DE1781003A1 - Frachtschiff fuer fein verteilte Schuettgueter - Google Patents
Frachtschiff fuer fein verteilte SchuettgueterInfo
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Description
EDUARD LORENZ
BERNHARD SEIDLER
MARGRIT SEIDLER 1781 OC
RECHTSANWÄLTE
München 22 Widenmayerstraß· 23
Telefon (0811) 29 7194
1 7. Aug. 1968
"Frachtschiff für fein verteilte Schüttgüter"
Die Erfindung bezieht sich auf Prachtschiffe und insbesondere
auf Prachtschiffe für trockene Schüttgüter von der Art, die dazu bestimmt ist, Getreide oder andere
fein verteilte leicht fliessende Schüttgüter zu transportieren, die aber auch, falls erforderlich, für andere
Formen von trockenen Schüttgütern verwendet werden können.
Wenn Getreide in ein Schiff geladen wird, hat es die Neigung, sich in einem Ablagewinkel abzusetzen, der durchschnittlich
ungefähr 30° gegenüber der Waagerechten ausmacht.
Weiterhin hat das Getreide nach dem Laden und während des Transportes die Neigung, sich zusammenzusetzen
und demgemäss ist sein gesamtes Massevolumen nach dem Absetzen ungeführ 2$ weniger als direkt nach dem
Laden. Demgemäss, und trotz der Tatsache, dass das Schiff
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mit Getreide bis zur Höhe der Ladeluken geladen wurde, verbleiben leere Hohlräume zwischen den oberen Oberflächen
der Last und dem Deck und weite1".· Hohlräume können sich entwickeln,
wenn das Getreide sich während des Transportes weiter setzt. Das Vorhandensein solcher leerer Räume kann
gefährliche Polgen bei stürmischem Wetter haben, wenn die
Last sich nach der einen Seite des Schiffes verschiebt, so dass es eine Schlagseite bekommt infolge deren die
Decklinie des Schiffes unter Wasser geraten kann mit der
fc Gefahr eines schliesslichen Kenterns.
Um die Grosse des Leerraumes, der im Laderaum nach dem
Laden verbleibt, auf ein Minimum zu verringern, ist es bekannt, die oberen Laderaumecken unter dem Deck mit
Eckplatten zu versehen, die Neigungen in Übereinstimmung mit dem geschätzten Ablagerungswinkel der Last haben und
die tatsächlich unter dem Deck liegende Tanks bilden. Das Vorsehen von solchen unter dem Deck liegenden Tanks
erhöht jedoch die Baukosten des Schiffes und führt zu einem Verlust von Laderaum, wenn das Schiff benutzt wird,
um eine andere Last als Getreide od. dgl. zu transportleren.
In nicht spezialisierten Schiffen, d.h. den Schiffen, die nicht dazu bestimmt sind, nur eine besondere Art von
Last zu transportieren und die nur gelegentlich Getreide transportieren, wurde es als Alternative zu dem verhältnis-
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massig aufwendigen Vorsehen von Unterdecktanks üblich,
den Laderaum mit Hilfe von Trennwänden zu unterteilen (die als Schiebewände bezeichnet wurden) und die vorne
und hinten liegen. Diese Schiebewände können aus einer einzigen Schottenwand bestehen, die entlang der Längsachse
des Schiffes liegt und sich über die gesamte Länge aller Laderäume erstreckt. Wahlweise können diese Trennwände
auch aus zwei Schottwänden bestehen, die symmetrisch etwa in der Längsachse des Schiffes liegen und in einem
Abstand voneinander, der nicht grosser ist als 605ε der
Breite des Schiffes.
Diese bisher vorgeschlagenen Trennwände waren entweder auf Dauer in den Laderäumen befestigt oder sie sind so
gebaut, dass sie zusammengesetzt und auseinandergenommen werden können, je nach dem, wie das erforderlich ist.
