DE1685605C3 - Kämmaschine für langes Fasergut - Google Patents
Kämmaschine für langes FasergutInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kämmaschine für langes Fasergut, beispielsweise Wolle, und stellt eine
vorteilhafte Ausgestaltung des Hauptpatentes 15 10 422 dar.
Die Kämmaschine für langes Fasergut nach dem Hauptpatent ist mit einem Kreiskamm, einem Zaiigenpaar
und einem Speiserost und einem eine geradlinige oder wechselnde Bewegung ausführenden Abzugswalzenpaar
ausgestattet, das die Faserbärte nach Rückdrehung von dem Kreiskamm aufnimmt und sie durch einen
Fixkamm zieht, wobei zur Kontrolle der Faserbärte in Nähe des Kreiskammes eine pneumatische Vorrichtung
vorgesehen ist, die aus einer Saugdüse besteht, deren oberster und weitester Teil sich unterhalb der
Bewegungsbahn des Abzugswalzenpaares und mindestens über deren gesamte Länge erstreckt, wobei der sich
in Nähe des Kreiskammes befindliche Teil des Randes der Saugdüse höher liegt als der übrige Rand.
Bei der Kämmaschine nach dem Hauptpalent wird zufolge der Anordnung und Ausbildung der Saugdüse
erreicht, daß das Faservlies unter der Wirkung des Saugstromes vor dem Abzugswalzenpaar glatt und
wellenfrei bleibt und deshalb besser ineinander verlötet werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bei der Kämmaschine nach dem Hauptpatent erreichte Saugwirkung
zu verbessern, um eine vollkommene Lötung zu erreichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in der Wandung der die Saugdüse mit der
Unterdruckquelle verbindenden Leitung eine durch ein als Nebenschlußventil wirkendes, beispielsweise ah
Klappe oder als Schieber ausgebildetes Verschlußorgar
verschließbare Öffnung angeordnet ist, und daß da; Verschlußorgan derart steuerbar ist, daß es be
Annäherung oder/und Entfernung des Abzugswalz.cn paares relativ zur Zange des Kreiskammes in die
Offenstellung überführt wird.
Durch die Anordnung des als Nebenschlußventil zui Saugdüse wirkenden Verschlußorgans ist es möglich, die
von der Luftdüse angesaugte Luftmenge in Abhängig kcit von der Bewegung des Abzugswalzenpaares odei
eines anderen geeigneten Parameters so zu verändern daß das Verschlußorgan bei Annäherung odcr/unc
Entfernung des Abzugswalzenpaares von der Zange geöffnet wird, wodurch die von der Saugdüse
angesaugte Luftmenge verringert wird. Diese erfin dungsgemäße Steuerung der von der Saugdüse
angesaugten Luft bietet mehrere Vorteile. Durch die Verringerung der Ansaugung wird das Vlies währcnc
der Annäherungsphase geschont, wodurch es sich übei die gesamte Arbeitsbreite gleichmäßig ausbreitet une
dadurch in einen für das anschließende Löten günstiger Zustand gelangt. Durch die Veränderung der Luftmenge
während der Abzugsphase wird somit das Faservlie: erheblich verbessert, wobei das Abziehen guter Faserr
wegen der verringerten Saugluft vollkommen verhin den wird. Hinzu kommt, daß durch die schnelle
Veränderung der Luftmenge bei jeder Abzugsphase, die bei der heute üblichen hohen Arbeitsgeschwindigkei
der Maschine in schneller Aufeinanderfolge, also mi hoher Frequenz, vor sich geht, die Luftmenge in dei
Jlasleitung verandcn wird, wodurch die Abliihrung des
iiaubes begünstigt und die Bildung von Ablagerungen
verhindert wird, so daß die erfindungsgemaße Steuerung der Blasluft zu einer funktionssicheren Arbeitsweise
der Maschine beiträgt.
