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H a n d w a e c h p a s t e Die meisten heute benutzten Handwaschpasten
sind im wesentlichen auf Basis von Seife oder synthetischen Waschmitteln, Syndetsf
und einem zusätzlichen -Reibmittel, wie Sand, Quarzmehl, Feldspat,: Bimsteinpulver
oder Holzmehl aufgebaut.
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Der Zusatz von Reibmittel hat sich als notwendig erwiesen,. wenn es
sich um die :Beseitigung von industriellen Hautverschmutzungen handelt! wie z. B.
Scbmieren# Laoke,_Druokfarben, Teer und dergleichen.
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Gewöhnlich sind diese Pasten zur leichteren Emulgierung von fettartigen
Verschmutzungen noch alkalisch eingestellt. Diese Alkalität wird durch Zusätze,von
Soda, alkalischen Phosphaten, Silikaten und häufig auch von Ammoniak erreicht. Andere
Handwaschpasten enthalten, um ihre Reinigungskraft zu verstärken, Zusätze von Lösungsmitteln,
wie Benzin, Tetrachlorkohlenstofß, Petroleum, isopropanol und dergleichen.
Zur
Benutzung der meisten Handwaschpasten wird Wasser benötigt, gewöhnlich in kleinen
Mengen zu Beginn der Waschung zur Benetzung der Hände und in größeren.Mengen zur
nachfolgenden Abspülung.
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Es ist daher nicht verwunderlich, daß bei längerer, täglich mehrfacher
Reinigung der Hände mit solchen ]toten schon allein infolge der in ihnen enthaltenen
Reibmittel wie auch der Alkaltät oder dem direkten Kontakt des Lösungsmittels mit.
der Haut, die Haut der Hände allmählich trocken und rauh wird und oft Risse zeigt.
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Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Handwaschpaste
zu schaffen, der diese Nachteile nicht anhaften.
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Durch die Erfindung wird eine Handwaschpaste geschaffen, die sich
grundsätzlich von den bekannten mit Vorteil dadurch unterscheidet, daß sie kein
Reibmittel enthält, eine Emuleion vom Typ Öl-in-Wasser darstellt, wobei das Lösungsmittel
in der Paste fein verteilt ist und nicht direkt mit Haut in Berührung kommt, nicht
alkalisch ist und bei ihrer Anwendung kein Wasser, weder zur vorhergehenden Benetzung
noch zum Abspülen, benötigt wird.. Die Peste wird direkt auf' die Haut aufgetragen
und nach Verreiben entweder mit einem trockenen Tuch oder einem saugfähigen Papier
abgewischt.
Die Erfindung betrifft eine Handwgschpas.te, die zur
Reinigung der Haut auch von industriellen Verschmutzungen geeignet ist und ohne
Wasser verwendet werden kann. Die Handwaschpaete ist gekennzeichnet durch eine-Emulsion
des Typs Ö1- in-Wasser von 30 bis 60 g6 eines aliphatischen und/oder aromatischen
Lösungsmittels in Wasser, wobei das Emulgiermittel aus einer Mischung von 3 bis
? %, bezogen auf das Gewicht der fertigen Handwaschpaste, Seife
und
5 bis 9 %bezogen auf das Gewicht der fertigen Randwaschpaste, einer nicht-onogenen
waschaktiven Substanz, die 5 bis 15 Äthylenoxydgruppen, an einen aliphatischen,
aromatischen oder alkylaromati.schen Rest gebunden, im Molekül enthält, besteht.
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Die erfindungsgemäße Nandwaschpaste kann auch Zusätze, wie
Yerdickungemittel,
z. B. Carboayaethylzellulose, Gleit-und Feuchthaltemittel, z. B. Glycerin, Sorbitol,
Rückfettungs- und Hautschutzmittel, z: B: Isopropylmyristin, Lanolin und/oder Desinfektionsmittel,
z. B. Heaachlorophen, Dibromsalicylanilid, p-Chlor-m Xylol, PIne-oil und dergleichen,
enthalten.
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Als Lösungsmittel werden Benzol, Toluoi, gylol, gerosin, Naphtha,
Terpentin, Hexalin, Decalin bevorzugt. Alkohole, Ketone und Alkylacetate mit ßlkylgruppen
niedriger Kohlenstoffatomenzahl sind" wegen ihres niedrigen Siedepunkten
weniger geeignet, während halogenierte Kohlenwasseretoffe, wie z.
B. To trachlärkmhlenstoff, die Haut zu stark entfetten
und
darüberhinaus keine lagerungsbeständigen Emulsionen
bilden.
_ Mit Seifen sind Neutralsationsprodukte von Pettseuren,_
wie Stearin-,-Palmitin- oder Ölsäure, mit Alkalien .oder
organischen
Basen gemeint. Als nicht-ionogene waschaktive Substanzen, die einen Teil
des Emulgiermittels ausmachen,
kann irgendeines der im Handel befindlichen
nicht-ionogenen Produkte verwendet. werden, die eine aliphatische,
aromatische
oder alkylaromatisehe Gruppe mit 5 bis 10 1,thylenoxydgruppen=im
Molekül enthalten. Beispiele hierfür sind die
Reaktionsprodukte
von Alkylphenolen mit Äthylenoxyd, wie das Kondensationsprodukt von Nonylphenol
mit 7 Äthylenoaydmolekülen, das Kondensationsprodukt von Propylenglycol
mit 9 Äthylenoaydmolekülen. -Die erfindungsgemäßen Handwaschpasten
sind weiß und opak
und von unterschiedlicher KoneistenzS:e lassen
sich ohne
weiteres- mit Wasser weiter verdünnen, ind lagerungsbeständig
such bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt bis zu Temperaturen,
wie sie im Sommer in Lagerräumen auftreten
können.
