DE1752603C - Werkstückvorholvorrichtung für ein Pilgerschrittwalzwerk - Google Patents
Werkstückvorholvorrichtung für ein PilgerschrittwalzwerkInfo
- Publication number
- DE1752603C DE1752603C DE19681752603 DE1752603 DE1752603C DE 1752603 C DE1752603 C DE 1752603C DE 19681752603 DE19681752603 DE 19681752603 DE 1752603 DE1752603 DE 1752603 DE 1752603 C DE1752603 C DE 1752603C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- piston
- displacement
- cylinder
- pressure
- advance
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 title claims description 19
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 claims description 31
- 230000006835 compression Effects 0.000 claims description 14
- 238000007906 compression Methods 0.000 claims description 14
- 239000002023 wood Substances 0.000 claims description 7
- 238000011084 recovery Methods 0.000 claims description 5
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 3
- 239000012530 fluid Substances 0.000 claims description 2
- 230000006378 damage Effects 0.000 claims 4
- 208000036829 Device dislocation Diseases 0.000 claims 1
- 238000009499 grossing Methods 0.000 claims 1
- 239000003380 propellant Substances 0.000 claims 1
- 239000002689 soil Substances 0.000 claims 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 10
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 2
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 2
- 101150106774 9 gene Proteins 0.000 description 1
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 description 1
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 1
- 230000001143 conditioned effect Effects 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 230000001360 synchronised effect Effects 0.000 description 1
Description
3 4
zurück, da die im Anschluß an den Walzvor- Druckluftverbrauch statt. Die Druckluft wird im Gas-
oang in den Hohlzylinder eingeleitete Hochdruck- behälter lediglich einer Kompression mit einer oaraui-
fuft sich nicht sprunghaft auf den für die Ab- folgenden Entspannung unterworfen. Uie-uroue ut»
bremsung der Massen erforderlichen Druck einstellen Luftdruckes im Gasbehälter braucht dabei je nacn
Ξ - 5 Kaliber und Blockgewicht nur einmal eingestellt zu
Ferner ist aus der deutschen Patentschrift 927 983 werden. Drucknetze und Ventile sind nicht notwen-
eine Werkstückvorholvorrichtung für ein Pilgerschritt- dig. Die Kompression der Luft im Gasbehälter error-
walzwerk bekannt, in deren Vorholgehäuse ein das dert zwar Energie, die aber vom Walzmotor uoer aie
Volumen dieses Gehäuses entsprechend dem Ein- Luppe und das Vorholgestänge aufgebracht wira.
und Austreten des Vorholkolbens verändernder Hohl- l0 Diese Energie ist billiger· als Hochdrucklutt, weicne iii
körper aus formveränderlichem bzw. nachgiebigem den Vorholzylinder bzw. in einem Hohlkörper a -
Stoff angeordnet ist, dessen Inneres über Einlaß- und formveränderlichem Stoff von Druckmittelquellen
Auslaßventile mit Druckluft füllbar bzw. von dieser eingeführt und anschließend wieder abgelassen wer-
entleerbar ist. Auch bei dieser Vorrichtung muß den muß. Schon nach kurzem Vorholweg wird Dei aer
hochgespannte Druckluft bereitgestellt und in den 15 erfindungsgemäßen Vorrichtung ein OrenzcmicK er-
HoWkörper von außen eingepreßt weiJen. Weiter reicht, der beim weiteren Arbeitshub praktisch unver-
sind Regelvorrichtungen für den Ein-und Auslaß der ändert bleibt. Deshalb können hohe Walzenaren-
ho( 'gespannten Druckluft und eine zugehörige zahlen erreicht werden, ohne daß der am tno£ oes
Stelleinrichtung mit Ventilen erforderlich. Arbeitshubes anstehende Druck der Vorholluft die
Aus der deutschen Patentschrift 508 646 ist schließ- ao Gefahr mit sich bringt, daß das Rohr im armen
Hch cm Vorholer bekannt, der mit einem im rück- Kaliberteil der Pilgerwalzen rutscht oder das Konr
wai'ißcn Vorholzylinderraum angeordneten, beweg- beim Auswalzen dünnwandiger Rohre zerreim.
lieben Bodenkolben und einem Gasbehälter mit im Schließlich wird mit der erfindungsgemaßen vorncn-
Vcri'leich zum Hubraum des Vorholkolbens wesent- tung auch eine wesentlich bessere Qualität der niger-
ÜLh'größerem Rauminhalt ausgestattet ist. Der Luft- as walzirrtire bei höherer Endwalztemperatur und gro-
dru'k des Gasbehälters wirkt während des Walzens ßerer Rohrlänge erreicht. .
