DE174564C - - Google Patents
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- DE174564C DE174564C DENDAT174564D DE174564DA DE174564C DE 174564 C DE174564 C DE 174564C DE NDAT174564 D DENDAT174564 D DE NDAT174564D DE 174564D A DE174564D A DE 174564DA DE 174564 C DE174564 C DE 174564C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
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- C01B21/00—Nitrogen; Compounds thereof
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bereits bekannt, daß beim Durchschlagen von elektrischen Funken durch die
Luft aus derselben sauerstoffhaltige Stickstoffverbindungen entstehen.
Es ist auch schon bekannt, daß in mit Wechselströmen arbeitenden Apparaten, in
denen Gase der Einwirkung von Wechselströmen ausgesetzt werden, eine höhere Frequenz
der Oszillationen durch die Anwendung
ίο eines zur Entladungsstrecke parallel geschalteten
Kondensators erreicht werden kann.
Vorliegende Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, daß nicht nur eine bestimmte
hohe Frequenz der elektrischen Oszillationen, sondern außerdem eine geringe Stromstärke
und eine sehr hohe Spannung erforderlich sind, um eine lohnende Ausbeute an Stickstoffverbindungen
zu erreichen.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Stromverteilungsanlage genügt dieser
dreifachen Bedingung dadurch, daß in einem und demselben Induktionsstromkreis mehrere
Entladungsstrecken in bekannter Weise parallel eingeschaltet sind, mit deren jeder in
Serie ein Kondensator und eine Drosselspule geschaltet sind.
Der Induktionsstromkreis sichert in bekannter Weise die hohe Spannung, welche
kaum unmittelbar durch eine Stromerzeugungsmaschine zu erreichen wäre, und welche erforderlich
ist, um eine genügend lange Funkenstrecke und. hierdurch eine genügende Berührungsfläche zwischen dem Flammenbogen
und dem Gasgemisch herbeizuführen. Je höher die Stromspannung, um so besser
fällt die Ausbeute an Stickstoffverbindungen aus, indem z. B. mit einer Stromspannung
von 25 000 Volt ein Flammenbogen von 8 cm Bogenlänge, mit einer Stromspannung von 50 000 Volt bereits ein Flammenbogen
von 24 cm Bogenlänge und mit einer Stromspannung von 75 000 Volt ein solcher von
48 cm Bogenlänge erzielt wird. Der Kondensator einer jeden Entladungsstrecke beschränkt
durch seine Kapazität die Stromstärke in jeder derselben auf dasjenige Maß,
welches von der durch die Berührung des Flämmenbogens mit dem ihn umgebenden
Gasgemisch stattfindende chemische Reaktion aufgezehrt werden kann.
Es ist bekannt, daß, wenn ein Wechselstromgenerator bezw. ein Induktionsapparat,
ein Kondensator und eine Flammenstrecke in einem Schließungskreis hintereinander geschaltet
sind, in dem letzteren, sofern die Flammenstrecke im Verhältnis zu der der
vorhandenen Spannung entsprechenden Schlagweite klein ist, oszillatorische Entladungen
stattfinden, deren Frequenz eine Funktion der Kapazität und der Selbstinduktion des
Schließungskreises ist. Diese Frequenz ist durch die Formel
t = 2 π
gegeben, wobei t die Zeitdauer der Periode, L die Selbstinduktion und C die Kapazität
des Schließungskreises bedeutet.
Bei dieser Schaltungsweise nehmen die oszillatorischen Entladungen ihren Ausgleichweg
durch den Wechselstromgenerator bezw. den Induktionsapparat, den Kondensator und
die Flammenstrecke; Selbstinduktion und Kapazität des Schließungskreises und infolgedessen
auch die Zeitdauer der Periode sind verhältnismäßig groß.
Bei der vorliegenden Anlage ist aber mit den Polen der induzierten Wickelung des
Transformators stets eine Mehrzahl von Entladungsstrecken, deren jede in Serie mit einem
Kondensator geschaltet ist, parallel verbunden. Betrachten wir zwei solcher parallel geschalteten
Entladungsstrecken: sie bilden einen Schließungskreis, dessen beide Kondensatoren
periodisch durch den Transformator geladen werden, .und zwar der eine Kondensator dem
anderen parallel; in diesem Schließungskreis finden ebenfalls oszillatorische Entladungen
statt, welche aber ihren Ausgleichweg nicht mehr durch den Wechselstromgenerator bezw.
durch die induzierte Wickelung des Transformators, sondern durch die beiden Kondensatoren
und Flammenstrecken hintereinander nehmen. Die Frequenz dieser oszillatorischen Entladungen ist nun nicht bedingt durch die
Kapazität und Selbstinduktion des Wechselstromgenerators bezw. des Transformators,
sondern durch die Kapazität der beiden Kondensatoren in Serie und durch die sehr geringe
Selbstinduktion dieses Schließungskreises.
