DE171467C - - Google Patents

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DE171467C
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B17/00Obtaining cadmium
    • C22B17/04Obtaining cadmium by wet processes
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegendes Verfahren bezweckt die Gewinnung von Kadmium und Blei aus Erzen oder hüttenmännischen Erzeugnissen mit Hilfe von Zinkchlorid, gegebenenfalls unter Zufügung von Eisenchlorid, Bleichlorid u. dgl.
Dieses Verfahren gründet sich auf die Fähigkeit des Zinkchlorids, Kadmiumoxyd und Bleioxyd umzuwandeln in lösliches Kadmium- bezw. Bleichlorid, wobei unlösliches ίο Zinkoxyd oder Zinkhydroxyd nach der Gleichung :
Cd O+ Zn Cl2 + H2O = CdCl2 + Zn(O H)2
entsteht.
Behandelt man daher einen gut zerkleinerten kadmiumoxydhaltigen Rohstoff unter Zufuhr von Wärme mit wässerigem Zinkchlorid, so geht das Kadmiumoxyd als Chlorid in Lösung" und kann aus der erhaltenen Lauge in irgend einer Form, z. B. als Sulfid, Karbonat, Hydroxyd oder durch Ausfällung mittels metallischen Zinks als Metall oder in irgend einer anderen Form gewonnen werden. Am vorteilhaftesten ist die Ausfällung des Kadmiums aus der Lauge durch metallisches Zink, weil auf diese Weise nach der Gleichung
Cd Cl2 +Zn-Zn Cl2 + Cd
dieselbe Menge Zinkchlorid, welche zur Überführung des Kadmiumoxyds in Kadmiumchlorid erforderlich war, wiedergewonnen wird und zur Auflösung neuer Kadmiumoxydmengen im Kreislauf benutzt werden kann, während das zur Ausfällung des Kadmiums benutzte metallische Zink bei der Wiederverwendung des erhaltenen Zinkchlorids als Lösungsmittel in Form von Zinkoxyd bezw. -hydroxyd wiedergewonnen wird. Ein Zusatz von Eisenchlorid, Bleichlorid u. dgl. zu der Zinkchloridlösung verstärkt deren lösende Wirkung.
Ist das Kadmium in dem Rohstoff nicht nur als Oxyd, sondern auch in anderer Form, z. B. als Metall, vorhanden, so muß es durch irgend ein Verfahren in den oxydisehen Zustand übergeführt werden.
Vorliegendes Verfahren eignet sich ganz besonders zur Auslaugung des Kadmiums aus zinkoxydhaltigen Rohstoffen, wie oxydischem Zinkflugstaub u. dgl. Das Kadmiumoxyd ist nämlich in Zinkchlorid viel leichter löslich als das Zinkoxyd. Wendet man daher zur Auslaugung entweder eine stark verdünnte Zinkchloridlösung oder nur so viel Zinkchlorid an, als gerade zur Überführung des vorhandenen Kadmiumoxyds in Kadmiumchlorid ' notwendig ist, so geht nur das Kadmium in Lösung, während das Zinkoxyd ungelöst zurückbleibt. Es gelingt daher auf diese Weise, das Kadmiumoxyd auszulaugen, ohne das Zinkoxyd in Lösung zu bringen, ein Vorteil, der sich besonders da bemerkbar macht, wo das Kadmium nur in geringer Menge vorhanden, das Zinkoxyd aber den
Hauptbestandteil des Rohstoffes ausmacht, wie dies wohl meistens der Fall ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren, zum Auslaugen von Erzen u. dgl., welche Kadmium und Blei als Oxyde enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohstoffe der Einwirkung einer wässerigen Zinkchloridlösung, gegebenenfalls unter Zufügung von Eisenchlorid, Bleichlorid u. dgl., unterworfen werden.
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