DE1692014B - Enzymatisches, körniges Waschmittel und Verfahren zur Herstellung desselben - Google Patents

Enzymatisches, körniges Waschmittel und Verfahren zur Herstellung desselben

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DE1692014B
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English (en)
Inventor
Dieter Dipl.-Chem.Dr. 4010 Hilden; Linke Heinz Dipl.-Chem.Dr. 4000 Düsseldorf; Kretschmann Josef Dipl.-Chem.Dr. 4019 Monheim. D04b 15-48 Walter
Original Assignee
Henkel & Cie GmbH, 4000 Düsseldorf

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Description

besonderem Interesse sind die aus Bakterienstämmen oder Pilzen, wie Bacillus subtiüs und Streptomyces griseus, gewonnenen enzymatischen Wirkstoffe. Weitere geeignete Enzyme sind Pepsin, Pancreatin, Trypsin, Papain und Diastase. Die aus Bacillus subtilis gewonnenen Enzympräparate besitzen jedoch gegenüber den letztgenannten Enzymen den Vorteil, daß sie gegenüber Alkali, Perverbindungen und anionischen Waschaktivsubstanzen relativ beständig sind und auch bei Temperaturen zwischen 45 und 700C noch nicht nennenswert inaktiviert werden. Ihre relativ große Beständigkeit gegenüber oxydierenden Agenzien beruht möglicherweise auf dem geringen Gehalt an freien Sulfhydrylgruppen.
Die Enzyme werden von den Herstellern, gegebenenfalls unter Zusatz von Verschnittmitteln, wie Natriumsulfat, Natriumchlorid, Alkaliphosphaten oder Alkalipolyphosphaten, auf einen bestimmten Aktivitätsgrad eingestellt, üblich sind die Angaben in LVE/g (Löhlein-Volhard-Einheiten pro Gramm), IE (Internationale Einheiten) und DE/g (Delftcr Einheiten pro Gramm). In der Technik wird die Aktivität vielfach in LVE/g angegeben, da die analytische Bestimmungsmethode, die dieser Kennzahl zugrunde liegt, vergleichsweise einfach durchzuführen ist. In den erfindungsgemäßen Waschmitteln soll die Enzymaktivität 100 bis 5000, vorzugsweise 200 bis 2500 LVE g betragen. Nach diesen Werten richtet sich auch die Menge der in den Waschmitteln zu verwendenden Enzyme.
Die auf den Waschmittelpartikeln haftenden überzüge können das anorganische, kristallwasserhaltige Salz in Mengen von 20 bis 99 Gewichtsprozent und das Enzym in Mengen von 1 bis 70 Gewichtsprozent enthalten. Auch geringere Enzymgehalte als 1% sind möglich, jedoch werden damit relativ große Mengen an inerten oder wenig waschwirksamen Salzen in das Waschmittel eingebracht. Vorzugsweise beträgt der Enzymgehalt der überzüge daher 10 bis 60 Gewichtsprozent.
In einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die aus kristallwasserhaltigem Salz und Enzym bestehenden überzüge noch 0,1 bis 3 Gewichtsprozent einer nichtionischen Waschaktivsubstanz aus der Klasse der äthoxylierten höhermolekularen Alkohole oder Alkylphenole. Diese nichtionischen Bestandteile können auch ganz oder teilweise durch Alkalisalze der Benzol- Toluol- oder Xylolsulfonsäure ersetzt werden. Beispiele für derartige nichtionische Waschaktivsubstanzen sind die mit 4 bis 20 Mol Äthylenoxid umgesetzten, geradkettigen, verzweigten, gesättigten oder ungesättigten Alkohole mit 8 bis 20 Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe bzw. die entsprechenden Äthoxylierungsprodukte von Alkylphenolen mit geradkettiger oder verzweigter, 6 bis 16 Kohlenstoffatome enthaltender Alkylgruppe. Vorzugsweise werden nichtionische Verbindungen mit geradkettiger Alkylgruppe verwendet.
