DE1777331C3 - Vorrichtung zum Langsverformen eines im Querschnitt profilierten Metallbandes Ausscheidung aus 1602597 - Google Patents
Vorrichtung zum Langsverformen eines im Querschnitt profilierten Metallbandes Ausscheidung aus 1602597Info
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Längsverformens eines im Querschnitt profilierten
Metallbandes, die am Ende einer Profilwalzmaschine angeordnet ist, bestehend aus einem fertigen Querprofil
entsprechen frei drehbar gelagerten Walzenpaar, das auf die Walzebene bezogen in der Höhe
verstellbar ist.
Es ist bisher eine Vorrichtung bekannt, die ein Lagerkonsol aufweist, das um eine vertikale Achse
verdrehbar am Auslaufende einer Profiiwalzmaschine angebracht ist. Jede Walze des Walzenpaares
der Längsverformvorrichtung ist in den Schenkeln eines U-förmigen Bügels frei drehbar gelagert. Die
ίο Stege der Bügel sind um sich parallel zu den Walzenachsen
erstreckende Achsen schwenkbar mit dem Lagerkonsol verbunden, wobei sich die die Walzen
tragenden Schenkel der Bügel vom Walzmaschinengestell forterstrecken, so daß zwischen dem letzten
Profilwalzenpaar der Maschine und dem Walzenpaar der Längsverformvorrichtung ein beachtlicher Abstand
entsteht, was als nachteilig anzusehen ist. Weiterhin sind zur Höhenverstellung der Walzen für jeden
Bügel eine Stellschraube vorgesehen, die bei dem
>o oberen Bügel über demselben und beim unteren Bügel
unter diesem angeordnet sind und somit gegeneinander wirken. Jede. Walze muß für sich in der
Höhe gegenüber der Walzebene verstellt werden, was umständlich ist und auch zu ungenauen Einstellungen
führen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Längsverformvorrichtung für im Querschnitt profiliert?
Metallbänder herzustellen, die ein in einfacher Weise als Ganzes höhenverstellbares Walzenpaar
aufweist, das mit minimalem Abstand zum letzten Profilwalzenpaar einer Profilwalzenmaschine angebracht
werden kann.
Diese Aufgabenstellung wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die untere Walze ortsfest und die
obere Walze um die Drehachse der unteren Walze verschwenkbar in einem mit Bezug auf die Walzebene
vertikal verstellbaren Joch gelagert ist, und daß eine Einstellvorrichtung vorgesehen ist, mit der der
Achsabstand der oberen Walze zur unteren verstellbar ist.
Die Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung gegenüber der bekannten Vorrichtung liegen darin,
daß einerseits nach der Einstellung des Walzenspaltes die Walzen je nach Erfordernis verstellt werden
können, ohne daß der Walzenspalt verändert zu werden braucht, und daß andererseits kleine Biegeradien
für die profilierten Metallbänder zu erzielen sind, weil die Vorrichtung unmittelbar hinter dem letzten
Walzenpaar einer Profilwalzmaschine angeordnet
werden kann, und weil die obere Walze verschwenkbar zur unteren angeordnet ist.
In zweckmäßiger Ausgestaltung sieht die Erfindung vor, daß beiderseits des Joches Schwenkarme
drehbar auf der Achse der unteren Walze gelagert sind, deren freie Enden Langlöcher aufweisen, in denen
die Enden der Drehachse der oberen Walze geführt sind, und daß in den freien Enden der Schwenkarme
radial zur Drehachse der oberen Walze gerichtete Gewindebohrungen vorgesehen sind, die zui
Aufnahme von Einstellschrauben dienen, die drehbar, jedoch axial unverschiebbar, mit der Drehachse
der oberen Walze verankert sind. Diese Ausbildung gestattet ein einfaches und schnelles Einstellen des
erforderlichen Walzenspaltes, da nur die obere Walze verstellt wird.
