DE172049C - - Google Patents

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DE172049C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B33/00Colour photography, other than mere exposure or projection of a colour film

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Blocking Light For Cameras (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es sind bereits Wechselkassetten bekannt, bei welchen die einzelnen Platten in Rähmchen eines Plattenträgers befestigt sind, der in einem scheibenförmigen Gehäuse um dessen Mittelpunkt drehbar ist. Diese Wechselkassetten waren nur für gewöhnliche Aufnahmen geeignet. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf solche Wechselkassetten und betrifft eine besondere Anordnung derselben,
ίο nach welcher auch Farbfilteraufnahmen ermöglicht werden. Zu diesem Zwecke werden nicht nur die Plattenträger, sondern auch die Lichtfilterträger drehbar, und zwar in gesonderten Gehäusen angeordnet, welche mit entsprechenden Lichtöffnungen zum Zwecke der Aufnahme und mit Mitteln zum Anfügen an die Kamera versehen sind. Die Drehachsen des Plattenträgers und des Lichtfilterträgers können dabei an ihren einander zugekehrten Enden derart gestaltet sein, daß beim Aneinanderfügen von Platten- und Lichtfiltergehäuse die Drehachsen gekuppelt werden, so daß der Platten- und Lichtfilterträger infolge dieser Kupplung gezwungen werden, ihre Bewegungen gemeinschaftlich auszuführen. ■ .■..
Eine Ausführungsform der Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Gesamtansicht der an der Kamera angebrachten Kassetten.
Fig. 2 ist eine Hinteransicht der Kassette mit dem Lichtfilterträger.
Fig. 3 ist eine Vorderansicht der Kassette mit dem Plattenträger, gesehen in der Pfeilrichtung nach Fig. 5.
Fig. 4 zeigt im Schnitt eine Mattscheibe zu Einstellzwecken.
Fig. 5 ist ein Schnitt durch die Plattenkassette nach der Linie V-V der Fig. 3.
Fig. 6 zeigt die Lichtfilterkassette im Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 2.
Das Gehäuse der Filterkassette besteht aus einer vorderen Deckplatte 7 (Fig. 2 und 6) und einer hinteren Deckplatte 8 und der Zarge 9. Beide Deckplatten 7 und 8 haben an ihren hinter die Kamera zu liegen kommenden oberen TeilenAusschnitteiound.il, die in ihren Dimensionen der Größe und den Umrissen den Filterplatten 12 entsprechen. Die Filterplatten 12 werden von einer Drehscheibe getragen, die aus einem fest auf der in den Deckplatten 7 und 8 gelagerten Drehachse 13 angeordneten, in der Hauptsache dreieckähnlich gestalteten Holz- oder Aluminiumkörper 14 besteht, so daß das Gewicht der Drehscheibe zweckmäßig möglichst gering ausfällt. An den verbreiterten Dreiecksecken 15 trägt die Drehscheibe auf ihrer einen Breitseite Winkelschuhe 16, auf der anderen Breitseite Blechplatten 17. Auf letztere sind Drahtrahmen 18 aufgelötet, die derart an die verbreiterten Ecken der dreieckigen Holzkörper 14 anschließen und derart gebogen sind, daß sie den Umrissen der einzusetzenden Filterplatten ungefähr entsprechen. Die eigentümliche Gestaltung der Drehscheibe ergibt sich teils mit Rücksicht darauf, daß die Drehscheibe selbst und die Drahtrahmen zur Aufnahme der Filterscheiben in zwei verschiedenen Stellungen eingerichtet sein müssen;
insofern die Filterplatten mit ihrer längeren Kante horizontal oder vertikal eingelegt werden (strichpunktierte Linien der Fig. 2). Werden die Platten so eingelegt, daß die Längskanten der oberen Platte horizontal liegen, so liegen die Ecken teils in den Winkelschuhen 16, teils frei, während sich die Platten selbst in die Drahtrahmen 18 einlegen. Um die Platten in dieser Stellung an den Rahmen 18 zu halten, sind an den nach innen gerichteten Ecken 19 der Rahmen 18 auf der einen Seite kleine Auflageplatten 20 angebracht, gegen welche die Filterplatten durch Vorreiber 21 angedrückt werden. Liegen die Platten so, daß die Längskanten der oberen Platte vertikal stehen, so werden die nach innen liegenden Ecken
. (im Sinne der Fig. 2) wieder durch die Teile 20, 21 am Drahtrahmen 18 gehalten, die nach unten liegenden Ecken dagegen legen sich in die von den Seiten des Dreiecks 14 und den Verbreiterungen 15 gebildeten Ecken 22 ein. Um den Halt der Platten hierbei am Holzkörper 14 zu sichern, sind an demselben kleine Leisten 23 angesetzt, die sich vor die Platten legen.
