DE1772017A1 - Diazotypie-Materialien - Google Patents
Diazotypie-MaterialienInfo
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Description
Dr.Γ■:,:-:ν. ..:'.-■-J
Dr, l:r.:y- --.^".^eil
Dr, l:r.:y- --.^".^eil
Franl-r--- λ 14.-Höchst
A4UlQMtTaB-M-Td. 301024
Unsere Nr. U 621
Unsere Nr. U 621
General Aniline & Film Corporation
New York, N.Y. V.St.A.
New York, N.Y. V.St.A.
Die Erfindung betrifft Diazotypie-Materialien, die in der Lage sind, bei der Farbentwicklung schwarzlinige Bilder zu liefern;
sie betrifft insbesondere die Verwendung von spezifischen
lichtempfindlichen Diazokuppler-Systeraen für solche Zwecke.
lichtempfindlichen Diazokuppler-Systeraen für solche Zwecke.
Es iat bekannt, daß viele Diazotypie-Materialien,
die zur Zeit im Handel erhältlich sind, insbesondere auf die
Produktion farbiger Bilder, z.B. in Blau, Rot oder Sepia abgestellt sind. Zwar sind Diazotypie-Systerne, welche blaue, rote, grüne, d.h. nichtschwarze Bilder liefern können, in vielen Fällen von Vorteil, jedoch ist es für die Produktion von Diazotypie-Bildern, welche als Zwischenkopien, das heißt für weitere
BafcLchtungen gedacht sind von entscheidender Bedeutung, daß das erhaltene Bild eine optimale Deckkraft und Liniendichte aufweist. Die Wichtigkeit dieeer Erfordernisse auf photographischem Anwendungegebiet ist offenbar. Es ist leicht einzusehen, daß es äußerst wichtig ist, daß das Diazotypie-Material ein Bild liefert, welches für die aktinische Strahlung, die für Wiedergabeverfahren unter Verwendung solcher Materialien eingesetzt
wird, völlig undurchlässig ist. Schon leichte Abweichungen von der optimalen Deckkraft und Wiedergabedichte äußern sich stets
Produktion farbiger Bilder, z.B. in Blau, Rot oder Sepia abgestellt sind. Zwar sind Diazotypie-Systerne, welche blaue, rote, grüne, d.h. nichtschwarze Bilder liefern können, in vielen Fällen von Vorteil, jedoch ist es für die Produktion von Diazotypie-Bildern, welche als Zwischenkopien, das heißt für weitere
BafcLchtungen gedacht sind von entscheidender Bedeutung, daß das erhaltene Bild eine optimale Deckkraft und Liniendichte aufweist. Die Wichtigkeit dieeer Erfordernisse auf photographischem Anwendungegebiet ist offenbar. Es ist leicht einzusehen, daß es äußerst wichtig ist, daß das Diazotypie-Material ein Bild liefert, welches für die aktinische Strahlung, die für Wiedergabeverfahren unter Verwendung solcher Materialien eingesetzt
wird, völlig undurchlässig ist. Schon leichte Abweichungen von der optimalen Deckkraft und Wiedergabedichte äußern sich stets
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in Form verminderten Kontraste, geringerer Bilddichte usw. im fertigen Abdruck. Bisher waren alle Versuche, die Diazotypie-Materialien
durch solche zu ersetzen, welche schwarzlinige Bilder mit der erforderlichen Wiedergabequalität zu liefern imstande
sind, nur wenig erfolgreich. Das ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, daß es keine einzige Kupplungsverbindung
gibt, die befähigt ist, mit lichtempfindlichen Diazoniumverbindungen unter den bei der Entwicklung angewendeten alkalischen
Bedingungen unter Bildung des gewünschten schwarzen Bildes zu reagieren.
Infolgedessen hat man notwendigerweise auf die Verwendung von Kupplergemischen für die Produktion schwarzliniger Bilder zurückgegriffen.