Wenn dieser Schließungskreis keine Induktionsspule enthielte, so würde die Frequenz
der Oszillationen infolge der geringen Kapazität der periodisch hintereinander geschalteten
Kondensatoren und des Mangels an Selbstinduktion Millionen von Perioden pro Sekunde
erreichen, welche Frequenz für die Gewinnung von Stickstoffverbindungen ungünstig
ist. Um diese Frequenz auf das als günstig erkannte Maß von etwa 6000 bis
IO 000 Wechseln pro Sekunde herabzusetzen, ist in jeder Entladungsstrecke mit den Entladungselektroden
und dem Kondensator eine kleine Induktionsspule in Serie geschaltet. Bei der bekannten Anwendung eines parallel
zu einer einzelnen Entladungsstrecke geschalteten Kondensators ist letzterer eben infolge
davon, daß er parallel zur Entladungsstrecke geschaltet ist, nicht imstande, in letzterer bei hoher Spannung Kurzschlüsse
zu vermeiden, während bei der vorliegenden Anlage, wo Kondensator und Entladungsstrecke hintereinander geschaltet sind, die
Stromstärke in letzterer unter allen Umständen durch die Kapazität des Kondensators
bedingt ist, also ein Kurzschluß gar nicht stattfinden kann. Die vorliegende Anlage
gestattet somit die Verteilung großer Energiemengen bei sehr hoher Spannung auf eine
Vielheit von Entladungsstrecken, unter Aus-Schluß der Möglichkeit von Kurzschlüssen in
denselben.
Auf beiliegender Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Es bezeichnet α die von einer Stromquelle b gespeiste Primärwickelung eines Transformators
und c die induzierte oder Sekundärwickelung desselben. In den Stromkreis der
letzteren sind die Entladungsstrecken ef, ef. . . parallel eingeschaltet, mit deren jeder in Serie
ein Kondensator g und eine kleine Drosselspule h geschaltet sind. In dem Stromkreis
der Sekundärwickelung c ist parallel zu den Entladungsstrecken e f e f . . . noch eine
größere Drosselspule i eingeschaltet.
Zwischen den Entladungselektroden e f entladet sich der in die Sekundärwickelung c
indizierte, hochgespannte Wechselstrom in Flammenbogen und veranlaßt hierdurch das
Entstehen von Stickstoffverbindungen aus dem die Flammenbögen umgebenden Gasgemisch
(atmosphärische Luft usw.) Die Elektroden e, f sind in Kammern k angeordnet,
welche mit den nötigen Zuführungsmitteln für das Gasgemisch und Absorptions- oder
Ableitungsmitteln für die gewonnenen Stickstoffverbindungen versehen sind.
Mittels der Drosselspule i kann bei richtiger Dimensionierung derselben in bekannter
Weise die wattlose Komponente in dem Induktionsstromkreis verschwindend klein gemacht
und hierdurch dieser Stromkreis bezw. die Stromquelle möglich hoch belastet werden.
Um größere Energieverluste durch Hysteresis und Wirbelströme im Transformator a, c zu
vermeiden bezw. um zu verhindern, daß die Oszillationen von hoher Frequenz, welche in
den Entladungsstrecken entstehen, durch den Transformator hindurchgehen, ist jeweilen
eine Gruppe von Entladungsstrecken ef, ef. .. mit zugehörigen Kondensatoren und kleinen
Drosselspulen h an eine gemeinsame, zweckmäßigerweise
mit einem Eisenkern versehene größere Drosselspule / angeschlossen, welche
bei richtiger Wahl ihres Selbstinduktionskoeffizienten dem Strom niederer Frequenz,
wie ihn der Transformator liefert, zur Ladung der Kondensatoren der Entladungsstrecken
den Durchgang zu den letzteren gestattet, jedoch verhindert, daß die Oszillationen
hoher Frequenz, welche in den durch je zwei Entladungsstrecken nebst zugehörigen Kondensatoren
und kleinen Drosselspulen gebildeten Schließungskreisen entstehen, sich außerhalb
der letzteren fortpflanzen.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:I. Elektrische Stromverteilungsanlage ίο mit mehreren in einem Induktionsstromkreis parallel eingeschalteten Entladungsstrecken zur Gewinnung von Stickstoffverbindungen aus Gasgemischen durch Entladungen hochgespannter Wechselströme in letzteren, dadurch gekennzeichnet, daß mit jeder dieser Entladungsstrecken je ein Kondensator und eine Drosselspule in Serie geschaltet ist.
- 2. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten elektrischen Stromverteilungsanlage, bei welcher je eine Gruppe von Entladungsstrecken mit zugehörigen Kondensatoren und kleinen Drosselspulen an eine gemeinsame Drosselspule angeschlossen ist, welche durch ihren großen induktiven Widerstand verhindert, daß die Oszillationen hoher Frequenz, welche in den durch je zwei Entladungsstrecken nebst zugehörigen Kondensatoren und kleinen Drosselspulen gebildeten Schließungskreisen entstehen, sich außerhalb der letzteren fortpflanzen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE174564C true DE174564C (de) |
Family
ID=439292
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT174564D Active DE174564C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE174564C (de) |
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- DE DENDAT174564D patent/DE174564C/de active Active
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