Um eine selbsttätige Drehung der Filterscheiben zu erzielen, kann auf der Achse 13 eine Spiralfeder 24 mit ihrem einen Ende befestigt sein, welche mit ihrem anderen Ende an einem in der Platte 7 befestigten Stift 25 festliegt. Die Feder 24 sucht die Filterscheiben im Sinne des Pfeiles der Fig. 2 zu drehen. Die Scheiben werden jedoch an der Drehung gehindert durch an dem Holzkörper 14 oder an den verbreiterten Ecken 15 desselben befestigte Stäbe 26, indem einer derselben sich vor die Nase 27 einer Sperrklinke 28 legt. Die Drehung kann erst erfolgen, nachdem die Sperrklinke 28 den betreffenden Stab 26 freigegeben hat. Die Sperrklinke 28 ist drehbar an der Deckplatte 7 gelagert und wird durch eine Feder 30 in der Sperrstellung gehalten. Wird die Sperrklinke 28 durch das Zugmittel 29 abgezogen, so kann die Feder 24 zur Wirkung kommen. Da z. B. drei Filterscheiben in der Kassette vorgesehen sind, so darf die Drehscheibe nach jeweiliger Freigabe eines Stabes 26 durch die Sperrklinke 28 nur eine Dritteldrehung ausführen. Die Teildrehung wird geregelt, indem sich nach jeder Dritteldrehung der Drehscheibe einer der Stäbe 26 vor die Nase 27 der Sperrklinke 28 legt. Um eine übermäßige Beschleunigung der bewegten Masse bei der Drehung zu verhindern, ist auf der Achse 13 eine Bremsscheibe 32 fest angebracht, auf deren Umfang eine an der Deckplatte 8 gelagerte Blattfeder 33 schleift.
Die Scheibe 32 ist mit Erhöhungen 34 versehen, auf welchen die Feder 33 im letzten Augenblick der Drehung schleift, so daß sie noch stärker als vorher bremst; außerdem legt sich die Feder 33 nach Beendigung jeder Teildrehung hinter eine der Erhöhungen 34, womit die Scheibe 32 an einer etwaigen Rückdrehung gehindert wird. Gleichzeitig wird eine das sofortige Wiedereinfallen der Klinke 28 verhindernde Feder 31, die an jedem Stab 26 befestigt ist und sich nach jeder Teildrehung vor die Nase 27 der Sperrklinke 28 legt, angespannt und bewirkt hierbei auch noch eine weitere Bremsung, so daß Erschütterungen bei der Feststellung-des Filter-■ trägers ausgeschlossen werden. Um ein Schwanken der Drehscheibe in der Kassette zu verhindern, trägt jeder Drahtrahmen 18 eine Rolle 35, die sich an Leisten 36, 37 der beiden Deckplatten 7 und 8 (Fig. 6) führt.
Das Gehäuse der Kassette mit den lichtempfindlichen Platten (Fig. 3 und 5) besteht in ähnlicher Weise wie die Filterkassette aus einer vorderen Deckplatte 38 und einer hinteren Deckplatte 39, jedoch ist bei dieser Kassette nur die vordere Platte 38 an ihrem oberen Teil, d. h. dem hinter der Kamera liegenden Teile mit einem Ausschnitt 40 versehen. In den beiden Deckplatten sitzt eine Hohlwelle 41, welche in Büchsen 42 drehbar ist. Diese Hohlwelle 41 trägt die Drehscheibe für die lichtempfindlichen Platten 43 in derselben Weise, wie die Filterplatten 12 von der Achse 13 (Fig. 6) getragen werden. Auf der Hohlwelle 41 sitzt wieder ein dreieckähnlicher Holzkörper 44, welcher wieder an den Ecken des Dreiecks Verbreiterungen 45 hat, und an welchen in gleicher Weise wie bei der Filterkassette Blechplatten 46 sitzen, welche die Drahtrahmen 47 tragen. Die 'Drahtrahmen 47 sind ebenso gestaltet wie die Drahtrahmen 18 der Filterkassette, so daß die Platten mit ihren Längskanten horizontal und vertikal eingestellt werden können. Zum Festhalten der Platten an dem Rahmen 47 dienen zum Teil Auflageplatten 48, über welchen Vorreiber 49 beweglich sind. Bei der Plattenkassette können außerdem auch die Winkelschuhe 16 der Farbfilterkassette durch drehbare Vorreiber 50 ersetzt sein. Auch die bei gewöhnlichen Plattenkasseten gebräuchlichen Blattfedern, welche die Platte gegen ihre Auflagen anpressen, sind bei der vorliegenden Anordnung vorgesehen (in der Zeichnung, Fig. 3 und 5, mit 51 bezeichnet). Für die Drehung der Platten, welche in Übereinstimmung mit der Drehung der Farbfilter erfolgen muß, wird die Hohlwelle 41 mit der Welle 13 der Filterkassette gekuppelt (Fig. 5 und 6). Für die Farbfilteraufnahmen werden die beiden Kassetten in Richtung der Pfeile der Fig. 5 und 6 aneinander gelegt. Die Hohlwelle 41 der Plattenkassette

