DE1692425A1 - Leckmassen fuer die Tierernaehrung - Google Patents

Leckmassen fuer die Tierernaehrung

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DE1692425A1
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licks
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whey
animal nutrition
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DE19671692425
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Rudolph Schanze
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FLACHROESTE BERCHING GmbH
Union Rheinische Braunkohlen Kraftstoff AG
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FLACHROESTE BERCHING GmbH
Union Rheinische Braunkohlen Kraftstoff AG
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K50/00Feeding-stuffs specially adapted for particular animals
    • A23K50/10Feeding-stuffs specially adapted for particular animals for ruminants
    • A23K50/15Feeding-stuffs specially adapted for particular animals for ruminants containing substances which are metabolically converted to proteins, e.g. ammonium salts or urea

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Fodder In General (AREA)
  • Feed For Specific Animals (AREA)

Description

Wesseling, den 2. Februar 196?.
• Leckmassen für die Tierernährung ·
Bei der Erzeugung von Fleisch, müssen die Produktionskosten auf ein Minimum eingeschränkt werden. Dazu ist es erforderlich, sowohl den personellen Aufwand in der Haltung der Tiere wie auch ilen Aufwand bei der Fütterung möglichst zu reduzieren.
Dementsprechend setzen sich ζ. B.'in der Rindermast, aber auch in der Schafhaltung u. ä., Haltungs- und Fütterungsmethoden durch, die die Selbstversorgung durch die Tiere ermöglichen und den Zukauf von teuren Futtermitteln beschneiden. Man geht infolgedessen dazu über, in verstärktem Maße mit Silagen aus Mais, Rübenblättern usw., also wirtschaftseigenem Futteraufkommen, zu füttern. Gleichzeitig sucht man nach Methoden, die die Verabreichung des Futters ohne personellen Aufwand ermöglichen. Eine solche Lösung bietet sich z. B. an durch Flachsilos,.aus denen die Tiere selbst Futter entnehmen können. Die meisten wirtschaftseigenen Futtersilagen sind jedoch in ihren Nährstoffgehalten den Bedürfnissen der Tiere zu wenig angepasst. Sowohl bei der üblichen Maissilage wie auch bei Rübenblattsilage treten Imballancen auf, die durch Zufuhr von Eiweiß, leicht aufnehmbaren Kohlehydraten usw. ausgeglichen werden müssen, will man täglich gleichmässige Höchstzunahmen sichern.
Eine weitere Möglichkeit, die Fütterung ohne grossen personellen Aufwand durchzuführen, ist die Verabreichung von Leckmassen. Leckmassen aus Mineralstoffen, besonders mit hohen Anteilen von Viehsalz, sind bekannt. Sie dienen jedoch ausschliesslich der Versorgung der Tiere mit Mineralstoffen und nicht als Nährstoffquelle für Futtermittel, wie Eiweiß, Fett, Kohlehydrate, so dass die Zufütterung mehrerer Futtermittel erforderlich ist, die den Tieren zugemessen verabreicht werden müssen.
Bei der industriellen Verarbeitung von Nahrungs* und Genussmitteln' fallen in zunehmendem Maße Abfallprodukte an, die der menschlichen Ernährung nicht mit Vorteil zugeführt werden können, obwohl sie vom Verarbeitungsgang her mit Nährstoffteilen der Ausgangsprodukte ange-
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reichert sind. Es sind dies z. B. Molke,■wie sie bei der Käsebereitung . anfällt, sowie die bei der Brennerei entstehende Schlempe. Die Beseitigung dieser Produkte z. B-. durch Einleiten in Abwässer ist, sei es aus technischen, finanziellen öder allgemein hygienischen Gründen, in zunehmendem Maß erschwert. Infolge des hohen Wassergehaltes der sogenannten Abfallprodukte ist auch eine direkte Verwertung als Tierfutter nur schwierig möglich, und eine vollständige Trocknung zu Pulver ergibt zwar verkäufliche Produkte und Gemengteile für Viehfutter, jedoch erzielen diese im allgemeinen nicht die Preise, die die Trocknungskosten abdecken gönnen. Damit ist die direkte Verwertung solcher Nebenprodukte über den Tiermagen in einer leicht handelbaren Form erheblich beeinträchtigt.
f Es wurde nun gefunden, dass man Leckmassen für die Tierernährung wesentlich verbessern kann, wenn man ihnen eingedickte Molke und/oder Schlempe zusetzt. Auf diese Weise können die zur Futterergähzung erforderlichen Kohlehydrate zusammen mit den Mineralstöffen in jedem erwünschten Mengenverhältnis in einer Form angeboten werden, die vom Tier innerhalb der Haltungsart frei aufgenommen werden kann. Ferner ist damit eine sehr wirtschaftliche Verwertungsmöglichkeit von Molke bzw. Schlempe gegeben. Besonders vorteilhaft ist die Verwendung von eingedickter Sauerraolke. Durch Sauermolke wird dem Produkt ein angenehm frischer, appetitanreizender Geruch gegeben. Bei Verwendung von kohlensauren Kalken erfolgt bei Sauermolke infolge des hohen Milchsäureanteils eine Freisetzung von Kohlensäure und die Bildung von Calciumlactat. Es entsteht hier ein poröser Leckstein.
