DE1766231C - Prüfgerät zum Feststellen von Kurzschlüssen und zum Messen der Spannungsfestigkeit von Wicklungen - Google Patents
Prüfgerät zum Feststellen von Kurzschlüssen und zum Messen der Spannungsfestigkeit von WicklungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Prüfgerät zum Feststellen von Kurzschlüssen und zum Messen der Spannungsfestigkeit
von Wicklungen, mit einem Oszillator, der einen LC-Schvvingkreis aufweist, dess;n
Schwingspule eine Sekundärwicklung zur induktiven Ankopplung der zu prüfenden Spule zugeordnet ist
und dessen Schwingkondensator zu einer Reihenschaltung aus Schwingspule und einer induktiv mit
dieser gekoppelten Gitterspule parallel liegt, deren nicht mit der Schwingspule verbundenes Ende über
einen hochohmigen Widerstand an das Gitter einer Schvvingrohre angeschlossen ist, deren Anode über
einen Sperrkondensator mit dem nicht mit der Gitterspule verbundenen Ende der Schwingspule und über
einen Gleichstrom-Sperrkondensator mit dem Gitter einer Vakuumröhre eines Röhrenvoltmeters verbunden
ist.
Ein derartiges Prüfgerät ist bereits bekannt (USA.-Patentschrift 3 281 672). Bei diesem und zahlreichen
anderen bekannten Geräten zum Prüfen von Wicklungen (deutsche Patentschrift 933 460, deutsche
Auslegeschrift 1 131321, französische Patentschrift 605, USA.-Patcntschriften 3 120 637 und
017 571) wird beispielsweise nach magnetischer
Ankopplung des Prüflings eine Spule auf Windungs-
schliiß. also auf das Vorliegen von Kurzschlüssen
zwischen benachbarten Windungen untersucht. Diese Überprüfung des Vorliegens von Windungsschlüssen
ermöglicht eine Ausscheidung von Ausschußmaterial.
Darüber hinaus ist auch bereits die Prüfung der
Windungsisolation von Spulen mittels Hochfrequenzspar.nungen
bekannt (Siemens-Zeitschr.ft, 1928,
10. Heft, S. 581 bis 587). Dabei wird der Prüfling in
ίο einen LC-Schwingkreis geschaltet, der überdies noch
eine Funkenstrecke enthält. Mit Hilfe der Funkenstrecke ist es möglich, eine Hochfrequenzbelastung
des Prüflings bei einer gewünschten Prüfspannung durchzufühlen. Erfolet bei der Prüfspannung ein
!5 Durchschlag der Wicklungsisolation, so bricht die
Resonanzschwingung zusammen, was als Hinweis für das Vorliegen eines Durchschiags anzcigetechniv..:!
ausgewertet werden kann. Diese Vorrichtung erlaubt
ciiv: überprüfung von Spulen im Rahmen der moderieii
Massenfertigung nur mit einer bestimmten Prüfspiinnuiig
und ist überdies durch das Erfordernis der Funkenstrecke und den dadurch bedingten geratetechnischen
Aufwand kostspielig und schwer zu handhaben.
Auch unter den nach Ausschaltung der Windung·;-schlüsse
aufweisenden Spulen verbleibenden Spulen befinden sich aber noch solche von recht unterschiedlicher
Qualität: F.s mag nämlich häufig sein, daß eine Spuk·, obwohl ein Kurzschluß nichi. vor
liegt, eine geschwächte oder ungleichmäßige Wicklungsisolation
hat. die 7U einer verminderten Lebensdauer der Spule führen wird. Je nach der Anzahl
oder dem Umfang solcher Fehler bzw. ihrer Fehlerlosigkeit
werden solche Spulen dann für verschicdene Anwcndungszwecke noch gut geeignet sein. Das
setzt aber voraus, daß ein Maß für die Lebensdauer bzw. die Belastbarkeit der Vkklungsisolation de
Spulen gefunden wird.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, ein Kurz-Schlußprüfgerät der eingangs genannten Bauart so
weiterzubilden, daß damit auch eine Überprüfung der voraussichtlichen Wicklungslebensdauer möglich
wird, für die die Spannungsfestigkeit der Wicklungsisolation als Maß genommen wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen zwischen die Gitterspule und das Gitter der
Schwingröhre geschalteten, die Schwingspannung regelnden veränderbaren Widerstand und durch eine
an das Gitter über eine positive Halbwellen sperrende Diode angeschlossene niederfrequente Wechselstromquelle.
