels eines Elektromagneten erfolgt, der durch vor den Haltestellen bewirkten Stromschluß erregt wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei jedesmaligem Stromschluß durch einen mit dem Anker (31) des Elektromagneten (30) gelenkig verbundenen Hebel (33) und eine mit dessen anderem Arm zusammengelenkte Schubstange (36), die zwischen den sie führenden Augen mit einem Bund (42) versehen ist und durch eine sie zwischen diesem und dem unteren Auge umgebende Feder (43) zurückgezogen wird, sowie durch eine mit der Schubstange (36) zusammenhängende, mit gebogenem Führungsarm (23) versehene, durch eine Blattfeder (24) in Arbeitsstellung gehaltene Klinke (22) ein Stiftrad (20) schrittweise gedreht und damit der Vorschub des Anzeigebandes (6) bewerkstelligt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE167202C true DE167202C (de) |
Family
ID=432534
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT167202D Active DE167202C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE167202C (de) |
-
0
- DE DENDAT167202D patent/DE167202C/de active Active
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