DE175586C - - Google Patents

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DE175586C
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chloroacetanilide
aniline
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hydrochloric
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

■t-';':.■; U Vil· CCo
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Λ* 175586 KLASSE 12 ο. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. April 1905 ab.
Die bisher bekannten Methoden zur Darstellung der ω-Chloracetanilide (Berichte X, 1377) sind aus verschiedenen Gründen für die technische Ausführung im großen wenig geeignet. Einerseits besitzen die erforderlichen Ausgangsmaterialien derart unangenehme Eigenschaften, daß ihre Anwendung im Großbetriebe mit großen Schwierigkeiten verbunden ist, so z. B. das die Schleimhäute heftig angreifende Chloracetylchlorid und das äußerst hygroskopische Phosphorsäureanhydrid. Andererseits liefern die bekannten Verfahren qualitativ und quantitativ recht mangelhafte Ausbeuten an ω-Chloracetanilid, indem stets nebenher andere Produkte, Piperazine und Imidchloride (Annalen 214, 222) entstehen. '
Das im nachfolgenden beschriebene Verfahren bietet einen bequemen Weg zur Darstellung der oy-Chloracetanilide. Es besteht darin, daß man Monochloressigsäure in Gegenwart von Phosphorchloriden oder von Thionylchlorid auf Salze, z. B. auf die salzsauren Salze der primären Anilinbasen, einwirken
Das Verfahren bietet vor den bis dahin bekannten den Vorteil, daß danach mit Leichtigkeit eine Ausbeute von 70 bis 80 Prozent an ω - Chloracetanilid erhalten werden kann, und ferner den, daß das Reaktionsprodukt sich direkt als weißes Kristallpulver vom F.P. 131 bis 1340C. (Bischoff und Waiden geben Annalen 279, S. 57 den F.P. 133,5 bis 134,5° C. an), also vollkommen rein abscheidet.
Die praktische Ausführung des Verfahrens möge aus folgenden Beispielen ersehen werden :
Beispiel I. In einem passenden, mit Rührwerk und Rückflußkühler versehenen Gefäße wird ein Gemenge von 260 Teilen salzsaurem Anilin und 200 Teilen Monochloressigsäure bei etwa ioo° zum Schmelzen gebracht, worauf man allmählich 100 Teile Phosphortrichlorid zufließen läßt. Die Reaktion vollzieht sich unter lebhafter Salzsäureentwicklung und ist beendigt, sobald diese nachläßt und die Masse beginnt, fest zu werden. Man erhitzt nun zweckmäßig noch kurze Zeit auf 140 bis i6o°, läßt dann erkalten und trägt das Reaktionsprodukt in Wasser ein. Das hierbei-sich ausscheidende ω -Chloracetanilid wird abfiltriert und kann aus Alkohol umkristallisiert werden.
Beispiel II. 260 Teile salzsaures Anilin und 200 Teile Monochloressigsäure werden in dem unter Beispiel I erwähnten Gefäße bei 100 bis iio° zusammengeschmolzen, worauf man bei 50 bis 6o° unter.Umrühren 250 Teile Thionylchlorid langsam zufließen läßt. Die Reaktion ist beendigt, sobald die Entwicklung von Salzsäure nachläßt. Die Weiteraufarbeitung der Schmelze erfolgt wie im Falle I.
In obigen Beispielen kann das salzsaure Anilin durch die äquivalenten Mengen von Salzen der Homologen des Anilins ersetzt werden; ferner können an Stelle des Phosphortrichlorids im Falle I die äquivalenten Mengen Phosphorpentachlorid oder Phosphoroxychlorid zur Anwendung gelangen.
Das w- Chloracetanilid dient zur Herstellung von synthetischem Indigo.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung des ω-Chloracetanilids und seiner Homologen, dadurch gekennzeichnet, daß man Chloressigsäure auf die Salze des Anilins und seiner Homologen in Gegenwart von Phosphorchloriden oder von Thionylchlorid einwirken läßt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0495313A1 (de) * 1991-01-16 1992-07-22 Konica Corporation Verfahren zur Herstellung von Acylaminoverbindungen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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