Das Gewichtsverhältnis zwischen dem als Grundlage dienenden Pulvergemisch, das im folgenden mit Vorpulver bezeichnet wird, und dem auf der Oberfläche der Partikeln befindlichen, aus kristallwasserhaltigem Salz und Enzymen bestehenden überzug soll so bemessen sein, daß die erfindungsgemäßen Mittel insgesamt 0,05 bis 5, vorzugsweise 0,1 bis 2 Gewichtsprozent an Enzymen enthalten. Unter diesen Voraussetzungen liegen 0,5 bis 3ÖÖewichtsprozeht, vorzugsweise 2 bis 20 Gewichtsprozent, des erfindungsgemäßen Waschpulvers als salz- bzw. enzymhaltiger überzug vor.
Das Vorpulver soll spezifisch leicht sein, d. Il, ein Schüttgewicht von 100 bis 900 g/l aufweisea Derartige lockere Pulverpräparate sind auf verschiedene Weise erhältlich, beispielsweise durch Heiß- oder Kaltversprühung von flüssigen Waschmittelkonzentraten oder indem in eine durch Kristallisationsvorgänge sich verfestigende Paste Gase in fein- verteilter Form eingeblasen oder gasentwickelnde Stoffe eingetragen werden, so wie dies beispielsweise in den deutschen Auslegeschriften 1016 881 und 1 091 263 beschrieben wird. Weiterhin können durch Granulation oder durch Fluidisierung nach dem Wirbelbettverfahren, gegebenenfalls bei gleichzeitiger Anwendung von Heißluft, hergestellte streufähige Pulvergemische verwendet werden.
Vorzugsweise wird von Vorpulvern ausgegangen, die ein Schüttgewicht von 100 bis 500 g/l aufweisen.
Derartige Pulver mit einem hohen Gehalt an hohlkugeiformigeii Körnern können durch Heißversprühung von Waschmittelkonzentraten oder wäßrigen Aufschlämmungen von polymeren Alkaliphosphaten erhalten werden.
Die in der angegebenen Weise hergestellten Vorpulver enthalten als Hauptbestandteil anorganische bzw. organische Reinigungssalze und gegebenenfalls anionische oder weitere nichtionische, oberflächenaktive Waschaktivsubstanzen. Beispiele für anorganische Reinigungssalze sind Pentanatriumtriphosphat, Pentakaliumtriphosphat oder deren Gemische, die in Mengen von 10 bis 60, vorzugsweise 20 bis 50 Gewichtsprozent anwesend sein können. Die genannten Triphosphate können während des Sprühvorgangs zum geringen Teil zu Pyro- oder Orthophosphaten hydrolysieren, so daß diese Salze meist im Gemisch mit den Triphosphaten vorliegen.
Außer den Triphosphaten können die Vorpulver höherkondensierte Phosphate, wie Tri- oder PoIymetaphosphate, sowie Silikate in Form ihrer Alkalisalze, ferner Stabilisatoren, wie Magnesiumsilikate, enthalten. Ferner können Sequestrierungsmittel anwesend sein, insbesondere Alkalisake von Aminopolycarbonsäuren und/oder Aminopolyphosphonsäuren. wie die Natrium- oder Kaliumsalze der Aminotriessigsäure, Äthylendiaminotetraessigsäure, Diäthylentriaminopentaessigsäure.Triäthylentetraminohexaessigsäure und deren höhere Homologen, Äthylendiaminohydroxyäthantriessigsäure, Aminotri-(methylenphosphonsäure), Äthylendiaminotetra-(methylenphosphonsäure), 1 - H y droxyäthan-1,1 -diphonsäure sowie der höheren Homologen der genannten Polyphosphonsäuren.