Zunächst wird also erfindungsgemäß eine niederfrequente Wechselstromquelle an das Gitter der
Schvvingrohre des Prüfgerätes angeschlossen. Das geschieht über eine positive Halbwellen sperrende
Diode. Die negativen Halbwellen können demnach an das Gitter der Schwingröhre gelangen und werden
diese jeweils für die Dauer der negativen Halbwelle sperren. Dadurch wird die Schwingröhre nur während
der positiven Halbwelle des niederfrequenten Wechselstromes leitend, was zum Aufbau von Stoßspannungen
führt, die sich der hochfrequenten Schwingspannung überlagern. Die Schwingspannung
selbst kann über den zwischen die Gitterspule und das Gitter der Schwingröhre eingeschalteten veränderbaren
Widerstand eingestellt werden. Man erhält also auf einfache Weise eine hohe Prüfspannung, die
überdies leicht hochgeregelt werden kann. Wird nun
an das Prüfgerat eine Wicklung angeschlossen, so
kann zunächst auf die übliche Weise das Vorliegen eines Kurzschlusses festgestellt werden. Liegt ein solcher
nicht \or, dann wird mit Hilfe des veränderbaren Widerstandes die Prüfspannung zu höheren
Spannungswerten hin geregelt, bis es im Prüfling zu einer Koronaentladung und damit zum Ausschlagen
des Meßinstrumentes am Röhrenvoltmetcr kommt. Die Koronaentladung wird um so später auftreten, je
hochwertiger, gleichmäßiger und freier von Fehlern die Isolation der Wicklungen an der zu prüfenden
Spule ist. Dadurch ist der Wen der Prüfspannung bei Auftreten der Koronaentladung ein direktes Maß
far die Qualität der geprüften Wicklung. Die Prüflinge können demnach leicht und zuverlässig verschiedenen
Qualitätsklassen oder verschiedenen Anw -iiungsgebieten zugeordnet werden, für die sie
nach voll geeignet sind. Die zusätzliche information
iii-er die Qualität der Spule wird dabei mit gegenüber
•Jem Herkömmlichen geringen Mehraufwand erhallen.
Ci err. a Ii einer weiteren Ausgcbiaiiuiig kanri zwi
sc'.un die negative Klemme der Diode und das Gitter
der Schwingrühre ein veränderbarer Widerstand eingeschaket
bein. Dadurch ist es möglich, die sich durch die niederfrequenten Schalnorgänge ergebenden
und der hochfrequenten Sehwinsspannung überiuiierien
Stoßspannungen einzuregeln und so auf den \ erlaut der SpannungsbelaHiing des Prüflings Emüui:i
zu nehmen.
Gemäß einer Weiterbildung kann überdies zwischen dem Cleichstrom-Sperrkondensaior und dem
Cutter der Vakuumröhre des Röhrenvoltmeter.·) der
negative Pol einer Gleichstromquelle über einen veränderbaren
Widerstand angeschlossen sein. Damit ist e- auf einfache Weise möglich, den Arbeitspunkt des
Röhrenvoltmeters beizubehalten, auch wenn sich der Ausging des Oszillators einmal aus irgendwelchen
Ciründen ändern sollte.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt
Fig. 1 die Schaltung eines erfindungsgemäßen Prüfgerätes u:id
F . g. 2 und 3 durch die niederfrequente Aus- ; feuerung der Schwingröhre erhaltene Wellenformen.
F i g. 1 zeigt ein elektrisches Prüfgerät für eine zu vermessende Spule 7", das aus einem Oszillator/).
einem Röhrenvoltmeter B und einer zwischen beide geschalteten Spannungsverdopplerschaltung C besteht.
