DE175806C - - Google Patents

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DE175806C
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letter
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DE1905175806D
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B3/00Apparatus for mechanical composition using prefabricated type, i.e. without casting equipment
    • B41B3/04Means for distributing type

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sheet Holders (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Ablegevorrichtung, welche in Verbindung mit Schriftsetzmaschinen für gewöhnliche Lettern verwendet werden kann und von den bisher bekannten Ablegevorrichtungen wesentlich abweicht. Die Vorrichtung ist auf den Zeichnungen durch mehrere später zu erläuternde Figuren dargestellt und ist wie folgt eingerichtet:
Der abzulegende Satz wird in einen Rahmen
ίο zur rechten Seite der Vorrichtung gelegt. An dem Rahmen befindet sich eine Kurbel mit einem daran befestigten Schieber, welcher bei jeder Kurbeldrehung um die Stärke einer Letternzeile vorrückt, so daß Zeile für Zeile aus dem Rahmen geschoben werden kann. Ein längliches Letternschiff 29 (Fig. 2, 3, 4 und 7) nimmt durch besondere, für den vorliegenden Fall aber nebensächliche Mittel die Zeile auf. Innerhalb des Letternschiffes liegt eine Zahnstange 31 (Fig. 4), die durch eine Feder 34 beeinflußt wird und am Ende einen flachen Ansatz 35 hat, welcher die Lettern gegen das vordere Ende des Schiffes drängt. Durch Zurückziehen der Zahnstange beim Wiederfüllen des Schiffes spannt sich die Feder 34 wieder. Das gefüllte Schiff wird nun wagerecht, die Signaturen nach oben, umgelegt und durch eine einfache Klemmvorrichtung in einer kurzen Rinne am rechten Ende einer Gleitbahn 36 festgehalten, welche, in einem schwachen Bogen gegen das Schiff hin ansteigend, zu einem kleinen, breiten Aufnahmekanal ausgebildet ist; über dem Ende des letzteren geschieht die Einstellung des Schiffes.
Im vorliegenden Falle sind zwei hintereinander liegende Letternmagazine für kleine und große Buchstaben vorgesehen (Fig. 2, 4 und 6). Die Gleitbahn 36 ist zwischen den oberen Mündungen dieser beiden Reihen der Letternkanäle gelagert, und über der Gleitbahn ist ein über Reibungsrollen 37 und 38 laufender endloser Riemen 39 (Fig. 3, S, 6 und 7) angeordnet, auf welchem an zwei Stellen in gleichem Abstande je zwei starke Greiferpaare 42 befestigt sind.
Die Rolle 37 beim Schiff hat zu beiden Seiten noch besondere, auf der Achse des Antriebwerkes festgekeilte Scheiben 40, welche zur Führung des Riemens dienen und an ihrem Umfange gezahnt sind. In diese Zähne greifen zu beiden Seiten der Greifer an deren Außenseiten angeordnete Stifte 41 (Fig. 3, 5, 6 und 7) ein, um während des Ausstoßens der Lettern aus dem Ablegeschiff die Greifer 42 zwangläufig zu führen.
Das vordere Ende des Schiffes hat kleine halbkreisförmige Ausschnitte 44, in welche an den Greifern befindliche, liegende Rollen 43 mit ihren scharfen Kanten bis zur Dicke der dünnsten Letter eingreifen. Bei ihrem Durchgang nehmen sie die vorderste Letter mit und führen sie über die Gleitbahn bis an den Kanal, in den diese gehört. Diese Röllchen sind in die Greiferkörper der Länge nach eingelagert, so daß sie mit ihren Kopfenden von oben her auf die Lettern im Schiff gewissermaßen aufschlagen und sie dadurch nach .unten aus dem letzteren treiben. Später dienen die Röllchen vermöge ihrer seitlichen Bewegung bezw. Umdrehung auch noch zur Einlagerung der Lettern in die Ablegeschieber, wie weiterhin angegeben ist.