und der Vorholbewegung ständig auf die Vorderseite Die Erfindung wird im folgenden an Hana einer
des Vorholkolbens ein und unterstützt somit die an Zeichnung, die schematisch ein AusfuhrungsDeispiei
sich von den Walzen aufzubringende Verschiebung der Vorrichtung darstellt, naher erläutert, im einzei-
des Vorholgestänges. Lediglich zum Werkstückwech- 30 nen zeigt .
sei wird der Luftdruck des Gasbehälters auf die Rück- Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine bekannt
seite des Vorholkolbens umgeschaltet, so daß der Vorholvorrichtung,
Vorholer eine vordere Endlage einnimmt. Die Rück- Fig. 2 einen Längsschnitt entsprechend 11 g. ·
holbcwegung des Vorholgestänges wird gegen den der jedoch eine andere Arbeitsstellung des vornoi-
die vordere Kolbenfläche beaufschlagenden Druck 35 kolbens zeigt,
des Gasbehälters durch den beweglichen Bodenkol- F i g. 3 die Verdichtungskurve beim Arbeitshub mit
ben bewirkt, der zu dem Zweck an einer als Drall- einer Vorholvorrichtung gemäß Fig. lunai, .
spindel ausgebildeten Verlängerung des Vorholkol- Fig. 4 einen Längsschnitt durch d'e erfi"d""^-
bens direkt anliegt und rückseitig von einer Flüssig- gemäße Vorholvorrichtung bei Beginn des ArDeits-
keit beaufschlagt ist. Die Flüssigkeit wird von einer 40 hubes,
gegebenenfalls von den Walzen angetriebenen oder Fig. 5 einen Längsschnitt gemäß Fig. l Dei cnae
mit deren Drehbewegung synchronisierten Pumpe ge- des Arbeitshubes,
Jjjjert Fig. 6 die Verdichtungskurve, die mit der erfin-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine dungsgemäßen Vorrichtung entsprechend den Fig.4
Werkstückvorholvorrichtung der eingangs genannten 45 und 5 erreicht wird. . . , . *, u„i„„.
Art zu schaffen, bei der die Vorholluftenergie im Die Fig. 1 und 2 zeigen eine bekannte! Vorholvorrückwärtigen
Hubraum des Vorholzylinders so auf- richtung für ein Pilgerschrittwalzwerk. Der Vorho gebaut
wird, daß der aufgebaute Druck weitgehend kolben ist n.it 1 und der Vollzylinder mit 2 bcunabhängig
von dem Arbeitshub ist und daß sowohl zeichnet. Der rückwärtige Hubraum 3 des Vorholder
durch die Trägheit der zurückbewegten Massen 50 Zylinders 1 ist durch einen Boden 4 der eine Oe-(Vorholkolben,
Dornstange, Hohlblock) bedingte windespindel 5 trägt, verschlossen. Entsprechend dem
Weg vermindert als auch beim Vorholhub eine große jeweiligen Durchmesser des 3"5™1ζεη^"*ο*Γ"
Vorholgeschwindigkeit erreicht wird. Außerdem soll wird der Rauminhalt des ruc*wf''S^S™L
der Druck im rückwärtigen Hubraum des Vorhol- durch Verstellung des Bodens 4 desse η Gewndesp.nzvlinders
ohne zusätzliche Druckmittelquellen aufge- 55 del 5 sich in der Gewindemutter 6 eines Zylinderhaut
werfen abschlußdeckels 7 drehen kann, eingestellt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei der ge- Fig 3 zeigt *· Vcrfichtun^tar^ der VorhoHuft
nannten Werkstückvorholvorrichtung dadurch er- im rückwärtigen Hubraum 3 d« ^orho jylmders 2,
reicht, daß der Gasbehälter auf einen vorbestimmten die mit einer derartigen bekannten Vorholvornchtung
Grenzdruck eingestellt ist und mit dem rückwärtigen 60 erzielt werden kan\ ^er Anfangsdmck der im rucK
Hubraum des Bodenkolbens unmittelbar und mit wärtigen Hubraum 3 befindlichen Vorholluft ist nut
dem Vorholkolben über ein im rückwärtigen Hub- P0 bezeichnet.