Überdies sind Gleich- und Wechselstromquellen vorgesehen.
Der Oszillator A weist eine Schwingröhre 1, die beispielsweise eine Tetrode sein kann, und einen LC-Schwingkreis
auf. Der Schwingkreis besteht aus einer Schwingspulc L und einem Schwingkondensator 6.
Die Schwingspule stellt die Primärwicklung eines Transformators dar, der eine Sekundärwicklung /„.,
aufweist, die gegenüber der Schwingspulc L eine
größere Anzahl von Windungen aufweist und überdies neben ihren Endabgriffcn auch noch einen Mittelabgriff
hat, so daß die zu vermessenden Spulen T auf versclredene Weise unter Anpassung an ihre
Eigenschaften an die Sekundärwicklung L., angeschlossen werde.; können.
Ein Ende der Schwingspule L ist über einen Gleiclistrom-Spcrrkondensator 5 an die Anode der
Schwingröhre 1 iür deren Anodenstromversorgung
angeschlossen. Das andere finde der Schwingspule L ist mit einem Ende einer Gitterspule L,, verbunden,
die so mit der Schwingspule in Reihe geschaltet ist. Parallel zu dieser Reihenschaltung aus Schwingspule
L und Gitterspule L1 ist der Schwingkondens.tor6
geschaltet. Der Verbindungspunkt zwischen Schwingspulc L und Gitterspule Le ist über einen
Spcrrkondensator7 für niederfrequente Wcchsclspannungen.
der jedoch für die Schwingspannung durchlässig ist. an Erde und überdies an den Vcrbindungs-
punkt des Steuergitters der Schwingröhre 1 mit einem
weiter unte.n noch näher erläuterten veränderbaren Widerstand gelegt.
Das nicht mit der Schwingspule L verbundene Ende der Gitterspule L,, ist über einen veränderbarer.
Widerstand RV1. der zum Regeln der Schwingspannung
dient, mit dem Steuergitter der Schwingröhre 1 verbunden.
\n das SiCüorgitter der Schwingröhre 1 ist weiter
der bewegliche Abgriff eines veränderbaren Wider-
suiiides Rl··'., angeschlossen dessen eines Ende geerdet
ist. während sein andere.» Ende an der negativen Klemme einer Diode 4 liegt, die an eine nieder
frequente herkömmliche Wechselstrcnquelle a η se
schlossen ist. Die \on der Diode 4 durchgelassenen
2> negativ.en Halbwellen der niederfrequenten Wechselspannung
werden so mit einer durch den veränderbaren Widerstand RV, regelbaren Amplitude al-Schwingsteuerspannung
an das Steuergitter der Schwingröhre 1 gelegt. Als Energiequelle dient eine
herkömmliche Wechselstromquelle 8, die außer de;
Diode 4 auch eine Vollweggleiehrichterröhre 9 speist,
deren Ausgang einerseits an den Schwingkreis des Oszillator-, Λ und andererseits an das Schirmgitter
der Schwingröhre 1 gegeben ist. Das Schirmgitter der Schwingröhre 1 ist überdies über einen Kondensat«1!
10 geerdet. Auch die Kathode der Schwingröhre 1 liegt unmittelbar an Erde.
Die von der Energiequelle 8 an die Diode 4 bzw. die Vollweggleiehrichterröhre 9 gegebenen Spannungen
werden dadurch auf die gewünschten Spannungswerte gebracht, daß ein Transformator 11 zwischen
die Diode 4 und die Vollweggleiehrichterröhre 9 einerseits und die Energiequelle 8 andererseits geschaltet
wird. Die Energiequelle dient gleichzeitig auch als Stromquelle für das Röhrenvoltmeter B. Sie
bildet überdies ebenfalls über den Transformator 11 eine Gleichstromquelle, deren negativer Pol über
einen veränderbaren Widerstand RK1 parallel /mn
Ausgang aes Oszillators A an den Eingang des Röhrenvoltmeters
B gelegt ist, so daß mit Hilfe des veränderbaren Widerstandes R K., der Arbeitspunkt des
Röhrenvoltmeters B auch bei Änderungen der Ausgangsspa:
nung des Oszillators ,! mühelos eingeregelt werden kann.