Zur Einstellung der Verschwenkung der oberer Walze, aus der beide Walzenachsen enthaltender
Vertikalebene, sieht eine Ausführungsform des Er
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iindungsgegenstandes vor, daß beiderseits des Joches derlich ist, wenn das Profilband an der Wand eines
in miteinander fluchtenden und achsparal'elen Ab- Behälters anliegen soll, um den das Band gewickelt
stand zu den Waizenachsen angeordneten Bohrungen wird, bevor die Ränder desselben mit der Wand des
Schwenkzapfen drehbar, jedoch unverschiebbar, ge- Behälters verschweißt werden. Das Profiiwalzenpaar
lagert sind, die diametrale Bohrungen aufweisen, in 5 der Längsverformvorrichtung besteht aus einer obedenen
Einstellschrauben drehbar, jedoch axial unver- ren konvexen Walze 100, deren Profil und Durchschiebbar
gelagert sind, die Muttern durchgreifen, messer gleich dem der Walze 72 ist, die jedoch auf
die mit Zapfen drehbar in Bohrungen der Schwenk- einer Achse 102 frei drehbar gelagert ist, wobei die
arme eingreifen. Hierbei müssen die beidseits des Lager 103 in der Walze angeordnet sind. Die untere
Joches vorgesehenen Einstellschrauben einzeln, je- io Walze 104 ist konkav und entspricht mit ihrem Profil
doch gleichzeitig betätigt werden. und dem Durchmesser der Walze 66 und ist ebenfalls
Um diese Einstellung mit einer einzigen Einstell- auf einer Achse 105 mit eingebauten Lagern 106 frei
schraube zu erreichen und dadurch den Einstellvor- drehbar gelagert.
gang zu vereinfachen, sieht eine andere bevorzugte Ein das Walzenpaar 100, 104 tragendes Joch 108
Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes vor, 15 besieht aus parallelen Seitenwänden, die durch eine
daß die Schwenkarme als doppelarmige Hebel ausge- Bodenplatte mittels Schrauben oder Schweißung mitbildet
sind, an deren der oberen Wake gegenüberiie- einander verbunden sind. In den Seitenwänden des
«enden Armenden die Schenkel eines starren U-för- Joches 108 sind miteinander fluchtende Bohrungen
migen Bügels angeienkt sind, zwischen dessen Sehen- 109 zur Aufnahme der Enden der Achse 105 vorgekeln
sich eine drehbar gelagerte Stange erstreckt, die 20 sehen. Beide Enden der Achse 105 stehen über die
c-ine Gewindebohrung aufweist, die von einer Ein- Seitenwände des Joches 108 hinaus vor und dienen
stellschraube durchsetzt ist, die drehbar, jedoch axial als Lagerzapfen für beiderseits der Seitenplatten anunverschiebbar
mit einer sich achsparaliel zu den geordnete Schwenkarme 110, deren freie Enden auf
Walzenachsen erstreckenden, am Joch befestigten der Innenseite liegende Verdickungen aufweisen, in
Stange verbunden ist. " 15 denen längsgerichtete Langlöcher 114 zur Aufnahme
Um das Walzenpaar der Vorrichtung als Einheit in und Führung der oberen Walzenachse 102 vorgese-
der Höhe gegenüber der Profilwalzebene verstellen hen sind. Vom freien Ende der Schwenkarme 110
zu können, besteht ein weiteres Merkmal der Erfin- her erstrecken sich Gewindebohrungen 112 bis in die
dung darin, daß das Joch in einem an, Walzmaschi- Langlöcher 114, die zur Aufnahme von Einstell-
nengestell befestigten Konsol vertikal geführt und 30 schrauben 111 dienen,
mittels einer Einstellschraube höhenverstellbar ist. Nach den Enden der Achse 102 sind diametral
Zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen- verlaufende Bohrungen 115 vorgesehen, in die die
Standes sollen nachfolgend an Hand der Zeichnun- unteren Enden der Einstellschrauben 111 frei dreh-
gen beschrieben werden. Es zeigt bar eingreifen. Im Eingriffsbereich der Enden der
F i g. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß 35 Einstellschrauben 111 in die Bohrungen 115 der
der Erfindung, die am Auslaufende einer Walzma- Achse 102 sind die Einstellschrauben 111 mit Ring-
schine für Profilbänder angeordnet ist, nuten versehen, in die die Enden von Feststellseh rau-
Fig.2 eine auseinandergezogene perspektivische ben 116 eingreifen, die in axiale Gewindebohrungen
Ansicht der Vorrichtung nach Fig.], 117 in den Enden der Achse 102 eingeschraubt sind,
F i g. 3 eine Seitenansicht einer abgewandelten 40 um so die Einstellschrauben 111 mit der Achse 102
Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfin- zu verriegeln. Durch Drehen der Einstellschrauben
