DE1708331B2 - Selbsttätiger Türschließer - Google Patents
Selbsttätiger TürschließerInfo
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Description
12. Türschließer nach Anspruch 5 oder folgende, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannung der
Feder (37, 57) auf einen beim Überschreiten eines zulässigen Druckes der Hydraulikflüssigkeit das die
Drosselöffnung erweiternde Ausweichen des Zapfengliedes (34,55) zulassenden Wert begrenzt ist
Die Erfindung bezieht sich auf einen selbsttätigen Türschließer mit einer die Schließbewegung der Tür
beeinflussenden hydraulischen Dämpfungsvorrichtung, deren dem Abströmen der Hydraulikflüssigkeit dienende
Drosselöffnung von zwei gegeneinander verstellbaren, die Drosselöffnung dabei verändernden Drosselglitdern
begrenzt ist.
Im Sinne einer feinfühligen Regulierung der Drosselöffnung
zur Beeinflussung der Geschwindigkeiten der Türbewegungen ist es üblich, das bewegliche Drosselglied
über Schraubmittel zu verstellen. Diese wirken entweder unmittelbar oder bei Winkelanordnungen
über einen verschraubbaren Stellkegel auf das verstellbare Drosselglied ein. Für das Montieren von Türschließern
bzw. der zugeordneten Türen ist es üblich, die Drosselöffnung der Dämpfungsvorrichtung vorübergehend
im wesentlichen völlig zu scließen. um die Schließbewegung der Tür in einer vorgegebenen Öffnungslage
stark zu verzögern bzw. völlig zu unterbrechen. In einer solchen Schließstellung liegen sinngemäß
die beiden Drosselglieder gegeneinander an. Die für eine feinfühlige Regulierung wünschenswerte Übersetzung
im Stellantrieb des beweglichen Drosselgliedes, d. h. die Zuordnung verhältnismäßig großer Stellwege
für kleine Lageänderungen des beweglichen Drosselgliedes hat zur Folge, daß insbesondere bei unachtsamer
Handhabung die Drosselglieder mit sehr hohen Kräften gegeneinandergepreßt werden können. Dies
kann insbesondere dann zu Schäden führen, wenn ein Drosselglied aus nichtmetallischem Werkstoff wie
Kunststoff hergestellt ist. Solche Ausführungen sind wiederum zweckmäßig, um den bei nichtmetallischen
Werkstoffen wie Kunststoff gegenüber Metallen erheblich höheren Wärmeausdehnungswen zur Kompensation
der temperaturabhängigen Viskositätsänderungen des Arbeitsmediums auszunutzen. Die Erfahrung hat
bestätigt, daß insbesonde aus nichtmetallischem Werkstoff bestehende Drosselglieder gelegentlich beim Verstellen
unzulässig stark verformt werden. Eine ausreichend genaue Begrenzung des Einstellbereiches durch
Anschläge ist praktisch kaum möglich, da dazu sehr enge Maßgrenzen eingehalten werden müßten, die für
einen wirtschaftlichen Fertigungsablauf nicht tragbar sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Beschädigungen der gegeneinander verstellbaren Drosselglieder
durch schädlich hohe Verstelldrücke auszuschließen, ohne die Fertigung zu belasten.
Dies wird erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch erreicht, daß ein Drosselglied in der eine Vergrößerung
der Drosselöffnung ergebenden Richtung elastisch nachgiebig abgestützt ist. Bei dieser Ausgestaltung ist
der auf die Drosselglieder ausübbare Druck gemäß der elastischen Nachgiebigkeit begrenzt, °>amit lassen sich
schädliche Beanspruchungen auch dann zuverlässig ausschließen, wenn ein Drosselglied aus verhältnismäßig
leicht verformbarem Werkstoff wie Kunststoff besteht Die verfügbare Einstellgenauigkeit wird durch
die erfindungsgemäße Ausgestaltung nicht geschmälert, da für den bestimmungsgemäßen Gebrauch die
elastische Nachgiebigkeit unwirksam bleibt, weil sie auf die eine Vergrößerung der Drosselöffnung ergebende
Richtung beschränkt ist.