Beispiele für die in dem Vorpulver enthaltenen
organischen waschaktiven Substanzen sind Olefinsulfonate, wie sie beispielsweise durch Sulfonierung primärer oder sekundärer aliphatischer Monoolefine mit gasförmigem SO3 und anschließende alkalische oder saure Hydrolyse erhalten werden, ferner Alkylbenzolsulfonate, Alkylsulfonate und «-Sulfofettsäureester, ferner primäre und sekundäre Alkylsulfate sowie die Sulfate von äthoxylierten oder propoxylierten Alkoholen. Weitere Verbindungen dieser Klasse, die gegebenenfalls in den Waschmitteln vorliegen
können, sind die höhermolekularen sulfatierten Partialäther und Partialester von mehrwertigen Alkoholen, wie die Aikalisalze der Monoalkyläther BzW. der Monofettsäureester des Glvcerinmonoschwefel-
säureesters bzw. der 1,2-Dioxypropansulfonsäure. Ferner kommen Sulfate von äthoxylierten orier propoxylierten Fettsäureamiden und AUcylphenolen sowie Fettsäuretauride und Fettsäureisäthionate in Frage.
Außer den genannten Tensiden vom Sulfonat- und Sulfattyp können die sprühgetrockneten Waschmittel Alkaliseifen von Fettsäuren, Ampholyte, wie Alkylbetaine und Alkylsuifobetaine, sowie nichtionische waschaktive Substanzen, wie Alkyl- und Acylpolyglycoläther, Alkylphenolpolyglycoläther, Mischkondensate aus Pclyäthylenglycol und Polypropylenglycol sowie Polyglycolätherderivate von Alkylaminen und Fettsaui ealkanolamiden enthalten. Die genannten Waschaktivsubstanzen können in den sprühgetrockneten Pulvern auch im Gemisch vorliegen.
Sofern die genannten waschaktiven Verbindungen einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest besitzen, soll dieser bevorzugt geradkettig sein und 8 bis 22 Kohlenstoffatome aufweisen. In den Verbindungen mit araliphatischen Kohlenwasserstoffresten enthalten die vorzugsweise unverzweigten Alkylketten im Mittel 6 bis 16 Kohlenstoßatome.
Als Mischungsbestandteile können weiterhin Schaumstabilisatoren, wie Fettsäuremono- und dialkylolamide anwesend sein. Zur Verwendung in Waschmaschinen bestimmte Mittel enthalten statt dessen Schauminhibitoren, so z. B. Fettsäuren oder deren Alkaliseifen mit 20 bis 24 Kohlenstoffatomen bzw. Triazinderivate, die durch Umsetzung von 1 Mol Cyanurchlorid mit 2 bis 3 Mol eines aliphatischen, geradkettigen, verzweigten oder cyclischen primären Monoamine erhältlich sind. Weiterhin können Vergrauungsinhibitoren, wie Natriumcelluloseglycolat, desinfizierend und avivierend wirkende Mittel sowie Färb- und Duftstoffe anwesend sein.
Die Mittel können außerdem Perverbindungen mit bleichender Wirkung enthalten, wie Perborate, Percarbonate, Perpyrophosphate, Persilikate, Persulfate, Harnstoffperhydrat und organische Persäuren bzw. Peroxide. Vorzugsweise wird Natriumperborat-tetrahydrat verwendet, das in Mengen von 5 bis 35, vorzugsweise 15 bis 30 Gewichtsprozent, bezogen auf die Gesamtmenge an Waschmittelbestandtcilen, anwesend sein kann.
Neben einer guten schmutzlösenden Wirkung, insbesondere für fett- und eiweißhaltige Verunreinigungen, bei Temperaturen zwischen 20 und 70° C bewirken die Enzyme auch eine Aktivierung der in den Waschmitteln enthaltenen Perverbindungen, so daß deren bleichende Wirkung bereits bei Temperaturen zwisehen 50 und 700C einsetzt.