Zwischen den Oszillator A und das Röhrenvohmeter
B ist die Spannungsverdopplungssthaltung C
geschaltet. Sie ist an die Anode der Schwingröhre 1 des Os/ilators Λ bzw, an ilen Verbindungspunkt dieser
Anode mit der VolKveggleichriehterröhre 9 über
6» einen in ihr enthaltenen Sperrkondensator 3 angeschlossen und besteht aus zwei auf übliche Weise geschalteten
Dioden und einem zusätzlichen Kondensator. Die SpannungsverdopplungsschaltungC erhöht
die Empfindlichkeit des Prüfgerätes.
Der Ausgang der Spannungsverdopplungsschaltung
C ist an das Gitter einer Vakuumröhre 2 eines auf herkömmliche Weise aufgebauten Röhrenvoltmeters
B angeschlossen, das im gezeigten Ausfüh-
rungsbeispiel aus zwei parallel zueinander geschaltelcii Röhren l)cstclil./wischen deren Anoden ein Meßinstrument M in Reihe mit einem veränderbaren Widerstand R V% geschaltet ist. der aiii übliche Weise
eine Frhöluing der Hinplindliehkcil des Prüfgciätes
beispielsweise für Messungen an Spulen mil sehr
uiOßcn Wimltmgszahlcn ermöglicht.
Im i'olgcudcn soll mm die Arbeitsweise des l'riif-L'cräles beschrieben werden.
Die .Schwingfrequenz des Oszillators A hängt in
üblicher Weise von den Konstanten des Schwingkreises ab. betrachtet man weiter die Kennwerte des
Schwingkreises und die Kennlinien der Sohwingiöhre 1 als konstant, so ist der Ausgang des Oszillators 8 weiter von der Anodenstromversorgung abhängig. Zusätzlich ist die in die zu vermessende Spule T
eingespeiste Spannung vom Verhältnis der Windungszahlen der Schwingspulc 11 zur Sekundärwicklung
l.., abhängig. Durch geeignete Wahl und Dimensionierung der Schaltungselemente wird also die Grundfunktion des Oszillators A auf übliche Weise festgelegt.
Darüber hinaus ermöglicht es nun der veränderbare Widerstand R Vx, die Prüfspannung zu regeln.
Um so größer der Widerstandswert des veränderbaren Widerstandes R Vx ist. um so größer ist selbst-
\crMiindlich — gleichbleibende Stromstärke vorausgesetzt — der an ihm auftretende Spannungsabfall.
Die an das Stcucrgittcr der Schwingröhre 1 gelegte Spannung und damit auch der Anodenstrom der
Schwingröhre I nehmen also ab. Damit steigt auf Grund der Kennlinien die Anodenspannung der
Schwingröhre A. Selbstverständlich tritt, wenn man im (iegcnsatz dazu den Widerstandswert des veränderbaren Widerstandes R Vx verkleinert, die entgegengesetzte Wirkung ein.
Die durch die Veränderung des Widerstandswertes des veränderbaren Widerstandes RV, bewirkte Änderung der Anodenspannung wird von der Schwingspuk· L auf die Sekundärwicklung L2 transformiert,
an die die zu vermessende Spule T angeschlossen ist. Durch den veränderbaren Widerstand R Vx wird somit die Schwingspannung und dadurch auch die
Prüfspannung geregelt. Zweckmäßig wird der veränderbare Widerstand RVx mit einer geeichten Skale
verschen, was die Bestimmung der Prüfspannung erleichtert und dadurch die praktische Brauchbarkeit
erhöht.