PJn weiteres Merkmal der Erfindung kennzeichnet
sich dadurch, daß die Steuervorrichtung des Verschlußorgans derart ausgebildet ist, daß der Faserbari
wahrend des für seine Überführung auf das Abzugswal-/enpaar
günstigsten Augenblickes dei großen Ansaugung
unterliegt.
Weiter ist wesentlich, daß die Steuervorrichtung des Verschlußorgans derart ausgebildet ist, daß die auf den
Faserbari ausgeübte Saugwirkung am Beginn der Annäherung des Abzugsvvalzenpaares an die Zange am
grüßten ist. Durch diese Maßnahmen wird eine optimale
Lotung des Faserbartes mit dem auf dem Abzugswalzenpaar befindlichen Vlies gew ührleisiei.
In Abhängigkeit von den Arbeitsbedindungen kann
die Öffnung und Schließung des Veischfußorgans entweder allmählich oder schlagartig erfolgen.
Ein weiteres Merkmal kennzeichnet sich dadurch, daß
das Verschlußorgan gegenüber dem Kreiskamm m einer eine störende Beeinflussung des l'aserbaries
ausschließenden Entfernung angeordnet ist. Durch diese Maßnahme wird eine Störung des Faserbartes mit
Sicherheit ausgeschlossen.
Ein weiteres vorteilhaftes Merkmal der ErfinduriLj
kennzeichnet sich dadurch, daß die Steuer\orrichtung des Verschlußorgans synchron mit der Bewegung des
Abzugswalzenpaares betätigbar ist.
Um eine sichere Absaugung des anfallenden Staubes zu gewahrleisten, besteht ein weiteres Merkmal der
t Erfindung darin, daß die Saugdüse an der Innenseite der
dem Kreiskamm abgekehrten Wand eines mit der Unterdruckquelle verbundenen Rohres befestigt ist,
dessen der Saugdüse gegenüberliegende Wand eine
einen geringen Unterdruck erzeugende Säugöffnung bildet. Hierbei ist es vorteilhaft, die Saugdüse austauschbar
anzuordnen, um sie unterschiedlichen auf der Kämmaschine zu verarbeitenden Materialien anzupassen.
Die Zeichnungen zeigen beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung, und es bedeutet
F i g. 1 Seitenansicht des mit der Saugvorrichtung ausgestatteten Teiles der Kämmaschine in teilweisem
Schnitt bei zurückgezogener Stellung des die Abzugswalz.cn tragenden Wagens,
Fig. 2 Darstellung gemäß F i g. 1 mit vorgeschobenem
Abzugswagen, F i g. 3 eine Vorderansicht gemäß Fig. 1 und 2,
Fig.4 schematische Darstellung des als Schieber ausgebildeten Verschlußorgans in Seitenansicht.
Fig. 5 und 6 schematische Darstellungen des als Klappe ausgebildeten Verschlußorgans in Seitenansicht
und Aufsicht.
Wie die Fig. 1 und 2 zeigen, ist ein um eine Achse schwenkbarer Abzugswagen 1 in Richtung des Doppelpfeiles
Fgegenüber dem Kreiskamm 2 und der Zange 3 hin- und herschwenkbar, so daß das auf ihm
angeordnete Abzugswalzenpaar 4, 5 dem Kreiskamm 2 genähert und von ihm entfernt werden kann. Zwischen
den Abzugswalzen 4, 5 ist ein endloser über eine Umlenkwalze 7 geführter Riemen 6 angeordnet, der das
vorher gekämmte Faservlies 8 trägt.
Die F i g. 1 zeigt die Phase des Kämmens der
Taserbärte 10, wobei diese durch die Zange 3 den Nadelsegmenten ti des Kreiskammes 2 dargeboten
werden. Der Abzugswagen 1 befindet sieh in seiner
zurückgezogenen Stellung, so daß das Abzugswalzenpaar 4, 5 den größten Abstand vo'.i dem Kreiskamm 2
besitzt.