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Das pH der Handwaschpaste liegt zwischen 6,5 und
8, sie ist
also im Sinne eines Waschmittels nicht alkalisch. Vorzugsweise
verwendet man die Handwasehpaste ohne Wasser.
Wenn sie ein Hautschutzmittel
oder ein Desinfektionsmittel
enthält, werden die Hände nur
leicht abgewischt, damit diese--Mittel auf der Haut zurückbleiben. Wenn man aber
die Paste mit Wasser abspülen will, so ist dies infolge der großen Wasserlöslichkeit
ohne weiteres leicht möglich.
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Wenn gewünscht, kann der erfindungsgemäßen Handwasehpaste für spezielle
Zwecke auch ein Reibmittel-und/oder Alkali zugegeben werden. Es kann-auch ein Teil
der nioht-ionogenen waschaktiven Substanz durch eine anionische waschaktive Substanz,
wie das Natriumsalz des Dodecylbenzolaulfonato,- d ersetzt werden. Um die
Handwaschpaeta ansprechender zu machen, kann ihr ein Farbstoff und/oder-ein Parfüm
zugesetzt werden.
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Die Handwaschpaste stellt eine Ö1-n-Wasser-Emulsion dar, wobei sich
die eigentlichen Reinigungsmittel in Form von Seife: und synthetischer waaohaktiver
Substanz in der wässrigen Phase befinden, während das Lösungsmittel die Ölphase
bildet, die in der wässrigen Phase in Form kleiner Tröpfchen homogen <erteilt
ist: Bei Anwendung der erfndungegemäßen Handwasehpaste kommt die Haut
. nur mit der wässrigen Phase in Kontakt, und ihre Renigungawrkung beruht darauf,
daß Seife und waschaktive Substanz erst den Schmutz von der Hautoberfläche
und den Rillen abheben und teilweise emulgeren, und die nicht_gmulgierbaren
Verechmctzungen, wie Bett-,. Zack- und Parbstoff-Reate, werden an der Grenz:W
fldahe zwischen Zöaung$mittelteilahen und wässriger Phase in das Lösungsmittel
hinein gelöst.
Die Herstellung der Handwaschpaste erfolgt: nach
den üblichen Emulgiermethoden. Um hochwertige Produkte guter Zagerungebeständigkeit
zu erhalten, empfiehlt es sich, einen Homogenisatar zu verwenden, wie er in der
kosmetischen Industrie zur Herstellung von Cremes verwendet wird.
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Obwohl die erfindungsgemäße Handwaachpaste in erster Linie als Hautreingungspaate
dient, kann sie auch zur Reinigung von harten Oberflächen und Textilien verwendet
werden. Beisuiel
1
rrmr Eine typische Handwaschpaste hat folgende Zusammensetzung:
| Kerosin -- 37' 5 Gew..- |
| K-Sefe der Ölsäure 495 ft |
| Kondensationsprodukt von Octyl- |
| phenQl und 7 Molekülen Äthylenoayd |
| 08H17 0(11,12111120)70H 61,0 f |
| Glyaerin 390 |
| Wasser 910 |
| 100310 GGW.-% |
Beispiel 2 -
osr s@@ Eine festere Faste, die hauptsächlich für
die hack-und Druckindustrie geeignet ist, hat die folgende Z usammenaetzung.
| Toluol _ 3590 Gew.-16 |
| K-Seife der Ölsäure 3,5 " |
| K-Seife der Stesrineäare ''0 r |
| Kondensationsprodukt fron Ncnyl- |
| phenol und 7. Molekülen Äthylenoxyd |
| 09H19 o(CH2CH20)70H 695 " |
| Cetiol 190 |
| Glycerin 3s0 " |
| Wasser 5010 |
| 10090 Gew.#% |
| *' Gemisch aus Zetern ungesättigter Fettsäuren |
Beispiel
3
Eine Paste, die sich auch zur Desinfektion von verschmutzten
Hautoberflächen, Wunden
und Abschürfungen
bei Unfällen verwenden
läßt und
die bei dem Kontakt
mit der Wunde
keiner-
lei
Schmerzen terurbachtbe®teht aus=
| Rein Benzin |
| 30"0 Gew.-9i |
| Triäthanolaminealz der Olaäure 4p0 |
| " |
| Kondensationsprodukt fron Octyl- |
| phenol und 9 Molekülen Äthylenoxyd |
| a8H1 o(CH2CH2o)9Og 6t5 |
| 70- |
| p-Chlor-m:Yylol - 0,25 |
| ü |
| Lanolin _ 0950 |
| Glycerin 3'0 |
| Wasser 55i75 |
| 100.00 Gew.-% |
Beispiel
4
Ptir die wiederholte Reinigung und Keimfreihaltung
der Hände zum Schutz vor Infektionen kann eine Paste von der folgenden Zusammensetzung
verwendet werdens
| Terpentinöl _ 45,0 Gewo-g6 |
| Triäthanolaminsalz der Ölsäure 590 |
| Kondensationsprodukt von Ootyl- |
| phenol und 9 Molekülen Äthylenogyd |
| 08H17 |
| 0(CH2CH20)9OH 7,0 |
| Hexaohlorophen 095-11 |
| Isopropylmyristat '!,0 "- |
| Lanolin 0,5 |
| Sorbitol 2,0 |
| Wasser _ 38,0 " |
| 10090 Gew o -:9i |