An das Steuergitter der Schwingröhre 1 gelangt weiter auf Grund der Germanium-Diode 4 nur die
negative Halbwolle einer niederfrequenten Wechselspannung. Sobald die negative Halbwelle der niederfrequenten Wechselspannung am Steuergitter der
Schwingröhre 1 liegt, wird der Schwingvorgang im Oszillator A unterbrochen. Kurz darauf beginnt der
Schwingvorgang von neuem. Die Schaltfrequenz entspricht dabei der Frequenz der niederfrequenten
Wechselspannung. Auf Grund der Schaltvorgänge treten nun Stoßspannungen auf, die eine zusätzliche
Erhöhung der Impulsspannung zur Folge haben.
F i g. 2 zeigt die Wellenform, die sich bei festgehaltenem Widerstandswert des veränderbaren Widerstands R V1 auf Grund der Unterbrechung durch die
an das Steuergitter der Schwingröhre 1 gelegte negalive Halbwelle .*ür die Anodenspannung ergibt, wenn
man die Stoßspannung vernachlässigt.
F i g. 3 zeigt die Wellenform der durch die Schaltlorgängc bedingten Stoßspannung.
Die Spannungen nach den Fig. 2 und 3 tretet
einander überlagert auf und führen /u einer selbsttätigen Frhöliiing der als Prüfspamumg bomilzler
Impiilsspannung. Durch den veränderbaren Wider
stand KK, kann die Stoßsspannung nach Fig. 3 breinfliil.il
werden, falls das durch Änderungen in dei
Anodcnstromvcrsoigung oder der Schwingröhre I
notwendig wird. Der veränderbare Widerstand RV.
wird über die Germanium-Diode 4 an eine Wechsel-
to spannung von beispielsweise .KH) V und 50 Hz angeschlossen. Gleichzeitig wird über die Vollwcgglcichrichtcrröhre 9 an den Schwingkreis des Oszillators A
und an das Schirmgitter der Schwingröhre 1 eine Spannung von beispielsweise 600 V gelegt.· Die
Schwingfrcqucn/ beträgt etwa 1200 II/.
Die Messung erfolgt auf folgende Weise: /.um Feststellen von Wicklungskurzschlüsscn wird
zunächst eine von Wicklungskurzschlüsscn freie Slandardspulc an die Sekundärwicklung L2 der Schwing-
spule I. des Oszillators A angeschlossen. Sodann wird
mit Hilfe des veränderbaren Widerstandes R V1 ein
Abgleich auf den Nullpu.ikt des Röhrenvoltmctcrs H
herbeigeführt, also eine Anpassung der vom veränderbaren Widerstand R V% an den F.ingang des Rtfh-
renvoltmctcrs gelegten negativen Spannung an die vom Oszillator A an das Röhrenvoltmcter gelegten
Spannung, welche Spannungen dadurch gleich groß gemacht werden. Die Standardspulc wird sodann von
eier Sekundärwicklung L2 abgetrennt, an die nunmehr
der Reihe nach zu prüfende Spulen T angeschlosss:«
werden und so mit der .Standardspulc verglichen werden können. Verhält sich die zu prüfende Spule mit
der Standardspule völlig gleich, 'ritt also bei der An
zeige des Meßinstrumentes M im Röhrenvoltmcter H
keine Änderung ein, so ist die zu vermessende Spule T unter den gewählten Prüfbedingungcn fehlerlos. Kin Wicklungskurzschluß in der zu vcrmcs
senden Spule T würde hingegen auf Grund des ohmschcn Gesetzes den von der Spule aufgenommenen
Strom und damit auch die Anodenspannung der Schwingröhre 1 ansteigen lassen. Das geschieht
selbstverständlich bei festgehaltenem Widerstandsvvcrt des veränderbaren Widerstandes RK1, da durch
die Stromaufnahme der zu vermessenden Spule T
der Spannungsabfall am veränderbaren Widerstand RVx auch bei festgehaltenem Widerstandswert zunimmt. Die Anzeige des Meßinstrumentes M des
Röhrenvoltmcters B ändert sich also, und die gerade an die Sekundärwicklung L1 angeschlossene, den
Wicklungskurzschluß aufweisende Spule T kann ohne weiteres als fehlerhaft klassifiziert werden.
