DE1752425A1 - Verfahren zum Herstellen von Fuelldraehten - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von FuelldraehtenInfo
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Description
- Verfahren zum Herstellen von Fülldrähten Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Fülldrähten zum Schweißen oder Löten, bei dem ein Stahlband kontinuierlich in einer Form*ualzmasehine zu einem Rohr geformt und mit einer Füllmasse gefüllt wird: Bei den meisten Verfahren dieser Art wird der Fülldraht mit einer pulverigen Füllmasse gefüllt. Dabei wird das Stahlband zunächst U-förmig gewalzt, dann läßt man das Kernpulver zulaufen und schließt danach mit Hilfe von Schließrollen das U-fürmig gebogene Stahlband zu einem geschlossenen Rohr, wobei eine Stoßnaht oder eine überlappte Naht gebildet wird. Durch nachfolgendes Walzen oder Ziehen wird dieser Rohdraht dann auf den gewünschten Enddurchmesser verfeinert, wobei das Pulver gleichzeizig verfestigt wird. Dieses Verfahren hat einige Nachteile, die sich besonders bei Fülldrähten für Vcrbindungsschireißungen, die eine vollkommen gleichmäßige Füllung verlangen, störend auswirken. So ist es äußerst schwierig, die Pulvermenge und die Legierungsgehalte mit Sicherheit vollkommen gleichmäßig zu halten, zumal es eine zuverlässige Kontrolle während der Fertigung nicht gibt. Infolge mitgeführter Pulverteile verschleißen besonders die Dosiervorrichtung, die Schließrollen und die Ziehsteine verhältnismäßig schnell, wodurch ebenfalls eine gleichmäßige und stbrungsfreie Fertigung über längere Zeit sehr erschwert wird. Aus diesen Gründen ist keine hohe Durchlaufgeschwindigkeit möglich. Die Leistung der nach diesem Verfahren arbeitenden Maschinen ist demnach niedrig, die Kosten sind, auch infolge der häufigen Störungen, entsprechend hoch. Man versuchte, diese Nachteile dadurch zu umgehen, daß man in einer an sich gleichen Fertigungsanlage an Stelle des Pulvers eine teigige Masse mit Hilfe eines Preßzylinders und einer Düse auf das U-fcrmige Band laufen ließ. Ein solches Verfahren zeigt die deutsche Patentschrift 519 #35. Dabei hat es sich als sehr schwierig erwiesen, den Druck und damit den Preßstrang völlig gleichm:Ißig zu halten, da die DUse@verschleißt und zudem eine genaue Abstimmung mit der Durchlaufgesehwindigkeit des Bandes erfolgen muß. Außerdem ist die Einstellung der Dicke des ätranges schwierig, weil erst an dem fertigen Draht beim Schweißen geprüft werden kann, ob die Dicke des einlaufenden Stranges richtig war. Eine wesentliche Steigerung der Durchlaufgeschwindigkeit ist auch mit diesem Verfahren nicht möglich, weil es mit wachsender Durchlaufgeschwindigkeit noch schwieriger wird, die Dicke des Stranges konstant zuhalten. Bei einem ähnlichen Verfahren (DAS 1.245.513) ist man bestrebt, den teigigen Preßstrang dadurch vollkommen gleichmäßig zu halten, daß man eine volumetrisch gesteuerte Presse verwendet: Dabei wird mit einer kleipen Kolbenpumpe die » Zeiteinheit zugeführte Masse konstant gehalten. Abgesehen davon, daß die Kolbenpumpe starkem Verschleiß ausgesetzt ist, ist das Verfahren auch nur für gut fließfähige Massen geeignet. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen von Fülldrähten zum Schweißen oder Löten zu schaffen, bei dem eine teigige Masse kontinuierlich in ein in Querrichtung rundgebogenes Flachband eingebracht wird, welches anschließend zu einem geschlossenen Rohr zusammaangedrUckt wird Das Verfahren soll eine hohe Durchlaufgeschwindigkeit gestatten und weitgehend unempfindlich sein gegen Verschleiß. Es wurde null gefunden, daß man ein derartiges Verfahren durchführen kann, wenn man gemäß der Erfindung das Flachband zu einem Rohr mit einem schmalen Längsschlitz verformt und es anschlie.. ßend, durch eine in den Längsschlizz greifende Nase gefuhrt, in eine Füllkammer gelangen läßt, die am Ein- und Austritt mit dem Rohrdurchmesser abschließt und über dem Länässchlitz mit einer Öffnung versehen ist, durch welche die I`üllmasse in das durchlaufende Rohr gelangt, und man ferner das so gefüllte Rohr nach Verlassen der Füllkammer zu einem geschlossenen Rohr zusammendrückt. Den Iängsschlitz im Rohr hält man je nach Rohrdurchmesser etwa 1 bis 2 mm breit, die Öffnung über dem Längsschlitz etwa 5o bis loo mm lang. Zweckmäßig ist diese Öffnung nach oben gerichtet und erweitert sich trichterförmig. Die das durchlaufende Rohr umgebenden Teile der Füllkammer werden vorzugsweise aus gesintertem oder gegossenem Hartmetall. gefertigt. Diese Konstruktion ermöglicht es, daß Verschleißvorgunge auf den Füllgrad lange Zeit keinen Einfluß haben, da der Kohlraum innrer vollkommen gefüllt wird bis an den Rand des Längsschlitzes. Die Füllmasse wird mit einer Preßvorrichtung, vorzugsweiso einer Schneckenpresse, in das durchlaufende Rohr gedrückt, ,1 . Dabei ist es besonders vorteilhaft, die Drehzahl der Schneckenprasse von der Durehlaufgeschwindigkeit des Rohres abhängig zu machen. Es ist ziveckm!3ßig, das Rohr nach Verlassen der Füllkammer und vor dem-endgültigen Zusammendrücken zu reinigen und gegebenenfalls den Rohrinhalt zu trocknen. Zum Zweck der Reinigung lärt man das Rohr einige konzentrisch zur Rohrachse angebrachte rotierende Dürsten und Filzkissen durchlaufen. Außerdem läßt man einen Schaber in den Längsschlitz des durchlaufenden Rohres greifen. Das zusammengedrückte Rohr kann anschließend durch Irrfalzen oder Ziehen auf den Enddurchmesser verfeinert werden.