Claims (3)

greift hierbei über die Welle 13 der Filterkassette, außerdem legt sich die Nase 52 der Welle 13 (Fig. 6) in den Schlitz 53 der Hohlwelle 41 (Fig. 5) ein, die beiden Wellen sind also miteinander auf Drehung gekuppelt; Die Drehung der Drehscheibe der Plattenkassette erfolgt mithin auf dieselbe Weise wie die Drehung der Drehscheibe der Filterkassette. Auch die Drahtrahmen 47 der Plattenkassette sind mit Rollen 54 versehen, die sich an Leisten 55, 56 (Fig. 5) der Deckplatten anlegen und somit die Drehscheibe am Schwanken in ihrem Gehäuse hindern. Um die lichtempfindlichen Platten gegen unerwünschte Belichtung zu sichern, kann der Ausschnitt 40 der Deckplatte 38 der Plattenkassette, wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, durch einen Schieber 57 verschlossen werden, der teils in einer Nut 58 des Ausschnittrahmens, teils in einer Winkelleiste 59 der Deckplatte 38 (Fig. 3 und 5) geführt ist. Die Handhabung des Apparates ist folgende: , Nach Aufstellung der Kamera 1 (Fig. 1) wird die Filterkassette 3 ' auf das Gehäuse der Kamera aufgeschoben, und zwar mit Hilfe von Nuten 60 (Fig. 6), welche auf entsprechende Führungsleisten des Kameragehäuses passen. Zum genauen Einstellen des aufzunehmenden Objektes wird dann auf die hintere Öffnung 11 der Deckplatte 8 der Filterkassette eine Mattscheibe 61 (Fig. 4), die in einem Rahmenteil 62 befestigt ist, abnehmbar eingesetzt. Ist das Objektiv eingestellt, so wird nach Entfernung der Mattscheibe die durch den Schieber 57 (Fig. 5) ■ verschlossene Plattenkassette in der bereits besprochenen Weise an die Filterkassette angesetzt, hierauf der Schieber 57 von der Plattenkassette abgezogen und damit die öffnung 40 der Plattenkassette freigelegt. Nach Betätigung des Objektivyerschlusses durch den Gummiball 5 und nach der hierbei erfolgenden Aufnahme wird durch das Zugmittel 29 (Fig. 1) an der Sperrklinke 28 (Fig. 2) ein Zug ausgeübt und damit die Drehscheibe so lange zur Drehung freigegeben, bis der folgende Stab 26 an der Nase 27 der inzwischen wieder zurückbewegten Sperrklinke 28 einen Anschlag findet. Zum Schluß sei erwähnt, daß in mancher Hinsicht von der gezeichneten Ausführungsform abgegangen werden kann. Beispielsweise läßt sich der Apparat mit Vorteil und ohne weiteres auch verwenden, wenn man die Filterkassette ausläßt und nur die Plattenkassette mit der Kamera verbindet. Der oben beschriebene Mechanismus kann trotzdem derselbe bleiben, nur daß er in diesem Falle eben nur das Auswechseln der lichtempfindlichen Platten zu verrichten hat. Paten τ-Α ν Sprüche:
1. Wechselkassette mit drehbarem Plattenträger für Farbfilteraufnahmen, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Plattenträger als auch der Lichtfilterträger drehbar in je einem besonderem flachen Gehäuse angeordnet ist, welches mit entsprechenden Lichtöffnungen zu Aufnahmezwecken, sowie mit Mitteln zum gegenseitigen Aneinanderfügen als auch zum Anfügen an die Kamera versehen ist.
2. Eine Ausführungsform der Wechselkassette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachsen der Platten- und Lichtfilterträger miteinander kuppelbar sind, wenn die beiden Gehäuse mit ihren Flächen aneinandergefügt werden.
3. Eine Ausführungsform der Wechselkassette nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß von den beiden Drehachsen der Platten- und Lichtfilterträger die eine hohl und mit einem oder mehreren Randausschnitten und die andere an ihrem vorspringenden Ende mit Vorsprüngen ausgeführt ist, so daß beim Aneinanderfügen der beiden Gehäuse die Drehachsen gekuppelt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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