Die Erfindung läßt sich in mannigfaltigen Arten verwirklichen.
Bei einer einfachen Ausführung dient als elastisch nachgiebig abgestütztes Drosse^lied eine in
einer Wandausnehmung der Dämpfungsvorrichtung
längsverschiebbare Ringsitzhülse, die durch eine Feder in einer Anschlaglage gehalten ist. Wenn bei einer solchen
Anordnung das bewegliche Drosselglied sich gegen die Ringsitzhülse anlegt, um die Drosselöffnung zu
schließen, so bleiben beim weiteren Verstellen die anfallenden Drücke doch gemäß der vorgesehenen
Federbelastung der Ringsitzhülse begrenzt, da diese dem von dem Stellglied über das bewegliche Drosselglied
geäußerten Druck gegen die Spannung der Feder ausweichen kann. Bei einer zweckmäßigen Ausführung
dieser Art ist die Ringsitzhülse in der Bodenwand des Druckraumes einer die Dämpfungsvorrichtung bildenden
Kolben-Zylinder-Anordnung angeordnet, wobei die Feder andernends gegen den Dämpfungskolben angestützt
ist und diesen im Rückstellsinne belastet. Hiermit ergibt sich ein besonders einfacher Aufbau, da nunmehr
eine ohnehin vorhandene, nämlich zur Rückstellung des Dämpfungskolbens benötigte Feder zur Belastung
der Ringsitzhülse herangezogen ist. In der Regel empfiehlt es sich, die Ringsitzhülse mit einem einerseits
an der Bodenwand des Druckraumes anliegenden und andererseits ein Auflager für die Feder bildenden
Außenbund auszurüsten. Die Anlage des Außenbundes gegen die Bodenwand des Zylinders gewährleistet dajei,
daß die Federbelastung der Ringsitzhülse beim bestimmungsgemäßen Gebrauch unwirksam bleibt, d. h.
die Weite der Dtosselöffnung nicht beeinflußt.
Die Erfindung läßt sich weiterhin verwirklichen, indem als elastisch nachgiebig abgestütztes Drosselglied
ein längsverschiebbares, mit einem Ringsitz drosselnd zusammenwirkendes Zapfenglied dient, zwischen das
und ein dessen Längslage bestimmendes Stellglied eine vorgespannte Feder mit durch eine Anschlaganordnung
begrenztem Entspannungsweg geschaltet ist. Auch bei dieser Konstruktion bleibt die elastische
Nachgiebigkeit beim bestimmungsgemäßen Gebrauch des Gerätes unwirksam, während sich nach dem Anlegen
des Zapfengliedes gegen den Ringsitz beim weiteren Verstellen des Stellgliedes lediglich die eingeschaltete
Feder zusammendrückt. Dabei kann die Feder einendig gegen das Zapfenglied und andernends gegen ein
im Zapfenglied längsverschiebbar geführtes, durch die Anschlaganordnung begrenztes Druckglied abgestützt
sein, dessen Längslage durch das Stellglied regulierbar ist. Eine zweckmäßige Ausführungsform dieser Art
sieht vor, in einer Längsbohrung des Zapfengliedes hintereinandergeschaltet die Feder und von einer Anschlagstellung
aus gegen die Federspannung eindrückbar den Schaft des Druckgliedes anzuordnen, dessen
Kopf aus dem Zapfenglied vorragt Dabei kann das Druckglied von einem Ansatz einer als Stellglied dienenden
Schraube gebildet sein. Der Kopf des Druckgliedes könnte auch gegen ein selbständiges Stellglied
wie Schraube oder verschraubbaren Stellkegel anliegen.