Z.B. bedient sich eines der bisher vorgeschlagenen Kupplersysterne mindestens dreier Kupplerkomponenten, d.h.
solcher Komponenten, die in der .Lage sind, ein gelb-grünes Bild und ein blaues Bild zu liefern, und einer dritten, tönenden
Komponente, die ein gelbbraunes Bild zu liefern imstande ist. Unabhängig von dem jeweils verwendeten System ist es jedoch
unerläßlich, daß sich die verschiedenen Absorptionsspektren der durch die Kupplungesysterne gelieferten Farbbilder so
überlagern, daß eine gleichmäßige und maximale Absorptionsdichte im gesamten sichtbaren Spektrum erzielt wird. Eines dieser zur
Zeit weit verbreiteten Kupplergemische besteht aus Resorcin als Tb'nungskomponentOfAcetoacetanilid für die Produktion eines
gelbgrünen Bildes und 2,3-Dihydroxynaphthalin-6-sulfoneäuro für
die Produktion eines blauen Bildes. Die Mischfarbe, die bei Verwendung dieser Kupplungskomponente entsteht, ist ein annehmbares
Schwarz im Bereich maximaler Dichte und eine wünschenswerte grüngraue Färbung in den schwächeren Tönungen. Trotz der
Tatsache, daß die mit der obengenannten Kombination bestimmter Kupplungsverbindungen orzielbaren Farbbilder sich für eine
große Zahl technischer Anwendungsgebiete als ausreichend erwiesen hat, haben sich dennoch gewisse Schwierigkeiten in Bezug
auf bestimmte Anwendungen ergeben, z.B. bei der Produktion
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von dauerhaften, schwarzlinigen Diazotypie-Drucken. Zum größten
Teil beruhen die dabei auftretenden Probleme auf der relativen Unbeständigkeit solcher Diazotypie-Materialien beim Lagern, wobei
solche Probleme unter selbst mäßig warmen, feuchten Lagerungsbedingungen
erheblich verstärkt werden. In diesem Zusammenhang wurde gefunden, daß solche Lagerungsbedingungen einer
unterschiedlichen Wanderung der einzelnen Komponenten der Diazosensibilisator-Gemische
in das Grundmaterial, auf welches sie aufgetragen sind, Vorschub leisten; insbesondere dann, wenn
dieses Grundmaterial von faseriger Natur ist. Ohne damit eine bestimmte Theorie aufstellen zu wollen, wurden
die obengenannten Erscheinungen bisher so gedeutet, daß die Resercin-Komponente des Kupplersystems infolge ihres relativ
niedrigen Molekulargewichts und ihrer hohen Wasserlöslichkeit eine deutliche Neigung zeigt, in poröse, z.B. faserige Materialien
zu wandern oder anderweitig zu diffundieren. Dadurch verringert sich entsprechend die Menge an Kupplungskomponente, die
für die Bildproduktion bei der alkalisch induzierten Entwicklung zur Verfügung steht. Daraus ergeben sich sehr schwierige
Probleme, weil die Farbe des fertigen Bildes nicht ausgeglichen ist; somit ist jeder Versuch, die gewünschte schwarze Färbung
zu erzielen, zum Scheitern verurteilt. In den meisten Fällen sind photographische Reproduktionen, die mit solchen
Diazotypie-Materialien hergestellt worden sind, schwierig oder überhaupt nicht von den herkömmlichen blaulinigen Diazotypie-Drucken
zu unterscheiden. Im wesentlichen vermag der Druck, falls er für die Verwendung als Musterkopie gedacht ist, den1
technischen Anforderungen nicht zu genügen und muß verworfen werden. Der Anwendungsbereich solcher Diazotypie-Materialien
ist offenbar stark eingeengt und ist, praktisch ohne Ausnahme, auf solche Fälle beschränkt, bei denen ein nichtporöses Trägermaterial
verwendet wird.
