DE1781060C - Selbstfahrendes Übersetz und Schwimm bruckengerat - Google Patents
Selbstfahrendes Übersetz und Schwimm bruckengeratInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein seefahrendes übersetz· ten Zugmaschine oder mit einem antriebslosen
und Schwimmbrllckengerat mit einem Brückenteil aus Schwimmwagen verbunden ist.
rechteckigen, gelenkig verbundenen und in der ge- In weiterer Ausgestaltung der^Erfindung st vor,
streckten Lage blegostelf miteinander verriegelbaren gesehen, daß beidseits neben der dem Mitte e 1 der
Schwimmkörpern gleicher Grundflache, die zum 5 Oberfläche einnehmenden Fahrbal nflUche des äu-Landtransport
überoinandorliogend zu einem Paket ßeren Nebenschwiminkürpers auf diesem inι enteprezusammenfaltbar
sind. . chenden Ausnehmungen ruhende Platten angeordnet
Bekannt ist eine fahrbare Brücke (deutsches Patent sind, die beide um ihre in der freien beite J« «J»1»«!!
1 019 339), bestehend aus einem Fahrzeugkürper mit Ncbenschwimmkurpcrs beidseits der fahrbahn lieschwenkbar
angelenkten Rampen, die während des io gendo Ecken vorschwenkbar sind und im vorge-Transportes
über den Hauptteil geschwenkt sind, Mit schwenkten Zustand, miteinander verbunden, eine
dieser fahrbaren Brücke sollen Wasaerläufe sowie der Breite der Fahrbahn entsprechende, hydraulisch
Graben, deren Breite geringer ist als die gestreckte hochschwenkbare Auffahrrampe bilden, die das Auf-Länge
der Brücke, Überwunden werden. fahren von Fahrzeugen auf die Fähre oder fccnwimm-
Aus »Soldat und Technik«, 2, 1967, S. 312, ist ein 15 brücke ermöglicht.
Übersetzfahrzeug bekannt, das aus einem mit einem Die Zugmaschinen können erfindungsgemäß derart
Vollkettenfahrgestell ausgerüsteten, pontonartigen gestaltet sein, daß sie einachsige, auch miteinander
Bootskörper besteht, der einen seitlich herunterklapp- kuppelbare Fahrzeuge sind, die zum Lenken des
baren, etwas längeren Bootskörper trägt. Jeweils zwei Übersetz- und Schwimmbrückengerätes gegenüber dem
Fahrzeuge gehören dergestalt zusammen, daß das a0 Hauptschwimmkörper vorzugsweise mit hydraulieine
den Bootskörper nach rechts, das andere nach sehen Stellzylindern horizontal verschwenkbar sind
links abklappt. Die Trägerfahrzeuge werden dann und mit einem unabhängig vom angetriebenen Fahrzusammengekoppelt
und bilden eine 50-t-Fähre. Be- werk, ein- und ausfahrbaren lenkbaren Hilfsrad oder
weßliche Rampen können an beiden Längsseiten aus- Hilfsradpaar ausgerüstet sind,
geklappt werden, um Fahrzeugen die Auffahrt zu 35 Das Hilfsrad hat lediglich die Funktion eines dritten
ermöglichen. Standbeines für die abgekuppelte Zugmaschine. Eine
Ferner ist ein vierteiliges, zusammenfaltbares Zugmaschine muß zumindest dann an Land abge-Schwimmbrückenelement
bekannt (»Soldat und kuppelt werden und allein fahrbar sein, wenn sie,
Technik«, 3, 1967, S.118), das zu Lande zu einem um sie reparieren oder überholen zu können, gegen
Paket zusammengefaltet auf der Ladefläche eines 30 eine andere Zugmaschine ausgetauscht werden muß.