Zur Herstellung der als überzugsmittel dienenden Salzschmelze kann man von den vorgefertigten wasserfreien Salzen oder auch von einem wasserärmeren oder wasserfreien Salz ausgehen und die entsprechende Wassennenge ergänzen. Das Verhältnis von wasserfreiem Salz zu Wasser braucht dabei nicht der stöchiometrischen Zusammensetzung des kristallisierenden Salzes zu entsprechen, vielmehr kann sowohl das wasserfreie Salz als auch das Wasser im Überschuß vorhanden sein. Sofern ein solcher Überschuß angewendet wird, soll er so bemessen sein, daß die enzymhaltige Salzlösung nach dem Aufbringen auf das sprühgetrocknete Pulver noch kristallisiert und ein nicht klumpendes, schüttfähiges Granulat entsteht. Ein Überschuß an Wasser kann mitunter vorteilhaft sein, wenn ein bei relativ hohen Temperaturen schmelzendes kristallwasserhaltiges Salz angewendet wird. Das überschüssige Wasser wird von dem porösen bzw. Hydratwasser bindenden Vorpulver aufgenommen.
Verwendet man als kristallisierendes Salz Natriumsulfat, so kann man vorzugsweise von einem Gemisch ausgehen, das 10 bis 60 Gewichtsprozent Enzym, 20 bis 50 Gewichtsprozent wasserfreies Natriumsulfat und 20 bis 60 Gewichtsprozent Wasser enthält An Stelle des wasserfreien Natriumsulfats und des Wassers können mit Vorteil auch 40 bis 90 Gewichtsprozent Natriumsulfat-dekahydrat verwendet werden. In der bei Temperaturen oberhalb 32,40C flüssigen Suspension lassen sich die vorstehend genannten nichtionischen Waschaktivsubstanzen bzw. die niedermolekularen Alkylbenzolsulfonate leicht dispergieren bzw. lösen.
Dinatriumhydrogenphosphat kann als Dihydrat oder als Dodecahydrat eingesetzt werden, wobei das Gemisch vorzugsweise 10 bis 60 Gewichtsprozent Enzym, 20 bis 50 Gewichtsprozent Na2HPO4 · 2H2O und 20 bis 50 Gewichtsprozent Wasser oder an Stelle der beiden letztgenannten Stoffe 40 bis 90 Gewichtsprozent Na2HPO4 · 12H2O enthält.
Auch Gemische verschiedener kristallwasserhaltiger Salze können eingesetzt werden. Ferner kann man in den Salzschmelzen auch noch solche Stoffe dispergieren, die den Waschmitteln üblicherweise erst nach dem Versprühen zugesetzt werden, da sie unter den Bedingungen der Heißzerstäubung flüchtig oder zersetzlich sind bzw. teilweise inaktiviert werden. Hierzu zählen Duft- und Farbstoffe, Konservierungsmittel, Bioeide, Schauminhibitoren, Hautschutzmittel, Desodorantien usw.
Die enzymhaltige Suspension wird bei Temperaturen zwischen 35 und 700C, vorzugsweise zwischen 35 und 500C, dem Vorpulver oder einem Teil desselben zugemischt, wobei übliche Sprüh- oder Mischvorrichtungen verwendet werden können. Eine besonders gleichmäßige Vermischung läßt sich dadurch erzielen, daß man in einen frei fallenden Pulverstrom die Suspension einsprüht oder daß man die Suspension am oberen Ende eines senkrechten Fallschachtes verdüst und gleichzeitig das lockere Vorpulver einleitet oder einbläst. Vorrichtungen der angegebenen Art sind beispielsweise in den deutschen Patentschriften 459 832 und 602 996, ferner in den deutschen Auslegeschriften 1 183 889, 1 196 859 und 1 197 064 beschrieben.