Darüber hinaus ist es aber nunmehr auch möglich,
die lebensdauer der Spulen zu untersuchen. Diese werden wieder auf die beschriebene Weise an die
SckundärwicklungLj der Schwingspule L des Oszillators A angeschlossen. Daraufhin wird die Schwingspannung mit Hilfe des veränderbaren Widerstandes
R V1 zu höheren Spannungswerten hin geregelt, bis
man schließlich am Meßinstrument M des Röhren-
Voltmeters B einen Ausschlag erhält. Der Ausschlag
entspricht einer Spannung, die in der zu vermessenden Spule T zu einer Koronaentladung durch die
Wicklungsisolation hindurch und damit zu einem Kurzschluß führt. Die gerade eine Koronaentladung
hervorrufende Prüfspannung kann am veränderbaren Widerstand RV1 abgelesen werfen. Die Spannung ist
ein Maß für die Lebensdauer der vermessenen Spulen.
Die (bei pi üfung der Qualität der Wickhmgsisola spannung hervorgerufene Strom ist dabei so gering,
tion der /u vermessenden Spulen erfolgt also mil daB die überprüfte Spule keinerlei Schaden erleidet
Hilfe der Koronaentladung. Diese kann leicht auch und auch tue Bedienungsperson völlig ungefährdet
bei der Prüfung von sehr grolicn Motorfeldspulen mit arbeilen kann. Das Prüfgerät ist in gleicher Weise füi
geringen Windungs/ahlen uu.l sehr niedriger hupe- 5 die Messung eben eist fertiggestellter, wie auch für
ι''Ίΐ/ Verwendung rinden, und /wai insbesondere die (Ibeipriilung bereits in (iebrauch befindliche!
deshalb, weil die Koronaentladung beim beschiiebe- Spulen geeignet. Wicklungsschitden und die Scha-
nen Prüfgerät von einer Impulsspannimg hoher I*'re- densanlalligke't von Wicklungen können mühelos
i|uenz hervorgerufen wird. Der durch die Impuls- festgestellt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Prüfgerät zum Feststellen von Kurzschlüssen und zum Messen der Spannungsfestigkeit von
Wicklungen, mit einem Oszillator, der einen LC-Schwingkreis aufweist, dessen Schwingspule
eine Sekundärwicklung zur induktiven Ankopplung der zu prüfenden Spule zugeordnet ist und
dessen Schwingkondensator zu einer Reihenschaltung aus Schwingspule und einer induktiv
mit dieser gekoppelten Gitterspule parallel liegt, deren nicht mit der Schwingspule verbundenes
Ende über einen hochohmigen Widerstand an das Gitter einer Schwingröhre angeschlossen ist.
deren Anode über einen Sperrkondensator mit
dem nicht mit der Gitterspule verbundenen Ende der Schwingspule und über einen Gleichstrom-Sperrkonüe.isator
mit dem Gitter einer Vakuumröhre eines Röhrenvoltmeters verbunden ist. gekennzeichnet durch einen zwischen
die Gitterspule (Lg) und das Gitter der Schwingröhre
(1) geschalteten, die Schwi.igspannung
regelnden veränderbaren Widerstand (RV1) und
durch eine an das Gitter über eine positive Halbwellen spe.rcnde Diode (4) angeschlossene niederfrequente
Wechselstromquelle.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnr*.
daß zwischen die negative Klemme der Diode (4) und das Gitter der Schwingröhre (1) ein veränderbarer Wicerstand (RV.,) eingeschaltet
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2. dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen dem Gleichstrom-Sperrkondensator (3) und dem Gitter der
Vakuumröhre (2) des Röhrcnvoltmeters (ß) der negative Pol einer Gleichstromquelle über einen
veränderbaren Widerstand (RV'.,) angeschlossen ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP4068767 | 1967-06-26 | ||
| JP4068767 | 1967-06-26 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1766231A1 DE1766231A1 (de) | 1972-03-16 |
| DE1766231B2 DE1766231B2 (de) | 1973-01-18 |
| DE1766231C true DE1766231C (de) | 1973-07-26 |
Family
ID=
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