Während das Vorsehen derartiger Trennwände wesentlich billiger ist als das Vorsehen der Unterdecktanks und nicht
zum Verlust von Laderaum führt, hat es sich in der Praxis gezeigt, dass bei Schiffen, die für den Transport von
Schüttgüttern spezialisiert sind, ihr Vorhandensein die Ladefähigkeit des Schiffes zum Laden von nicht feki verteilten,
trockenen Schüttgütern, wie etwa Kohle, Bauxit-Erz od. dgl. beträchtlich beeinträchtigt. Wenn so das
Schiff derartige trockene Lasten befördert, und um zu
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vermeiden, dass die Trennwände den Laderaum beeinträchtigen oder durch die Ladung beschädigt werden, ist es
notwendig, sie jedesmal zu entfernen, wenn ein Übergang an Ladung von Getreide od. dgl. auf nicht fliessendes
Schüttgut erfolgt und andererseits diese Zwischenwände wieder jedesmal dann zu errichten, wenn es erwünscht ist,
das ScMff zum Transport von Getreide od. dgl. einzusetzen.
Es hat sich in der Praxis herausgestellt, dass die Zeit ^ und die Mühe, die erforderlich sind, um die Trennwände zu
entfernen und wieder einzubauen, so gross ist, dass ihre Benutzung praktisch unmöglich wird. Wenn andererseits das
Schiff mit auf Dauer befestigten Trennwänden versehen ist, dann verringert ihr Vorhandensein den Wirkungsgrad des
Schiffes für Aufnahme und Transport von nicht fliessendem, trockenem Schüttgut sehr wesentlich.
Ein Ziel der Erfindung ist, ein Lastschiff zu schaffen, das Einrichtungen hat, durch die die vorstehend erwähnten
Gefahren und Nachteile wirksam und wirtschaftlich beseitigt werden.
Nach der Erfindung wird ein Lastschiff geschaffen, das
verschiebbare Verschiebungsplatten hat, die vorne und hinten liegen und Im wesentlichen mit den Backbord und
Steuerbord-Ladekanten ausgerichtet sind, und wobei weiter
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ein Aufnahmeraum geschaffen wird., der vom Laderaum völlig
getrennt ist und Verschiebungsmittel vorhanden sind, um die Verschiebungsplatten aus dem genannten Aufnahmeraum
in Stellung in dem Laderaum zu bringen, um so vordere und hintre Schotten zu bilden und die Verschiebungsplatten
aus dem Laderaum in den Aufnahmeraum zu verschieben.
Vorzugsweise sind die genannten Aufnahmeräume so angeordnet, dass sie entlang den Ladelukenumrahmungen liegen.
In Übereinstimmung mit einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist jeder Laderaum mit einer Gruppe von
Verschiebungsplatten versehen, die so montiert sind, dass sie in einen Aufnahmeraum zurückgezogen werden können, wobei
die unteren Enden der Platten von einem drehbar montierten Arm geführt werden. In einer weiteren Ausführungsform ist die Anordnung der Verschiebungsplatten so angeordnet,
dass jede Platte aus einem Paar Teile besteht, die in einer doppelten, aufgehängten Verschiebe-Fensterart montiert
und verschiebbar sind.
Ein Prachtschiff, das mit verschiebbaren Verschiebungsplatten
in Übereinstimmung mit der Erfindung ausgerüstet 1st, kann ohne weiteres für Getreide oder ähnliche leicht fliessenden
Schüttgüter verwendet werden, in welchem Falle die Schiebeplatten in ihre abgesenkte Stellung verschoben werden oder
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für nicht leicht fliessende Lasten, wie etwa Kohle od. dgl.
Im letzteren Falle werden die Versehiebungsplatten in den Aufnahmeraum zurückgezogen, bevor das Laden erfolgt
und können daher durch die Ladung nicht beschädigt werden und ein Maximum an Ladungsraum ist in den Laderäumen vorhanden.
Eine Ausführungsform eines· Lastschiffes, das mit verschiebbaren
Versehiebungsplatten nach der Erfindung ausgerüstet
W ist, wird nachstehend als Beispiel und unter Hinweis auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben.
