DE173766C - - Google Patents

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DE173766C
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liquid
settling
liquefaction
closed
chamber
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DENDAT173766D
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Publication of DE173766C publication Critical patent/DE173766C/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F3/00Biological treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F3/28Anaerobic digestion processes

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Physical Water Treatments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JV! 173766 -KLASSE 85 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Mai 1904 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen in der Reinigung von Abwässern und anderen Flüssigkeiten durch Ablagerung und Zersetzung der organischen oder sonstigen darin enthaltenen festen Bestandteile und bezweckt,
1. eine dauernde Abscheidung der schwereren, in der Flüssigkeit schwebenden Bestandteile zu erhalten, welche zusammen mit einer
ίο geringen Menge der Flüssigkeit einer besonderen längeren Behandlung, und zwar einer anaeroben unterworfen werden, wobei die entstehenden Niederschläge zu bestimmten Zeiten oder gelegentlich nach genügender Behandlung entfernt werden, und
2. die ganze Flüssigkeitsmenge zusammen mit der Menge fester Bestandteile, die aus der ersten Behandlung entweichen, einer ferneren anaeroben Behandlung bei aufwärtsgerichteter
ao Filtrierung zu unterwerfen, sowie·
3. dafür zu sorgen, daß die Gase und flüchtigen Produkte, die durch die anaeroben Organismen erzeugt werden, entfernt werden bezw. entweichen können.
Dies wird erzielt durch die Anordnung von Behältern besonderer Bauart.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Behälteranordnung dargestellt, und zwar ist Fig. 1 ein Längsschnitt, Fig. 2 ein Grundriß, Fig. 3 ein Querschnitt nach der Linie A-B, Fig. 4 ein Querschnitt nach Linie C-D und Fig. 5 ein solcher nach Linie E-F der Fig. 2.
Bezüglich der Abmessungen und Formgebung der einzelnen Teile sind naturgemäß Abänderungen zulässig, ebenso bezüglich der Zeit, die die Behandlung in den einzelnen Teilen des Apparates in Anspruch nimmt.
Der Gesamtbehälter besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel in zwei Absetzkammern a, a (es kann auch nur eine vorhanden sein), welche die ganze Flüssigkeitsmenge aufnehmen, geteilt. Den zweiten Teil bildet eine Kammer b, die die Verflüssigungskammer genannt werden . soll. Die Flüssigkeit tritt aus einer oder mehreren Vorkammern c, die mit Flüssigkeitseinlaß d und Schlammabzugsröhren e ausgestattet sind, in die Kammern a ein. Diese sind derart bemessen, daß die Flüssigkeit beim Durchfließen nur die schwereren festen Bestandteile absetzt, während die leichteren zur Oberfläche emporsteigen. Die dafür in Anspruch genommene Zeit beträgt ungefähr 5 Stunden. Die Verflüssigungskammer b, an deren Stelle auch mehrere Kammern treten können, ist von solcher Gestalt und liegt so, daß die schwereren festen Bestandteile durch die unten in den Scheidewänden g befindlichen Öffnungen f aus den Kammern α in die Kammer b niedersinken. Dieses wird dadurch unterstützt, daß auch ein Teil der Flüssigkeit an den Kammern a durch die Öffnungen f in die Verflüssigungskammer b einströmt. Die Kammer b besitzt einen unteren Raum h zur Ansammlung und
2. Auftage, ausgegeben am ro. Januar igio.j
Verflüssigung der abgeschiedenen Bestandteile und einen oberen Raum b1, dessen Ränder die durch die Gasentwicklung hervorgerufene Aufwallung hemmen und durch welchen die verflüssigten Produkte fortgeschafft werden. In der Verflüssigungskammer bringt die Flüssigkeit ungefähr 15 Stunden zu. Das Verhältnis zwischen der Geschwindigkeit und der Menge der Flüssigkeit in den Absetz- und Verflüssigungskammern wird geregelt durch die relative Größe der Kammern sowie durch die Weite der Überläufe, über die die Flüssigkeit am Ende des Behälters ausfließt.
Der Einfluß in die Absetzkammern α und ebenso der Ausfluß aus denselben kann geregelt werden. Auch können Schaumabstreicher oder andere Vorkehrungen zum Zurückhalten des Schaumes, der sich in den Kammern gebildet hat, oder anderer schwimmender Bestandteile vorgesehen sein. Das Behälterdach ist mit verschließbaren Öffnungen I ausgerüstet, um übermäßige Schaumansammlungen, die die Arbeit behindern ■ könnten, zu entfernen. Der Ausfluß aus der Verflüssigungskammer b kann, wie erwähnt, ebenfalls durch besondere Vorkehrungen geregelt werden; doch ist es vorzuziehen, die Flüssigkeit ungehindert über den ihr zukommenden Teil des' Überlaufs strömen zu lassen, wie in der Zeichnung dargestellt, um die Ansammlung schwimmender Bestandteile oder des Schaumes in dieser Kammer zu behindern. Hierdurch schafft man auch den kleinsten Widerstand für das Entweichen der Gase.
Wenn der Schlamm genügend verflüssigt ist, oder wenn seine Oberfläche die Öffnungen f erreicht, werden die Ventile j am Boden nach Bedarf nacheinander geöffnet, und der unterste Teil des Schlammes, und zwar derjenige, der am meisten zersetzt ist, wird durch das Schlammrohr k abgeführt, und zwar entweder durch den darauf lastenden Flüssigkeitsdruck oder durch besondere An-Ordnungen, z. B. Pumpen, Zuführung von Preßluft oder ein sonstiges Kraftmittel. Sollten sich die schwimmenden Stoffe in den Absetzkammern so stark ansammeln, daß deren Rauminhalt dadurch bedeutend beeinträchtigt wird, oder sollte sich der Schaum derartig stark in der Flüssigkeitskammer entwickeln, daß die Gase nicht mehr ordentlich entweichen können, so müssen Vorkehrungen für die Abführung der Schwimmstoffe und des Schaumes getroffen werden, z. B. durch die Öffnungen /.
Die Abflüsse aus den Absetz- und Verflüssigungskammern und die fein verteilten und leichten Niederschläge, die mitgeführt werden, strömen getrennt über Wehre i und m, deren Größe zweckentsprechend bemessen ist, in einen zweiten Teil des Behälters, wobei sie innig gemischt werden.
Dieser zweite Teil besteht aus einem oder zwei Behältern n. Diese sind mit durchlochten Böden ausgestattet (Fig. 1) und enthalten Steine oder anderes Material von passender Korngröße, durch das die Flüssigkeit in bekannter Weise von unten nach oben strömt. Der Einfluß in den ersten Behälter η ηο findet durch die Kanäle 0, p statt, der Ausfluß aus diesem über Wehre q nach dem zweiten Behälter n und von dort über Wehr r weiter.
Die Zahl der Gefäße n richtet sich nach dem Bedarf. Die Flüssigkeit kann diese Behälter entweder nacheinander, wie es hier dargestellt ist, durchströmen oder auch nebeneinander.
Wie aus der Zeichnung zu entnehmen, werden die aus dem ersten Teil des Gesamtbehälters austretenden gemischten Ausflüsse nach dem Boden des ersten Behälters n abgelenkt und steigen durch den durchlochten Boden und das Füllmaterial des Filters nach oben, wobei die schwebenden Bestandteile abgeschieden werden. Dann fließt die Flüssigkeit über das Wehr q und wird, wieder nach dem. Boden des zweiten Filters n geführt, strömt durch dieses nach oben und fließt über > weiter. Dieser Filterprozeß nimmt ungefähr 3 Stunden in Anspruch.
Der Gesamtbehälter kann offen oder, wie es in der Zeichnung dargestellt ist, gegen die Atmosphäre abgeschlossen sein. Im letzteren Falle werden die entstehenden Gase mechanisch abgesaugt, so daß der Druck im Behälter geringer als der Luftdruck ist. Es werden also die Gase gleich beim Entstehen entfernt.
Statt sie auf diese Weise abzuführen, kann man sie auch durch mechanische Mittel herausdrücken. Man kann die Gase ins Freie abführen, sie in Feuerungen verbrennen oder sonstwie ausnutzen. 105.
Es sei noch bemerkt, daß man es bisher für notwendig oder ratsam erachtet hat, die Gase in einer Faulkammer mehr oder weniger unter Druck zu halten. Bei der vorliegenden Erfindung werden die Gase dagegen aus dem ι to Behälter abgesaugt oder herausgedrückt. Bisher hat man die Anwesenheit von Schaum für vorteilhaft erachtet, wenn er sich jedoch ' in zu großer Menge bildet, wird er hinderlich, und deswegen werden bei vorliegender Erfindung Vorrichtungen zu seiner Entfernung angebracht, so daß die Arbeitsfähigkeit des Behälters zu jeder Zeit aufrecht erhalten wird und die Gase jederzeit frei entweichen können.
Übrigens hindern bei den gewöhnlichen Faulbehältern die Absetzvorgänge und die
Gasentwicklung sich gegenseitig. Bei vorliegender Einrichtung jedoch findet eine ungehinderte und sogar, beschleunigte Abscheidung in einer oder mehreren besonderen Ab-Scheidungskammern statt, während die Gasentwicklung und die Schaumbildung auf die Verflüssigungskammer beschränkt wird.
Der neue technische Effekt der vorliegenden Erfindung besteht demnach in der Erreichung
ίο einer ungehinderten und selbst beschleunigten Absetzung der schweren Teile und in einer Ansammlung der leichteren Teile an der Oberfläche der Flüssigkeit, sodann in einer Beschränkung der Bakterientätigkeit, der Schaumbildung und der damit verbundenen Aufwühlung auf eine besondere Kammer, wobei die Gase ungehindert entweichen können. .