Aufgrund der durch die Düse 18 ausgeübten Saugwirkung schmiegt sich das Ende 13 des von dem
endlosen Riemen 6 getragenen Vlieses der Form der unteren Abzugswalze 4 an. wie in Fig. 1 gezeigt ist. Es
bleibt hierbei gegen den endlosen Riemen angedrückt, so daß es nicht wieder \oi, dein Kreiskamm 2 erfaßt
w erden kann.
Nach dem Kämmen des 1 aserbaries IO beginnt sich
der Abzugswagen 1 dem Kreiskamm 2 zu nähern. Hierbei wird die auf das Vlies 8 und den Faserban 10
ausgeübte Saugwirkung durch alimähliche Öffnung der Klappe 14 verringert, wie in F ig. 2 gezeigt ist.
An die Saugdüse 18 schließt sich eine rohrlormige
Halterung 17 an. die in eine Samnielkamnier lh
übergeht, die wiederum in einer Saugleitung 15 endet, in
deren Wandung die als Nebenschlußv entil dienende
Klappe 14 angeordnet ist.
Wie sich aus P i g. 1 ergibt, ist die rohrlormige
Halterung 17 der Saugdüse 18 mit ihrem freien Ende in Richtung auf den Kreiskamm 2 gebogen und bildet eine
relativ große Öffnung 19. die einen gelingen Unterdruck zur Aufnahme des bei der Arbeit des Kreiskaninies
anfallenden Staubes erzeugt. Die Öffnung 19 ist derart
bemessen und so angeordnet, daß die von ihr erzeugte
Saugw irkung ohne Einfluß auf den Kreiskamm 2 bleibt.
Die Saugdüse 18. die der Kontrolle des Faserbartes K)
und des Vlieses dient, ist, wie die F i g. 1 und 2 zeigen, in
der rohrförmigen Halterung 17 angeordnet und an der Innenseite der Wand 20 so befestigt, daß sich das untere
Ende der Saugdüse 18 an der Stelle der größten Verengung 21 der rohrförmigen Halterung 17 befindet.
Die Saugdüse 18 und die Halterung 17 sind an dem Maschinengestell 22 durch eine Befestigungsvorrichtung
23 so angebracht, daß ein leichter Ausbau möglich ist.
Die Saugleitung 15 ist mit einer Öffnung 24 versehen,
die durch die Klappe 14 verschließbar ist. die um ihre an dem Halter 26 befindliche Achse 25 schwenkbar ist.
Die Öffnungsbewegungen der Klappe werden durch eine Kette 27 gesteuert, die an dem unteren Ende des
schwenkbaren Wagens 1 mittels eines Bügels 28 befestigt ist und über eine Umlenkrolle 29 geführt ist.
Die Teile 27 bis 29 bilden eine Steuervorrichtung 27 bis 29.
Die F i g. 4 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform,
bei der die schwenkbare Klappe 14 gemäß F i g. 1 bis 3 durch einen Schieber 30 ersetz' ist. der in Führungen 31
vor einer in der Wand der Saugleitung 15 angeordneten Öffnung 30;i gleitet und durch eine an dem Abzugswagen
1 befestigte Steuervorrichtung 32 gesteuert wird die aus einem Hebel besteht.
Die F i g. 5 und b zeigen eine weitere abgewandelte Ausführungsform, bei der das Verschlußorgan dureT
eine Klappe 33 gebildet wird, die in der Saugleitung M angeordnet ist und ihren Querschnitt mehr odei
weniger verschließen kann. Zu diesem Zwecke ist di( Klappe 33 auf einer Achse 34 befestigt, die in Lagern 3!
gelagert ist. und eine Kurbel 36 trägt, die von dem 1 über ein Gestänge 37 betätigbar ist. Die Teile 34 bis 3i
bilden ebenfalls eine Steuervorrichtung 34 bis 36.