Pig. 1 ist eine Draufsicht (teilweise unter Deck) eines Prachtschiffes nach der Erfindung,
Pig. 2 ist eine Querschnittsansicht des Prachtschiffes
nach Fig. 1 nach der Linie II-II,
Fig. 3 ist eine Längsschnittansicht des Lastschiffes nach
Pig. 1 entlang der Linie ICI-III,
Fig. 4 ist eine Schnittdraufsicht auf die Verschiebungspiatten
nach Fig. 3 nach der Linie IV-IV eines Frachtschiffes nach Fig. 1 unter Deck gesehen,
Fig. 5 ist eine Ansicht in vergrössertem Masstab einer
Einzelheit nach Flg. 2 mit den Versehiebungsplatten
abgesenkt,
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Pig. 6 ist eine Ansieht der in Fig. 5 gezeigten Einzelheit
mit den Verschiebungsplatten in einen Aufnahmeraum zurückgezogen,
Pig. 7 ist eine der Fig. 4 ähnliche Ansicht, die Jedoch
eine wahlweise Ausführungsform der Verschiebungsplatte
zeigt,
Fig. 8 ist eine Schnitt-Seitenansicht entlang der Linie
VIII-VIII der Fig. 7,
Fig. 9 ist eine Schnittansicht nach der Linie IX-IX der
Fig. 8,
Fig. 10 ist eine vergrösserte Einzelansicht der Rollenführungen,
und
Fig. 11 ist eine Schnittdraufsicht nach der Linie XI-XI
der Fig. 10.
Wie in Fig. 1 der Zeichnungen gezeigt, ist ein Frachtschiff 1 durch eine Vielzahl von Querschotten 2 unterteilt, die
sich dwarsschlffs in eine Anzahl von Laderäumen 3 erstrecken,
die von einem gemeinsamen Deck überdeckt werden und jeder seine eigene Ladeluke 5 hat. Jede Ladeluke 5 wird durch
ein Paar (Backbord- und Steuerbord-) Ladelukenrahmen 6
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und ein Paar Querladelukenrahmen 7 umschlossen, die durch eine Deckplatte 7a voneinander getrennt sind. Zusätzliche
Ladeöffnungen 8 sind auf den Decks 4 auf jeder Seite der
Ladelukenrahmen 6 angeordnet und drei Paar Ladeöffnungen 8 sind für jeden Laderaum 3 vorhanden.
Wie aus Fig. 5 der Zeichnungen hervorgeht, wird das Deck
4 von Längsträgern 9 getragen, die ihrerseits durch Querträger 10 gehalten werden. Die äusseren Enden dieser Querträger
10 sind an der Seite der Schiffwandung befestigt, während die Innenenden der Querträger 10 an starken Vorder-
und Hinterträgern 11 befestigt sind. Die Ladelukenrahmen werden durch starke vordere und hintere Träger 12 gehalten.
Wie aus Pig. 5 und 4 der Zeichnungen hervorgeht, ist mit
den Aussenkanten des Ladelukenrahmens 6 eine Längsgruppe von abwechselnd festgelegten und verschiebbaren Verschiebeplatten
15 und 14 ausgerichtet. Die festen Verschiebungsplatten
1J liegen unter den Deckplatten 7a, während die verschiebbaren Verschiebungsplatten 14 zwischen gegenüberliegenden
Deckplatten 7a liegen. Die festen Verschiebungen
platten 1J bestehen aus Stahlplatten, die fest durch Schweissen
od. dgl. an den entsprechenden Querschotten 2 befestigt sind. Die verschiebbaren Verschiebungsplatten 14 bestehen
andererseits aus aufeinanderfolgenden Paaren von senkrecht gleitenden Stahlplatten 15, 16, wobei jedes Paar 15, 16
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von doppelt aufgehängter Schiebefensterart ist, deren
Platten I5 und 16 senkrecht in parallelen, nebeneinanderliegenden
senkrechten Ebenen verschiebbar sind. An der untersten Kante der Verschiebungsplatten I5 sind herausragende
Ansätze 15a angeordnet. Jedes Paar Platten I5, 16,
werden zwischen einem Paar verschiebbarer Stahlsäulen I7
gehalten und geführt, wobei diese Säulen, wie klar in Pig. 4 und 5 der Zeichnungen gezeigt, von einem Doppe1-H-Querschnitt
sind, die vordere und hintere Paare von Laufschienen 18 und 19 bilden.