Bei dem Versuch, die obengenannten und ähnlichen Probleme zu überwinden oder abzuschwächen, hat man auf eine Vielzahl von
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Hilfsmaßnahmen zurückgegriffen. So ist z.B. vorgeschlagen worden, weitere Best andteile in die Diazosensibilisator-Zusammensetzung
aufzunehmen, welche eine regellose Diffusion einer oder mehrerer Kupplungskomponente' verhindern oder verzögern
sollen. Andere Hilfsmaßnahmen bestehen in der Anwendung spezifischer struktureller Anordnungen, d.h. im Einschieben von
Diffus ions sperren zwischen die sensibilisierten Schichten und
den Träger. Zwar haben solche Maßnahmen gewisse Verbesserungen gebracht, jedoch haben sich die Ergebnisse in der Praxis als
alles andere als optimal erwiesen. Außerdem sind solche Maßnahmen vom wirtschaftlichen Standpunkt aus angreifbar, weil
die Herstellung bestimmter, spezifischer Diazotypie-Materialien bezw. die Anwendung von Verbindungen, welche die Diffusionsbeständigkeit
erhöhen, sich als sehr teuer herausstellen kann. Alle Anstrengungen auf diesem Gebiet konzentrierten sich auf
die Entwicklung von Kupplungskomponenten, welche ale brauchbarer
Ersatz für Resorcin verwendet werden können und damit die Nachteile solcher Komponente aufheben.
Eine bedeutende Verbesserung in dieser Richtung wurde dadurch erzielt, daß man die Resorcin-Kupplungskomponente ganz oder
teilweise durch Diresorcylsulfid oder Diresorcylsulfoxyd ersetzte.
Diese Verbindungen sind besonders vorteilhaft, weil sie nicht die geringste Neigung haben, zu diffundieren oder
anderweitig in die faserige Struktur poröser Tragermaterialier zu wandern. Diese Beobachtungen wurden bekräftigt durch Laboratoriumsversuche
unter Feuchtigkeits-Alterungsbedingungen, mit denen die Bedingungen einer Lagerung von mehreren Monaten
imitiert wurden. Die Ergebnisse dieser Versuche haben unzweifelhaft ergeben, daß eine Diffusion der Kupplerkomponenten,
d.h. des Diresorcylsulfids oder Diresorcylsulfoxyds im wosent
liehen nicht stattfand, denn damit hergestellte Drucke blieber,
neutral schwarz trotz der ziemlich strengen Bedingungen während der Versuche.
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Trotz der Tatsache, daß schwarzlinige Diazotypie*! mit Kupplungssy'steraen
der obengenannten Art hergestellt werden können, d.h. mit Systemen, bei denen Diresoreylsulfid oder Diresorcylsulfoxyd
anstelle von Resorcin mit den übrigen Kupplungskomponenten; gewöhnlich Acetoacetanilid und 2,3-Dihydroxy-naphthalin-6-sulfonsäure,
verwendet wird, haben sich die Ergebnisse auf bestimmten Anwendungsgebieten und insbesondere bei der Herstellung
von Dauerabdrucken, welche als schwarzlinige Diazotypie-Musterkopien
gedacht sind, als nicht ganz zufriedenstellend erwiesen. Angesichts der zahlreichen Bedürfnisse auf dem Gebiete photographischer
Reproduktionsverfahren kommt den Schnellverfahren natürlich eine erhöhte Bedeutung zu. Insbesondere auf dem Gebiete
der Diazotypie-Wiedergabe hat sich herausgestellt, daß
eine große Anzahl der bisher vorgeschlagenen Diazokupplersysteme für die Produktion qualitativ hochwertiger Bilder nach
einem Schnellverfahren äußerst mangelhaft ist. Im allgemeinen haben die mit den herkömmlichen Diazokupplersystemen orziclbaren
Bilder bei Schnellverfahren einen schlechten Kontrast und geringe Bilddichte. Um die Anwendbarkeit der bekannten Diazokupplersysterne
auf Schnellverfahren ausdehnen zu können, war es unerläßlich, auf die Vorwendung von Zusatzmitteln in der
Sensibilisatorzusammensetzung zurückzugreifen, um die Empfindlichkeit gegen aktinische Strahlung zu erhöhen und zugleich
jede mögliche Verschlechterung von Kontrast, Dichte usw. zu verhindern. Die hieraus resultierenden Anforderungen haben sich
als sehr lästig und kostspielig erwiesen und haben demgemäß die Anwendung der Diazotypietechnik auf dem Gebiete der Schnellverfahren
eingeengt.
Genau genommen, sind es zwei Probleme, denen man sich bei dem Versuch, qualitativ hochwertige, schwarzlinige Reproduktionen
herzustellen, gegenübersieht: Erstens braucht man schwarze Linien liefernde Diazosysteme, welche Bilder mit hinreichender
Farbdichte und Wiedergabe-Dockkraft zu liefern vermögen, und zweitene braucht man Systeme, welche bequem bei Schnellverfahren
angewendet werden können.
