DE174829C - - Google Patents

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DE174829C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C15/00Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges
    • F42C15/20Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein a securing-pin or latch is removed to arm the fuze, e.g. removed from the firing-pin
    • F42C15/22Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein a securing-pin or latch is removed to arm the fuze, e.g. removed from the firing-pin using centrifugal force

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Steering Controls (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 174829 KLASSE 721 GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Juli 1905 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf solche Aufschlagzünder, welche eine gewundene Bahn für eine Sicherungskugel besitzen. Die Erfindung bezweckt, über den Windungssinn der Kugelbahn dahin Bestimmung zu treffen, daß die Sicherheit des Zünders gegenüber bekannten gleichartigen Zündern wesentlich erhöht wird.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des den Gegenstand der Erfindung bildenden Zünders veranschaulicht, und zwar . zeigt
Fig. ι einen achsialen Längsschnitt des gesicherten Zünders,
Fig. 2 den Schnitt nach 2-2 der Fig. 1, von oben gesehen,
Fig. 3 den Schnitt nach 3-3 der Fig. 1, ebenfalls von oben gesehen, und
Fig. 4 den mittleren Teil des Zünders in einem Schnitt nach 4-4 der Fig. 3, in der Richtung des Pfeiles χ gesehen.
Im Zünderkörper A ist der Bolzen B, welcher die Zündpille C trägt, verschiebbar, aber undrehbar gelagert. Dieser Bolzen ist mit einer zentralen Bohrung b2 versehen; in seine eine Stirnfläche ist eine spiralförmige Nut bl eingeschnitten, welche in demselben Sinne von innen nach außen gewunden ist, in dem sich das mit dem Zünder ausgerüstete Geschoß drehen soll. Das Geschützrohr, für welches das mit dem dargestellten Zünder ausgerüstete Geschoß bestimmt ist, müßte also Linksdrall besitzen. Das äußere Ende der Nut b1 mündet in eine Bohrung a1 (Fig. 3) des Zünderkörpers A. Der mit letzterem starr verbundene Zünderkopf D trägt die Zündnadel E, welche in die Bohrung b2 des Pillenbolzens B hineinragt. Am Zünderkopf D sitzt eine spiralförmige Leiste dl, welche in die Nut bl eingreift und diese nach dem Zünderkopf hin abschließt. Der so gebildete gewundene Kanal bildet die Bahn für eine Sicherungskugel F, die im Transportzustande des Zünders durch einen Bolzen G (Fig. 3 und 4) im inneren Ende der Nut bl gehalten . wird. Der Bolzen G ist in einer parallel zur Längsachse des Zünders verlaufenden Bohrung b3 (Fig. 4) des Pillenbolzens B verschiebbar gelagert und wird durch einen aus weichem Metall (z. B. Messing) hergestellten Stift H, welcher durch den Bolzen G hindurchgesteckt ist, gegen Verschiebung gesichert.
Im Transportzustande des Zünders nehmen die einzelnen Teile die aus der Zeichnung ersichtliche Stellung ein, in welcher der Pillenbolzen durch die Kugel F gegen Vorschlag gesichert ist.
Beim Schuß verschiebt sich zunächst der Bolzen G, indem er das in ihm steckende Stück des Stiftes H von dessen übrigem Teil abschert unter der Wirkung der Trägheit bis zum Boden der Bohrung b3. Die Kugel F kann dann in ihrer gewundenen Bahn entlang rollen. Unmittelbar nach dem Abfeuern unterliegt die Kugel einerseits der Wirkung der Trägheit, welche zu verhindern sucht, daß die Kugel an der Drehung des Geschosses teilnimmt, und andererseits der Wirkung der Fliehkraft, welche eine Bewegung der Kugel in der gewundenen Bahn hervorzurufen sucht. Da sich nun das Ge-
schoß in demselben Sinne dreht, in welchem die Kugelbahn von innen nach außen gewunden ist, d. h. in der Richtung des Pfeiles y (Fig. 3), so wirkt die Trägheit der Fliehkraft so lange entgegen, bis das Geschoß seine größte Umdrehungsgeschwindigkeit erhalten hat. Es erfolgt daher eine Bewegung der Kugel in ihrer Bahn erst dann, nachdem die auf eine Bewegung der Kugel in deren Bahn hinwirkende Komponente der Fliehkraft größer geworden ist als der Widerstand, welchen die der Kugel innewohnende Trägheit dieser Komponente entgegensetzt. Ehe dieser Zustand eintritt, hat das Geschoß bereits einen erheblichen Teil seines Weges im Geschützrohr zurückgelegt. Hierauf rollt die Kugel in der Nut b1 entlang, bis sie schließlich in die Bohrung a1 tritt. Solange die Kugel sich in der Nut bl befindet, ist der Pillenbolzen B gegen Vorschlagen gesichert; dagegen ist der Pillenbolzen entsichert, d. h. der Zünder scharf, nachdem die Kugel in die Bohrung αλ eingetreten ist. Beim Aufschlag des Geschosses schnellt der Pillenbolzen vor, bis die Leiste dl des Zünderkopfes die Nut b1 vollständig ausfüllt. Hierbei sticht die Zündnadel E die Zündpille C an. Da die Trägheit in der eben beschriebenen Weise auf die Sicherungskugel einwirkt und infolgedessen das Scharfwerden des Zünders verzögert, kann unter sonst gleichen Umständen die Nut b1 kürzer und der Aufbau des Zünders gedrängter gehalten werden als bei den Zündern, bei welchen die gewundene Bahn für die Kugel entgegengesetzt dem Sinne gewunden ist, in welchem sich das Geschoß dreht und bei welchen aus diesem Grunde die Trägheit vom Beginn der Geschoßdrehung an eine Relativbewegung der Kugel zu deren Bahn hervorruft, d. h. die Fliehkraft unterstützt.
Ohne das Wesen der Erfindung zu ändern, könnte man unter Beibehaltung der beschriebenen Anordnung der Kugelbahn und unter Fortfall der Bohrung a1 die Kugel im Transportzustande des Zünders am äußeren Ende ihrer Bahn durch eine der beschriebenen Sicherung G H entsprechende Sicherung festlegen. Das innere Ende der Kugelbahn müßte dann z. B. in eine im Pillenbolzen vorgesehene, versenkt liegende Bohrung münden, in welche die Kugel fallen kann. Bei einer solchen Anordnung wird die der Kugel innewohnende Trägheit zwar vom Beginn der Geschoßdrehung an eine Relativbewegung der Kugel zu deren Bahn hervorrufen, aber, da die Fliehkraft der Trägheit entgegenwirkt, gegenüber den bekannten Zündern mit gewundener Bahn ebenfalls das Scharfwerden des Zünders verzögert werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Aufschlagzünder mit einer gewundenen Bahn für eine Sicherungskugel, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn (b1) für die Sicherungskugel (F) in demselben Sinne von innen nach außen gewunden ist, in welchem das mit dem Zünder ausgerüstete Geschoß sich drehen soll.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2750889A (en) * 1950-05-20 1956-06-19 Mefina Sa Fuses for projectiles
DE1084617B (de) * 1957-04-25 1960-06-30 Brevets Aero Mecaniques Drallgeschosszuender, insbesondere fuer Kleinkalibergeschosse
US3962973A (en) * 1974-10-29 1976-06-15 Motorola, Inc. Time delay control mechanism
EP0476735A1 (de) * 1990-08-27 1992-03-25 Magnavox Government and Industrial Electronics Company Drallintegrierende Vorrichtung zum Schärfen und Sichern für Drallgeschosse

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