Damit die Greifer nicht willkürlich, ohne Tastendruck Lettern mitnehmen können, ist das Schiff durch den Hebel 45 (Fig. 3 und 4) mit dem Ablegetastenwerk in Verbindung, weleher sich bei jedem Tastendruck hebt und durch seinen Seitenarm das Schiff in den Bereich der Greifer bringt; eine Feder 52 (Fig. 3) bringt es dann wieder aus denselben weg.
Wird nun ein der abzulegenden Letter entsprechender Tastenhebel niedergedrückt, so bewegt sich auch der durch den Hebel 55 (Fig. 2) mit ihm verbundene Schieber 46 (Fig. ι und 2); dieser hat entsprechend den beiden Letternmagazinen 1 und 2 zwei Ausschnitte 47 und 48. Soll nun beispielsweise ein kleiner Buchstabe in die Kanalreihe 1 abgelegt werden, so stellt sich der Ausschnitt 47 in die Gleitbahn und nimmt die durch die Greifer herangeführte Letter auf, worauf der Schieber sofort wieder zurückgeht, bis der Ausschnitt mit der Letter über der oberen Öffnung des Kanales steht, so daß die Letter in letzteren hineinfällt. Handelt es sich aber um eine Letter mit einem großen Bitchstaben für die Kanalreihe 2, so erfolgt mittels eines Pedales und Schnurzuges 49 die Umschaltung des Schiebers (Fig. 2), wie nachstehend beschrieben ist.
Das Einlagern der herangeführten Lettern in die Ausschnitte der Schieber wird durch den Druck der Röllchen an den Greifern wesentlich befördert, und durch die Drehung der Röllchen wird auch der gleichmäßige Rückgang der Schieber (Fig. 6) zu den Kanälen hin geregelt. Die Bewegung der Schieber geschieht wie folgt: Jeder Tastenhebel steht in Verbindung mit einem zweiarmigen Hebel 55 (Fig. 2), welcher am oberen Ende in den wagerechten Schieber 46 eingehängt ist. Der Hebel 55 läuft am unteren Ende in einen herzförmigen Ansatz 33 mit zwei von einem Punkte nach zwei Richtungen ausgehenden Schlitzen c und d aus. Ein an jedem Tastenhebel befindliches Röllchen e greift in normaler Lage des Hebels 55 in den Schlitz d ein und drängt beim Anschlagen einer Taste das Herzstück nach den Kanälen hin; dadurch aber führt das obere Ende des Hebels 55 den Schieber 46 derart über die Gleitbahn, daß der Ausschnitt 47 zur Wirkung kommt. Soll jedoch der Ausschnitt 48 arbeiten, so wird vermittels des Schnurzuges 49 und eines nicht dargestellten Fußhebels durch den Anschlag α an einer Umschaltewalze 30 (Fig. 6) die Spitze des Herzstückes 33 so weit von den Kanalreihen weggedrängt, daß die Rolle e in den Schlitz c greifen kann. Wird jetzt eine Taste angeschlagen, so wird der Hebel 55 in der umgekehrten Richtung bewegt, und der Schieberausschnitt 48 tritt in die Gleitbahn, um eine Letter aufzunehmen und in die Kanalreihe 2 zu entladen. Der Anschlag b der Umschaltwalze (Fig. 2) dient dazu, den Hebel 55 für die erst besprochene Schieberbewegung einzustellen.
Wie eingangs erwähnt, dient die beschriebene Vorrichtung dazu, die Letternmagazine einer Setzmaschine zu füllen; ihr Tastwerk befindet sich derjenigen der letzteren gegenüber, damit beide Maschinen gleichzeitig arbeiten können.
Für den Maschinensetzer müssen die Lettern auf einer Breitseite, und zwar mit der Signatur nach links, in den Kanälen lagern. Wie jedoch früher erwähnt wurde, liegen die Lettern während des Ablegens im Schiff so, daß sich die Signaturen oben und das Schriftbild zum Ableger hin befinden; sie müssen also noch nach rechts umgewendet werden, die Signatur zur rechten Seite des Ablegers hin, um für die Setzmaschine wieder richtig zu liegen, und zu diesem Zwecke dient der unter dem vorderen Ende des Ablegeschiffes befindliche Aufnahmekanal 50 am Anfang der Gleitbahn 36/ durch dessen Biegung die Lettern, ehe sie auf die Gleitbahn gelangen, eine Drehung von 900 erhalten.