- In einer Trockenvorrichtung kann zuvor etwa 8o - go ä der Feuchtigkeit aus der Füllmasse ausgetrieben werden. Im Gegensatz zu anderen Verfahren, bei denen das Rohr sofort nach dem Füllen geschlossen wird, ist. nach dem erfindungsgemäßen Verfahren eine Trocknung bei noch offenem Rohr und verhzltnismäßig hoher Durchlaufgeschwindigkeit möglich. ZweekmUig ist dabei ein Verfahren, bei dem die :-;ärmc im Rohrmantel oder in der ileias se selbst ent:ricl:elt wird. Leichtflüchtige Bindestoffe wie Alkohol und Tetrachlorkohlenstoff begünstigen eine schnelle Trocknung.. Es ist nach dem Verfahren der Erfindung auch möClich, die Fertigung in drei getrennten Arbeitsgängen ablaufen zu lassen. Zunächst kann das Flachband zum offenen Schlitzrohr geformt und auf Vorrat gehalten werden. Im nächsten Arbeitsgang erfolgt das Füllen, Reinigen, Vortrocknen und Schließen des Rohres. In einem dritten Arbeitsgang kann dann.. das Walzen oder Ziehen auf den Enddurchmesser stattfinden. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung soll anhand der beigefügten Zeichnungen erläutert werden. Es zeigen:
In Fig. 1 ist mit 1 eine Trommel bezeichnet, auf der Stahlband 2 aufgewickelt ist. Das Stahlband 2 wird abgewickelt und durchläuft nacheinander die Formwerkzeuge 3a, 3b, 3c und 3d, .wobei es zu einem Rohr 4 mit Längsschlitz umgeformt wird. Danach ge= langt es in die Füllkammer 11 der Preßvorrichtung 5. Die Preßvorrichtung 5 ist hier als Preßzylinder ausgebildet. Mit Vorteil kann aber auch eine Schneckenpresse eingesetzt werden. Das gefüllte Rohr 4 gelangt in die Reinigungsvorrichtung 6, die aus zur Rohrachse konzentrisch rotierenden Bürsten und Filzkissen besteht. Das gefüllte Rohr wird so von etwa anhaftender Preßmasse gereinigt. Außerdem wird dabei der noch offene, Rohrschlitz soweit reit einem Schaber gereinigt, daß ein dichtes Verschließen möglich ist. Das gereinigte Rohr gelangt danach in die Trockenvorrichtung ?, in der etwa 8o bis 9o % der Feuchtigkeit ausgetrieben werden. Da das Rohr hier immer noch offen ist, kann das Trocknen bei verhältnismäßig hoher Durehlaufgeschwindigkeit erfolgen. In der Schließform 8 wird das Rohr geschlossen. Das geschlossene Rohr 9 wird auf der Trorr_mel 1o aufcerriekelt und kann in bekannter Eleise weiterverarbeitet werden. Bei der hier gezeigten Vorrichtung wird das Rohr durch Stumpfstoß geschlossen. Es sei bemerkt, daß bei entsprechender Formgebung der Füllkammer auch das Rillen von einseitig offenen Rohren, die anschließend überlappt geschlossenwerden, ohne weiteres möglich ist. Das Verfahren ist zwar in erster Linie für teigige Füllmassen gedacht, doch können in der Füllkammer auch trockene Füllmassen zugegeben werden, wenn sie gut rieselfähig-- sind.Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Vorrichtung zum Her- stellen von Fülldrähten nach dem erfindungsgemäßen Verfahren in schematisierter Form. Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine Füllkammer Fig. 3 einen Querschnitt durch eine Füllkammer entlang der Linie A - B in Fig. 2. - In diesem Fall entfällt die Trockenvorrichtung. In den Figuren 2 und 3 ist eine erfindungsgemäße Füllkammer dargestellt. Sie besteht aus den Gehäuseteilen 12 und 13 sowie den Führungsstücken 14 und 15. Die Führungsstücke 14 und 15 bestehen aus Hartmetall, um den Verschleiß niedrig zu halten. Beim Eintritt des Rohres 4 in die Füllkammer bilden die Führungsstücke 14 und 15 eine Nase 16, die in den Längsschlitz des Rohres 4 greift, so daß dieser genau unter die spaltförmige Öffnung der Füllkammer gelangt, durch welche die Füllrasse 17 in das Rohr eintritt. Diese spaltförmige Öffnung ist etwas breite als der Längsschlitz des Rohres 4. Sie kann auch etwas schräg verlaufen, damit die Breite des Längsschlitzes immer sicher überdeckt wird. Gegenüber den bekannten Verfahren bietet das erfindungsgemäße Verfahren folgende Vorteiles Es ist ohne besondere Steuerungs- und Kontrollmaßnahmen möglich, das Rohr mit Sicherheit vollkommen und gleichmZßig zu füllen, da der zur Verfügung stehende FUllraum selbst die Masse begrenzt. Es