In einer Zwischenstellung einer jeden Säule und aus ihrer
Laufschiene 18 herausragend und daran befestigt befindet sich ein Ansatz 20, der die Unterverschiebungsgrenze der
Stahlplatte 16 darstellt, während ein Ansatz 21 vom unteren
Ende der Schiene 19 herausragt und daran befestigt ist und die untere Laufgrenze der Stahlplatte 15 bildet.
Ein Aufnahmeraum 22 1st zwischen der Aussenkante eines Längsladelukenrahmens 6 und senkrechten Stahlplatten 2j5
gebildet, die nach auseen von den Ladelukenrahmen 6 in
einem Abstand stehen, wobei das obere Ende der senkrechten Stahlplatten 2J nach aussen mit Plansch versehen und in
Abständen durch in einem Abstand voneinander liegenden Haltearmen 24 verstrebt sind.
In den hinteren und vorderen Trägern 11 und 12 direkt unter
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dem Aufnahmeraum 22 und in einem Abstand nach vorne und
hinten befinden sich Drehachsen 25* auf denen drehbar die
Stahlsäulen 17 montiert sind, se dass es möglich ist, dass diese Säulen 17 in einer Richtung nach vorne und nach hinten
schwingen, aber sichergestellt wird, dass sie in Dwars-Schiffsrichtung
vollständig starr sind. Wie in Pig. 6 der Zeichnungen gezeigt, werden, wenn die Verschiebungsplatten
14 zurückgezogen sind, die Stahlsäulen 17 aufwärts geschwungen,
so dass sie vorne und hinten liegen und zwischen den hinteren und vorderen Trägern 11 und 12 angeordnet sind.
Wenn jedoch die Verschiebungsplatten 14 in den Laderaum 5
abgesenkt werden sollen, werden die Säulen 17 zunächst gesenkt (wie in Fig. 5 der Zeichnungen gezeigt), um sich so
senkrecht in den Laderaum 3 hinunter zu erstrecken, in
welcher Stellung sie gegen eine Bewegung in Dwarsschiffs-Richtung blockiert werden.
Wie in Pig. 3, 5 und 6 der Zeichnungen gezeigt, sind die
Achsen 25 (beispielsweise durch Schwelssen) an geneigten
Armen 26 befestigt, die drehbar durch eine Zugstange 27 aneinander befestigt Sind. Eine der Drehachsen 25 einer
der Stahlsäulen 17 ist mit einem (nicht gezeigten) mechanischen Antrieb gekuppelt, wobei die Anordnung so ist, dass,
wenn Kraft von dem mechanischen Antrieb auf diese Drehachse 25 übertragen wird, ein Drehmoment über die Zugstange
27 auf alle Säulen 17 übertragen wird und abhängig
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von der Antriebsrichtung die Säulen entweder in eine zurückgezogene Stellung in dem Aufnahmeraum 22 gedreht
sind, wie in Fig. 6 der Zeichnungen gezeigt, oder in eine abgesenkte Stellung, wie in Fig. 5 der Zeichnungen gezeigt.
Der mechanische Antrieb kann entweder von einem Elektromotor oder von einer geeigneten hydraulischen Anlage betrieben
werden und kann durch Steuerungsorgane betätigt werden, die in der Nähe der entsprechenden Ladelukenrahmen
6 liegen.
Die Einrichtungen zum Heben und Senken der verschiebbaren Verschiebungsplatten H werden anschliessend beschrieben.