Als Anschlagsanordnung kann bei solchen Ausführungen ein am Schaft sitzender und in ein Langloch der
die Längsbohrung umgrenzenden Wand des Zapfengliedes fassender Anschlagzapfen dienen,
ίο Die Erfindung läßt sich weiterhin verwirklichen, indem das Zapfenglied mit einem ein Federwiderlager bildenden Anschlagkopf ausgerüstet wird, der von einem Innenbund einer das Stellglied bildenden, die Feder einschließenden Hohlschraube umgriffen ist. Auch is diese Ausgestaltung beeinflußt die Einstellgenauigkeit nicht nachteilig, weil die Längslage des Zapfengliedes durch die Anlage des Anschlagkopfes gegen den Innenbund der das Stellglied bildenden Schraube bestimmt wird. Eine Überlastung des Zapfengliedes ist jedoch nicht zu befürchten, weil bei einem Vorstellen der Hohlschraube gegen den Ringsitz die Feder die Bewegung der Hohlschraube kompensiert, sobald das Zapfenglied sich gegen die Hohlschraube angelegt hat.
ίο Die Erfindung läßt sich weiterhin verwirklichen, indem das Zapfenglied mit einem ein Federwiderlager bildenden Anschlagkopf ausgerüstet wird, der von einem Innenbund einer das Stellglied bildenden, die Feder einschließenden Hohlschraube umgriffen ist. Auch is diese Ausgestaltung beeinflußt die Einstellgenauigkeit nicht nachteilig, weil die Längslage des Zapfengliedes durch die Anlage des Anschlagkopfes gegen den Innenbund der das Stellglied bildenden Schraube bestimmt wird. Eine Überlastung des Zapfengliedes ist jedoch nicht zu befürchten, weil bei einem Vorstellen der Hohlschraube gegen den Ringsitz die Feder die Bewegung der Hohlschraube kompensiert, sobald das Zapfenglied sich gegen die Hohlschraube angelegt hat.
Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Drosselvorrichtung läßt eine Vereinfachung der üblichen für
Türschließer verwandten und mit einer Überdrucksicherung ausgerüsteten Dämpfungsvorrichtungen insofern
zu, als die Vorspannung des elastisch nachgiebigen Gliedes auf einen beim Überschreiten eines zulässigen
Druckes der Hydraulikflüssigkeit das die Drosselöffnung erweiternde Ausweichen des Zapfengliedes zulassenden
Wert begrenzt werden kann. Hiermit wird der Drosselvorrichtung zugleich die Funktion eines Überdruckventils
zugeordnet, das mechanische Beschädigungen des Türschließers verhindert, wenn etwa die
sich schließende Tür durch eine Fremdkraft im Schließsinne übermäßig belastet wird. Das Sicherheitsventil
bzw. der beim Überschreiten eines gegebenen Druckes sich gegen die Federbelastung selbsttätig rückstellende
Zapfen begrenzt die Bremskraft der Dämpfungsvorrichtung auf einen Wert, der Beschädigungen der
Dämpfungsvorrichtung bzw. von Gestängeteilen des Schließers verhindert.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in Ausführungsbeispielen dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 einen Schnitt durch die einem Türschließergehäuse eingegliederte Dämpfungsvorrichtung in einer
ersten Ausführungsform,
F i g. 2 in der F i g. 1 gleichender Darstellung eine abweichende Ausführung,
F i g. 3 und 4 weitere Ausführungsmöglichkeiten.