Die Erfindung kann weiteren Abwandlungen unterlie gen, So kann die Betätigung des Verschlußorgans nac
einer beliebigen Gesetzmäßigkeit erfolgen, die der beabsichtigten Zweck optimal entspricht. Ferner kan
die Steuerung des Verschlußorgans durch ein an sich beliebiges Organ erfolgen, welches eine mit der
Bewegung des Abzugswagens synchrone Bewegung ausführt. Außerdem können in der rohrförmigen
Halterung 17 anstelle der Saugdüse 18 einer entsprechenden Ablenkung der Saugluft dienende Leitorgane
vorgesehen sein.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentansprüche:1. Kämmaschine für langes Fasergut, beispielsweise Wolle, mit einem Kreiskamm, Zangenpaar und Speiserost und einem eine geradlinige oder wechselnde Bewegung ausführenden Abzugswal/enpaar, das die Faserbärte nach Rückdrehung von dem Kreiskamm aufnimmt und sie durch einen Fixkamm zieht, wobei zur Kontrolle der Fa.serbärte in Nähe '° des Kreiskammes eine pneumatische Vorrichtung vorgesehen ist. die aus einer Saugdüse besteht, deren oberster und weitester Teil sich unterhalb der Bewegungsbahn des Abzugswalzenpaares und mindestens über deren gesamte Länge erstreckt, wobei '5 der sich in Nähe des Kreiskammes befindende Teil des Randes der Saugdüse höher liegt als der übrige F'.and nach Patent 15 10 422, d a ti ti r c h g e k e η η · zeichnet, daß in der Wandung der die Saugdüse (18) mit der Unterdruckquelle verbindenden Leitung (15) eine durch ein als Nebenschlußventil wirkendes, beispielsweise als Klappe (14, 33) oder als Schieber (30) ausgebildetes Verschlußorgan verschließbare Öffnung (24, 3O.i) angeordnet ist. Lind daß das Verschlußorgan derart steuerbar ist, daß es bei Annäherung oder/und Entfernung des Abzugswalzenpaares (4, 5) relativ zur Zange (3) des Kreiskammes (2) in die Offenstellung überführt wird.2. Kämmaschine nuch Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung (27 bis 29; 32; 34 bis 36) des Verschlußorgans derart ausgebildet ist. daß der Faserbart (10) während des für seine Überführung auf das Abzugswalzenpaar (4,5) günstigsten Augenblickes der größten Ansauguns?unterliegt.J. Kämmaschine nach Anspruch I, dadurcl gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung (27 hi< 29; 12; 34 bis 36) de'· Verschliißorgans derar ausgebildet ist, daß die auf den Faserbart (10 ausgeübte Saugwirkung am Beginn der Annäherun;, des Ab/ugswalzcnpaares (4, 5) an die Zange (3) an größte η ist.4. Kämmaschine nach Anspruch 1. dadurcl gekennzeichnet, daß die Öflnung und Schließung de< Verschlußorgans allmählich erfolgt.5. Kämmaschine nach Anspruch I. eladurci gekennzeichnet, daß die Öffnung und Schließung de Verschlußorgans schlagartig erfolgt.b. Kämmaschine nach Anspruch I. dadurcl gekennzeichnet, daß das Verschlußorgan gegenübei dem Kreiskiiinm (2) in einer eine störende Beeinflussung des Faserbartes (!0) ausschließender Entfernung angeordnet ist.7. Kämmaschine nach Anspruch 1, dadurcl gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung (27 hi< 29; 32; 34 bis 36) des Verschlußorgans synchron mil der Bewegung des Abzugswalzenpaarcs (4, 5 betätigbar ist.8. Kämmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugdüse (18) an dei Innenseite der dem Kreiskamm (2) abgekehrter Wand (20) eines mit der Unterdruckquelle verbünde nen Rohres (17) befestigt ist, dessen der Saugdüse (18) gegenüberliegende Wand eine einen geringer Unterdruck erzeugende Saugöffnung (19) bildet.9. Kämmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugdüse (18) an dem Rohi (17) austauschbar angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR90371 | 1967-01-09 | ||
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1685605C3 true DE1685605C3 (de) | 1977-10-13 |
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