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Richard Grimm, Schneidermeister, Pappenheim/Bayern, Graf Karlstrasse
13.
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Bundschlaufenband mit Gürtel Die Erfindung bezieht sich auf ein Bundschlaufenband
mit Gürtel und daran angebrachten Haken für Bleidungsstücke. Wesentlicher Zweck
der Erfindung ist, ein Bundschlaufenband zu schaffen, dessen Einhängeglieder für
die Gürtelhaken in einfacher Weise zu bilden sind.
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Bisher ist es üblich, am Bundschlaufenband nach dessen Erzeugung
Metallösen anzubringen, in welche die Gürtelhaken eingehängt werden können. Die
Verwendung solcher Einhängeglieder verursacht einen verhältnismässig hohen Arbeitsaufwand,
führt zur Schwächung des Gürtelbandes, bedingt also hohe Gestehungskosten des fertigen
mit Ösen versehenen Bandes und befriedigt dennoch nicht.
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Hier hilft nun die Erfindung ab, die darin besteht, dass an einem
Bundschlaufenband mit Gürtel und daran angebrachten Haken für Kleidungsstücke Schlaufen
zum Einhängen der Gürtelhaken angewebt sind. Besonders günstig
ist
es hierbei, wenn die Schlaufen in ununterbrochener Folge bei gleichbleibendem gegenseitigen
Abstand am Grundband vorgesehen werden.
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Bei einem in dieser Weise ausgebildeten Bundschlaufenband entfallen
die bisher benötigten ietallösen. An ihre Stelle treten Schlaufen, die an das Gurtschlaufenband
angewebt sind. Das Anheben erfolgt gleichzeitig mit beim Weben des Bandes selbst.
Das Anweben von Hakenschlaufen bringt weiterhin den Vorteil, dass das Bundschlaufenband,
einschliesslich der Einhängeglieder für die Gürtelhaken in einem einzigen Arbeitsgang
gefertigt werden kann. Hinzu kommt, dass das Bundschlaufenband die Einhängeglieder
auf seiner gesamten Länge besitzt. Hierdurch erbringt das Bundschlaufenband den
Vorzug, dass die Einhängeglieder für die Haken stets an der benötigten Stelle vorhanden
sind, gleichviel ob das fertige Bundschlaufenband für einen korpulenten oder einen
schlanken Träger bestimmt ist. Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Es zeigen : Fig. 1 einen Abschnitt des Bundschlaufenbandes, in Vorderansicht,
Fig. 2 eine Seitenansicht des in Fig. 1 wiedergegebenen Bundschlaufenbandes, Fig.
3 das gleiche Bundschlaufenband, in Rückansicht,
Fig. 4 eine abgewandelte
Ausführungsform des Bundschlaufenbandes, in Vorderansicht, Fig. 5 das in Fig. 4
dargestellte Bundschlaufenband, in Rückansicht.
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In gegenseitig übereinstimmendem Abstand A sind am Grundband 1 bei
2,3,4, 5,6 und 7 Schlaufen zum Einhängen des Hakens 8 eines Gürtels 9 angebracht.
Die Hakenschlaufen werden von zwei nebeneinander liegenden Teilschnüren 10 und 10'gebildet.
Diese Teilschnüre sind mit dem Grundband 1 nahezu über dessen gesamte Breite verwebt.
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Lediglich das Stück B der Schnüre 10 und 10'liegt frei auf dem Grundband
auf und bildet somit eine Schlaufe, in welche der Gürtelhaken 8 eingehängt werden
kann.
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Das Verweben der Teilschnüre 10 und 10'erfolgt während des Webens,
des Grundbandes. Zur Bildung der Schlaufen wird eine Schnur 11 rückseitig des Grundbandes
1 (Fig. 3) entlang geführt und an den vorgesehenen Stellen zunächst nach der Vorderseite
des Grundbandes gezogen und dann, an der Aussenseite 12 beginnend, über das Grundband
1 hinweg nach der anderen Aussenseite 13 geführt (Fig. 1). Dadurch wird das Schlaufenteilstück
10 erzeugt. Nunmehr wird die Schnur zurück zur Aussenseite 12 geführt, wobei das
Schlaufenteilstück 10'entsteht. Nach Bildung der beiden Schlaufenteilstücke 10 und
10'wird die Schlaufenschnur wieder zur Rückseite des Grundbandes 1 und hier entlang
bis zur nächsten
Schlaufenstelle gezogen.
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In dem in Fig. 1 eingekreisten Bereich werden die Teilschnüre 10
und 10'mit dem Grundband 1 verwebt. Die auf der Rückseite des entstehenden Bandes
sich ergebenden Verbindungsschnüre 14,15, 16,17,18 usw. werden nachträglich entfernt,
beispielsweise abgeschnitten.
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Bei dem in Fig. 4 und 5 wiedergegebenen Band sind nicht nur die Schlaufen
für die Haken, sondern auch die Schlaufen zum Führen des Gürtels am Grundband angewebt.
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Die Gürtelschlaufen, die bei 19,20,21 usw. vorgesehen sind werden
in der gleichen Weise erzeugt wie die bei 22,23,24,25 usw. angebrachten Hakenschlaufen.
Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Gürtel-Führungsschlaufen nur über
das kleine Teilstück C und D, die Hakenschlaufen aber über den verhältnismässig
grossen Bereich E und F mit dem Grundband verwebt sind. Bei dem Schlaufenband nach
Fig. 4 und 5 befinden sich jeweils 2 Hakenschlaufen zwischen 2 Gürtelführungsschlaufen.
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Zum Erzeugen der Hakenschlaufen und der Gürtelführungsschlaufen wird
eine Schnur 26 von der Rückseite des Grundbandes 1 an der Randseite 27 nach vorne
gezogen und quer über das Grundband 1 nach der anderen Randseite 28 geführt und
dann von hier nach der Randseite 27 zurück und nach der Bandrückseite gezogen. Dabei
entstehen auf der Vorderseite des Gurtbandes die Teilschnüre 29 und 30, die beim
Ueiterweben des Grundbandes 1 mit
diesem unter Freilassung des mittleren
Teiles G verwebt werden. Das von der Teilschnur 30 kommende, zur Rückseite geführte
Schnurende 31 wird dort bis zu der Stelle gezogen, an welcher die Gürtelführungsschlaufe
bei 19 entstehen soll. Hierzu wird das Schnurende 31 an der Randseite 27 nach vorne
und dann zur anderen Randseite 28 und von hier zurück zur Randseite 27 geführt,
um sodann wiederum nach der Rückseite gezogen zu werden. Hierbei entstehen die beiden
Teilschnüre 32 und 33, die innerhalb der BereicheC+D mit dem Grundband verwebt werden.
In der gleichen Weise werden die übrigen Schlaufen während des Webens des Grundbandes
erzeugt. Durch die vorstehende Beschreibung des Herstellungverfahrens soll das dem
Gegenstand der Erfindung bil-
| dende Bundschlaufenband erläutert werden. Die Fertigung- |
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weise ist als Beispiel angeführt ; sie kann Änderungen erfahren, ohne dass die Erfindung
selbst berührt wird.