Der dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 zugrunde gelegte Türschließer mag in bekannter Weise eine Schließerwelle aufweisen, die durch eine einen Arbeitsspeicher bildende Federanordnung belastet ist und weiterhin einen in einem Zylinderteil 10 des Gehäuses verschiebbaren Kolben 11 kraftschlüssig gegen die Spannung einer vorgespannten Feder 12 antreibt. In den Arbeitsraum des Zylinders 10 kann ein Arbeitsmedium über ein Rückschlagventil 13 eintreten, wenn der KoI-bt.i gemäß F i g. 1 beim öffnen der Tür nach links bewegt wird. In eine Bohrung 14 des Zylinderbodens 15 faßt verschiebbar und abgedichtet ein Ansatz 16 eines Ringsitzgliedes 17, dessen gestufter Längskanal 18 mit seinem kegeligen Schulterbereich eine Drosselzone bildet. Das Ringsitzglied 17 trägt einen Außenbund 19, der normalerweise gegen die dem Zylinder zugewandte Fläche des Zylinderbodens 15 anliegt. Das Ringsitz-
Der dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 zugrunde gelegte Türschließer mag in bekannter Weise eine Schließerwelle aufweisen, die durch eine einen Arbeitsspeicher bildende Federanordnung belastet ist und weiterhin einen in einem Zylinderteil 10 des Gehäuses verschiebbaren Kolben 11 kraftschlüssig gegen die Spannung einer vorgespannten Feder 12 antreibt. In den Arbeitsraum des Zylinders 10 kann ein Arbeitsmedium über ein Rückschlagventil 13 eintreten, wenn der KoI-bt.i gemäß F i g. 1 beim öffnen der Tür nach links bewegt wird. In eine Bohrung 14 des Zylinderbodens 15 faßt verschiebbar und abgedichtet ein Ansatz 16 eines Ringsitzgliedes 17, dessen gestufter Längskanal 18 mit seinem kegeligen Schulterbereich eine Drosselzone bildet. Das Ringsitzglied 17 trägt einen Außenbund 19, der normalerweise gegen die dem Zylinder zugewandte Fläche des Zylinderbodens 15 anliegt. Das Ringsitz-
glied 17 wird in der Anlagestellung durch die Feder 12 gehalten, die sich auf dem Außenbund abstützt. Mit der
Drosselstelle des Ringsitzgliedes 17 wirkt die kegelige Spitze 20 eines Zapfens 21 zusammen, der vorzugsweise
aus Kunststoff mit verhältnismäßig hohem Wärmeausdehnungswert besteht und in dem erweiterten Bereich
des Längskanals 18 verschiebbar ist. Die äußere Mantelfläche des Zapfens 21 ist mit mehreren über den
Umfang verteilten längsdurchlaufenden Abflachungen 22 versehen, die Durchströmkanäle bilden. Das ballige
Ende des Zapfens 21 liegt gegen einen kegeligen Ansatz 23 einer das Stellglied bildenden Schraube 24 an.
Durch Verstellen der Schraube 24 wird über den kegeligen Ansatz 23 die Längslage des Zapfens 21 und damit
die Weite der im Bereich der Spitze 20 liegenden ringförmigen Drosselöffnung bestimmt. Wenn versehentlich
die Schraube 24 derart tief in das Gehäuse eingeschraubt wird, daß die Spitze 20 des Zapfens 21 sich
gegen die Drosselstelle definierende Schulterzone des Längskanals 18 anlegt, dann kann bei einem weiteren
Anziehen der Schraube 24 doch eine unzulässige Beanspruchung des Zapfens 21 nicht eintreten, weil dieser
nach dem Erreichen der Anlagestellung im Ringsitzglied 17 dieses gegen die Spannung der Feder 12 vorschiebt.
Damit wird verhindert, daß der Zapfen 21 sich etwa unzulässig verformt oder in anderer Weise beschädigt
wird. Nach dem Lösen der Schraube 24 im Sinne der Bildung eines freien Drosselquerschnittes
geht zunächst das Ringsitzglied 17 unter der Spannung der Feder 12 in seine Ausgangslage zurück, die durch
den Anschlag seines Außenbundes 19 gegen die Bodenfläche des Zylinders bestimmt ist.
Bei der Ausführung nach F i g. 2 kann ein gestufter Kanal 30, 31, der mit seiner Schulterzone 32 die Drosselzone
umgrenzt, unmittelbar im Gehäuse 33 des Türschließers angeordnet sein.
