DE1692015A1 - Verfahren zum maschinellen Spuelen von Geschirr - Google Patents

Verfahren zum maschinellen Spuelen von Geschirr

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DE1692015A1 DE1968H0065280 DEH0065280A DE1692015A1 DE 1692015 A1 DE1692015 A1 DE 1692015A1 DE 1968H0065280 DE1968H0065280 DE 1968H0065280 DE H0065280 A DEH0065280 A DE H0065280A DE 1692015 A1 DE1692015 A1 DE 1692015A1
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    • C11D1/526Carboxylic amides (R1-CO-NR2R3), where R1, R2 or R3 are polyalkoxylated
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Description

Henkel & Cie GmbH Düsseldorf, den 31. Januar I968
Patentabteilung ' Henkelstraße 67
Dr. Bz/Et ' 1692015
Patentanmeldung
D
Verfahren zum maschinellen Spülen von Geschirr
Die Erfindung betrifft sohaumarme biologisch abbaubare Klarspülmittel für die maschinelle Geschirreinigung,, die bereits in sehr geringen Konzentrationen ein ausgezeichnetes.Benetzungsvermogen gegenüber harten Oberflächen besitzen.
Beim manuellen Spülen von Geschirr werden üblicherweise grenzflächenaktive Stoffe verwendet, die gute fettlösende und emulgierende Eigenschaften besitzen.-Diese Stoffe zeichnen sich meist durch ein sehr starkes Schäumvermögen aus. Im Gegensatz hierzu werden bei der maschinellen Geschirreinigung wegen der heftigen Wasserumwälzung in den Geschirrspülmaschinen mögliehst schaumarme oder schaumfreie Hilfsmittel verwendet, da ein starkes Schäumen die mechanische Reinigungswirkung der auf das Geschirr aufgespritzten Flotte vermindert und die Maschine zum Überlaufen bringt.
Nach den Erfahrungen der Praxis müssen beim maschinellen Geschirrspülen im allgemeinen zwei aufeinanderfolgende, meist durch einen
(Art.75iAbe.2Nr.1 3den
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Zwisohenspülgarig mit reinem Wasser getrennte SpUlgänge mit verschiedenartigen Produkten eingesetzt werden. In der eigentlichen Reinigungsflotte kommen alkalisch reagierende Mittel zur Ablösung und Emulgierung der Speisereste zum Einsatz. Im Nachoder Klarspülbäd werden dagegen spezielle Klarspülmittel zur Erzielung eines glanzklaren Geschirrs angewendet. Es ist wünschenswert., daß diese Klarspülmittel ein gutes Netzvermögen besitzen, damit sie die Oberflächenspannung des Nachspülwassers soweit W herabsetzen, daß dieses filmartig vom Geschirr abläuft und keine sichtbaren Rückstände, wie Kalkflecken oder andere Verschmutzungen" hinterläßt.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß die bekannten Netzmittel, beispielsweise höhermolekulare Sulfate oder Sulfonate in Konzentrationen, in denen sie einen guten Ablaufeffekt bewirken, zu stark schäumen. In der Praxis werden daher als Klarspülmittel meist. A*thylenoxidaddukte an Alkylphenole oder Polypropylenglykole fc verwendet. Aber auch diese Produkte besitzen in den für eine ausreichende Netzwirkung erforderlichen Konzentrationsbereichen noch eine relativ hohe Neigung zur Schaumbildung. Eine Herabsetzung der Anwendungskonzentration in Bereiche, in denen die Schaumbildung nicht mehr stört, führt zu einem Nachlassen der Netzwirkung, so daß es nicht mehr zur Ausbildung eines geschlossenen Wasserfilms auf dem gespülten Geschirr kommt und somit ein ausreichender Ablaufeffekt nicht mehr gegeben ist.
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SAD ORIGINAL
Ein weiterer Einwand gegen die Verwendung der genannten Äthylenoxldaddukte ist ihre mangelnde biologische Abbaubarkeit. Sie können daher die Abwässerkläranlagen passieren und in die Flüsse und Seen gelangen, wo sie wegen ihrer teilweise relativ hohen Toxizität gegenüber Fischen und anderen Viasserorganismen äußerst unerwünscht sind.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum maschinellen Spülen von Geschirr, wobei ein oder mehrere Reinigungs- und Klarspülgänge angewendet werden. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man zum Klarspülen eine wässrige Lösung mit einem Gehalt von 1o - 500 mg/1 eines Adduktes von weniger als 5 Mol A'thylenoxid an aliphatisch^ Alkohole, Carbonsäuren oder Carbonsäureamide mit 8 - 2o Kohlenstoffatomen verwendet.