BAD ORIGINAL
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Es wurde nun gefunden, daß qualitativ hochwertige, schwarzlinige
Reproduktionen bei Verwendung von Kupplungssystemon aus Acetoacetamid,
2,3-Dihydroxynaphthalin~6-sulfonsäure und einem Diresorcylderivat, z.B. Diresorcylsulfid und Diresorcylsulfoxyd
auch unter den Verfahransbedingungen der Schnellverfahren
dadurch erhalten werden können, daß man diese Kupplungssysteme
in Verbindung mit einem bestimmten Typ von Diazosensibilisator-Verbindungen anwendet.
Die entstehenden Bilder sind gekennzeichnet durch eine außergewöhnliche
Wiedergabequalität, d.h. Kontrast, Dichte usw. und weisen eine ausgezeichnete Parbdichte und Wiedergabe-Dockkraft
auf.
Die Erfindung bezieht sich somit auf schwarze Linien liefernde Diazotypie-Materialien, welche als Kupplungsgemisch ein Acetoacetamid,
einen Hydroxynaphthalin-Kuppler, nämlich 2,3-Dihydroxynaphthalin-6-sulfonsäure
oder ein 2-Hydroxy-3-(N-ß-dialkylarainoäthyl)naphthamid, und ein Diresorcylderivat, nämlich
Diresorcylsulfid oder Diresorcylsulfoxyd enthalten, und in welchen
als Diazokomponente ein Diazoderivat eines 4-N-Pyrrolidinyl-3-alkyl-p-phenylendiamin
der folgenden Strukturformel
u-O
-NH2
ν ' in welcher R für einen niederen Alkylrast mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,
d. h τ Methyl-, Äthyl-, Propyl- oder Isobutylrest usw.steht, verwendet wird.
Optimale ERgebnisse werden dann erzielt, wenn R in der vorstehenden
Formel der Mothylrest ist, d. h. bei Verwendung von 3-Methyl-4-pyrrolidinylbenzoldiazoniura,. Die hier genannten Diazo-und
Kupplermaterialien sind bekannte Verbindungen, für deren Herstellung in zahlreichen Veröffentlichungen Methoden
angegeben sind. Z.B. kann Diresorcylsulfid leicht dadurch hergestellt werden , daß man Schwefeldichlorid in Äther mit
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Resorcin in Äther "bei einer Temperatur nicht über 12° C reagieren
läßt, die Reaktionslösimg mit Natriumcarbonat neutralisiert, den Äther aus der organischen Schicht abdampft und das Sulfid
aus Wasser kristallisiert. Nach einer anderen Methode kann das Diresorcylsulfoxyd hergestellt werden, indem man das Sulfid in
Wasser bei 65° C suspendiert und mit einem Überschuß von Wasserstoffperoxyd bei 65 bis 75° C oxydiert.
Die Verwendung des stabilisierten 3-Alkyl-4-pyrrolidinylbonzoldiazoniumsalzes
in Kombination mit dem oben beschriebenen Kupplergemisch führt zu Diazotypie-Materialien, welche für Schnellverfahren
geeignet sind und überraschenderweise nach, dem Belichten und der Ammoniakentwicklung Bilder liefern, welche
eine bemerkenswerte neutralschwarze Tönung haben. In dieser
Hinsicht ist die Schnelldruck-Kombination aus Diazoniumsalz und Kupplern gemäß der Erfindung dem bisher Bekannten überlegen,
da sie Bilder liefert, welche neutralschwarz sind, im
Gegensatz zu dem sonst auftretenden purpurblauen Farbton.
Die vorliegende Erfindung schließt die Verwendung von Resorcin als eine der Kupplungskomponenten nicht aus, da
es sich herausgestellt hat, daß die unerwünschten Merkmale dieses Materials, z. B. die Diffusionsneigung usw. im wesentlichen
nicht in Erscheinung treten, solange die entscheidenden Kupplungskomponenten
sowie die Diazoniumverbindungen anwesend sind. Daher kann Resorcin verwendet werden, um die Farbtönung der
Diresorcylverbindung zu ergänzen und die Möglichkeit einer Farbverschiebung nach Rot zu verhüten.