Wie in Fig. 3 der Zeichnungen gezeigt, sind Paare von Seilscheiben
28 auf den oberen Enden der Stahlplatten 15 montiert. Weitere Paare von Seilscheiben 29 sind im oberen
Ende des Aufnahmeraumes 22 direkt über den Stahlsäulen 17 angeordnet. Ein Kabel 30 verläuft um alle Seilscheiben paare
28 und 29, wobei ein Ende des Kabels 30 an einem festen Punkt 31 angekuppelt ist, während das andere Ende *
des Kabels über eine Endseilscheibe 29 verläuft und an einer (nicht gezeigten) Trommel befestigt ist, die von einer
ebenfalls nicht gezeigten Winde betätigt wird.
Wenn es erwünscht ist, die Verschiebungsplatten 14 in Stellung
in den Laderäumen zu bringen, werden die Stahlsäulen
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zunächst abwärts in Stellung in die Laderäume durch einen mechanischen Antrieb geschwungen, der auf eine der
Drehachsen 25 zur Einwirkung gebracht wird. Die Winde lässt dann das Kabel J>0 von der Säule ablaufen und die Plattenpaare
15* 16 bewegen sich abwärts, wobei die Platten 16
sich abwärts bewegen, während sie auf den Ansätzen 15a der Platten 16 anlegen. Die Abwärtsbewegung der Platten 16 geht
weiter bis sie an den Trägeransätzen 20 der Stahlsäulen zum Anschlag kommen, worauf hin die Platten 15 weiterhin
abwärts verlaufen, bis sie in ihrer Endstellung angekommen sind, in der sie von den unteren Ansätzen 21 der Stahlsäulen
17 getragen werden.
Wenn die Verschiebungsplatten 14 aus den Laderäumen j5 hochgezogen werden sollen, windet die Winde das Kabel 30 auf
die Trommel und hebt die Stahlplatten 15 an, und wenn deren
Ansätze 15a an den Unterkanten der Stahlplatten 16
angreifen, werden diese letzteren ebenfalls angehoben, bis die Stahlplattenpaare 15* 16 in dem Aufnahmeraum untergebracht
sind, wo geeignete (nicht gezeigte) Mittel vorgesehen sind, um die Platten zu halten. Die Stahleäulen 17
werden dann aufwärts in den Aufnahmeraum 22 geschwenkt.
Wenn das Schiff für das Laden und den Transport von Getreide
oder ähnlichen, fein verteilten, trockenen Schüttgut verwendet werden soll, werden die verschiebbaren Ver-
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schiebungsplatten 14, die aus den Stahlplatten 15, 16 und den Säulen 17, wie oben beschrieben, bestehen, in die Laderäume
in der oben beschriebenen Art und Weise gesenkt, in welcher Stellung sie starr gegen Jegliche Bewegung dwarsschiffs
gehalten werden, wobei die Laderäume dann mit der Ladung durch die Ladeluken 5 beladen werden. Wenn keine
Ladung mehr auf diese Art und Weise eingebracht werden kann, werden die Laderäume J durch Ladelukendeckel abgeschlossen
und die Teile der Laderäume 5 ausserhalb der Verschiebungsplatten
14 werden mit Ladung durch die Hilfsladeöffnungen
8 aufgefüllt. Auf diese Art und Weise werden die Laderäume J5
bis auf ihre maximale Aufnahmefähigkeit geladen, während das Vorhandensein der abgesenkten Verschiebungsplatten 14
die Gefahren, die mit der Bewegung der Ladung infolge eines leeren Laderaumes verbunden sind, der sich aus den obengenannten
Gründen ergeben könnte, wesentlich verringert .
Wenn andererseits das Schiff zum Laden und Transportieren von nicht fein verteiltem Schüttgut verwendet werden soll,
wie beispielsweise Kohle od. dgl., werden die verschiebbaren Verschiebungsplatten 14 vollständig aus den Laderäumen J
in die Aufnahmeräume 22 in der oben angegebenen Art und
Weise herausgezogen, woraufhin die Laderäume 3 voll ohne Gefahr oder Beschädigung der Verschiebungsplatten und
ohne Verringerung des tatsächlichen Ladungsraumes beladen werden können.