Der Zylinderraum ist nach F i g. 2 wieder mit 10 und der Kolben mit 11 bezeichnet. Zur Vermeidung von
Überlastungen des vorzugsweise aus nichtmetallischem Werkstoff bestehenden Zapfens 34 ist dieser mit einer
von dem seiner Spitze 35 abgewandten Ende ausgehenden Längsbohrung 36 versehen, in die eine Schraubendruckfeder
37 eingelegt ist, die sich gegen das Stirnende des Schaftes 38 eines Druckgliedes 39 anlegt, dessen
aus dem Zapfen 34 vorragender Teil einen Kopf 40 mit balliger Stirnfläche trägt. Durch den Schaft des
•Druckgliedes 39 erstreckt sich ein Anschlagzapfen 41, dessen Endteile je in ein Langloch 42 der die Bohrung
36 umgrenzenden Wandung fassen. Das Druckglied 39 liegt wiederum gegen einen kegeligen Ansatz 43 einer
das Stellglied bildenden Schraube 44 an.
Wenn beim Verstellen der von der Schulter 32 einerseits
und der Spitze 35 andererseits begrenzten Drosselöffnung mittels der Schraube 44 der Zapfen 34 mit
seiner Spitze 35 zur Anlage kommt, d. h. die Drosselöffnung
völlig verschließt dann sind unzulässige Belastungen beim weiteren Verstellen der Schraube 44 ausgeschlossen,
weil dieser nun lediglich das Druckgiied 39 gegen die Spannung der Feder 37 vorschiebt wobei
sich die Enden des Anschlagzapfens 41 von den der Spitze 35 abgewandten Begrenzungen der Langlöcher
42 abheben. Der temperaturabhängige, durch den hohen
Wärmeausdehnungswert des den Zapfen 34 bildenden Kunststoffes bedingte Einfluß auf die Weite der
Drosselöffnung wird durch erfindungsgemäß vorgesehene elastische Abstützung nicht berührt. Andererseits
kann jedoch ein im Zylinder IO etwa durch äußere Einflüsse beim Sch'ießen der Tür hervorgerufener, sehr
hoher Druck den Zapfen 35 gegen die Spannung der Feder 37 zurückdrücken, wobei sich wiederum die der
Spitze 35 abgewandte Begrenzung der Langlöcher 42 von dem Anschlagzapfen 41 abhebt. Die Drosselvorrichtung
nach F i g. 2 übernimmt demnach bei sinngemäßer Wahl der Vorspannung der Feder 37 zusätzlich
die Funktion eines Sicherheitsventils.
Die in F i g. 3 dargestellte Ausführung entspricht im wesentlichen Teilen derjenigen nach F i g. 2, d. h, auch
ίο hier nimmt ein eine Spitze 35 aufweisender Zapfen 34 in einer Längsbohrung 36 eine Feder 37 auf, und die die
Bohrung 36 umgrenzende Wandung trägt zwei Langlöcher 42, in die ein Anschlagzapfen 41 faßt. Der Anschlagzapfen
41 ist jedoch nicht in einem speziellen Druckglied 39, sondern unmittelbar in einem Ansatz 50
einer das Stellglied bildenden Schraube 51 befestigt.
Auch bei dieser Ausführung kann ein Niederschrauben des Stellgliedes 51 über die die Drosselöffnung
sperrende Anschlaglage des Zapfens 34 hinaus den Zapfen nicht beschädigen, da in diesem Falle der Anschlagzapfen
41 sich von den die Langlöcher 42 begrenzenden, der Spitze 35 abgewandten Wandungsteilen
abhebt, so daß lediglich die Feder 37 stärker vorgespannt wird. Andererseits kann weiderum der Zapfen
34 beim Vorliegen eines geeigneten Wärmeausdehnungswertes, d. h. bei der Herstellung aus geeignetem
Kunststoff, temperaturbedingte Viskositätsänderungen des Arbeitsmediums kompensieren. Überdies kann der
Zapfen 34 auch durch einen Überdruck im Arbeitsraum der Dämpfungsvorrichtung zur Druckbegrenzung gegen
die Spannung der Feder 37 zurückgedrückt wer den.