Zu den hier vorgeschlagenen Acetoacetamid-Kupplern gehören die Mutterverbindung, d. h. Acetoacetamid, sowie die N-substituierten
Derivate. Dem Ausdruck Acetoacetamid kommt daher die entsprechende Bedeutung zu. Besonders günstige Ergebnisse werden
mit den "Echtgelb"-Acetoacetamid-Derivaten erzielt, d. h. mit
solchen Derivaten, welche N-alkyl- oder N-aryl-gebundene Substituenten
enthalten. Kupplerkomponenten dieser Art sind bekannt und in dor Literatur beschrieben. Diese Definition
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umfaßt zwar cine relativ große Anzahl von Materialien, jedoch
haben Untersuchungen ergeben, daß bei deren Verwendung stets optimale Ergebnisse eintreten.
Als spezifische Beispiele für Acetoacetamid-Kupplerverbindungen,
welche unter die obengenannte Definition fallen, seien die folgenden erwähnt:
Acetoacetanilid, NjN-Äthylen-bis-Acetoacetamid, Acetoacet-(K. —
naphthylamid, m-Hydroxyacetoacetanilid, o-Methylacetoacetanilid,
o-Methoxyacetoacetanilid, p-Methoxyacetoacetanilid, 2-Methoxy-5-methylacetoacetanilid,
N-(p-MethoxybEnzyl)-acetoacetamid, N-Piperonylacetoacetamid, N-l-Indonylacetoacetamid, N-(p-Methoxyphenfithyl)-acetoacetamid,
N-Benzylacetoacetamid, Diacetoacet-dianisidid usw.
Der Diazoüberzugsansatz kann außer den obengenannten Kupplungsund
Diazokomponenten auch noch die üblichen Zusatzmittel enthalten,
welche bei der Herstellung von lichtempfindlichen Diazotypie-Materialien verwendet werden. Zu solchen Materialien
gehören z.B. Metallsalze zur Verstärkung des Farbbildes, z. B. Ammoniumsulfat, Methylsulfat, Zinkchlorid und dorgl., Stabilisierungsmittel,
wie Thioharnstoff, Thiosinamin, Naphthalin, Trisulfonsäure usw., saure Stabilisatoren zur Verhütung einer
vorzeitigen Kupplung, wie Essigsäure, Borsäure, Weinsäure usw., Netzmittel, wie Saponin, Laurylsulfonat, Kerylbenzolsulfonat,
das Oleinsäuroamid von N-Methyltaurin usw.. Das 3-Alkyl-4-pyrrolidinylbenzoldiazoniumsalz
wird vorzugsweise als stabilisiertes Salz, z. B. als Chlorzinkat, Borfluorid usw. angewendet.
Die Anwendung von Benzoldiazoniumverbindungen in Form stabilisierter Salze ist natürlich eine bekannte technische Maßnahme,
die ausführlich in Literatur und Patentschriften beschrieben ist und hier nicht näher erläutert werden muß. Es genügt zu
sagen, daß jede der herkömmlichen stabilisierten Salzfbrmen
bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet werden kann.