raum des Vorholzylinders eingeschlossenes Druck- Dieser Druck herrscht wahrend der Vorholkolb.n-
polster mittelbar verbunden ist. stellung gemäß F i g. 1. Be. der Zuruckbewegung des
Vorzugsweise weist der vordere Hubraum des Vor- 65 Vorholkolbens 1 während des Arbeitshubes wird die
holzbinder* ein Einlaßventil und ein Auslaßventil für Vorholluft im rückwärtigen Hubraum 3 entsprechend
h" Druckeas auf der gezeichneten Verdichtungskurve A, B, C bis auf
Bei der Irfindungsgemäßen Vorrichtung findet kein den Druck P1 verdichtet. Durch die Linie D ist die
Stellung des Bodens 4 und durch die Linie E die Stel- net. Beim Arbeitshub steigt die Verdichtungslung
der Flüssigkeitsbremse der Vorholvorrichtung kurve AB gegenüber der Verdichtungskurve gemäß
bezeichnet. F i g. 3 steil an und erreicht nach einem wesentlich
F i g. 4 und 5 zeigen eine Vorholvorrichtung, die kürzeren Weg des Vorholkolbens bereits den zulässigemäß
der Erfindung aufgebaut ist. Der Vorholkol- 5 gen Grenzdruck pv da der rückwärtige Hubraum
ben 8 bewegt sich in einem Vorholzylinder 9. Im durch die Stellung des beweglichen Kolbens gemäß
rückwärtigen Hubraum 10 des Vorholzylinders 9 ist F i g. 4 verkleinert ist. Bei Erreichung des einstellein
beweglicher Bodenkolben 11 angeordnet. Durch baren Grenzdruckes pv der durch den Druck im Luftdiese
Anordnung entsteht ein weiterer Hubraum 12, behälter 13 und im Hubraum 12 bestimmt ist, bewegt
der über eine Leitung mit einem Luftbehälter 13 ver- io sich der Bodenkolben 11 mit gleicher Geschwindigbunden
ist, dessen Rauminhalt wesentlich größer als keit wie der Vorholkolben nach rückwärts, da infolge
der größte Inhalt des Hubraums 12 ist. Der Druck des großen Luftbehälters 13 praktisch keine Komim
Luftbehälter 13 und damit im Hubraum 12 kann pression im Hubraum 12 des beweglichen Bodenkolbeispielsweise
durch einen Kompressor in der jeweils bens 11 stattfindet. Dieser Abschnitt wird durch den
erforderlichen Größe eingestellt werden. 15 Kurventeil BC dargestellt, der hier einen geringfügi-
Der vordere Hubraum 17 des Vorholzylinders 9 gen Druckanstieg im rückwärtigen Hubraum 10 des
weist ein Einlaßventil 18 und ein nicht dargestelltes Vorholzylinders 9 zeigt, da der Luftbehälter 13 nicht
Auslaßventil auf. Durch das Einlaßventil 18 wird ins- unendlich groß sein kann.
besondere beim Anpilgern zur Unterstützung der Die vordere Stellung des beweglichen Bodenkol-
Rückwärtsbewegung des Vorholkolbens 8 ein Druck- 20 bens 11 ist für alle Walzprogramme im allgemeinen
gas auf die Vorderseite des Vorholkolbens 8 geleitet. gleich. Falls es jedoch notwendig ist, die Verdich-Das
Auslaßventil dient zum Hinauslassen des Druck- lungskurve AB etwas steiler oder flacher zu wählen,
gases beim anschließenden Vorholhub. In F i g. 5 ist kann die vordere Stellung des beweglichen Kolbens
die hintere Endlage des Vorholkolbens 8 dargestellt. 11 verändert werden. Der bewegliche Kolben besitzt
Der bewegliche Bodenkolben 11 hat sich ans seiner 25 zu diesem Zweck eine Hubbegrenzungsstange 14, die
Lage gemäß F i g. 4 infolge der Kompression der durch die zentrale Bohrung eines Vorholzylinder-Vorholluft
im rückwärtigen Hubraum 10 des Vorhol- abschlußdeckels 15 hindurchgeführt ist und außen
Zylinders 9 bei Erreichung eines einstellbaren Grenz- eine verstellbare Mutter 16 trägt, durch deren Dredrucks
im Hubraum 10 mit gleicher Geschwindigkeit hung die vordere Stellung des beweglichen Bodenkolwie
der Vorholkolben 8 nach hinten bewegt. Dieses 30 bens 11 verändert werden kann.