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur biologischen Reinigung von Abwässern durch getrennte Behandlung ihrer festen und flüssigen Bestandteile, dadurch gekennzeichnet, daß die Abwässer einen oder mehrere geschlossene oder offene Absetzräume mit solcher Geschwindigkeit durchfließen, daß die leichteren festen Bestandteile zur Oberfläche emporsteigen, die schwereren festen Bestandteile niedersinken und durch Öffnungen im Boden . der Absetzräume mit einem Teile der Flüssigkeit in einen unter den Absetzräumen liegenden Verflüssigungsraum gelangen, in dem sie zum Teil durch biologische Vorgänge zersetzt und verflüssigt werden, worauf die den Verflüssi- gungsraum verlassende Flüssigkeit mit der aus den Absetzräumen austretenden Flüssigkeit über Wehre und dergl. hinweg zweckmäßig einem oder mehreren Filtern zufließt, welche sie in bekannter Weise von unten nach oben durchströmt.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Vereinigung von Absetzkammern (a) und einer Verflüssigungskammer (b) zu einem geschlossenen Behälter in der Weise, daß die oberhalb der Verflüssigungskammer (b) angeordneten, mit schräg nach der Verflüssigungskammer abfallendem, durchbrochenem Boden versehenen und durch Wehre (m) abgeschlossenen Absetzkammern (a) eine Mittelrinne (b1) einschließen, die mit der Verflüssigungskammer (b) in Verbindung steht und ebenfalls nach dem Filter hin durch ein Wehr (i) abgeschlossen ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT173766D Expired DE173766C (de)

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