Die erfindungsgemäßen Mittel enthalten die Enzyme in einer gleichmäßigen Verteilung und neigen während des Abfüllens und des Transportes nicht zum Entmischen. Ihre Staubneigung ist sehr gering. Auch nach langer Lagerzeit läßt sich keine nennenswerte Abnahme der Enzymaktivität feststellen. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Mittel ist darin zu sehen, daß die Enzyme von dem kristallwasserhaltigen Salz vollständig umhüllt sind so daß auch Verbraucher mit empfindlicher Haut ohne Gefahr einer Hautruzung die Mittel von Hand entnehmen und dosieren können. Die Mittel eignen sich besonders gut zur Anwendung in vollautomatischen Waschmaschinen, da sie ein sehr gutes Einspülvermögen besitzen, d. h., sich in kürzester Zeit rückstandslos auflösen.
Beispiele
Die Zusammensetzung der durch Sprühtrocknung hergestellten Vorpulver geht aus der folgenden Tabelle hervor. Bei den Schaumdämpfungsmitteln handelt es
sich um Umsetzungsprodukte von 1 Mol Cyanurchlorid mit 2,6 Mol eines primären n-Alkylamins der Kettenlänge C8-C18, wobei ein Gemisch von Verbindungen folgender Formel erhalten wurde, in der R die angeführten Alkylreste darstellen:
RHN-C
C—NHR
N N
N /
HNR
und
RHN-C C-NHR
N N
N /
Cl
Der optische Aufheller bestand aus einem Gemiscl eines Diaminostilbendisulfonsäurederivats und eine Diarylpyrazottnderivats im Verhältnis 3:1.
Die Abkürzung Ä O bedeutet Äthylenglykolgrupper
Bestandteile Beispiele (Angaben in Gewichtsprozent)
Na-n-Dodecylbenzolsulfonat
QrQg-a-rt-Olennsulfonat (Na-SaIz) Ci2-Ci8-Fettalkoholsulfat (Na-SaIz)
Qz-Qg-Fettalkoholpolyglycoläther (10 AO)
Nonylphenolpolyglycoläther (9 AO)
Na-Seife Q2-C18
Na-Seife C20-C22
Pentanatriumtriphosphat
Tetranatriumpyrophosphat
Natriumsilikat
Na-Celluloseglycolat
Na-Aminotriazetat
Na-Äthylendiaminotetraazetat
Schaumdämpfungsmittel
Optische Aufheller
Magnesiumsilikat
Natriumsulfat, Natriumchlorid
Wasser
10
5 10
4 40
1,5
0,5
0,5 2 10
5,5
12
5
25
1,5
20
0,5
3
7,5
6,5
15
10
30
2
10
10
0,5
0.5
8
8
20
3
6
1,5
25
0,5
0,5
8,5
12
12
25
8
2
25
0,5
2,5
10
6
6 6
4 4 50 8 4 2
0,3
2,7
2,5
6,5
7 10
5 6 4 30 6 5
folgend« ZMBmMeBmIg tepnmt:
Gewiditsprozent
a) Natriumsulfat wasserfrei 26,5
Wasser - ·
Enzym (Alkalase* der Fa. Novo Industri, Kopenhagen, mit einer
Aktivität von 140 000 LVE/g) 38,5
eines mit 10 Mol Äthylenoxid umgesetzten technischen Oleylalkohols. - 1,5
b) Glaubersalz -Ί^Ι"
Enzym (Maxatase® der Komnknke Nederlandsche Gist en Spiritusfabnek N. V, Delft, mit einer Aktivität von
lOOOOOLVE/g)
Na-Toluolsulfonat
c) Glaubersalz 69,0
Enzym (wie unter a) 31,0
Bei den Versuchsreihen b) und c) wurden c
Waschmittem nach dem Aufsprühen der Salzlösi
außerdem noch 20% Natriumperborat-tetrahyd
zugemischt Die Waschmittel wiesen die folgern
Enzymaküvitäten auf:
a) 1500 LVE/g,
b) 1150 LVE/g,
c) 1000 LVE/g.