In der Gleitbahn selbst sind unter jedem Schieber zwei Sperren 53 (Fig. 2, 3 und 5) angebracht, welche auf einer festen Unterlage ruhen und unter der Wirkung von Federn stehen, die die Sperren aufwärts zu ziehen suchen. Jede der Sperren besteht aus zwei senkrechten Stiften von verschiedener Länge, und zwar liegen die kürzeren Stifte in der Bahn je eines Schiebers 46 und um ein kürzeres Stück voneinander entfernt, als die Länge der Ausschnitte 47 und 48 ausmacht; die längeren Stifte dagegen liegen seitwärts vom Schieber, und zwar, in der Bewegungsrichtung der abzulegenden Lettern betrachtet, hinter den zugehörigen kurzen Stiften. In der Ruhelage (Mittelstellung) der Schieber 46 werden die Sperren durch den zwischen den Schlitzen 47 und 48 liegenden vollen Teil derart in der Tieflage gehalten, daß das Ende des längeren .Stiftes genau mit der Gleitbahn, abschneidet (Fig. 5). Die beiden kürzeren Stifte einer Sperre dringen nun, sobald durch Tastendruck ein Schieber in-die Gleitbahn bewegt wird, unter der Wirkung der Federn in dessen Ausschnitt von unten her um etwa V2 Millimeter ein, während die zugehörigen längeren Stifte zugleich über die Gleitbahn neben dem betreffenden Schieber hervortreten; dadurch wird der Schieber festgehalten, und die Letter kann nicht weiter gleiten, als es erforderlich wird.
Jeder Schieber entspricht an Dicke derjenigen der ihm zugehörigen Letter. Wird nun durch Niederdrücken einer falschen Taste eine unrichtige, zu dicke Letter in einen

Claims (7)

  1. Schieber geführt, so paßt sie nicht ganz in den Schlitz hinein, der betreffende Greifer wird von der vorstehenden Letter aufgehalten, und der ganze Förderriemen wird dadurch angehalten, der auf den Reibungsrollen 37, 38 läuft; dieser bringt hierbei eine Glocke 54 (Fig. 3 und 4) zum Ertönen, welche den Ableger nötigt, das Hindernis zu beseitigen. Ist aber die in den Ausschnitt des Schiebers geratene Letter zu dünn, so werden durch den über sie hingleitenden Greifer die Sperren 53 nicht völlig in ihre tiefste Lage zurückgedrängt, so daß der Greifer an den über die Oberfläche der Gleitbahn hinausragenden längeren Stiften festgehalten wird, und wieder setzen die Reibungsrollen die Glocke in Tätigkeit. Legt sich aber die richtige Letter ein, so üben die Röllchen 43 an den Greifern einen leisen Druck auf diese aus, und dadurch werden die darunter befindlichen Enden der Stifte so weit nach unten gedrückt, daß der Schieber losgelassen und durch seine Rückzugfeder in die Lage über den Lettenikanal zur Ablegung der Letter gebracht wird. Die Lagerung der federnden Stifte ist aus Fig. 5 ersichtlich.
    Sollte eine Letter ihren Schieber verfehlen, so wird sie durch den Greifer bis ans Ende der Gleitbahn geführt und fällt am Ausgang 56 (Fig. 3) in ein Sammelkästchen.
    Ferner ist vorgesorgt, daß aus dem Ablegeschiff nicht zu gleicher Zeit zwei dünne Lettern herausgestoßen werden können, und zwar dadurch, daß sich in dem kleinen Aufnahmekanal 50 eine Feder 51 (Fig. 3) befindet, durch welche die zweite Letter verhindert wird, gleichzeitig hinabzugleiten, sondern seitlich abgedrängt wird, bis im nächsten Augenblick die Bahn wieder frei ist.
    Die Arbeit des Ablegers besteht nur darin, daß er nach dem Laden des Ablegeschiffes den Text der Zeile liest und sodann das Tastenwerk anschlägt, während alles übrige von der Maschine selbst besorgt wird.