Die Grundlage, auf welche die Diazo-Üborzugslösung aufgetragen wird, kann irgendeine der herkömmlicher Weise
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ORIGINAL
für diesen Zweck verwendeten Grundlagen sein. Je nach der in
Präge kommenden Anwendung kann diese Grundlage aus einem fumbildenden
Material, z. B. Kunstharz, Zelluloseacetat, Zelluloseacetatbutyrat, Polyester, Polycarbonat usw. bestehen, oder
diese Grundlage kann von faseriger Struktur sein, z.B. aus hochqualifiziertem Sulfitpapier, Baumwolle, Gewebe, gestärktem
Gewebe usw. bestehen. Andererseits kann die Grundlage mit einer geeigneten schützenden Grundierzusammensetzung versehen sein,
um die Haftung der sensibilisierten Schicht an dem Trägermaterial zu fördern.-Solche Maßnahmen sind insbesondere dann bevorzugt,
wenn es schwierig ist, das erforderliche Maß an Haftung zwischen der sensibilisierten Schicht und dem Trägermaterial
zu erzielen; außerdem sind solche Maßnahmen allgemein von Vorteil, weil die Grundierung als eine Diffusio:insperre
dienen und dabei jede Möglichkeit einer ungewollten Wanderung von Kupplungskomponente, Sensibilisator oder anderen Bestandteilen
von hydrophiler Natur verhindern kann. Geeignete Grundierungszusammensetzungen
sind z. B. wässrige Dispersionen von Polyvinylacetat, Kieselsäure usw. Zusammensetzungen für diesen
Zweck sind in jedem Falle bekannt.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. Beispiel It
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. Beispiel It
Ein verleimtes Ganzsulfit-Papier wurde mit der folgenden Grundierlösung
beschichtet und getrocknet:
Kieselsäure 8 g
Polyvinylacetatemulsion (60$ Feststoffe) 10 ecm
Wasser auf 100 ecm
Die Grundierungsschicht wurde dann mit der folgenden Lösung beschichtet und getrocknet:
Wasser 60 ecm
Glycol 5 ecm
Isopropanol 1 ecm
Zitronensäure 8 g
Zinkchlorid 5 g
109883/H33 BAD
- ίο -
| Thioharnstoff | 5 S |
| Diresorcylsulfoxyd | 1,3 g |
| Acetoacetanilid (26 # Gehalt) | 0,26 g |
| 2,3-Dihydroxynaphthalin- 6-sulfonsäure |
1,8 g |
| S-Methyl-A-pyrrolidinyl- benzoldiazonium-Chlorzinkat |
3,2 g |
| Saponin | 0,1 g |
| Wasser auf | 100 ecm |
Nach dem Trocknen wird das derart beschichtete Papier unter
einem durchscheinenden Original belichtet. Die Entwicklung wird bewerkstelligt, indem das belichtete Papier einer Atmosphäre
aus Ammoniakdämpfen ausgesetzt wird. Die erhaltene Reproduktion ist gekennzeichnet durch hohe Dichte, ausgezeichneten
Kontrast und durch ein ausgeprägtes neutralschwarzes Bild. Im Gegensatz hierzu liefert bei Wiederholung dieses Beispiels,
jedoch bei Verwendung von 2,5-Dialkoxy-4-morpholinobenzoldiazonium als Diazosensibilisator das Material Bilder, deren Tönung
merklich schlechter ist als die in diesem Beispiel erhaltene.
Beispiel 2;
Beispiel 2;
Das Verfahren von Beispiel 1 wird wiederholt, jedoch wird das Diresorcylsulfoxyd durch eine äquimolare Menge von Diresorcylsulfid
ersetzt. Als Kupplungsmaterial wird 2-Hydroxy-3-(N-Propylmorpholino)naphthamid anstelle von 2,3-Dihydroxynaphthalin-6-sulfonsäure
verwendet. Die Ergebnisse sind ähnlich wie in Beispiel 1, d. h. es wird eine überlegene Bildwiedergabe erreicht
.
Beispiel 3:
Beispiel 3:
Beispiel 1 wird mit der Ausnahme wiederholt, daß die 2,3-Dihydroxynaphthalin-6-sulfonsäure
durch das gleiche Gewicht an 2-Hydroxy-3-(N-ß-Diäthylaminoäthyl)naphthamid ersetzt wird.
Beispiel 4:
Beispiel 1 wird wiederholt, jedoch wird nach dem Auftragen der sensibilieierten Lösung auf das Sulfit-Papier dae aenaibili-
109883/U33
— Xl —
sierte Papier für mehrere Monate gelagert,Wobei eö während der
gesamten Lagerung einer feuchten Atmosphäre ausgesetzt wird. Bei Belichtung und Entwicklung wie in Beispiel 1 zeigt die erhaltene
Bildproduktion alle verbesserten Merkmale, d. h. Kontrast, Dichte usw., wie sie in Beispiel 1 beobachtet wurden;
es wurde auch festgestellt, daß eine regellose Diffusion irgendeiner 'der Komponenten der sensibilisiorenden Zusammensetzung
nicht eingetreten war.