Das Vermischen erfolgte in der Weise, daß die
40 bis 450C erwärmte enzymhaltige Salzlösung 1
tels einer Düse, die im oberen Teil einer Zerstäubui
kammer angebracht war, versprüht wurde. In
Kammer wurde gleichzeitig über mehrere konzei
20954-
sehe, unterhalb der Düse angeordnete Rohre das sprühgetrocknete Pulver hineingeblasen, so daß eine intensive Durchmischung der flüssigen und pulverformigen Anteile erfolgte. Die erhaltenen Granulate waren gut schüttfähig, neigten nicht zum Klumpen oder Stäuben und erwiesen sich auch unter ungünstigen klimatischen Bedingungen als hervorragend beständig.
In einer weiteren Versuchsreihe wurden in einer durch Erwärmen auf 45° C geschmolzenen kristallwasserhaltigen Suspension ein Enzym Alkalase® mit einer Aktivität von 140000 LVE/g, ein Fettalkoholpolyglycoläther und in einem Falle ein Farbstoff suspendiert, worauf in einem Trommelmischer sprühgetrocknetes Pentanatriumtriphosphat bei Raumtemperatur mit der enzymhaltigen Salzschmelze besprüht wurde. Die erhaltenen Granulate wiesen die folgende Zusammensetzung auf:
Bestandteile
Na2SO4 · 10H2O ..
Na2HPO4 · 12H2O
Enzym
Äthoxylierter Oleylalkohol(lOAO)...
Farbstoff
Na-Triphosphat...
Beispiele(Angaben in Gewichtsteilen) 9 10 11 12 13 14
15
10
20 10
70
30 30
40
30 20
0,2 48,8
10 20 10
49
Je ein Gewichtsteil des erhaltenen Granulates wurde mit 10 Gewichtsteilen eines sprühgetrockneten, pulverförmigen Waschmittelgemisches folgender Zusammensetzung vermengt:
Gewichtsteile
Natrium-n-dodecylbenzolsulfonat 8
SeISeC12-Q8 8
Pentanatriumtriphosphat 25
Soda wasserfrei 15
Natriumsilikat 3,5
Magnesiumsilikat 2,5
Natriumcelluloseglycolat 1,5
Natriumaminotriazetat 1,0
Optischer Aufheller 0,5
Anschließend wurden noch 25 Gewicht steile Natriumperborat-tetrahydrat zugemischt. Das Waschpulver enthielt das Enzym in einer sehr gleichmäßigen Verteilung und neigte nicht zum Stäuben.
Zum Nachweis des technischen Fortschritts gegenüber dem Stande der Technik (südafrikanische Patentschrift 67-2415) wurden nachstehende Vergleichsversuche durchgeführt.
A. Ein auf 45° C erwärmtes Gemisch aus 1 kg Enzym mit einer Aktivität von 100000 LVE/g (Alkalase) und 2 kg Na2HPO4 · 12H2O wurde in einem Trommelmischer auf 7 kg sprühgetrocknetes Pentanatriumtriphosphat (Litergewicht 700 g) bei Raumtemperatur (220C) aufgesprüht.
B. Ein Gemisch aus 1 kg des unter A genannten Enzyms und 7 kg sprühgetrocknetem Pentanatriumtriphosphat wurde im Trommelmischer bei Raumtemperatur innig gemischt. Auf das Gemisch wurde unter ständigem Mischen 1 kg eines Nonylphenol - dekaäthylenglykoläthers aufgesprüht.
Je 1 Gewichtsteil der gemäß A und B erhaltenen Granulate wurde in einer Mischvorrichtung mit 9 Gewichtsteilen eines sprühgetrockneten Waschmittels gemäß Beispiel 1 der vorliegenden Anmeldung und 2 Gewichtsteilen Natriumperborat - tetrahydrat vermischt. Die Gemische wurden in 300 g fassenden Pappschachteln im Klimaschrank bei 300C und 80% relativer Luftfeuchtigkeit gelagert. Die Abnahme der Enzymaktivität (Mittelwert aus jeweils fünf Proben) ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.