Es ist ein besonderer Vorteil der beanspruchten Produkte, daß sie bereits in äußerst geringen Anwendungskonzentrationen ein ausgezeichnetes Netzvermögen gegenüber harten Oberflächen wie z. B. Gläsern, Porzellanoberflächen, Bestecks und dergleichen besitzen. Man erreicht schon mit Konzentrationen von unter I00 mg/l einen einwandfreien Ablauf der Klarspülflotte vom Geschirr* Eine störende Schaumbildung tritt bei diesen Konzentrationen nicht ein.
Ein weiterer Vorzug der beanspruchten Äthylenoxidaddukte besteht darin, daß sie im ausreichenden Maße biologisch abbaubar sind, so daß eine Verunreinigung der Gewässer vor-
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mieden und die Forderung nach Unschädlichkeit gegenüber Fischen und sonstigen Wasserorganismen erfüllt wird.
Die beanspruchten Äthylenoxidaddukte werden in bekannter Weise durch Anlagerung von Äthylenoxid an gesättigte oder ungesättigte aliphatische Alkohole, Carbonsäuren oder Carbonsäureamide mit 8 - 2o C-Atomen, vorzugsweise in Gegenwart alkalischer Katalysatoren und unter Druck erhalten. Beispiele für geeignete Produkte dieser Art sind das Anlagerungs— produkt von 4,5. Mol Ä'thylenpxid je Mol eines technischen ungesättigten Fettalkoholgemisches mit 12 - 18 C-Atomen, das Anlagerungsprodukt von 4 Mol Äthylenoxid an Dodecylalkohol, das Anlagerungsprodukt von 4 Mol Äthylenoxid an ein Gemisch gesättigter Fettsäuren mit 12 - 14 C-Atomen, das Anlagerungsprodukt von 5*5 Mol Äthylenoxid an ein Fettsäureaviiid mit 12 14 C-Atomen, das Anlagerungsprodukt von 5 Mol Äthylenoxid, an ein Gemisch ungesättigter Fettsäuren mit 12 - 14 C-Atomen, das Anlagerungsprodukt von 2 Mol, 5 Mol oder 4 Mol· Äthylenoxid an ein technisches Gemisch gesättigter Fettalkohole mit 12 - 14 C-Atomen, das Anlagerungsprodukt von 5 Mol Äthylenoxid an ölsäure, das Addukt von 4 Mol Äthylenoxid an ein Kokosfettspuremonoäthanolamid der Kettenlängen C1P-C1O.
Besonders bevorzugt werden die Addukte an ungesättigte Fettalkohole wegen ihrer geringen Schäumtendenz, vor allem im sauren Milieu.
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• ■" - P - BADORiGiNAL
™ P — .
Die Anwendungskonzentrationen der beanspruchten Produkte im Klarspülbad betragen etwa Io - 5oo mg/l, vorzugsweise 2o 1oo mg/l. Die.Anwendungsmenge richtet sich im gewissen Umfange nach Art und Reinheit des verwendeten Wassers. Insbesondere erfordern salzreiche Wasser etwas höhere Mengen an Klarspülmittel. Die Anwendung erfolgt vorzugsweise in'Form wässriger oder wässrig-alkoholischer Konzentrate mit Gehalten von 5 bis 75 Gewichtsprozent an Äthylenoxidaddukten. Soweit die Addukte- selbst flüssig oder pastenförmig sind, können sie auch in lösungsmittelfreier Form eingesetzt werden. Die Konzentrate werden zweckmäßig mit Hilfe automatischer Dosiergeräte, wie sie für derartige Zwecke bereits gebräuchlich sind, der Klarspülflotte zugesetzt.
Sofern mit hartem Wasser gespült wird, können den Konzentraten bzw.'der Klarspülflotte zur Vermeidung von Kalkverkrustungen und Kalkschleiern auf dem gespülten Geschirr weiterhin organische Carbonsäuren mit 2-6 Kohlenstoffatomen zugesetzt werden. Bevorzugt werden Säuren, die physiologisch unbedenklich sind und die gegenüber den Härtebildnern des Wassers komplexbildende Eigenschaften besitzen, wie beispielsweise Weinsäure, * Milchsäure oder Glykolsäure. Vorzugsweise wird Zitronensäure verwendet. In der Klarspülflotte können je nach Wasserhärte etwa Io - 75o mg/1 an Säure mitverwendet werden.
"- 6/-109830/187*
Beispiel 1
In einer Haushaltsgeschirrspülmaschine wurde normal verschmutztes Geschirr mit einer 55 τ 7o° heißen alkalischen Reinigerlösung gespült und anschließend durch ein bis zwei Zwischenspülgänge mit reinem Wasser von der anhaftenden alkalischen Flotte weitgehend befreit. Die Reinigungslösung enthielt"2 g/l eines alkalischen Reinigergemisches, bestehend aus 8o % Natriumtripolyphosphat, to % Natriumsilikat, 9 % Soda, 1 % Kalium-Dichlorisocyanurat.