Lastkraftwagens transportiert, zum Bau einer Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der
Schwimmbrücke ins Wasser geworfen, auseinander- Zeichnung dargestellt und werden im folgenden
gefaltet und mit weiteren Einheiten zu einer näher erläutert. Es zeigt
Schwimmbrücke zusammengesetzt werden kann. Es Fig. 1 die Seitenansicht eines Übersetz- und
läßt sich aus mehreren Einheiten auch eine Fähre 35 Schwimmbrückengerätes, im folgenden kurz »Gerät«
zusammensetzen, die jedoch keinen eigenen Wasser- genannt,
antrieb aufweist. F i g. 2 die Vorderansicht von F i g. 1,
antrieb aufweist. F i g. 2 die Vorderansicht von F i g. 1,
Durch die deutsche Auslegeschrift 1185 079 ist Fig. 3 eine Draufsicht auf Fig. 1,
ein Schwimmbrückengerät offenbart, das aus zusam- F i g. 4 bis 7 einzelne Phasen beim Abklappen der
menkuppelbaren Pontons und einer an den Haupt- 40 Nebenschwimmkörper vom schwimmenden Gerät,
schwimmkörper ankuppelbaren schwimmfähigen F i g. 8 schematisch den Aufbau der Auffahrrampe,
Zugmaschine besteht, die einen Land- und Wasser- F ig. 9 ein Gerät mit Schwimmwagen,
antrieb besitzt. F i g. 10 eine Draufsicht auf Fig.?,
Aus der deutschen Auslegeschrift 1105 301 ist es Fig. Il eine aus 4 Geräten zusammengesetzte
bekannt, drei als Haupt- und Nebenschwimmkörper 45 Fähre,
ausgebildete, pontonartige, rechteckige Schwimmkör- Fig. 12 eine Draufsicht auf Fig. 11,
per für den Landtransport zu einem Paket zusam- Fig. 13 eine Fähre mit vergrößertem Auffahrteil,
menzufalten. Fig. 14 eine Draufsicht auf die Fähre nach
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fig. 13,
robustes, im Aufbau einfaches, in seinen Anwen- 50 Fig. 15 eine Fähre mit versetzten Antriebsdungsmöglichkeiten
jedoch vielfältiges Übersetz- und maschinen,
Schwimmbrückengerät der eingangs beschriebenen Fig. 16 eine Draufsicht auf Fig. 15,
Art zu schaffen, das zusammengeklappt mit einem Fig. 17 und 18 eine Fähre doppelter Breite,
eigenen Antrieb über Land und durchs Wasser fahren Die Fig. 1 bis 3 zeigen ein Übersetz- und
kann und das in seiner gestreckten Lage als Fähre, 55 Schwimmbrückengerät beim Landtransport im zu-Tcil
einer Fähre oder Teil einer Schwimmbrücke mit sammengeklappten Zustand. Es besteht im wesent- '
eigenem Wasserantrieb versehen, verwendet werden liehen aus einem Hauptschwimmkörper 1 und den
kann. ' auf diesem ruhenden Nebenschwimmkörpern 2, 3
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß sowie aus zwei Zugmaschinen 5, Sa, die untercinvorgeschlagen,
daß der Brückenteil aus drei 60 ander gleich und über lösbare Kupplungen 4, 4 α mit
Schwimmkörpern, dem Hauptschwimmkörper und dem Hauptschwimmkörper 1, diesem gegenüber horizwei
Nebenschwimmkörpern besteht, daß der Haupt- zontal verschwenkbar verbunden sind. Zur Lenkung
schwimmkörper an einer Stirnseite in an sich bc- dienen hydraulische Stellzylinder 1ί3, die von den
kannter Weise über eine lösbare Kupplung mit einer Zugmaschinen 5, 5 a aus betätigt werden. Für
an sich bekannten schwimmfahigen Zugmaschine mit 65 längere Fahrten über Land können die der zweiten
Antrieb für Land- und Wasserfahrt verbunden ist Zugmaschine 5 a zugeordneten Stellzylinder 13 auf
und daß er an der anderen Stirnseite über eine gleich- Gcradeausfahrt festgelegt und dann das Gerät von
artiue Kupplung mit einer weiteren, an sich bekann- einem Mann gefahren werden. Der Antrieb der
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zweiten Zugmaschine 5« kann allerdings zum Überwinden großer Steigungen zugeschaltet werden.
