DE169292C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01C—AMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
- C01C3/00—Cyanogen; Compounds thereof
- C01C3/08—Simple or complex cyanides of metals
- C01C3/12—Simple or complex iron cyanides
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung besteht in einer weiteren Ausbildung des durch das Patent
155806 geschützten Verfahrens zur Gewinnung von Ferrocyannatrium aus einer dieses
und Chlorcalcium enthaltenden Lauge, welche mit Hilfe von Chlornatrium aus Ferrocyancalcium
gewonnen wird. Im genannten Patente ist auch der Weg gezeigt, wie man durch Abkühlenlassen der in der Wärme entstehenden
Lauge von Ferrocyannatrium und Chlorcalcium das erstere verhältnismäßig
leicht aus der Lauge durch Auskristallisieren gewinnen kann.
Was das alsdann weiterhin beschriebene Abscheiden des Ferrocyannatriums durch
einfache Konzentration der Mischlauge anbelangt, so ist in diesem Falle, wie gemäß
vorliegender Erfindung festgestellt wurde, der aus der Lauge gewonnene Niederschlag
ao ein Doppelsalz, nämlich Ferrocyannatriumcalcium, und nicht, wie in dem Buche der
Erfindungen, Gewerbe und Industrie Band VII (1899), S. 346 angegeben ist, Ferrocyannatrium
in Form eines wasserfreien Pulvers.
Dieses Ferrocyannatriumcalcium muß alsdann, um das Ferrocyannatrium zu erhalten, selbstverständlich
erst wieder umgesetzt werden.
Beide Verfahren, jedes für sich, geben in bezug auf die wirtschaftliche Ausbeute nicht
ganz das erwünschte Resultat, Es wurde nun im Verlauf von Versuchen weiterhin gefunden, daß man eine sehr günstige Ausbeute
an Ferrocyannatrium auf wirtschaftlich vorteilhafte Weise dann erzielen kann, wenn
man die besagten beiden Operationen unter gewissen unten näher angegebenen Maßnahmen
miteinander verbindet, wobei noch die ebenfalls früher nicht gemachte Beobachtung,
daß sich das Doppelsalz Ferrocyannatrium-
calcium Fe (C N)6 γΑ in technisch und wirtschaftlich
zufriedenstellender Weise in Ferrocyannatrium umsetzen läßt, ausgenutzt wird. Das Verfahren besteht in folgendem:
Die mit der entsprechenden Menge Chlornatrium versetzte Ferrocyancalciumlösung wird unter gewöhnlichem Druck so lange eingedampft, bis sie beginnt, das Doppelsalz Ferrocyannatriumcalcium auszuscheiden; alsdann wird mit dem Konzentrieren fortgefahren, aber bei einer Temperatur, die wesentlich niedriger ist unter Benutzung eines Vakuums. Hierbei löst sich das bereits ausgefällte Doppelsalz Ferrocyannatriumcalcium wieder auf, und es entsteht nebenbei auch eine weit konzentriertere Lösung von Ferrocyannatrium. Die Erklärung dafür ist, daß das Doppelsalz nur bei niederer Temperatur in Lösung bleibt, dagegen bei höherer Temperatur ausfällt. Das bei niederer Temperatur in Lösung
Die mit der entsprechenden Menge Chlornatrium versetzte Ferrocyancalciumlösung wird unter gewöhnlichem Druck so lange eingedampft, bis sie beginnt, das Doppelsalz Ferrocyannatriumcalcium auszuscheiden; alsdann wird mit dem Konzentrieren fortgefahren, aber bei einer Temperatur, die wesentlich niedriger ist unter Benutzung eines Vakuums. Hierbei löst sich das bereits ausgefällte Doppelsalz Ferrocyannatriumcalcium wieder auf, und es entsteht nebenbei auch eine weit konzentriertere Lösung von Ferrocyannatrium. Die Erklärung dafür ist, daß das Doppelsalz nur bei niederer Temperatur in Lösung bleibt, dagegen bei höherer Temperatur ausfällt. Das bei niederer Temperatur in Lösung
Claims (3)
1. Das durch Patent 155806 geschützte
Verfahren zur Gewinnung von Ferrocyannatrium aus einer Ferrocyancalciumlösung,
dahin abgeändert, daß man zum Zweck der Erzielung einer technisch und wirtschaftlich vorteilhafteren Ausbeute an
Ferrocyannatrium die mit Chlornatrium versetzte Ferrocyancalciumlauge zuerst bis
zum Beginn der Abscheidung des Doppelsalzes Ferrocyannatriumcalcium in gewöhnlicher
Weise und dann bei niedriger Temperatur (vorteilhaft unter Anwendung eines Vakuums) unter dazwischen liegender
Abkühlung und Auskristallisierung des jeweils gebildeten Ferrocyannatriums so lange eindampft, bis die Lauge festes
Ferrocyancalciumnatrium ausscheidet, von welchem sie getrennt wird, worauf man <
die verbleibende Lauge zum Zweck des Auskristallisierens von noch vorhandenem Ferrocyannatrium abkühlt.
2. Die Überführung des bei dem Verfahren nach Anspruch 1 gewonnenen
Doppelsalzes in Ferrocyannatrium in der Weise, daß man das Doppelsalz bei ererhöhter
Temperatur unter Zusatz von Chlornatrium zu einer möglichst kon- iao
zentrierten Lauge in Wasser löst und aus . der Lauge durch Abkühlenlassen das
Ferrocyannatrium auskristallisiert, worauf die verbleibende Mutterlauge in den Prozeß
zurückgeführt werden kann.
3. Das durch Patent 155806 geschützte Verfahren zur Gewinnung von Ferrocyannatrium
aus einer Ferrocyancalciumlösung, dahin abgeändert, daß man die mit Chlornatrium versetzte Ferrocyancalciumlösung
in gewöhnlicher Weise bis zur völligen Abscheidung des Ferrocyans als Ferrocyannatriumcalcium eindampft
und dieses Doppelsalz dann in de/ im vorstehenden Anspruch 2 gekennzeichneten
Weise weiter verarbeitet.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE169292C true DE169292C (de) |
Family
ID=434428
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT169292D Active DE169292C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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