Druckgleichgewicht zwischen Vorder- und Rückseite Der Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht
Druckgleichgewicht zwischen Vorder- und Rückseite Der Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht
des beweglichen Bodenkolbens 11 wird erfindungsge- darin, daß hohe Walzendrehzahlen durch die erfinmäß
dadurch ermöglicht, daß der Inhalt des Luft- dungsgemäße Vorrichtung erreicht werden können,
behälters 13 wesentlich größer als der Hubraum 12 ohne daß der am Ende des Arbeitshubes entstehende
des beweglichen Bodenkolbens 11 ist. Es kann somit 35 Druck der Vorholluft gefährlich für das Rutschen des
eine große potentielle Druckluftenergie gespeichert Rohres im dritten Kaliberteil der Pilgerwalzen oder
werden, die während des anschließenden Vorhol- für das Zerreißen des Rohres beim Auswalzen dünnhubes
für eine große Beschleunigung des gesamten wandiger Rohre wird. Die Drehzahl eines Walzen-Vorholgestänges
zur Verfugung steht. kalibers von 250 mm Durchmesser kann beispiels-
In F i g. 6 ist die Verdichtungskurve, die mit der er- 40 weise von etwa 68 U/min auf etwa 112, d. h. also um
findungsgemäßen Vorholvorrichtung erreicht werden 65% erhöht werden. Hierdurch werden nicht nur
kann, dargestellt, wobei die Stellung der Flüssigkeits- eine höhere Walzleistung, sondern auch eine wesentbremse
und die Endstellung des beweglichen Boden- Hch bessere Qualität der pilgergewalzten Rohre bei
kolbens 11 mit der Stellung der Bremse bzw. der höherer Endwalztemperatur und größerer Rohrlänge
festen Stellung des Bodens 4 gemäß F i g. 3 überein- 45 erreicht. Dieses wirkt sich darüber hinaus auch günstimmen,
so daß ein Vergleich beider Verdichtungs- stig auf die Werkzeugkosten und den Materialverktirven
gegeben ist. In Fig. 6 ist die Stellung der brauch aus.
Bremse mit F, die Endstellung des beweglichen KoI- Der Vergleich beider Verdichtungskurven gemäG
bens mit G bezeichnet Zusätzlich ist in F i g. 6 die F i g. 3 und 6 zeigt zudem, daß beim Vorholhub,
Anfangsstellung des beweglichen Bodenkolbens 11 50 wenn die Verdichtungskurve in umgekehrter Rieheingezeichnet,
die mit Ή bezeichnet ist. Mit p0 ist rung durchlaufen wird, mit der erfindungsgemäßei
wieder der Anfangsdruck der Vorholluft im rück- Vorrichtung wesentlich weniger Bremsarbeit zi
wärtigen Hubraum 10 des Vorholzylinders 9 bezeich- leisten ist als mit der bskannten Vorholvorrichtung
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Werkstückvorholvorrichtung für ein Pilger- Die Pilgerwalzen haben einen kalibrierten Teil, dei
schrittwalzwerk mit einem Vorholzylinder, einem 5 sich aus drei Abschnitten zusammensetzt. Der erste
Vorholkolben mit Dornstange und Einrichtungen Abschnitt, das sogenannte Kalibriermaul, erfaßt den
zum Drehen der Dornstange und Abbremsen der Hohlkörper. Dieses Stück der Walze mid auch als
Vorholbewegung und mit einer zur Änderung des Kaliberkonus, der die Verformungsarbeit leistet, beBewegungsablaufs
des Vorholkolbens beidseiü- zeichnet. Hieran schließt sich der Glätted des Kagen,
voneinander unabhängigen Beaufschlagung to Hbers an, der das bereits ausgestreckte Rohr glättet,
desselben mit Druckgas sowie mit einem im rück- In diesen beiden Teilen wird das Rohr vom Kaliber
wärtigen Vorholzylinderraum angeordneten, be- fest umschlossen. Im Bereich des dritten Teils löst
weglichen Bodenkolben und einem einen im Ver- sich das Rohr allmählich von den Walzen. Zu diesem
gleich zum Hubraum des Vorholkolbens wesent- Zeitpunkt ist die VorhoUuft aber bereits so stark
Hch größeren Rauminhalt aufweisenden Gasbe- 15 komprimiert worden, daß es zu einem Rutschen zwihälter,
dessen Druck auf den Vorholkolben ein- sehen Walze und Rohr kommen kann. Als Folge hierwirkt,