Die in F i g. 4 dargestellte Ausführung entspricht im Wesen derjenigen nach F i g. 3, doch weist hier der aus
Kunststoff bestehende Zapfen 55 einen größeren Kopf 56 auf, gegen den sich eine vorgespannte Feder 57 abstützt,
die andernends gegen den Boden einer Bohrung 58 einer das Stellglied bildenden Schraube 59 anliegt.
Die Vorspannung der Feder 57 wird durch einen Innenbund
60 der Hohlschraube 59 aufrechterhalten, der den Kopf 56 hintergreift.
Beim Anziehen der Schraube 59 über die Anschlaglage des Zapfens 59 hinaus wird lediglich der Innenbund
60 von dem Kopf 56 abgehoben, wobei die Feder 57 stärker gespannt wird. Der Zapfen 55 ist mit seinem
zwischen dem Kopf 56 und der Spitze liegenden Längenbereich zur Kompensation von Temperaturänderungen
brauchbar, und er kann beim Auftreten eines Überdruckes als Sicherheitsventil gegen die Spannung
der Feder 57 zurückweichen.
Die dargestellten Ausführungen sind, wie schon erwähnt worden ist nur bespielsweise Verwirklichungen
der Erfindung. Diese ist nicht darauf beschränkt. Es sind vielmehr noch mancherlei andere Ausführungen
möglich. Das bei den Ausführungen nach den F i g. 2 bis 4 zwischen das Stellglied und den Zapfen geschaltete,
die elastische Nachgiebigkeit erbringende Federglied könnte mit einem seine Vorspannung aufrechterhaltenden,
ein Zusammendrücken zulassenden Rahmen bzw. Gehäuse ein selbständig handhabbares Element bilden.
Wenn auch die erfindungsgemäße Ausgestaltung vornehmlich für Drosselvorrichtungen bestimmt ist, bei de
nen ein Drosselglied einen hohen Wärmedehnungswert besitzt, um Temperaturschwankungen des Arbeitsme
diums auszugleichen, so ist die erfindungsgemäße Aus
führung doch auch für Drosselvorrichtungen vorteilhaft brauchbar, bei denen beide Drosselglieder aus überein
summenden Werkstoffen wie Metall oder Kunststoff
bestehen. Insbesondere bei Anordnungen nach den F i g. 2 bis 4 kann es vorteilhaft sein, die Vorspannung
der Federn einstellbar zu machen, um den Ansprechwert für die Funktion als Sicherheitsventil genau wählen
zu können sofern dies wünschenswert erscheint.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (11)
1. Selbsttätiger Türschließer mit einer die Schließbewegung der Tür beeinflussenden hydraulisehen
Dämpfungsvorrichtung, deren dem Abströmen der Hydraulikflüssigkeit dienende Drosselöffnung
von zwei gegeneinander verstellbaren, die Drosselöffnung dabei verändernden Drosselgliedern
begrenzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Drosselglied (17, 34, 55) in der eine
Vergrößerung der Drosselöffnung ergebenden Richtung elastisch nachgiebig abgestützt ist
2. Türschließer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als elastisch nachgiebig abgestütztes
Drosselglied eine in einer Wandausnehmung
der Dämpfungsvorrichtung längsverschiebbare Ringsitzhülse (17) dient, die durch eine Feder (12)
in einer Anschlaglage gehalten ist.
3. Türschließer nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet,
daß die Ringsitzhülse (17) in der Bodenwand (15) des Druckraumes (10) einer die
Dämpfungsvorrichtung bildenden Kolben Zylinder-Anordnung angeordnet ist und daß die Feder (12)
andernends gegen den Dämpfungskolben (11) abgestützt
ist und diesen im Rückstellsinne belastet.