    Pate nt-A ν Sprüche:
    i. Letternablegemaschine, dadurch gekennzeichnet,daß das Zeile für Zeile die Lettern aufnehmende, am vorderen Ende mit Ausschnitten (44) versehene Ablegeschiff durch einen von Hand bewegten Tastenhebel in den Bereich von auf einem endlosen, über Reibungsrollen (37, 38) laufenden Förderriemen (39) angeordneten Greifern (42) gebracht wird, welche durch die Ausschnitte (44) des Schiffes hindurchgehen und die vorderste Letter aus dem Schiff nach unten in einen Aufnahmekanal (50) führen, der unter einem Bogen von etwa 900 in eine wagerechte Gleitbahn (36) übergeht, über welche die Greifer die Letter sodann bis zu einem entsprechenden, durch denselben Tastendruck in die Gleitbahn vorbewegten Ablegeschieber (46) führen.
  2. 2. Ausführungsform der Letternablegemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausschnitte (44) des Schiffes halbkreisförmig gestaltet sind, so daß an den Greifern (42) drehbar gelagerte Röllchen (43) hindurchtreten und die vorderste Letter mitnehmen können.
  3. 3. Ausführungsform der Letternablegemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß diejenige Reibungsrolle (37) des Förderriemens, welche dem Ablegeschiff zunächst liegt, zu beiden Seiten mit gezahnten Scheiben (40) versehen ist, in welche am Greifer (42) angebrachte wagerechte Stifte (41) so lange eingreifen, bis die abzulegende Letter aus dem Schiff durch den Aufnahmekanal (50) hindurch auf die Gleitbahn (36) geführt ist.
  4. 4. Ausführungsform der Letternablegemaschine nach Anspruch 1 für zwei hintereinander liegende Letternmagazine, dadurch gekennzeichnet, daß das Ablegen der Lettern durch einen mit zwei Ausschnitten (47,48) von den Abmessungen der Letter versehenen Schieber (46) erfolgt, welcher durch den Tastenhebel mit seinem entsprechenden Ausschnitt in die Gleitbahn (36) der Lettern vorgeführt wird, während die Letter durch die Greifer (42,43) des Förderriemens in den betreffenden Ausschnitt eingeführt wird, um sodann beim Rückgange des Schiebers durch den Ausschnitt hindurch in den darunter befindlichen Magazinkanal zu fallen.
  5. 5. Ausführungsform der Letternablegemaschine nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß zu jedem Ablegeschieber (46) zwei Paare unter Federwifkung stehender Sperren (53) gehören, die aus zwei ungleich langen Stiften bestehen, von denen die kürzeren von unten her in einen der Ausschnitte des Schiebers nach seiner Einstellung um ein kurzes Stück eindringen und den Schieber (46) feststellen können, welcher erst durch den Druck der Greiferröllchen auf die eingelagerte Letter bezw. auf die Sperre (53) wieder ausgelöst wird, wogegen die längeren Stifte der letzteren (53) zwischen je zwei Schieber (46) über die Gleitbahn hervortreten und das Einlagern der Lettern durch Aufhalten derselben mit regeln.
  6. 6. Ausführungsform der Letternablegemaschine nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltung der Schieber behufs Ablegens einer Letter in die zweite Kanalreihe mittels des zweiten
    Ausschnittes in der Weise erfolgt, daß ein an jedem Tastenhebel befindliches kleines Röllchen (e), welches für gewöhnlich in einem Schlitz (d) eines herzförmigen Stückes (33) am unteren Ende des Antriebhebels (55) des Schiebers läuft und dessen Bewegung in der einen Richtung veranlaßt, durch den Zug einer Schnur (49) in einen zweiten, entgegengesetzt laufenden Schlitz (c) geleitet wird und dadurch dem Schieber die umgekehrte Richtung gibt.
  7. 7. Ausführungsform der Letternablegemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmekanal (50) innen mit einem Federchen (51) versehen ist, welches das gleichzeitige Eindringen zweier dünner Lettern in die Gleitbahn verhindert.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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