dadurchgekennzeichnet.daßder von entstehen nachteilige Kratzer oder sonstige BeGasbehälter
(13) auf einen vorbestimmten Grenz- Schädigungen auf dem Rohr, wenn nach einer gewisdruck
eingestellt ist und mit dem rückwärtigen sen Benutzungsdauer die Kaliberoberflächen der PiI-Hubraum
(12) des Bodenkolbens (11) unmittel- 30 gerwalzen nicht mehr vollkommen glatt sind. Ein weibar
und mit dem Vorholkolben (8) über ein im terer Grund ergibt sich aus folgendem: Der Vorholrückwärtigen
Hubraum (10) des Vorholzylinders kolben, der die Vorhoiluft im Vorholzylinder körnig eingeschlossenes Druckpolster mittelbar ver- primiert, wird über die Dornstange und den Hohlbunden
ist. block vom ksMbrierten Teil der Pilgerwalzen zurück-
2. Werkstückvorholvorrichtung nach An- 35 bewegt. Insbesondere bei der Walzung dünnwandiger
spruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der vor- Rohre können daher Querrisse in der Rohrwand entdere
Hubraum (17) des Vorholzylinders (9) ein stehen, wenn die dünne Rohrwand die Rückbewe-Einlaßventil
(18) und ein Auslaßventil für das gungskraft infolge eines zu hohen Gegendruckes der
Druckgas aufweist. VorhoUuft nicht mehr übertragen kann.
30 Durch die britische Patentschrift 696 458 ist es bekannt, den rückwärtigen Hubraum des Vorholzylinders
mit unterschiedlichem Rauminhalt einzustellen.
Das geschieht dadurch, daß der rückwärtige Hubraum durch einen Boden, der eine Gewindespindel
35 trägt, verschlossen ist. Die Gewindespindel, die sich in der Gewindemutter eines Zylinderabschlußdeckels
Die Erfindung betrifft eine Werkstückvorholvor- dreht, dient zur Verstellung des Bodens. Auf diese
richtung für ein Pilgerschrittwalzwerk mit einem Weise ist es zwar möglich, einen großen Durchmesser-Vorholzylinder,
einem Vorholkolben mit Dornstange bereich von Rohren mit demselben Vorholer walzen
und Einrichtungen zum Drehen der Dornstange und 40 zu können, da der Hubraum entsprechend dem
Abbremsen der Vorholbewegung und mit einer zur Durchmesser des zu walzenden Rohres auf die je-Änderung
des Bewegungsablaufs des Vorholkolbens weilige Arbeitshublänge eingestellt werden kann. Die
beidseitigen, voneinander unabhängigen Beaufschla- beschriebenen Beschädigungen bzw. Zerstörungen der
gung desselben mit Druckgas sowie mit einem im gewalzten Rohre können mit dieser Vorrichtung jerückwärtigen
Vorhelzylinderraum angeordneten, be- 45 doch nicht beseitigt werden. Bei kleiner gewordenem
weglichen Bodenkolben und einem einen im Vergleich Walzendurchmesser infolge Nachdrehens der Pilgerzum
Hubraum des Vorholkolbens wesentlich größe- walzen sowie bei jeder Änderung des Walzprogramms
ren Rauminhalt aufweisenden Gasbehälter, dessen muß zudem der Boden über die Gewindespindel neu
Druck auf den Vorholkolben einwirkt. eingestellt werden. Diese Einstellung erfordert je-
Beim Walzen eines Hohlblockes zu einem Rohr 50 doch eine gewisse Zeit, bis die richtige Stellung gewird
der Vorholkolben vom kalibrierten Teil der funden worden ist. Weiter kommt hinzu, daß es zu
Pilgerwalzen zurückbewegt. Während dieses Arbeits- folgenschweren Zerstörungen des Vorholers und des
hubes wird im rückwärtigen Hubraum des Vorhol- Rohres kommen kann, wenn die Neueinstellung des
Zylinders das enthaltene gasförmige Medium, z. B. Bodens bei Umstellung von einem kleinen auf einen
Luft, verdichtet. Am Ende des Arbeitshubes, wenn 55 großen Arbeitshub vergessen wird,
der Hohlblock vom kalibrierten Teil der Walzen frei- Aus der deutschen Patentschrift 801029 ist ein
der Hohlblock vom kalibrierten Teil der Walzen frei- Aus der deutschen Patentschrift 801029 ist ein
gegeben wird, treibt die verdichtete Luft den Vorhol- Verfahren zur Betätigung einer Werkstückvorholvorkolben
nach vorn, so daß der Hohlblock mit der richtung eines Pilgerschrittwalzwerkes bekannt, bei