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Unter Hinweis auf Pig. 7-11 einschliesslieh wird die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung anschliessend beschrieben.
In der Beschreibung dieser Figuren wurden gleiche Bezugszeichenüberall dort, wo das möglich ist, für
gleiche Teile verwendet. Wie aus diesen Figuren hervorgeht, besteht die Verschiebungsplatte, anstatt dass sie in zwei
Teile unterteilt und wie ein doppeltes Verschiebefenster ausgebildet ist, aus einer einzigen Einheit, die sich zwischen
den Querschotten 2 erstreckt. Die Verschie&ungsplatte wurde
™ in diesen Figuren mit 100 bezeichnet und besteht aus einem
Wellblech aus Eisen oder Stahl od. dgl. Ein C-förmiger Kanal 102 ist an der Unterkante der Verschiebungsplatte 100 angeschweisst,
wie das aus Fig. 8 und 9 hervorgeht und ein U-förmiger Kanal 104 ist mit seinem Steg an der Oberkante der
Verschiebungsplatte 100 angeschweisst wie sich am besten aus Fig. 9 und 10 ergibt. Ein Stift 106 ist an der unteren
Ecke an jeder Seite der Platte angeschweisst und ist in eine Führung aufgenommen und läuft in dieser, die mit 108
j bezeichnet ist. Die Führung weist einen gebogenen Pfad auf
und dient dazu, das untere Ende der Verschiebungsplatte zu führen, während sie gesenkt und zurückgezogen wird. Das obere
Ende der Verschiebungsplatte ist mit Rollen 110 versehen,
die auf gegenüberliegenden Seiten davon montiert sind, um gegen die innere Oberfläche des Einschnittes anzuliegen,
der in dem Ladelukenrahmen 6 ausgebildet ist. Diese Rollen 110 sind in Tragearmen drehbar gelagert, die an entgegen-
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gesetzten Oberflächen der Verschiebungsplatte angeordnet sind und sind frei drehbar,um gegen die gegenüberliegenden
Oberflächen des Einschnittes anzuliegen. Das untere Ende des Einschnittes ist mit Flanschen 112
versehen, die als Bodenanschlag für die Rollen 110 dienen.
Die Stangen 114 sind an den entgegengesetzten Oberflächen
des Ausschnittes befestigt, um als weitere Führungsvorrichtung für die Rollen 110 zu dienen.
In einem Abstand nach der Aussenseite von der Verschiebungsplatte
sind Paare von Tragearmen 120 am Boden des Decks 4 angeschweisst und tragen an ihren unteren Enden mit Hilfe
von Drehzapfen 122 ein Ende von Armen 124. Die anderen Ende der Arme 124 sind drehbar mit Hilfe von Drehzapfen
128 mit Trägerplatten 126 verbunden, die in den C-förmigen Kanal 102 eingeschweLsst sind.
Das Heben und Senken der Verschiebungsplatte 100 wird durch ein Winden- und Seilscheibensystem erreicht. Die Winde 1^0
ist auf dem Deck 4 montiert und das Kabel 142 führt davon über eine Seilscheibe 1j52 abwärts zum unteren Ende der Verschiebungsplatte,
wo es am Kanal 102 befestigt ist. Das Kabel 142 verläuft durch eine öffnung 140, die in dem
Ladelukenrahmen 6 vorgesehen ist. Obwohl jede beliebige
Anzahl verwendet werden kann, wird angenommen, dass drei solche Winden und Seilscheibenanordnungen genügen, um das
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Heben und Senken der Verschiebungsplatte, wie in Pig. 8 beschrieben, zu bewirken. Die Kabel 142 führen zu jedem
beliebigen üblichen Aufnahmemechanismus, der dadurch das Heben und Senken der Verschiebungsplatte in bekannter Art
und Weise steuert.