dung, die einen ähnlichen Aufbau wie Fig. 1, jedoch 111 in den Gewindebohningen 112 kann die Achse
eine vereinfachte Schwenkeinstellung für die obere 102 und die darauf gelagerte obere Walze 100 in den
Walze aufweist, Langlöchern 114 der Schwervkarme 110 mit Bezug
Fig.4 einen Schnitt entlang der Linie 4-4 der 45 auf die Achse 105 der unteren Walze 104 verstellt
F i g. 3 und werden. Stellmuttern 118 dienen dazu, die Einstel-
F i g. 5 eine Vorderansicht der in den F i g. 3 und 4 lung der Einstellschrauben 111 festzulegen,
gezeigten Ausführungsform in Blickrichtung der Die Schwenkarme 110 sind an den Enden der unPfeile
entlang der Linie 5-5 in F i g. 3. teren Walzenachse 105 durch Scheiben 119 und
Es wird zunächst auf die in den Fig. 1 und 2 ge- 50 Schrauben 120 gehalten, wobei die Schrauben 120 in
zeigte Ausführungsform der Langsverformvorrich- axiale Gewindebohrungen 121 in den Enden der
tung 35 für im Querschnitt profilierte Bänder Bezug Achse 105 eingeschraubt sind. Die Einstellung der
genommen. Die Vorrichtung 35 ist am Auslaufende oberen Walze 100, die mit den Schwenkarmen 110
einer Profilwalzmaschine 20 angeordnet, um ein die um die Achse 105 der unteren Walze 104 yer-Walzmaschine
verlassendes Profilband 36 entweder 55 schwenkbar ist, wird durch gleichzeitige und gleichgenau geradlinig zu richten oder auf- oder abwärts mäßige Betätigung zweier mit Rändelköpfen versehemit
einem vorgestimmten gewünschten Radius zu ner Einstellschrauben 123 erreicht. Schwenkzapfen
biegen. Sie ist unmittelbar hinter dem letzten Profil- 124 mit diametralen Bohrungen, deren Befestigung
walzenpaar 72, 66 der Profilwalzmaschine ange- nachfolgend noch beschrieben wird, dienen zur drehbracht
und weist ein Walzenpaar 100, 104 auf, das 60 baren Lagerung der Schäfte der Einstellschrauben
dem Profiiwalzenpaar 72, 66 entspricht. 123, wobei in beidseits der Schwenkzapfen 124 vor-
Die Einstellung der Walzen 100, 104 der Vorrich- gesehene Ringnuten der Schäfte Federringe 125 eintung
35 bestimmt, ob das aus der Walzmaschine 20 gesetzt sind, um die Einstellschrauben in axialer
austretende Band 36 gerade oder gekrümmt sein Richtung festzulegen. Muttern 127 mit sich rechtsoll.
Insbesondere können die Walzen so eingestellt 65 winklig zur Achse der Gewindebohrung erstreckenwerden,
daß die geflanschten Ränder des dargestell- den Schwenkzapfen sind drehbar in Bohrungen
ten Profilbandes 36 geradlinig verlaufen oder einem in jedem der Schwenkarme 110 gelagert und durch
Krümmungsradius folgen sollen, wie es z.B. erfor- Federringe 129 festgehalten, die in Ringnuten der
Schwenkzapfen eingesetzt sind. Tn gleicher Weise sind die Schwenkzapfen 124 in Bohrungen 130 der
Seitenplatten des Joches 108 gelagert und durch Federringe 131 festgehalten.
Von der Bodenplatte des Joches 108 erstreckt sich eine durch Schrauben oder in anderer Weise damit
verbundene Buchse 132 nach unten. Am Ende der Profilwalzmaschine 20 ist ein Konsol 140 befestigt,
das in der Mitte einen rohrförmigen Abschnitt 141 aufweist, der als axiale Führung für die Buchse 132
des Joches 108 dient. Das untere Ende des rohrförmigen Abschnittes 141 des Konsols 140 ist durch
eine Stirnplatte 142 verschlossen, die eine mittige Gewindebohrung zur Aufnahme einer Einstellschraube
134 aufweist, die sich durch die Buchse 132 erstreckt und mit einem großen Flachrundkopf durch
eine Überwurfscheibe 135 an der Unterseite des Joches 108 axial unverschiebbar, jedoch drehbar, gehalten
ist. Die Buchse 132 ist unverdrehbar, jedoch axial verschiebbar, im rohrförmigen Abschnitt 141
des Konsols 140 angeordnet, und zwar durch eine Stellschraube 143, die eine radiale Gewindebohrung
des rohrförmigen Abschnittes 141 durchsetzt und'mit ihrem Ende in ein senkrechtes Langloch 144 in der
Buchse 132 mit geringer Toleranz eingreift. Wenn die Einstellschraube 134 gedreht wird, kann die
Buchse 132 und das das Walzenpaar 100, 104 tragende Joch 108 verdrehungsfrei als Einheit aufwärts
oder abwärts verstellt werden. Die Schraube 134 kann durch ein beliebiges Werkzeug, wie z. B. durch
einen in Umrißlinien in F i g. 1 angedeuteten Ratschenschlüssel, gedreht werden.
In den Fig.3,4 und 5 ist eine andere Ausführungsform
der im Ganzen mit 149 bezeichneten Vorrichtung zum Längsverformen eines profilierten Bandes
36 gezeigt. Wie auch in den F i g. 1 und 2 ist die obere Walze 100 frei drehbar in Schwenkarmen 150
gelagert, die den vorstehend beschriebenen Schwenkarmen 110 ähnlich sind, mit Ausnahme, daß jeder
Schwenkarm 150 unterhalb der Schwenkachse 105 verlängert ist. Als Schwenkachse dienen auch hier
wieder die Enden der unteren Walzenachse 105. Die Schwenkarme 150 sind an ihren oberen freien Enden
mit Langlöchern 151 versehen, die den Langlöchern 114 gleichen. In Gewindebohrungen in den oberen
Enden der Schwenkarme 150 sind Einstellschrauben 111 zur Verstellung der Achse der oberen Walze
102, wie bereits beschrieben, vorgesehen. Die untere Walze 104 ist frei drehbar auf der Achse 105 gelagert,
deren Enden sich durch Bohrungen 154 in den Seitenplatten des Joches 152 erstrecken. Das Joch
152 entspricht dem Joch 108 mit Ausnahme, daß die Schwenklagerbohrungen 130 des Joches 108 jetzt als
Bohrungen 155 und die Bohrungen 109 des Joches 108 als Bohrungen 154 des Joches 152 bezeichnet
sind. Auf den vorstehenden Achsenden der unteren Walzenachse 105 sind die Schwenkarme 150 mit
Bohrungen 156 drehbar gelagert.
Ein starrer U-förmiger Bügel 157 weist durch einen Steg 159, z.B. durch Verschweißung verbundene
Schenkel 158 auf. Oberhalb des Steges 159 ist eine Stange 160 durch Schrauben 161 drehbar zwischen
den äußeren Enden der Seitenwände des Joches 152 befestigt. Die nach innen gerichteten Enden
der Schenkel 158 des Bügels 157 sind mit zueinander ausgerichteten Bohrungen 162 versehen, durch die
sich frei drehbar Bundkopfschrauben 163 erstrecken, die in Gewindebohrungen an den unteren Enden der
Schwenkarme 150 eingeschraubt sind. Eine Stange 165 ist mittels zueinander ausgerichteter Bohrungen
155 der Seitenwände durchgreifende Bundkopfschrauben 164 drehbar zwischen den Seitenwänden
des Joches 152 gelagert. Diese Schrauben sind an den vorderen Enden der Seitenwände etwa in Höhe
der Schrauben 163 angeordnet. In der Mitte der Stange 165 ist eine diametrale Bohrung vorgesehen,
in der das Ende einer Einstellschraube 166 frei drehbar, jedoch durch Federringe 168 axial unverschiebbar, gelagert ist. Die Einstellschraube 166 durchsetzt
mit ihrem Gewinde eine diametrale Gewindebohrung in der Stange 160 des Bügels 157. An ihrem äußeren
Ende befindet sich eine Vorrichtung zum Drehen der Einstellschraube 166, z. B. einer Kurbel 170.
Das Drehen der Einstellschraube 166 mittels der Kurbel 170 bewirkt, daß sich die Stange 160 und damit
der Bügel 157 je nach der Drehrichtung vor oder zurück bewegt. Durch die Bewegung des Bügels 157
werden die Schwenkarme 150 um die Achse 105 der unteren Walze 104 verschwenkt und dabei die Winkelstellung
der oberen Walze 100, bezogen auf die die untere Achse 105 enthaltende Vertikalebene, verstellt.