Beispiel 5:
Beispiel 5:
Beispiel 1 wird mit der Ausnahme wiederholt, daß das Kupplergemisch
zusätzlich noch Resorcin enthält. Bei Belichtung und Entwicklung wurde ein Bild erhalten, welches ausgezeichneten
Kontrast und ausgezeichnete Dichte aufwies, woraus klar ersichtlich ist, daß die übliche Neigung des gekuppelten Resorcins,
in das faserige Trägermaterial zu diffundieren, unterbunden worden war; offenbar wird bei Verwendung von Resorcin
unter den hier angegebenen Bedingungen, d. h, unter der Wirkung der hier verwendeten Kupplungskomponenten dieses Problem
deutlich verbessert.
Ähnliche Ergebnisse wie in diesen Beispielen werden erzielt, wenn diese Methoden unter Verwendung einer oder mehrerer der
nachfolgend genannten Verbindungen anstelle von 3-Methyl-4-pyrrolidinylbenzoldiazonium-chlorzinkat
wiederholt werden: 3-Äthyl-4-pyrrolidinylbenzoldiazonium-chlorzinkat, 3-Propyl-4-pyrrolidinylbenzoldiazonium-chlorzinkat
j 3-Isobutyl-4-pyrrolidinylbenzoldiazoniumchlorzinkat
usw.
Die hier beschriebene spezifische Klasse von Diazosensibilisatoren
kann in Gemischen verwendet werden, welche zwei oder mehrere davon enthalten, je nachdem, welche Erfordernisse vorliegen
und ob Variationen in der Farbtönung erwünscht sind. In allen PÄllcn können optimale Gemische durch routinemäßige
Laboratoriumsversuche zusammengestellt werden.
109883/U33 Bad
Ähnliche Verbesserungen, wie sie in den vorstehenden Beispielen
beschrieben wurden» werden erhalten, wenn das verwendete
Trägermaterial von nichtfaseriger Natur ist, z. B. aus Zelluloseacetat,
Zelluloseacetatbutyrat, synthetischen, fumbilden den polymeren Materialien, z. B. Polyestern, wie Polyathylenterephthelat,
Polycarbonaten usw. besteht. Die Pyrrolidengruppender erfindungsgemäßen Diazosensibilisatoren
können zusätzliche Substituenten, die unschädlich sind,
enthalten, z. B. Alkyl-, Alkoxygruppen usw.. Solche substituierten
Derivate sind daher den hier genannten spezifischen Verbindungen gleichzustellen. Die wichtigste Forderung, die
hinsichtlich der Natur solcher Substituenten gestellt werden muß, besteht darin, daß solche Substituenten die spektrale
Empfindlichkeit der Diazoniumverbindung odor andere wichtige
Eigenschaften, wie Verträglichkeit, Beständigkeit usw. nicht im geringsten beeinflussen.
109883/1433 bad ORIGINAL
Claims (7)
1.) Diazosensibilisator-Zusaramensetzung für die Erzeugung
schwarzliniger Bilder, dadurch gekennzeichnet, daß sie als wesentliche Bestandteile ein Kupplungskomponentengemisch aus
einem Acetoacetamid, 2-Hydroxy-3-(N-Alkylaminoäthylnaphtharaid)
oder 2,3-Dihydroxynaphthalin-6-sulfonsäure und Diresorcylsulfid
oder Diresorcylsulfoxyd, sowie ein diazotiertes Derivat eines 4-N-Pyrrolidinyl-3-alkyl-p-phenylendiamins enthält.
2.) Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie 3-Methyl~4-pyrrolidinylbenzoldiazonium-chlorzinkat enthält
.
3.) Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kupplungsgemisch zusätzlich Resorcin enthält.
4.) Lichtempfindliches Diazotypie-Matorial für die Produktion
von schwarzlinigen Bildern, bestehend aus einem mit der Zusammensetzung von Anspruch 1 beschichteten Trägermaterial.
5.) Lichtempfindliches Diazotypie-Material nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial Papier ist.
6.) Diazotypie-MAterial nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß es mit einer Grundierungsschicht zwischen Träger und
lichtempfindlicher Diazoschicht versehen ist.
7.) Diazotypie-Material nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundierung mit einer wässrigen Lösung aus Polyvinylacetat
und Kieselsäure hergestellt worden ist.
F\irt General Aniline & Film Corporation
New York, N.Y., V.St.A.
109883/U33
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