Es kann gegebenenfalls zweekmässig sein, den Leckmassen weitere für die Tier-• ernährung wertvolle Bestandteile zuzusetzen, um möglichst hochwertige Futtermittel zu erhalten. Besonders vorteilhaft kann ein Zusatz von Harnstoff sein. Die Verfütterung von Harnstoff als solche ist bekannt. Wird Harnstoff in richtigem Maß den Lecksteinen zugesetzt, so erfolgt eine unter allen Fällen gewährleistete gleichmässige Aufnahme durch das Tier und damit eine optimale Ausnutzung. Ausser Harnstoff können auch andere für die Verfütterung geeignete nichtproteiniartige Stickstof ^verbindungen,wie Biuret oder Ammonsalze, z.B. Lactate, Carbonate, Phosphate, zum Einsatz kommen. Es ist ferner oftmals zweekmässig, den Mineralstoffhaushalt durch gezielte Zugabe von Na-, Ca- und P-haltigen Verbindungen sowie von Spurenelementen zu den Leckmassen auszugleichen.
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Auch die Beimischung von Vitaminen, die oft gänzlich fehlen, ist in einfacher Weise möglich. Ein Zusatz von fetthaltiger Bleicherde ermöglicht die Verabreichung von Fett an das Tier und gibt der Leckmasse einer. angenehmen Geruch. TIm der Gefahr einer Schimmelbildung vorzubeugen, kann der Masse zweckmässig bis zu 1 % Natrium- oder Kalziumpropionat zugemengt werden, welches für Wiederkäuer unbedenklich und verwertbar ist. Damit wird eine zuverlässige Konservierung erreicht.
Von den Leckmassen nehmen die Tiere zwischen 500 - 1000 g pro Tag auf. Auf diese Futteraufnahme wird die Zusammensetzung der Produkte so abgestimmt, dass das jeweils vorgelegte wirtschaftseigene Grundfutter sinn* voll und leistungsbringend ergänzt wird.
Mit der Aufnahme der Leckmasse erhält das Tier eine Verabreichung von Kohlehydraten, Eiweiß sowie Mineral- und Wirkstoffen, die homogen vermengt sind und deren Futteraufnahme über einen langen Zeitraum verteilt ist. Dies fördert den Wirkungsgrad erheblich, besonders was die Verwertung des Harnstoffs betrifft. Durch diesen im Darmtrakt freigesetztes Ammoniak wird durch die Milchsäure der Molke kompensiert. Es liegt in den Leckmassen bei Zugabe aller genannten Produkte ein in physiologischer Hinsicht sich günstig ergänzendes Gemisch vor aus Harnstoff als Eiweißquelle zusammen mit z. B. Kolkeneiweiß mit hohem Anteil an Lysin, Mineralstoffen und Milchmineralgehalt der Sauermolke, schnell zur Verfügung stehende Kohlehydraten aus Milchzucker und Milchsäure sowie Bleicherde—Fettanteilen, die den Energiewert erheblich verbessern. In den Leckraassen können also alle Nährstoffe, die der wirtschaftseigenen Grundration ermangeln, nach" Erfordernis zusammengefasst werden. Ausserdem ermöglichen sie mit der Verwendung billiger Nebenprodukte eine sehr wirtschaftliche Aufstockung durch betriebsfremde Futtermittel. Gleichzeitig sinkt der Personalaufwand für Zumessung und Verabreichung der Kraftfutter- und Mineralstoffmischung pro Tier und Tag.
Beispiel
Eingedickte Sauermolke von etwa 50 % Trockenmasse mit Säuregraden nach Soxhlet-Henkel von ^8O-52O wird mit Harnstoff, Mineralstoffen und anderen Zusätzen zu einer breiartigen Masse gemengt. Die Masse wird in Formen gefüllt und erstarrt in kurzer Zeit zu harten Lecksteinen..
109831/Π^B?
V '■..;■■■. - 4.-;■■ ; \
Zusammensetzung verschiedener Leckmassen (in Gew.-%)
A B C D E F
Sauermolkenkonzentrat ^65 ^63 3^Q ^9 ^9 ^9
Harnstoff
Carbamid UKREA
12,0 12,0 12,0 12 ,0 15 ,0 15,0
Di c al c iumpho sphat 12,0 12,0 12,0 6 »0 5 ,0 5,0
Calciumcarbonat 12,0
Natriumchlorid + KJ 12,0 6 ,0 5 ,0 5,0
Kaolin 8,9
Magnesiumoxid
Bleicherde mit Fett
1,0
(ca. 45?<i Rohfettgeh.) 20,0 22,0 22,0
Na-/Ca-propionat - 1,0 1,0 1,0 1,0 1,0 1,0
Vitamine A + D = .
Spurenelemente 0,55 0,35 0,1 0,1 0,1 0,1
Nährstoffanteile .'"..'.
Proteingehalt ges. 1: 56,9 56,0 55 Λ 35,5 ; ±3,5 45,4
davon aus Harnstoff
Carbamid UKREA
51,2 5i,2 51,2 51,2 59,5 3.9,3
Rohfett 9,0 9,9 9,9
Mineralstoffgehalt
(ohne Kaolinanteil)
16,5 27,8 27,3 1^,5 12,6 15,5
Stärkeeinheiten 240 255 195 415 450 445
Eiweiß/Stärke-Verh. 0,65 0,65 0,55 1,2 1,0 :- 1,C
Dichte 1,27 0,97 1,58 1,18 ■1,20 1,20
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Claims (6)