4. Türschließer nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet,
daß die Ringsitzhülse (17) einen einerseits an der Bodenwand (15) des Druckraunies
(10) anliegenden und andererseits ein Auflager für die Feder (12) bildenden Anßenbund (19) trägt.
5. Türschließer nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß als elastisch nachgiebig abgestütztes Drosselglied ein längsverschiebbares, mit
einem Ringsitz (32) drosselnd zusammenwirkendes Zapfenglied (34.55) dient, zwischen das und ein dessen
Längslage bestimmendes Stellglied (44. 51, 59) eine vorgespannte Feder (37,57) mit durch eine Anschlaganordnung
(41, 42; 56, 60) begrenztem Entspannungsweg geschaltet ist.
6. Türschließer nach Anspruch 5. dadurch gekennzeichnet,
daß die Feder (37) einendig gegen das Zapfenglied (34) und andernends gegen ein im Zapfenglied
(34) längsverschiebbar geführtes, durch die Anschlaganordnung (41. 42) begrenztes Druckglied
(39, 50) abgestützt ist. dessen Längslage durch das Stellglied (43,51) regulierbar ist.
7. Türschließer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß in einer Längsbohrung (36) des Zapfengliedes (34) hintereinandergeschaltet die Feder
(37) und von einer Anschlaglage aus gegen die Federspannung eindrückbar der Schaft (38) des
Druckgliedes (39) liegen, dessen Kopf (40) aus dem Zapfenglied (34) vorragt.
8. Türschließer nach Anspruch 7. dadurch gckennzeichnet,
daß das Druckglied von einem Ansatz (50) einer als Stellglied dienenden Schraube
(51) gebildet ist.
9. Türschließer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kopf (40) des Druckgliedes (39) gegen ein selbsttätiges Stellglied wie Schraube
oder verschraubbaren Kegel (43) anliegt.
10. Türschließer nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ab
Anschlaganordnung ein am Schaft (38) sitzender und in ein Langloch (42) der die Längsbohrung (36)
umgrenzenden Wand des Zapfengliedes (34) fassender Anschlagzapfen (41) dient.
11. Türschließer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Zapfenglied (55) einen ein Federwiderlager bildenden Anschiagkopf (56) aufweist,
der von einem Innenbund (60) einer das Stellglied bildenden, die Feder (57) einschließenden
Hohlschraube (59) umgriffen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1967D0054520 DE1708331C3 (de) | 1967-11-04 | 1967-11-04 | Selbsttätiger Türschließer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1967D0054520 DE1708331C3 (de) | 1967-11-04 | 1967-11-04 | Selbsttätiger Türschließer |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1708331A1 DE1708331A1 (de) | 1971-05-19 |
| DE1708331B2 true DE1708331B2 (de) | 1975-05-07 |
| DE1708331C3 DE1708331C3 (de) | 1978-10-05 |
Family
ID=7055812
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1967D0054520 Expired DE1708331C3 (de) | 1967-11-04 | 1967-11-04 | Selbsttätiger Türschließer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1708331C3 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2813592A1 (de) * | 1978-03-30 | 1979-10-04 | Dorma Baubeschlag | Selbsttaetiger tuerschliesser |
| DE3519477A1 (de) * | 1985-05-31 | 1986-12-04 | BKS GmbH, 5620 Velbert | Bodentuerschliesser mit eckantrieb fuer aufschlagtueren |
-
1967
- 1967-11-04 DE DE1967D0054520 patent/DE1708331C3/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2813592A1 (de) * | 1978-03-30 | 1979-10-04 | Dorma Baubeschlag | Selbsttaetiger tuerschliesser |
| DE3519477A1 (de) * | 1985-05-31 | 1986-12-04 | BKS GmbH, 5620 Velbert | Bodentuerschliesser mit eckantrieb fuer aufschlagtueren |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1708331A1 (de) | 1971-05-19 |
| DE1708331C3 (de) | 1978-10-05 |
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