Die lediglich durch ein Drehen der Kurbel 170 erfolgende Verstellung gestattet eine schnelle Einstellung
für die Längsverformung des Profilbandes 36. Diese Einstellung ersetzt die für die in den F i g. 1
und 2 gezeigte Anordnung der Doppeleinstellung, bei der die zwei Einstellschrauben 123 getrennt, jedoch
gleichzeitig betätigt werden müssen. Das Joch 152 greift mit einer an der Bodenplatte befestigten
Buchse 171 in einen rohrförmigen Abschnitt 141 eines am Maschinengestell befestigten Konsols führend
ein, wie es bereits mit Bezug auf die Ausführungsform nach F i g. 1 und 2 beschrieben ist. In gleicher
Weise können das Joch 152 und die darauf gelagerte Vorrichtung durch Betätigung der Einstellschraube
134 angehoben oder gesenkt werden. Die Einstellschraube 134 läuft in einem Gewinde in der
Stirnplattel42 des rohrförmigen Abschnitts 141.
Wenn ein Profilband schraubenlinienförmig gekrümmt werden soll, um als Ummantelung der
Außenseite eines Behälters zu dienen, wobei die Rinne auf der Innenseite liegt, wird die Einstellschraube
134 so betätigt, daß das Joch 108 oder 152 der Längsverformungsvorrichtung 35 bzw. 149 nach
oben bewegt wird, so daß sich die Drehachse der unteren Walze 104 wenigstens um einen kleinen Betrag
oberhalb der Drehachse der letzten Profilwalze 66 befindet. Gleichzeitig wird die obere Walze 100 nach
rechts geschwenkt, d. h. in den F i g. 1 und 3 in Richtung zur letzten oberen Profilwalze 72 hin, indem die
Einstellschrauben 123 oder auch die Kurbel 170 betätigt werden, wodurch die Schwenkanne 110 bzw.
150 im Uhrzeigersinne geschwenkt werden. Die Einstellschrauben 111 werden so eingestellt, daß zwischen
den parallel verlaufenden Achsen der Walzen 100 und 104 ein geeigneter Abstand eingestellt ist,
der im wesentlichen gleich dem Abstand zwischen den parallelen Achsen der Profilwalzen 72 und 76
ist.
Einige kurze Versuche bei der jeweiligen praktischen Anwendung zeigen sofort die richtige senkrechte
Einsteilung des Joches und die richtige linke Stellung der Dreharmc, so daß das Profilband 36 die
richtige Längskrümmung erhält, wenn es die in F i g. 1 oder 3 gezeigte Vorrichtung 35 bzw. 149
längsvcrformt verläßt, so daß die Rinne auf der In-
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nenseite liegt. Bei fortlaufendem Betrieb der in F i g. 1 und 3 gezeigten Vorrichtung mit den vorstehend
genannten Einstellungen der Einstellschrauben 123 bzw. 166 ergibt sich, daß das aus der Vorrichtung
austretende Profilband schraubenlinienförmig aufgerollt wird. Vorzugsweise ist am Abgabeende der
Vorrichtung oberhalb derselben eine Stange oder eine andere Haltevorrichtung quer zur Vorschubrich-.
tung des Bandes angeordnet und dient zur Aufnahme des schraubenlinienförmig aufgewickelten Profilbandes
36. Eine solche Vorrichtung gestattet außerdem ein müheloses Umsetzen des Profilbandes auf einen
Behälter, auf dem eine gegebene Länge befestigt und verschweißt werden soll. Beim Einstellen des gewünschten
Innendurchmessers des schraubenlinienförmigen Profilbandes 36 ist ein großer Einstellbereich
zusammen mit einer sehr genauen Einstellung des Innendurchmessers des schraubenlinienförmigen
Profilbandes 36 möglich, so daß letzteres mit einer beliebig großen Spannung auf dem vorgegebenen Behälter
aufgebracht oder aufgezogen werden kann, bevor es mit diesem verschweißt wird oder an diesem
sonstwie befestigt wird.
Wenn das Profilband so aufgewickelt werden soll, daß es auf der Innenseite ein'es Behälters anbringbar
ist, wobei die Rinne außen liegt, wird die Einstellschraube 134 so betätigt, daß das Joch 108 bzw. 152
der Vorrichtung 35 bzw. 149 für die Längsverformung nach unten bewegt wird, um die Achse der unteren
Walze 104 wenigstens etwas unterhalb der Achse der letzten unteren Profilwalze 66 anzuordnen.
Gleichzeitig wird die obere Walze 100 bei Betrachtung der F i g. 1 und 3 nach links geschwenkt,
also weiter weg von der letzten oberen Profilwalze 72, indem die Einstellschrauben 123 oder die Kurbel
170 so betätigt werden, daß die Schwenkarme 110 bzw. 150 im Gegenuhrzeigersinne geschwenkt werden.