Strichpunktiert ist in Fig.3 der einem Krümmungsradius
R entsprechende KrUinmungskreis K und die entsprechende Stellung der Zugmaschine 5, 5ö durch.
gestrichelte Linien angedeutet. Mit 15 sind die Rüder
der Zugmaschinen gekennzeichnet. Die Räder 15 können eingezogen worden, Die Fig, 4 bis 7 veranschaulichen
einzelne Phasen beim Einrichten des Gerätes als schwimmende Plattform, 8 ist eine
Kupplungsvorrichtung, 17 stellt die Wasserlinie dar. Das Gerat wird ins Wasser gefahren, wobei die
Schwimmkörper 1, 2, 3 noch aufeinander ruhen. Sobald das Geriit genügend Wassertiefe erreicht hat,
können die Räder 15 eingezogen werden. Nun werden über hydraulische Vorrichtungen, die nicht
dargestellt sind, die Nebenschwimmkörper 2 und 3 abgeklappt, bis sie die Strecklage erreicht haben. In
der Strecklage werden sie verriegelt. In den Fig. 4 bis 7 sind auch Vorrichtungen 7 zum Ankuppeln
einer schwimmenden Zugmaschine an den Stirnseiten der Nebenschwimmkörper 2 und 3 angedeutet. F i g 7,
erläutert durch F i g. 8, zeigt nebeneinanderliegende Platten 10, 11, die zusammen eine Auffahrrampe
bilden, die auf- und abschwenkbar mit dem äußeren as
Nebenschwimmkörper 3 verbunden ist. Eine Besonderheit der Erfindung besteht nun darin, daß nicht
nur die Platten 10, 11, sondern auch die Nebenschwimmkörper 2 und 3 zusammen mit den Platten
10, 11 als Auffahrrampe verwendet werden können. Diese ist dann wesentlich länger, so daß auch relativ
hohe Uferböschungen gut überwunden werden können. Dis entsprechende Stellung der Schwimmkörper
2 und 3 ist gestrichelt angedeutet. Man wird die Schwimmkörper 2 und 3 allerdings erst dann zur
Bildung einer verlängerten Auffahrrampe hochschwenken, wenn das Gerät mit einem weiteren Gerät
verbunden ist, welches als Gegengewicht die horizontale Lage des die hochgeschwenkten Nebenschwimmkörper
2, 3 tragenden Hauptschwimmkörpers 1 in etwa sichert. Fig. 8 veranschaulicht nun im
einzelnen den Aufbau der Auffahrrampe aus den Platten 10 und 11. Die Platten 10 und 11 liegen,
wenn eine Auffahrrampe nicht gebraucht wird, in entsprechenden Ausnehmungen 10' und 1Γ beiderseits
der eigentlichen Fahrbahnfläche 9. Die Platten 10,11 sind um ihre Ecke 12 verschwenkbar. Ein Halbkreis
19 deutet die Schwenkbewegung an. Die F i g. 9 und 10 zeigen ein Gerät mit nur einer Zugmaschine 5,
die für die Alleinfahrt mit einem ausfahrbaren Hilfsrad ausgerüstet ist und einem Schwimmwagen 6 auf
einer Straße 16.
In den Fig. 11 und 12 ist eine aus vier Geräten
zusammengesetzte Fähre dargestellt, die, wie durch strichpunktierte Linien angedeutet, beliebig verlängen
werden kann. Dieses Verlängern ermöglichen die Kupplungsvorrichtungen 8. Die gestrichelte Linie
20 soll die Fahrbahnbegrenzung darstellen. Schwere Fahrzeuge, wie Panzer und dergleichen sollten möglichst
in der Mitte der Schwimmkörper stehen bzw. fio fahren, damit deren horizontale Lage erhallen bleibt.