Im darauffolgenden Klarspülgang wurde eine Klarspülflotte verwendet, die 25 mg/l eines Anlagerungsproduktes von 4,5 Mol Äthylenoxid je Mol eines technischen ungesättigten Kokosfettalkoholgemisches mit 12 - 18 C-Atomen enthielt.
Das in den Reinigungs- und Klarspülgängen verwendete Wasser war mittels eines Kationaustauschers enthärtet worden. Die Resthärte betrug etwa 1° dH.
Trotz der außerordentlich niedrigen Konzentration des Kthylenoxidadduktes in der Klarspülflotte war der Klartrockeneffekt einwandfrei. Eine nennenswerte Schaumbildung trat nicht auf.
109830/1875 bad original
Beispiel 2
Es wurde ein Spülprogramm wie in Beispiel T beschrieben durchgeführt, jedoch mit dem Unterschied, daß das verwendete Wasser 16° dH aufwies. Die Klarspülflotte enthielt 5o mg/l des in Beispiel 1 genannten Äthylenoxidadduktes.
Beispiel 3>
Es wurde ein Spülprogramm wie in Beispiel 1 unter Verwendung von Wasser mit 16° dH durchgeführt. Die Klarspülflotte enthielt 5o mg/l eines Anlagerungsproduktes von 2 Mol Ethylenoxid an ein gesättigtes Pettalkoholgemisch mit 12 -■ 14 C-Atomen sowie 7o mg/l Zitronensäure. Das Klarspülmittel wurde dabei in Form eines Konzentrates aus 25 % des Fettalkoholäthylenoxidadduktes, 35 % Zitronensäure, 2o % Äthanol und 2o % Wasser zugegeben.
Der Klartrockeneffekt war einwandfrei. Beispiel K
Es wurden weitere Spülversuche gemäß Beispiel 1 aber unter Verwendung von Wasser mit 16 dH durchgeführt. Dabei wurden in drei verschiedenen Versuchen folgende Zusätze zur Klarspülflotte vorgenommen:
a) 25 mg/l eines Adduktes von 4 Mol Äthylenoxid an ein Gemisch aus gesättigten Fettsäuren der Kettenlängen C12 - C.J, und
7o mg/l Zitronensäure
- 8 -109830/1875
/-Λ
b) 5o mg/l des Adduktes von 4 Mol Ethylenoxid an ein Kokosfettsäuremonoäthanolamid der Kettenlängen C. ρ - C' g und
7o mg/l Zitronensäure
c) 5o mg/l des Adduktes von 3 Mol Äthylenoxid an ölsäure.
In allen Fällen wurde nach Ablauf des Spülprogrammes· ein einwandfreier Klartrockeneffekt festgestellt.
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Claims (6)

,- 9 -P ATBN T ANS P R Ü C H E
1. Verfahren zum maschinellen Spülen von Geschirr, wobei ein oder mehrere Reinigungs- und Klarspülgänge angewendet werden, dadurch gekennzeichnet, daß man zum Klarspülen eine wässrige Lösung mit einem Gehalt von 1o - 5oo mg/l eines Adduktes von weniger als 5 Mol Ä'thylenoxid an aliphatische Alkohole, .Carbonsäuren oder Carbonsäureamide mit 8 - 2o Kohlenstoffatomen verwendet,
2. Verfahren nach Anspruch 1,· dadurch gekennzeichnet, daß man eine wässrige Lösung mit einem Gehalt von 2o - 1oo mg/l der Sthylenoxidaddukte verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch T'und. 2, dadurch gekennzeichnet, daß man Addukte von 2 - 4,5 Mol Ä'thylenoxid an Fettalkohole, Fettsäuren oder Fettsäureamide mit 12 - 18 Kohlenstoffatomen verwendet.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man Addukte von 2-4,5 Mol Ä'thylenoxid an ungesättigte Fettalkohole mit 12 - 18 Kohlenstoffatomen verwendet.
5. Verfahren nach Ansprüchen 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Äthylenoxidaddukte in Form eines wässrigen oder wässrig-alkoholischen Konzentrates mit einem Gehalt von
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1ο-
5 bis 75 Gewichtsprozent an Athylenoxidaddukten verwendet.
6. Verfahren nach Ansprüchen 1 - 5* dadurch gekennzeichnet, daß man eine oder.mehrere organische Carbonsäuren mit 2-6 C-Atomen, vorzugsweise Zitronensäure, in einer Menge von
1o - 75o mg/l in der Klarspülflotte mitverwendet. /
J. Schaumarme Klarspülmittel für das maschinelle Spülen von Geschirr, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einem Addukt von weniger als 5 Mol fithylenoxid an aliphatische Alkohole, Carbonsäuren oder Carbonsäureamide mit 8 - 2o Kohlenstoffatomen.
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»
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