Die Einstellschrauben 111 werden so eingestellt, S daß zwischen den Achsen der Walzen 100 und 104
der richtige Abstand eingestellt ist, welcher im wesentlichen dem Abstand zwischen den parallelen
Achsen der Profilwalzen 72 und 66 entspricht.
Wenn die Achse der unteren Walze 104 sich genau
ίο auf der Höhe der Achse der letzten unteren Profilwalze
66 befindet, und wenn die Schwenkarme 110 bzw. 150 genau senkrecht eingestellt sind, so daß
sich die obere Walze 100 genau oberhalb der Walze 104 befindet, neigt das die Walzen 100 und 104 verlassende
Profilband 36 dazu, sich in einer natürlichen Krümmung infolge der vorangegangenen* Bearbeitung
des Werkstoffes nach einer der beiden Seiten zu biegen. Das Joch kann deshalb entsprechend angehoben
oder gesenkt werden, und die Schwenkarme können im Uhrzeigersinne oder im Gegenuhrzeigersinne
gedreht werden, bis diese dem Profilband eigentümliche Krümmung Verschwindet. Auf diese
Weise können die Vorrichtungen 35 bzw. 149 auch als Geradrichtvorrichtungen verwendet werden, wenn
geradlinige Profilbänder 36 zur Befestigung an einet flachen Oberfläche, wie z. B. auf den Seiten eines
rechteckig ausgebildeten Heiz- oder Kühltanks, erwünscht sind.
Da die Erfindung in vielen Ausführungen verwirklicht werden kann, ohne vom Erfindungsgedankeii
abzuweichen, sollen die vorstehend beschriebener Ausführungsbeispiele nur als Erläuterung der Erfindung
dienen, wobei der Schutzumfang durch die nachfolgenden Ansprüche bestimmt werden soll.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
309 648/5
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Längsverformen eines im Querschnitt profilierten Metallbandes, die am
Ende einer Profilwalzmaschine angeordnet ist, bestehend aus einem dem fertigen Querprofil entsprechenden
frei drehbar gelagerten Walzenpaar, das auf die Walzebene bezogen in der Höhe verstellbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Walze (104) ortsfest und die obere Walze (100) um die Drehachse (105) der unteren
Walze verschwenkbar in einem mit Bezug auf die Walzebene vertikal verstellbaren Joch (108, 152)
gelagert ist, und daß eine Einstellvorrichtung (111) vorgesehen ist, mi ι der der Achsabstand
der oberen Walze zur unteren verstellbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beiderseits des Joches (108,
152) Schwenkarme (110, 150) drehbar auf der Achse (105) der unteren Walze (104) gelagert
sind, deren freie Enden Langlöcher (114, 151) aufweisen, in denen die Enden der Drehachse
(102) der oberen Walze (100) geführt sind, und daß in den freien Enden der Schwenkarme radial
zur Drehachse (102) der oberen Walze gerichtete Gewindebohrungen (112) vorgesehen sind, die
zur Aufnahme von Einstellschrauben (111) dienen, die drehbar, jedoch axial unverschiebbar mit
der Drehachse der oberen Walze verankert sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,dadurch gekennzeichnet, daß beiderseits des Joches (108)
in miteinander fluchtenden und achsparallelem Abstand zu den Walzenachsen (102, 105) angeordneten
Bohrungen (130) Schwenkzapfen (124) drehbar, jedoch axial unverschiebbar, gelagert
sind, die diametrale Bohrungen aufweisen, in denen Einstellschrauben (123) drehbar, jedoch
axial unverschiebbar gelagert sind, die Muttern (127) durchgreifen, die mit Zapfen drehbar in
Bohrungen (128) der Schwenkarme (110) eingreifen.
4. Vorrichtung nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkarme
(150) als doppelarmige Hebel ausgebildet sind, an deren der oberen Walze (100) gegenüberliegenden
Armenden die Schenkel (158) eines starren U-förmigen Bügels (157) angelenkt sind,
zwischen dessen Schenkeln sich eine drehbar gelagerte Stange (160) erstreckt, die eine Gewindebohrung
aufweist, die von einer Einstellschraube (166) durchsetzt ist, die drehbar, jedoch axial unverschiebbar
mit einer sich achsparallel zu den Walzenachsen (102, 105) erstreckenden am Joch
(152) befestigten Stange (165) verbunden ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Joch
(108, 152) in einem am Walzmaschinengestell (20) befestigten Konsol (140) vertikal geführt
und mittels einer Einstellschraube höhenverstellbar ist.
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