DE174884C - - Google Patents

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DE174884C
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limestone
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/14Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating
    • C22B1/24Binding; Briquetting ; Granulating

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
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  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
K PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV! 174884 KLASSE 18«. GRUPPE
CREINKE in BREDELAR i.W.
Verfahren zum Brikettieren von mulmigen Erzen u. dgl.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. August 1904 ab.
Zweck vorliegender Erfindung ist, mulmige Erze und Kiesabbrände, von welchen große Vorräte vorhanden sind, durch ein geeignetes Verfahren unter Zusatz von entsprechenden Mitteln in Brikettform zu bringen und für den Schmelzprozeß im Hochofen brauchbar zu machen.
Alle derartigen bisher angewendeten Verfahren haben ihren Zweck nicht vollständig
ίο erreicht, indem die Briketts, der Glut innerhalb des Ofens ausgesetzt, zerbröckelten, oder aber die Brikettierungskosten überstiegen den Wert des Erzeugnisses. Durch das vorliegende Verfahren jedoch ist es möglich, ein Erzbrikett herzustellen, welches allen Anforderungen in bezug auf Widerstandsfähigkeit und Herstellungspreis genügt und gleich Stückerzen im Hochofen vorteilhaft geschmolzen werden kann. Ein ganz besonderer Vorteil ist hierbei noch der niedrige Wassergehalt des fertigen Briketts, und stellt sich die Analyse eines solchen wie folgt:
Eisen 56,78 Prozent,
Rückstand ...... 3,60
Kalk 7,0.
Nässe 0,55
Hierdurch wird eine wesentliche Ersparnis an Beförderungskosten erzielt, da das unverarbeitete Erz 18 bis 25 Hundertteile Wasser enthält, was mithin nahezu ein Viertel an Beförderungskostenersparnis ergibt.
Das Verfahren besteht hauptsächlich darin,
daß die mulmigen Erze mit sogenanntem Zechstein oder auch Kalkstein von ähnlicher chemischer Zusammensetzung und einer geringen Menge von Portlandzement vermischt werden und die Mischung dann brikettiert wird. Das Mischungsverhältnis des Zechsteines bezw. Kalksteines zum Zement beträgt für gewöhnlich 4:1, so daß also vier Teilen Kalkstein ein Teil Zement zugesetzt wird; jedoch kann dieses Mischungsverhältnis je nach der Art de'r zu brikettierenden Erze verschieden sein, und ist noch zu bemerken, daß die Bindemittel feinst gemahlen und innig gemischt sein müssen. Nachdem die zu brikettierenden Erze mit dem Zechsteinbezw. Kalksteinzementgemenge innig vermischt sind, wird die, so erhaltene Masse unter hohem Druck zu Briketts gepreßt.
Die so hergestellten Briketts halten Rotgluthitze vollkommen aus und bleiben hiernach aus dem Feuer genommen vollständig ganz. Dieses beruht auf dem Gehalt der Briketts an Zechstein bezw. kohlensaurem Kalk neben dem Portlandzement, da Briketts, welche, wie bereits vorgeschlagen wurde, im wesentlichen lediglich Portlandzement oder sonstige Zemente oder gebrannten Kalk oder Magnesia als Zuschlag für die Brikettierung enthalten, in der Ofenhitze zerfallen.
Wie ersichtlich, bietet dieses Verfahren gegenüber den bekannten wesentliche Vorteile und eine ganz bedeutende Kostenersparnis, da diese Briketts vor allem keiner Trocknung in geeigneten öfen unter hoher Temperatur bedürfen. Das Verhältnis der zu brikettierenden Erze zu dem Zechstein- bezw. Kalksteinzementgemenge wird je nach der Beschaffenheit der zu brikettierenden Erze verschieden sein. So genügt z. B. bei ärmeren Erzen
ein Zusatz von einem Teil dieses Gemisches zu sechs Teilen Erzen.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zum Brikettieren
    mulmigen Erzen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Erze mit Kalkstein (z. B. Zechstein) und einer geringen Menge von Portlandzement innig vermisqht Und die Mischung unter hohem Druck zu Briketts geformt wird.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der bei der Brikettierung benutzte Kalksteinzusatz gegenüber dem Zementzusatz überwiegt.
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