Lagerzeit Enzymaktivität in % der Anfangsaktivität
I
35 in Tagen Gemisch A
7 100
14 100
40 30 95
50 75
70 50
Gemisch B
100
80
65
55
15
Die erfindungsgemäße Probe A zeigt gegenüber dei Vergleichsprobe B eine verbesserte Lagerbeständig keit des fcnzyms.

Claims (7)

Schleimhäute aus, die sich bis zum Schleimhaut-Patentansprüche: bluten steigern kann. Von dieser unangenehmen Nebenwirkung sind nicht nur die an den Misch-
1. Kömige, streufähige Waschmittel mit einem vorrichtungen, den Abfüllanlagen und die mit dem Gehalt an organischen Waschaktivsubstanzen und 5 Transport beschäftigten Personen betroffen, sondern anorganischen bzw. organischen Reinigungssalzen, auch der Verbraucher, der bei Ingebrauchnahme der in denen die Pulverpartikel oder ein Teil derselben Packung mit der Atemluft enzymhaltigen Staub aufganz oder teilweise mit einem überzug versehen nimmt
sind und in denen der Kern der Pulverpartikel Es ist deshalb schon versucht worden, der Neigung ein Schüttgewicht von 100 bis 900 g/l aufweist, 10 zum Entmischen und Stäuben dadurch entgegendadurch gekennzeichnet, daß der zuwirken, daß man die sprühgetrockneten Waschüberzug ein erstarrtes Gemisch eines bei einer pulver zuvor mit flüssigen Waschaktivsubstanzen Temperatur zwischen 30 und 6O0C schmelzenden besprüht oder mit kristallwasserhaltigen Salzen verkristallwasserhaltigen Salzes und ein Enzym ent- mengt, wodurch die nachträglich zugemischten Enhält 15 zyme mit den Waschpulverpartikeln verklebt werden
2. Mittel nach Anspruch I, dadurch gekenn- sollen. Trotz gegenteiliger Behauptung in der Patentzeichnet, daß der überzug Natriumsulfat-deka- literatur läßt sich die Entmischung und Staubbildung hydrat enthält auf diese Weise jedoch nicht im erforderlichen Maße
3. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekenn- vermindern, da die Haftung zwischen den Waschzeichnet daß der überzug Dinatriumhydrogen- 20 mittel- und Enzympartikeln nicht genügend fest ist. phosphat-dodekahydrat enthält Ein weiterer Nachteil der bekannten enzymhaltigen
4. Mittel nach Anspruch 1 bis 3, dadurch ge- Gemische besteht darin, daß mit zunehmender Lagerkennzeichnet, daß die aus kristallwasserhakigem zeit ein Verlust an Enzymaktivität eintritt Dies Salz und Enzym bestehenden überzüge 0,1 bis gilt insbesondere dann, wenn die Waschmittel Per-3 Gewichtsprozent einer nichtionischen Wasch- 25 verbindungen enthalten oder längere Zeit bei eraktivsubstanz aus der Klasse der äthoxylierten höhter Luftfeuchtigkeit bzw. höheren Temperaturen höhermolekularen Alkohole und/oder Alkylphe- gelagert werden. Da mit den bisher bekannten Vernole enthalten. fahren der Aktivitätsverlust der Enzyme nicht bzw.