Dornstange zu einem erneuten Walzvorgang wieder der Treibmittel von zwei verschiedenen Druckstufen
zwischen die Pilgerwalzen gelangt. Während dieses 60 im Vorholzylinder angewendet werden. Der Nachteil
Vorholhubes wird der Vorholkolben mit der Dorn- dieses bekannten Verfahrens besteht darin, daß
stange und dem Hohlblock mit Hilfe einer Drehvor- Druckluft von zwei verschiedenen "Druckstufen berichtung
um 90° gedreht, um die im Walzspalt ent- reitgesteilt und in den Vorholzylinder eingeleitet werstehenden
Grate beim nächsten Walzvorgang zu be- den muß. Hierzu sind zwei verschiedene Drucknetze
seitigen. Die Abbremsung der Vorholbewegung kann 65 sowie zur Steuerung der Druckluft eine Steuerungsbeispielsweise
dadurch geschehen, daß der Vorhol- einrichtung mit komplizierten Ventilen erforderlich,
zylinder gegen Ende des Vorholhubes in den Brems- Die zurückbewegten Massen (Vorholkolben, Dorntrichter
einer Flüssigkeitsbremse eintritt. stange, Hohlblock) legen einen zusätzlichen Leerweg
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1752603C true DE1752603C (de) | 1972-12-28 |
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DD141131A5 (de) | Verfahren und einrichtung zum geregelten zufuehren einer materialmenge in die einfuelloeffnung gummi-oder kunststoffverarbeitenden extruders | |
| DE19817088A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Beschichten und Umformen von strangförmigem metallischem Umformgut mittels Ziehen | |
| DE3836371C2 (de) | Hydraulische Antriebsvorrichtung für Schlingenheber | |
| DE19724233A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Vermeidung oder Verminderung trompetenförmiger Aufweitungen am Rohrende beim Schrägwalzen von dünnwandigen Rohren | |
| DE1945844C3 (de) | Vorrichtung zur Kompensation der durch das bewegte Walzgerüst von Rohrkaltwalzwerken hervorgerufenen Massenträgheitskräfte | |
| DE69908480T2 (de) | Mit veränderbarer Kraft arbeitender Auslademechanismus für auf eine Haspel geladenes Material | |
| DE1752349A1 (de) | Verfahren zur Herstellung duennwandiger Rohre | |
| DE1752603C (de) | Werkstückvorholvorrichtung für ein Pilgerschrittwalzwerk | |
| DE3823134C1 (en) | Method and apparatus for the production of tubes by the cold-pilger method | |
| DE1752603A1 (de) | Verfahren zum Betreiben einer Vorholvorrichtung zur Herstellung von nahtlosen Rohren auf einem Pilgerschrittwalzwerk und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens | |
| DE1289018B (de) | Rohreinwalzverfahren im Pilgerschritt | |
| DE2153937B2 (de) | Vorrichtung zur Bearbeitung und Kalibrierung der Innen- und Außenfläche eines Rohres | |
| DE1752603B (de) | Werkstückvorholvorrichtung für ein Pilgerschrittwalzwerk | |
| DE2701824A1 (de) | Walzwerk zur herstellung von nahtlosen rohren | |
| DE2000531B2 (de) | Fordervorrichtung fur Pilgerschritt Walzwerke | |
| DE4103081C2 (de) | ||
| DE853120C (de) | Verfahren und Einrichtung zum Erzeugen eines Faserwickels | |
| EP1906863B1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum erzeugen einer mehrkomponentenmasse | |
| DE4007406A1 (de) | Verfahren zur herstellung von mittel- und duennwandigen nahtlosen rohren und walzeinrichtung zur durchfuehrung des verfahrens | |
| DE412329C (de) | Pilgerschrittwalzwerk | |
| AT141828B (de) | Verfahren zur Herstellung nahtloser Rohre. | |
| AT34982B (de) | Verfahren und Walzwerk zum absatzweisen Schrägwalzen von nahtlosen Rohren und Vollkörpern. | |
| DE71222C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Auswalzen von Röhren durch gleichzeitiges Längsund Querwalzen | |
| DE1946798A1 (de) | Vorholer fuer Pilgerschrittwalzwerk | |
| DE1565753C3 (de) | Elektrische Widerstands-Rollennahtschweißmaschine |