ist lediglich dafür zu sorgen, daß immer genügend Masse zur Verfügung steht, was durch einfache optische und akustische Signale überwacht werden kann. Die Durchlaufgesehwindigkeit ist höher. Das gefüllte Rohr wird sofort anschließend gereinigt, vorgetrocknet und geschlossen, so daß die nachfolgenden Rollen oder Ziehsteine nicht verunreinigt werdeh können. Die Endtrocknung erfolgt nach dem letzten Zug. Das Verfahren erlaubt eine Fertigung in drei getrennten Arbeitsgängen, so dag mit der jeweils höchstmöglichen Geschwindigkeit in großen Losen sehr rationell gearbeitet werden kann. Die Störanfälligkeit des Verfahrens ist sehr gerinä.
Claims (12)
- A n s p r U e h e 1. Verfahren zum Herstellen von FUlldrähten zum Sch:,leiBen oder Löten durch kontinuierliches Einbringen einer teigigen Masse in ein kontinuierlich in Querrichtung rundgebogenes Flachband, welches anschließend zu einem geschlossenen Rohr zusammengedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Flachband zu einem Rohr mit einem schmalen Längsschlitz vorgeformt wird und anschließend, durch eine in den Längsschlitz greifende Nase geführt, in eine FUllkammer gelangt, die am Ein» und Austritt mit dem Rohrdurchmesser abschließt und Uber dem i,ängsschlitz mit einer Öffnung versehen ist, durch welche die Füllmasse in das durchlaufende Rohr gelangt, und daB das so gefüllte Rohr nach Verlassen der Füllkammer zu einem geschlossenen Rohr zusammengedrückt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllmasse mit einer Preßvorrichtung in das durchlaufende Rohr gedrückt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet; daß d113 FUllmasse mit einer Schneckenpresse in das durchlaufende Rohr gedrückt wird, deren Drehzahl von der Durchlaufgesehwindigkeit des Rohres abhängt.
- 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das.gefUllte Rohr nach Verlassen der FUllkammer außen und im Längsschlitz gereinigt und die Füllmasse gegebenenfalls getrocknet wird, bevor es-zu einem geschlossenen Rohr zusammengedrückt wird.
- 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das geschbssene Rohr durch .salzen oder Ziehen auf den Enddurchmesser verfeinert wird.
- 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsgänge a) Formen des Bandes zum Schlitzrohr, b) Füllen, Reinigen, ggfs. Trocknen und Schließen, c) Verfeinern durch Aalzen oder Ziehen getrennt voneinander und mit.wirtschaftlich optimal großen Losen durchgeführt werden.
- 7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Füllkammer mit Öffnungen zum Ein- und Austritt für das durchlaufende Rohr, welche mit dem Rohrdurchmesser abschließen, einer Führungsnase in der Eintrittsöffnung, die in den Längsschlitz des durchlaufenden Rohres greift, soirie einer spaltförmigen Öffnung über dem Längsschlitz, die sich in Richtung von der Rohrachse weg keilförmig erweitert und über welche die Füllmasse in das durchlaufende Rohr gelangt. B.
- Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Längsschlitz 1 bis 2 mm breit vorgeformt wird und die Öffnung in der Füllkammer über dem Längsschlitz 50 bis 100 mm lang und etwas breiter als der Schlitz ausgebildet wird.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung in der Füllkammer nach oben gerichtet und als Fülltrichter ausgebildet ist.
- 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Verschleiß unterworfenen Teile der Füllkammer aus gesintertem oder gegossenem Hartmetall bestehen.
- 11. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet durch zur Rohrachse konzentrisch angeordnete rotierende Bürsten und Filzkissen, sowie einen Schaber, der in den längsschlitz des durchlaufenden Rohres greift.
- 12. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 3, , gekennzeichnet durch eine Schneckenpresse, die die Füllmasse in das durchlaufende Rohr preBt und deren Drehzahl von der Durchlaufgeechwindigkeit des Rohres abhängt.
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Families Citing this family (1)
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1968
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