Allerdings ist die Gefahr des Abkippens des Gerätes durch die Erfindung deshalb besonders gering, weil
durch die beidseits angekuppelten schwimmenden Zugmaschinen, die wie beidseits der Schwimmbrücke
oder Fähre angeordnete Ausleger wirken, eine hohe Stabilität erreicht wird.
Die Fig. 13 und 14 zeigen nun eine Fähre aus zwei Geriiten an einer Uferböschung 18 fertig zum
bcluden. Den örtlichen Gegebenheiten ist durch ein. leichtes Anheben der landseitigen Nebenschwimmkörper 2 und 3 Rechnung getragen, Bei der Fähre
nach Fig. IS und 16, die aus drei Geräten besteht,
sind die Zugmaschinen 5, Sa umgekuppelt worden, und zwar jeweils am mittleren Nebenschwimmkörper
2 befestigt, Es wird so beim Quertransport durchs Wasser eine günstigere Verteilung der Zugbzw.
Schubkräfte erreicht. Die Zugmaschinen könnten auch alle auf einer Seite angekoppelt sein, so daß sie
alle schieben.
Schließlich sei durch die Fig. 17 und 18 noch auf eine weitere Anwendungsmöglichkeit der Erfindung
hingewiesen, die darin besteht, daß die Zugmaschinen von einer Stirnseitenfront miteinander verbundener
Geräte abgekuppelt und mit dieser Stirnseitenfront mit der Stirnseitenfront einer gleichen Einheit zu
einer Fähre doppelter Breite verbunden werden. Diese kann auch als selbstfahrende schwimmende
Landeplattform für schwere Hubschrauber eingesetzt werden.
Claims (3)
1. Selbstfahrendes übersetz- und Schwimmbrückengerät
mit einem Brückenteil aus rechteckigen, gelenkig verbundenen und in der gestreckten Lage biegesteif miteinander vejriegelbaren
Schwimmkörpern gleicher Grundfläche, die zum Landtransport übereinanderliegend zu einem
Paket zusammenfaltbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß der Brückenteil aus drei Schwimmkörpern, dem Hauptschwimmkörper (1)
und zwei Nebenschwimmkörpem (2,3) besteht, daß der Hauptschwimmkörper (1) an einer Stirnseite
in an sich bekannter Weise über eine lösbare Kupplung (4) mit einer an sich bekannten
schwimmfähigen Zugmaschine (5) mit Antrieb für T-and- und Wasserfahrt verbunden ist und daß
er an der anderen Stirnseite über eine gleichartige Kupplung (4a) mit einer weiteren, an sich
bekannten Zugmaschine (5a) oder mit einem antriebslosen Schwimmwagen (6) verbunden ist.
2. Übersetz- und Schwimmbrückengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beidseits
neben der den Mittelteil der Oberfläche einnehmenden Fahrbahnfläche (9) des äußeren
Nebenschwimmkörpers (3) auf diesem in entsprechenden Ausnehmungen ruhende Platten
(10, 11) angeordnet sind, die beide um ihre in der freien Seite des äußeren Nebenschwimmkörpers
(3) beidseits der Fahrbahn (9) liegende Ecken (12) vorschwenkbar sind und im vorgeschwenkten
Zustand miteinander verbunden eine der Breite der Fahrbahn entsprechende, hydraulisch
hochschwenkbare Auffahrrampe (10 und 11) bilden.
3. Übersetz- und Schwimmbrückengerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zugmaschinen (5, Sa) einachsige, auch miteinander kuppelbare Fahrzeuge sind, die
zum Lenken des Übersetz- und Schwi.mmbrückengerätes gegenüber dem Hauplschwimmkörper (1)
vorzugsweise mit hydraulischen Stellzylindcrn (13) horizontal verschwenkbar und mit einem
unabhängig vom angetriebenen Fahrwerk cin- und ausfahrbaren lenkbaren Hilfsrad (14) oder
Hilfsräderpaar ausgerüstet sind.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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