  1. ST
    Pat entansprüche i
    1} Leckmassen für .die Tierernährung, gekennzeichnet durch einen Gehalt an eingedickter Molke und/oder Schlempe.
  2. 2) Leckmassen für die Tierernährung, gekennzeichnet durch einen Gehalt an eingedickter Sauermolke. ■
  3. 3) Leckmassen nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen zusätzlichen Gehalt an Harnstoff und/oder anderen für die Verfütterung geeigneten nichtproteinartigen Stickstoffverbindungen.
  4. k) Leckmassen nach Ansprüchen 1 - 3, gekennzeichnet durch einen zusätzlichen Gehalt an fetthaltiger Bleicherde oder ähnlichen Fettkonz.entraten.
  5. 5) Leckmassen nach Ansprüchen 1 - k, gekennzeichnet durch einen zusätzlichen Gehalt an Vitaminen, Spurenelementen oder sonstigen Stoffen mit physiologischen Sonderwirkungen«
  6. 6) Leckmassen nach Ansprüchen 1-5» gekennzeichnet durch einen zusätzlichen Gehalt an Konservierungsmitteln.
    109831/0583
DE19671692425 1967-03-03 1967-03-03 Leckmassen fuer die Tierernaehrung Pending DE1692425A1 (de)

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FR2399217A1 (fr) * 1977-08-03 1979-03-02 Midi Salines Est Cie Salins Bloc de sel comprenant de l'azote non proteique, pour l'alimentation du betail
FR2442595A1 (fr) * 1978-04-19 1980-06-27 British Petroleum Co Procede de fabrication de lactoserums fortement concentres stabilises

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FR1564778A (de) 1969-04-25

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