5. Mittel nach Anspruch 4, dadurch gekenn- nicht nennenswert vermindert werden kann, begnügt zeichnet daß die in den überzügen enthaltenen 30 man sich damit, die Enzymmenge bei der Herstellung nichtionischen Waschaktivsubstanzen ganz oder des Waschpulvers so weit zu überhöhen, daß nach teilweise durch die Alkalisalze der Benzol-, Toluol- einer durchschnittlichen Lagerzeit noch eine aus- oder Xylolsulfonsäure ersetzt sind. reichende Wirkung vorhanden ist
6. Mittel nach Anspruch 1 bis 5, dadurch ge- Durch die vorliegende Erfindung werden die gele emizeichnet daß die überzüge das Enzym in 35 schilderten Nachteile vermieden. Gegenstand der ErMengen von 1 bis 70, vorzugsweise 10 bis 60 Ge- findung sind körnige, streufähige Waschmittel mit wichtsprozent enthalten. einem Gehalt an organischen Waschaktivsubstanzen
7. Mittel nach Anspruch 1 bis 6, dadurch ge- und anorganischen bzw. organischen Reinigungskennzeichnet, daß der Anteil der Überzüge, be- salzen, in denen die Pulverpartikeln oder ein Teil zogen auf die Gesamtmenge des Mittels, 0,5 bis 40 derselben ganz oder teilweise mit einem überzug 30 Gewichtsprozent, vorzugsweise 2 bis 20 Ge- versehen sind und in denen der Kern der Pulverwichtsprozent, beträgt. partikeln ein Schüttgewicht von 100 bis 900 g/l fc
aufweist, die dadurch gekennzeichnet sind, daß der überzug ein erstarrtes Gemisch eines bei einer Tem-
45 peratur zwischen 30 und 60° C schmelzenden kristallwasserhaltigen Salzes und ein Enzym enthält.
Beispiele für derartige kristallwasserhaltige Salze
Die Erfindung betrifft körnige, sich nicht ent- sind
mischende Wasch- und Reinigungsmittel mit einem
Gehalt an Enzymen, anionischen bzw. nichtionischen 50 Na2SO4 · 10 H2O, Na2S2O3 · 5 H2O,
synthetischen Waschaktivsubstanzen und anorgani- x, Tiri/-» ..,, „ VI ^n inu r\ λ
sehen Reinigungssalzen. Die Herstellung pulverför- Na2HPO4 · 12 H2O, Na2^O3 · 10 H2O und
miger, enzymatischer Waschmittel erfolgt meist in K3PO4 · 7 H2O. der Weise, daß den sprühgetrockneten Waschmittelgemischen die reinen oder mit einem Streckmittel 55
verschnittenen bzw. auf eine inerte Trägersubstanz Vorzugsweise besteht das als überzugsmittel veraufgebrachten Enzyme zugemischt werden. Die Korn- wendete Salz aus Natriumsulfat-dekahydrat (Glauberverteilung und spezifischen Gewichte des voluminösen salz) und dessen Gemischen mit wasserfreiem Na-Sprühpulvers und der Enzyme bzw. der enzym- triumsulfat.
haltigen Präparate weichen jedoch meist voneinander 60 Als Enzyme kommen solche tierischen und pflanz-
ab, so daß die Pulvergemische sich beim Abfüllen, liehen Ursprungs, insbesondere aus Verdauungsfer-
Verladen oder beim Transport in erheblichem Maße menten, Hefen und Bakterienstämmen gewonnene
entmischen können. Wirkstoffe in Frage. Sie stellen meist ein kompliziert
Ein weiterer schwerwiegender Nachteil der durch zusammengesetztes Gemisch verschiedener enzyma-
trockenes Vermischen von Sprühpulvern und Enzym- 65 tischer Wirkstoffe dar. Je nach ihrer Wirkung werden
Präparaten hergestellten Pulvergemische ist ihre Nei- sie als Proteasen, Carbohydrasen, Esterasen, Oxidore-
gung zum Stäuben. Die hochaktiven Enzyme üben duktasen, Katalasen, Peroxidasen, Ureasen, Desmo-
eine außerordentlich starke Reizwirkung auf die lasen, Isomerasen oder Nukleasen bezeichnet. Von

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