Wenn die Verschiebungsplatte sich in der Stellung befindet, wie in Fig. 9 gezeigt, d.h. abgesenkt, und es erwünscht ist,
die Verschiebungsplatte in ihre zurückgezogene Stellung an-
W zuheben, wie sie in gestrichelten Linien in Pig. 9 gezeigt
ist, wird der Aufnahmemechanismus betätigt, um die Kabel 142 aufzunehmen. Dies erzeugt die erforderliche senkrechte
Kraft am unteren Ende der Verschiebungsplatte und während sie angehoben wird, führen Rollen 110 das obere Ende in
die Ausschnitte, die in den Ladelukenrahmen 6 vorgesehen
sind. Das untere Ende der Verschiebungsplatte wird durch Stifte um die gebogene Oberfläche 108 geführt, die einen
Bogen mit einem Wölbungsradius beschreibt, der gleich der
. Länge des Armes 124 zwischen den Drehpunkten 122 und 128
ist. Das Absenken der Verschiebungsplatte wird bewirkt, indem die Kabel 142 zum Ablaufen gebracht werden.
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009343/0839
Claims (1)
- Patentansprüche :1. Frachtschiff, dadurch gekennzeichnet, dass es verschiebbare Verschiebungsplatten hat, die vorne und hinten liegen und im wesentlichen mit Backbord- und Steuerbordladelukenkanten ausgerichtet sind, einen Aufnahmeraum, der vollständig aus dem Laderaum herausgenommen ist, eine Verschiebeeinrichtung zum Senken der Verschiebungsplatten aus dem Aufnahmeraum in eine Stellung %in dem Prachtraum, um so vordere und hintere Schotten zu bilden und um die Verschiebungsplatten aus dem Prachtraum in den genannten Aufnahmeraum zurückzuziehen.2. Prachtschiff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebungsplatten eines jeden Laderaumes als eine Gruppe aufeinanderfolgender Paare von Verschiebungsplatten angeordnet sind, wobei die Platten eines jeden Paares in einer Art wie ein doppelt aufgehängtes Schiebefenster im |Verhältnis zu verschiebbaren Führungssäulen montiert und verschiebbar sind.J). Frachtschiff nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Säulen drehbar aus einer weggeräumten Stellung in einer Richtung von vorne nach hinten in eine abgesenkte Stellung in den Laderäumen verschiebbar sind, während die genannten Platten in einer doppelt aufgehängten Schiebefensterart in ihren eigenen Ebenen verschiebbar sind.0098A3/0889- 17 -k. Prachtschiff nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Säulen an einem Satz von Enden davon an Drehachsen montiert sind, die aneinander gekuppelt sind, wobei eine Einrichtung vorgesehen ist, um den genannten Achsen einen Drehantrieb zu vermitteln.5. Prachtschiff nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Platten über ein Zugkabel mit einer Einrichtung gekuppelt sind, um sie zu heben und zu senken.6. Prachtschiff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebungsplatte am oberen Ende innerhalb des Aufnahmeraumes und an ihrem unteren Ende durch eine drehbar montierte Stange geführt ist.7. Prachtschiff nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung des oberen Endes mit Hilfe vonw Rollen erzielt wird, die auf entgegengesetzten Seiten der Verschiebungsplatte angeordnet sind.8. Prachtschiff nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebungsplatte ein gewellter Bauteil ist, der U-förmige Teile besitzt, die an den oberen und unteren Kanten befestigt sind.- 18 -QQ9843/0889BAD ORIGINAL9. Prachtschiff nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das untere Ende der Vers chiebungs platte mit Hilfe eines Armes geführt ist, der drehbar an einem Ende am unteren Ende der Verschiebungsplatte montiert ist und drehbar am anderen Ende an einem festen Aufbau und wobei eine Führungseinrichtung für das untere Ende der Verschiebungsplatte vorgesehen ist, um diese durch einen Bogen zu führen, der einen Wölbungsradius hat, der gleich der Länge des drehbar montierten Armes ist.10. Prachtschiff nach einem beliebigen der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Aufnahmeräume entlang den Laderaumluken angeordnet sind.- 19 -009843/0889
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| SH | Request for examination between 03.10.1968 and 22.04.1971 | ||
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |